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<title>RSS polyoinos</title><link>http://www.polyoinos.de/index.html</link><description>Neues von Polyoinos</description><dc:language>de</dc:language><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><dc:rights>Copyright 2008 fw</dc:rights><dc:date>2010-05-04T10:11:10+02:00</dc:date><admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.realmacsoftware.com/" />
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<lastBuildDate>Fr., 20 Jun 2008 08:42:11 +0200</lastBuildDate><item><title>Science Fiction&#x2c; Definition und Geschichte</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><category>Phantastik</category><dc:date>2010-05-04T10:11:10+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aba1b84f15ee4bf8c686af6d72050196-151.html#unique-entry-id-151</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aba1b84f15ee4bf8c686af6d72050196-151.html#unique-entry-id-151</guid><content:encoded><![CDATA[Die ersten Schritte auf dem Weg zu einem neuen Buch &uuml;ber die Science Fiction sind getan. Am Wochenende habe ich auf der <a href="http://www.fedcon.de" rel="external">FedCon</a> zwei Vortr&auml;ge gehalten, die an wesentlicher Stelle in den Betrachtungen von SF stehen: die Definition und Funktionen von SF einerseits und eine kleine Geschichte des Genres, die die SF mit der realen Weltgeschichte verkn&uuml;pft andererseits, was im Falle dieses Genres von ganz besonderem Interesse ist.<br /><br />Die Vortr&auml;ge sind von einem fachkundigen Publikum wohlwollend aufgenommen worden; es scheint, dass ich mich auf einem guten Weg befinde. Aber ich freue mich nat&uuml;rlich &uuml;ber jeglichen Input. Deshalb stehen ab sofort die beiden Vortragstexte hier auf polyoinos zur Lekt&uuml;re zur Verf&uuml;gung. Zwei Audioaufzeichnungen werden folgen, sobald ich dazu komme, sie nachzubearbeiten.<br /><br />Wenn Sie also interessiert, warum die Reflektionsleistungen von SF zeigen, dass das Genre eigentlich ein ziemlich realistisches ist und warum es reicht, SF als "<em>Science Fiction sind phantastische Geschichten, deren irreale Anteile dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Autorinnen und Autoren nicht widersprechen.</em>" zu definieren, dann lesen Sie doch einmal in die <a href="../phantastik/sf_history.html" rel="self" title="Eine kleine Geschichte der Science Fiction">Prometheus-Papiere</a> und in die <a href="../phantastik/sf_def.html" rel="self" title="Science Fiction - Was ist das und was kann das? ">(Noch)-Nicht-Orte</a> hinein.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_7681---arbeitskopie-2.jpg" width="240" height="231" /><br /><span style="font-size:11px; ">Auf zu neuen Welten ...<br /><br /></span></p>]]></content:encoded></item><item><title>Blog umgestellt&#x2c; bitte neue Links merken und Feeds abonnieren</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-04-17T14:30:13+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/5432ad1c7eaa8acaf0cfd6be9cf4597c-150.html#unique-entry-id-150</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/5432ad1c7eaa8acaf0cfd6be9cf4597c-150.html#unique-entry-id-150</guid><content:encoded><![CDATA[Die Umstellung auf Rapid Blog und Blogger ist jetzt vollzogen. Alle alten Beitr&auml;ge sind jetzt parallel hier und auf Blogger zu finden, alle neuen Beitr&auml;ge erscheinen unter einer etwas anderen URL - bleiben aber selbstverst&auml;ndlich weiter &uuml;ber die Seitennavigation erreichbar. Wenn Sie aber &uuml;ber neue Postings unterrichtet werden m&ouml;chten, so m&uuml;ssen Sie neue Feeds abonnieren.<br /><br />Die neuen Links:<br />- hier hei&szlig;t die URL jetzt <a href="http://www.polyoinos.de/blog/start.php" rel="external">http://www.polyoinos.de/blog/start.php</a> (also Endung .php statt .html)<br />- auf Blogger finden Sie das Blog unter <a href="http://polyoinos.blogspot.com/" rel="external">http://polyoinos.blogspot.com</a> <br /><br />Wenn sie auf mein Blog verlinkt haben sollten, so w&auml;re ich dankbar, wenn Sie das &auml;nderten. Unter beiden URLs finden Sie RSS-Feeds zum Abonnieren.<br /><br />Das alte Blogsystem lief immer langsamer, und es war absehbar, dass es in ein, zwei Jahren gar nicht mehr laufen w&uuml;rde. Woran das liegt wei&szlig; ich nicht genau, denke aber dass eine html-L&ouml;sung f&uuml;r Blogs einer dynamischen Datenbank eben klar unterlegen ist. Das war mir vor zwei Jahren nur nicht klar. Au&szlig;erdem lief ja seit zwei Monaten die Kommentarfunktion des Anbieters nicht mehr und die habe ich sehr vermisst, da Ihr Feedback sehr wichtig f&uuml;r mich ist.<br /><br />Gewonnen habe ich zudem die M&ouml;glichkeit von jedem Rechner oder auch meinem Handy aus zu bloggen. <br /><br />Verloren habe ich die Tags und die TagCloud. Das ist schade, aber die Zahl der Tags war doch auch sehr angeschwollen und vielleicht ist es aussagekr&auml;ftiger, wenn ich in Zukunft eine erweiterte Form von Labels einf&uuml;hre, die zwar nicht ganz so differenziert ist, aber doch eine intelligente Filterung und Suche erm&ouml;glicht. Jedenfalls werde ich &uuml;ber die bekannten Labels &bdquo;inside polyoinos&ldquo;, &bdquo;Wissen + Spekulation&ldquo;, &bdquo;Meinung&ldquo; und &bdquo;Phantastik&ldquo; noch vier, f&uuml;nf weitere Label einf&uuml;hren.<br /><br />Also: Alles neu macht der Apreul - bleiben Sie mir gewogen.<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Blogumstellung in den n&#xe4;chsten Tagen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-04-14T09:34:07+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f061db80ec0c6c2dd6f0081e7aa769f3-149.html#unique-entry-id-149</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f061db80ec0c6c2dd6f0081e7aa769f3-149.html#unique-entry-id-149</guid><content:encoded><![CDATA[In den n&auml;chsten Tagen stelle ich auf ein neues Blogsystem um. Das dauert wahrscheinlich 4 - 5 Tage, in denen polyoinos: Blog doppelt in der Navigationsleiste erscheint. <br /><br />Die Basis ist eine Synchronverbindung von Blogger und meinem eigenen Server. Blogger erlaubt aber nicht mehr als 50 Blogeintr&auml;ge pro Tag, so dass es 4 oder 5 Tage dauern wird, bis die alten Eintr&auml;ge umgezogen sind. Au&szlig;erdem muss ich noch etwas mit dem Kommentarsystem von DisQus experimentieren. Dann sollte aber alles wie gewohnt plus der Kommentare laufen, die seit zwei Monaten abgeschaltet sind.<br /><br />Einziges Manko: Die alten Kommentare lie&szlig;en sich nicht retten. Das ist bedauerlich, da ein paar sehr sch&ouml;ne, auch wichtige kritische Eintr&auml;ge damit verloren sind. Aber an die Texte komme ich wegen Insolvenz des Anbieters nicht mehr heran. <br /><br />Bleiben Sie mir gewogen ...<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Machtmissbrauch&#x2c; das ist immer noch das Problem mit der katholischen Kirche</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2010-04-13T08:12:52+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e2e2813ca36730b5f49ab6e553d24bd8-145.html#unique-entry-id-145</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e2e2813ca36730b5f49ab6e553d24bd8-145.html#unique-entry-id-145</guid><content:encoded><![CDATA[Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, nicht wahr? Und &bdquo;brechen&ldquo; war denn auch das erste, woran ich beim heutigen Anblick der Zeitung denken musste. Gut, dass der Blick vor der Nahrungsaufnahme fiel. Da hat sich also der Ruhrbischof zum Thema Homosexualit&auml;t ausgelassen und diese wieder einmal als S&uuml;nde verdammt. Das ist aber leider nur auf den ersten Blick l&auml;cherlich, denn das eigentliche dahinterstehende Problem ist der immer noch praktizierte Machtmissbrauch des katholischen Klerus. Und damit meine ich nicht einmal das von ihm extra f&uuml;r Kinder aufgestellte elfte Gebot &bdquo;Du sollst <em>alles</em> tun, was Dein Priester sagt!&ldquo; Das Ma&szlig; ist voll, der Krug gebrochen ...<br /><br />Jeder aufgekl&auml;rte (ich meine die kantsche Aufkl&auml;rung) Mensch sollte mit einem Achselzucken &uuml;ber diesen Schwachsinn von der S&uuml;ndhaftigkeit gleichgeschlechtlicher Liebe hinweggehen k&ouml;nnen, was dem Thema genau die Aufmerksamkeit gew&auml;hrte, die ihm zusteht - Null. Aber leider geht das nicht, denn die katholische Kirche &uuml;bt noch sehr viel geistige Macht aus, weil Millionen von Menschen diese Kirche als geistigen Mittler zwischen sich und Gott verstehen. <br /><br />Wenn es Gott gibt - was ich keineswegs ausschlie&szlig;e -, so ist es zwar so, dass alles, was mein Seelenheil betrifft sich zwischen mir und ihm abspielt. Aber das ist nat&uuml;rlich auch eine ganz sch&ouml;ne B&uuml;rde. Schlie&szlig;lich reden wir &uuml;ber das Schicksal meiner unsterblichen, also in alle Ewigkeit existierenden Seele im Angesicht eines allm&auml;chtigen Wesens, das auch die Funktion eines Richters &uuml;ber eben diese, meine Seele aus&uuml;bt. Das ist sicherlich manchmal schwer auszuhalten, und so ist es sch&ouml;n, einen Beistand, Vermittler und Anwalt in diesem Verh&auml;ltnis zur Verf&uuml;gung zu haben: den Priester und die Kirche.<br /><br />Auch ist es schwierig, das ganze Leben und seinen Sinn zu verstehen. Religion kann dabei ungemein hilfreich sein und die professionellen Vertreter von Religion &uuml;ben auch hier eine tragende Mittlerrolle aus. Auch hier sprechen wir mit Sicherheit von einer Spanne, die das gesamte irdische Leben umfasst und vielleicht von einer ganzen Ewigkeit, die auf dieses Leben noch folgt. <br /><br />Sollten Sie selbst nicht religi&ouml;s sein, so stellen Sie sich aber bitte einmal vor, was nun Aussagen wie die von der S&uuml;ndhaftigkeit von Homosexualit&auml;t bewirken k&ouml;nnen. Stellen Sie sich vor, Sie glaubten fest und wirklich und unersch&uuml;tterlich daran, dass die Lehren der Kirche Ihr Wegweiser durch das Leben und dar&uuml;ber hinaus in die Ewigkeit und zur liebenden Anerkennung durch Gott sind. Stellen Sie sich vor, Sie seien wirklich &uuml;berzeugt davon, dass das S&uuml;ndigen Sie zu tausenden von tausenden von tausenden Jahren in der H&ouml;lle verurteilt - allein, ungeliebt, eventuell pausenlos gefoltert. Genau so etwas k&ouml;nnen diese Priester dem Gl&auml;ubigen n&auml;mlich einreden.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5662---arbeitskopie-3.jpg" width="419" height="253" /><br /><span style="font-size:11px; ">Angst machen, das k&ouml;nnen sie ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Wer so viel Verantwortung tr&auml;gt, wie die Priesterschaft, ist gehalten, damit auch sehr verantwortungsvoll umzugehen. Wer so viel Verantwortung tr&auml;gt, besitzt damit auch eine sehr gro&szlig;e Macht. Schlie&szlig;lich haben diese Leute mit ihren Auslegungen die Hoheit &uuml;ber das spirituelle Leben all der Gl&auml;ubigen, die beschlossen haben f&uuml;r sich die katholische Heilslehre in Anspruch zu nehmen. Und wer mit der nicht verantwortungsvoll umgeht, missbraucht seine Macht. Und wer Macht missbraucht, dem geh&ouml;rt sie entzogen. Nahezu das gesamte Bischofs- und Kardinalskollegium und der Papst sollten zur&uuml;cktreten oder bei Nichtbefolgen zum R&uuml;cktritt verurteilt werden! <br /><br />Aber k&ouml;nnte denn etwas dran sein an der Idee Homosexualit&auml;t sei s&uuml;ndhaft? Nein, ausgeschlossen. Homosexualit&auml;t ist eine Spielart der Liebe zwischen Menschen, und wenn es eine Sache gibt, die gut ist, wenn Menschen sie aus&uuml;ben, dann ist es dies: zu lieben.<br /><br />Ich scherze ja gerne, dass mir eine primitive Religion wie die katholische - und primitiv ist sie trotz all der &uuml;berfl&uuml;ssigen theologischen Fakult&auml;ten an denen gar nicht primitive Menschen sich bem&uuml;hen, der Primitivit&auml;t einen intellektuellen Anstrich zu geben - lieber ist als das Wischiwaschi der Evangelen, die selbst Jesus rumdrucksenderweise die G&ouml;ttlichkeit abzusprechen beginnen. Da haben die Katholen mit ihrem Teufel und echtem Schwefelgeruch ja noch richtig was aufzufahren.<br /><br />Angesichts der katholischen Realit&auml;t bleibt mir dieser Scherz aber im Halse stecken. Diese sogenannten Seelsorger gehen mit ihrem Machtmissbrauch nicht weniger verbrecherisch um als die Inquisitoren vor 500 Jahren. Wer so verantwortungslos spricht wie Ruhrbischof Overbeck und Papst Benedikt, verbrennt n&auml;mlich die Seelen der Gl&auml;ubigen.<br /><br />Das einzige was hilft - denn zur&uuml;cktreten werden die nat&uuml;rlich nicht - ist, sich klarzumachen, dass das Seelenheil ganz ohne des Klerus&acute; belanglose Meinung zwischen Ihnen und Gott entschieden wird. Hilfe und Trost in dieser Angelegenheit k&ouml;nnen auch andere spenden als ausgerechnet diese Priesterschaft. Die liebt Sie n&auml;mlich nicht, sondern will Sie beherrschen. Gott aber liebt Sie und will Ihre Freiheit, sonst h&auml;tte er sich die Sch&ouml;pfung gespart.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Warum es uns gibt - Eine ganz kleine Geschichte unserer Existenz</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-04-02T09:32:59+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d5793a96947e15f81dfd201e757e69ef-144.html#unique-entry-id-144</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d5793a96947e15f81dfd201e757e69ef-144.html#unique-entry-id-144</guid><content:encoded><![CDATA[Wie es dazu kam, dass es uns, unsere Welt und unser Universum gibt, das wei&szlig; die Wissenschaft schon fast komplett zu erkl&auml;ren. Was viel schwieriger zu beantworten ist, ist die Frage, warum wir und das Universum und uns herum da sind. Die Frage nach dem Sinn des Kosmos und unseres Lebens also.<br /><br />Gl&uuml;cklicherweise erz&auml;hlte mir Gott neulich, warum er die Sch&ouml;pfung gesch&ouml;pft hat. Folgen Sie mir doch bitte in die Story-Sektion auf polyoinos, <a href="../stories/warum_es_uns_gibt.html" rel="external" title="Warum es uns gibt - eine ganz kleine Geschichte des Universums">und lassen Sie mich erkl&auml;ren ...</a><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>&#x22;Fantasy ist wie Ferien&#x22; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-04-01T20:26:38+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6809e4c6dbda685b70ecb52449f18d83-143.html#unique-entry-id-143</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6809e4c6dbda685b70ecb52449f18d83-143.html#unique-entry-id-143</guid><content:encoded><![CDATA[... die &Uuml;berschrift stammt nicht von mir, sondern von dem zust&auml;ndigen Redakteur der Coopzeitung, dem ich vor drei Wochen ein Interview &uuml;ber die Fantasy gab. Das Interview ist mittlerweile in Print, aber auch online erschienen. Vielleicht m&ouml;chten Sie ja mal reinschauen.<br /><br />Es ist nichts Weltbewegendes und es steht nichts drin, was ich nicht sowieso seit langem in Schrift und Vortrag behaupte. Aber es hat Spa&szlig; gemacht, auf sehr geringem zur Verf&uuml;gung stehendem Platz die &uuml;blichen Fragen &bdquo;Was ist Fantasy?&ldquo;, &bdquo;Was finden die  Leute daran?&ldquo;, &bdquo;Ist Fantasy gef&auml;hrlich?&ldquo; usw. zu beantworten. Ein Freund meinte nach der Lekt&uuml;re, es sei sehr gut geeignet, Nicht-Fantasy-Kennern einen ersten Eindruck vom Genre zu geben. Vielleicht kennen Sie ja auch jemanden, der einen solchen ersten Eindruck n&ouml;tig h&auml;tte ...<br /><br /><a href="http://www.coopzeitung.ch/article46956" rel="external">Hier finden Sie das Interview</a> ... und wenn ich so dr&uuml;ber nachdenke, dann gef&auml;llt mir die &Uuml;berschrift richtig gut. Ja, es ist wie Ferien. Und ich gehe jetzt ans Lektorat eines neuen Buches und lasse mich f&uuml;r diese Ferien sogar bezahlen ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_4683.jpg" width="476" height="317" /><br /><span style="font-size:11px; ">Fantasy ist wie Ferien in einem fremden Land</span><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Tolkien-Lese-Tag in Oberhausen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-03-26T17:25:22+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d048a1a454f579c8a33f5f48d998709a-142.html#unique-entry-id-142</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d048a1a454f579c8a33f5f48d998709a-142.html#unique-entry-id-142</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern war der 25. M&auml;rz - und an einem 25. M&auml;rz wurde der Eine Ring in der Lava des Schicksalsberges vernichtet. Grund genug f&uuml;r die weltweite Tolkiengemeinde, den Tolkien Reading Day auf dieses Datum zu legen. Seit gestern findet er auch in Deutschland statt und der Erfolg brachte die Veranstalter dazu, sofort den n&auml;chsten Tolkien-Lerse-tag zu versprechen. Halten Sie sich also den n&auml;chsten 25. M&auml;rz frei.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6917.jpg" width="214" height="323" /><br /><span style="font-size:11px; ">Lars Baumann</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Kommen Sie also am 25.3.2011 zur Buchhandlung Zweitbuch von Lars Baumann; ich werde sicher auch wieder dabei sein:<br />Zweitbuch &mdash; Lesen & lesen lassen<br />Inhaber Lars Baumann<br />Dudelerstra&szlig;e 19<br />46147 Oberhausen-Schmachtendorf<br />Telefon: 0208 / 686399<br />Das ist ein kleiner Einmann-Betrieb, kundig gef&uuml;hrt, tolle Lese-Atmosph&auml;re und geradezu das Parademodell f&uuml;r das Motto &bdquo;Support your local Book-Dealer&ldquo; - ein Motto, das in Zeiten von Mayerscher, Thalia etc. auf der einen und Amazon auf der anderen Seite ungemein aktuell ist.<br /><br />Der Rahmen war also gegeben und es fanden sich auch mehr als 20 Menschen ein, die teilweise von ziemlich weit angereist waren, um zuzuh&ouml;ren. Das war &uuml;brigens das einzige kleine Manko - dass die Besucher das Lesen den geladenen G&auml;sten &uuml;berlie&szlig;en. Eigentlich ist der Tolkien-Lese-Tag n&auml;mlich f&uuml;r jeden zum Mitmachen gedacht.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6870.jpg" width="230" height="327" /><br /><span style="font-size:11px; ">Myk Jung</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />So aber lasen Sebastian Kleinen, der Organisator und Initiator der <a href="http://www.tolkien-niederrhein.de/" rel="external">Tolkien-Ortsgruppe Linker Niederrhein</a>, Lars Baumann, der Hausherr, Betty Finke, <a href="http://www.mykjung.de/" rel="external">Myk Jung</a> und ich. Es hat gro&szlig;en Spa&szlig; gemacht, besonders Myk war wieder unnachahmlich gut. Ich las die Kurzgeschichte <em>Frei</em> aus <em>Mittelerde ist unsere Welt</em>, auch wenn es am Lesetag eigentlich um Geschichten aus des Professors Feder geht. Aber auch das habe ich nat&uuml;rlich gemacht und meine Lieblingsstelle aus dem <em>HdR</em> gelesen, den Bericht Gimlis &uuml;ber die H&ouml;hlen von Aglarond. <br /><br />Wenn Sie m&ouml;chten, k&ouml;nnen sie diese kleine Lesung als Audio-Datei <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="polyoinos: Audio-Dateien">downloaden</a>. Meine Slapstick-Einlage, gleich zweimal von dem doofen Klappsitz zu fallen, habe ich allerdings rausgeschnitten und m&ouml;chte allen Zeugen nur versichern, dass es Unachtsamkeit und keine berauschenden Stoffe waren, die zu der Blamage f&uuml;hrten ...<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6901.jpg" width="327" height="255" /><br /><span style="font-size:11px; ">Sebastian Kleinen liest aus Herr Gl&uuml;ck</span><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Welcher Teil von mir ist im Netz?</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2010-03-25T08:41:07+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a8823e9995556b9353ff2fe63c6af420-141.html#unique-entry-id-141</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a8823e9995556b9353ff2fe63c6af420-141.html#unique-entry-id-141</guid><content:encoded><![CDATA[Nochmals zum Thema Virtual Communities, zu dem mich letzte Woche eine Forscherin aus Lettland befragt hatte (s. letzten Blogeintrag). Sie hatte dann n&auml;mlich noch ein Nachfrage. Und zwar ging es darum, dass meine Hypothese ja besagt, dass es echte virtuelle Gemeinschaften - &sbquo;echt&rsquo; im Sinne von gleichwertig zu denen im sogenannten realen Leben (ich spreche eigentlich lieber von der &bdquo;sensual world&ldquo;; hier noch mal der <a href="http://www.december.com/cmc/mag/1997/feb/wein.html" rel="self">Link zu dem Artikel in CMC</a>) - nicht gibt. Was nun, ist das aber f&uuml;r ein Wesen, das sich in den Cyberwelten und Netzwerken tummelt. Ein neues Wesen? Teil des Menschen vor der Tastatur? Oder nicht doch der ganze Mensch? <br /><br /><em>&bdquo;Q: to what extent is it possible to separate the virtual identity from the one in the sensual world?</em><br />Only to a very small extent, I guess. I have been heavy into Role Playing Games back in the Nineties and do thus have some experience in assuming roles which are not so different from the roles you take on in Second Life or WoW. <br /><br />My experience is that these roles are facets of yourself. You take on a specific role. This might or might not correspond to your personality. If, for example, you play a barbarian, I do not think that this necessarily reflects your own inner barbarianism. You might just as well play something which is totally different from your real self. I, though, always somehow ended up playing a bard; even if I started out with a ranger, over the time he became more and more bard-like in behavior and in skills. And I guess that does reflect something of my own personality. So it might be hard to lie in RPGs.<br /><br />But be that as it may, what you play in RPGs or MMORPGs is a role and as that it never encompasses your whole self, but only facets of it. So the role is a separation from your own being, even if yourself shows through to a big extent. And that is also true for the people you are online. But, for starters, on a physical level your online-self is lacking all the substantialities of your bodyliness, and that makes you something other than your whole self. <br /><br />You can still take on roles in Facebook and Xing. On Xing for example - which is a business-network - you take on the role of your professional self and more or less suppress aspects which you think are not appropriate for your professional appearance. At least, I guess, this is true for a vast majority of people on Xing or LinkedIn. And though you are more your private self on FB, you play a role there also, albeit that this role might reflect more of your real self than in business. It is even advisable to act strategically on FB since the Net never forgets and in the future you might regret the one behavior or the other if you act purely on impulses.<br /><br />This leaves us with an un-whole appearance as soon as you enter the online-worlds. You can, of course, appear un-whole in RL, i.e. the sensual world, but in cyberspace you are incomplete if you wish to or not. Even if you would succeed in being your true psychological self online, you would still miss the body and its expressions. Thus you are not whole.<br /><br />The human psyche, that is at least my belief, is not equipped to really cope with this not being your whole self. You can play your roles on this basis, but  you cannot be your true self. Being yourself is on the other hand a necessity for a wholesome community. At least for a special type of community - the sociality in all its richness. This special community needs to allow their participants to be their true selfs. They do not need to show their self, but they need to have the possibility to express it if need be. And to achieve this possibility you need the sensual experiences in all their richness because man is a sensual being which needs to hear, see, listen, smell and touch. Human psyche has need of this sensory part.<br /><br />Online does not allow for this. So online cannot provide wholesome social community, and that is the sort of community I was referring to in my article. Back then, I spoke of hearth fires. You only experience the value of a hearth fire if you are able to huddle together before it. Second Life, WoW, FB, Xing might constitute rich additions to your life, but a healthy basis in the sensual world is necessary for a complete life. And part of this necessity is real-life-community because man is a social animal. And so I would always advise to never neglect this point. People, especially people born after 1990, which rose up using online-realities all the time, are in danger to forget their physical basis if they overemphasize the value of their online-lives.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict0008.jpg" width="448" height="336" /><br /><span style="font-size:11px; ">Try this online ...</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br /><em>Q: And if it is "separatable" enough, does the same criteria for forming a relationship, be it personal or be it creating a community, applies to the virtual self as it does for the self of the sensual world? The virtual self lives pretty much its own life (especially if we take such forms of CMC as SecondLife), why can't we assign it an option to be a part of a community?</em><br />That&acute;s kind of schizoid, isn&acute;t it? If the online-self lives in its own world in the sense that it lives in another world than the physical basis, that sounds very unhealthy in my ears. But yes, we can assign it to be part of a community in which we than invest only a part of our own being. But again, that&acute;s not our whole self, and wholeness is what man strives for. The other things are play. It&acute;s okay to play, but we should stay aware of our whole self. <br /><br /><em>Q: I have myself experienced cases when the trust to the virtual identity of a person far exceeds the trust to the "real" identity</em><br />That is a subjective experience of yours which I do not doubt. But I  have not experienced something alike. Liking someone - yes. Trusting, feeling friendship to someone I do only know online - no. At most I sometimes have the feeling after conversing with someone online that this someone would be a person I would like to make friends with. But I cannot before having at least shaken hands. <br /><br />Maybe, I have to reconsider my point on this aspect, but I guess, I can&acute;t as long as I do not experience something alike for myself. Well, taken this way, it comes down to quantities and one would have to count opinions: "How do you think about this?"<br /><br /><em>Q: What criterias or rules (besides those you already mentioned - trust and friendship) should a group of virtually closely related, never-met-in-sensual-world people challenge to say eventually: we are a community? </em><br />Shared experiences might be a way. I guess that for example the peoples in Iran which stood up against President Ahmadinedschad, and which were often organizing over different cities and vast landscapes by online means, and which in vast numbers might never have met, that these people might feel a trusting community. But I guess that these people also would have at top point of their wish-list the point "Meet the others!"<br /><br />Shared experiences do form very reliable bonds and so they might be a substitute for lacking physical experiences. One should make this topic of a survey ...<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Wahre Gemeinschaften &#xfc;bers Netz?</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2010-03-21T17:36:47+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b778bd5e22566d8b129273568ab88292-140.html#unique-entry-id-140</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b778bd5e22566d8b129273568ab88292-140.html#unique-entry-id-140</guid><content:encoded><![CDATA[Gibt es wahre, einander freundschaftlich verbundene Gemeinschaften, die sich nur &uuml;ber das Netz kennen und aufrecht erhalten? Diese Frage habe ich vor dreizehn Jahren in dem Artikel <em><a href="http://www.december.com/cmc/mag/1997/feb/wein.html" rel="external">Netizens and Citizens Establishing a point of view toward virtual communities</a></em> f&uuml;r das CMC-Magazine negativ beantwortet. Seitdem scheint dieser Artikel zu einem echten kleinen Klassiker der Onlineforschung geworden zu sein: Immer wieder sto&szlig;e ich, auch ohne gezielt danach zu suchen, auf Zitate aus diesem Beitrag - sch&ouml;n! <br /><br />Gestern erreichte mich dann die Mail einer lettischen Forscherin, die danach fragte, ob ich die Hypothese, dass es keine echten Gemeinschaften, die nur &uuml;ber das Netz organisiert sind,  gibt, immer noch aufrecht erhalten w&uuml;rde, und ob ich weitere Argumente daf&uuml;r oder dagegen gefunden h&auml;tte. <br /><br />Ich denke, meine These stimmt immer noch, und glaube, dass meine Gr&uuml;nde daf&uuml;r auch Sie interessieren k&ouml;nnten. Deshalb ver&ouml;ffentliche ich hiermit die Antwort auf diese Mail. Schade nur, dass das Kommentarsystem immer noch nicht funktioniert, Ihre Meinung h&auml;tte mich sehr interessiert. Mailen Sie sie mir doch. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5130.jpg" width="523" height="261" /><br /><span style="font-size:11px; ">Selbst etwas bizarre Freunde treffen sich besser in real life ...</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />&bdquo;Dear XXX,<br /><br />thank you very much for your mail and the interest in my old article. I will gladly give you an answer to your question.<br /><br />But first let me point out that I dropped out of active research in things online by the turn of the century. Nowadays I work mostly in ethics and in literary sciences. So don&acute;t expect a good knowledge of recent research literature.<br /><br />But I am very much living with and in social networks as Facebook, Xing and so on, so I do have a good practical knowledge. And from this viewpoint, I think that my thesis from 13 years ago still holds true in essence. There are no virtual communities which do have the same quality with regard to parameters like trust, friendship and tolerance with those in real life.<br /><br />Back then I certainly underestimated the role the Internet would play in every people&acute;s life by the end of the first decennial of the new millennium. But as for my thesis this very important role of the Net is quite interesting, since nowadays there are millions of people which have connections via net in two ways. First there are the connections with people with which they are acquainted, even befriended in real life, and second there are the people you only know by wire. The latter may be blokes with which you are playing online games or customers and employees which with you commute. And I still guess that a close relationship is almost always - mind, there might be exceptions, but I guess they are seldom - possible only with people you have got to know in RL. <br /><br />The Net is very well adapted to keep your personal network close together. Especially those seemingly meaningless textbits which you post on Twitter and Facebook often  are very meaningful to people which know you. So you keep everyone important in your life informed about your general status. (Though there are people saying that most postings are strategically and do not tell what really is going on in the psyche of the poster - but that does not conform with my observations.) But my guess is, that the meaning of your tidbits of information are meaningful only to people you know from RL, and also that these tidbits do interest only the people you know from RL, but not the occasional gaming-partner or customer. <br /><br />There lies a whole world of meaning behind a Tweet like - let me pick one randomly from my current Tweetdeck-screen - this: "mmmmm Hubby's going to surprise us with cinnamon rolls (even a sugar-free one for me, lol) He spoils us :-P". What do you make of it without knowing this guy? And wouldn&acute;t you smile to your self and have a good feeling about your friend if you knew her, and see that she obviously expects a good afternoon? There is very much meaning in this white noise of the Net, but only if you care, and you cannot really care for the 501 anonymous members of your gang in Mafia Wars or the totally virtual neighbours in Farmville.<br /><br />I basically did not come up with additional arguments, but with additional observation, though only on a strictly subjective and personal scale. If anyone would want to test my old hypotheses, now would be the time and I would advise to inquire into the two different groups of online-acquaintances as a measure for testing and observation.<br /><br />Hope that helped, good luck with your work.<br /><br />All the best,<br />    Frank&ldquo;<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Bestenfalls einen Viertelsieg ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2010-03-17T12:42:02+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/daba4943a856ac8801abdb1f9a6a2b7a-138.html#unique-entry-id-138</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/daba4943a856ac8801abdb1f9a6a2b7a-138.html#unique-entry-id-138</guid><content:encoded><![CDATA[... f&uuml;r die Freiheitsredner, den AK Vorratsdatenspeicherung und alle anderen Gegner derselben stellt die Niederlage der Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht dar. Denn die Vorratsdatenspeicherung ist mitnichten gekippt worden, nur ihre derzeitige unausgegorene Version wurde f&uuml;r unverfassungsm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="221" height="294" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Was alle Gegner der Vorratsdatenspeicherung eigentlich erwartet hatten, war, dass sie insgesamt als ein Versto&szlig; gegen die Grundprinzipien des Datenschutzes abgelehnt w&uuml;rde. Stattdessen hat das Gericht festgelegt, dass eine Vorratsdatenspeicherung verfassungskonform ist, &bdquo;wenn ihre Ausgestaltung besonderen verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht&ldquo; (Quelle: <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Paukenschlag-als-Pyrrhussieg-950928.html" rel="external">heise-online</a>). Denen ist insbesondere dann Gen&uuml;ge getan, wenn Daten zu bestimmten Zwecken der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr gespeichert werden. Verworfen wurde nur eine schwammig-unbestimmte Form der Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r erst sp&auml;ter aufgestellte Fragestellungen und Interessen. Na ja, einen Katalog relevanter Gef&auml;hrdungsszenarien wird die Regierung schon hinbekommen ...<br /><br />Festgelegt wurde nur, dass die derzeitige, und damit gekippte Regelung den Anforderungen an Transparenz und Bestimmbarkeit der Nutzung der erhobenen Daten nicht gen&uuml;gt. Wird diese hergestellt, so ist zu erwarten, dass das BVfG eine etwaige erneute Klage abschl&auml;gig bescheiden wird. Und das ist genau das, was unser Innenminister jetzt so schnell von Frau Leutheusser-Schnarrenberger fordert: ein schnelles neues Gesetz, m&ouml;glichst noch vor dem Sommer. <br /><br />Warum so schnell? Na, im Herbst entscheidet der EUGh &uuml;ber die europ&auml;ischen Vorgaben und vielleicht schl&uuml;ge er Herrn de Maizi&eacute;re damit ein noch nicht fertigestelltes neues Instrument aus der datensammeleifrigen Hand. Schauen wir mal, was das FDP-gef&uuml;hrte Justizministerium jetzt macht. Heute morgen hat Frau Leutheusser-Schnarrenberger ja noch gegengehalten - hier k&ouml;nnte sich die FDP endlich wieder ein bisschen als liberal profilieren ... auch wenn der Markt mal nicht profitieren w&uuml;rde. <br /><br />Besonders bedrohlich ist &uuml;brigens die vom Gericht vorgenommene Trennung in mittelbar und unmittelbar genutzte Daten. Die ist relevant, weil &bdquo;mittelbar nutzbare&ldquo; Daten, wie IP-Adressen, in den Augen des Gerichtes keinen direkten Datenzugriff darstellen und deshalb auch weiterhin und sogar - allerdings auch wie jetzt schon Praxis - ohne Richtervorbehalt genutzt werden d&uuml;rfen. Die Abmahnindustrie wirds freuen. Verst&auml;ndlich ist diese Argumentation indes nicht.<br /><br />So gesehen hat sich entgegen des ersten Eindruckes nicht viel Gutes getan. F&uuml;r die Praxis hat das Urteil gar keine Folgen und was kommen mag wird sich an dem orientieren, was Europa entscheidet. Schade, unser BVfG war auch schonmal besorgter um Freiheit und Datenschutz. <br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Kommentare abgeschaltet</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-03-15T20:08:39+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9e016e811573d4e812ab26a055fa8f12-137.html#unique-entry-id-137</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9e016e811573d4e812ab26a055fa8f12-137.html#unique-entry-id-137</guid><content:encoded><![CDATA[Au&szlig;erdem ist der neue Dienstleister f&uuml;r die Kommentare katastrophal. Jetzt zerrei&szlig;en die Kommentare das Blogdesign und ich muss sie auch abstellen, nachdem schon das Votingsystem ausgefallen war. Mal schauen, ob ich eine andere L&ouml;sung finde ... Ich f&uuml;rchte nur, da gibt es derzeit nix, was mit RapidWeaver zusammen funktioniert, das sagt selbst der Hersteller ...<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Tolkien Tag Bonn&#x2c; neue Audio-Datei</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-03-15T17:29:40+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/77cd4ef6bfe76509c2a1705d2bdbd29d-136.html#unique-entry-id-136</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/77cd4ef6bfe76509c2a1705d2bdbd29d-136.html#unique-entry-id-136</guid><content:encoded><![CDATA[Am vergangenen Wochenende fand der Tolkien-Tag in Bonn statt. Ich hielt dort zwei &auml;ltere Vortr&auml;ge, habe dies aber zum Anlass genommen,  den einen - An Englishman in Fa&euml;rie. Die mythologischen Quellen Mittelerdes - zu &uuml;berarbeiten. Die <a href="../tolk_stuff/englishman_in_faery.html" rel="external" title="Englishman in Faerie">neue Version steht jetzt online</a>. Au&szlig;erdem gibt es von diesem Vortrag jetzt auch einen <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="polyoinos: Audio-Dateien">Audiomitschnitt zum Download</a> - Viel Spa&szlig;!<br /><br />Der Tolkien-Tag selbst hat wieder gezeigt, dass immer noch Interesse an des Professors Werk besteht, und dass sich immer noch spannende Dinge finden und diskutieren lassen. Es str&ouml;mten keine Hunderten, aber es kamen doch ein paar dutzend Menschen, die mit viel Interesse und gro&szlig;em Engagement Vortrag nach Vortrag und Workshop f&uuml;r Workshop besuchten. Und die dort auf hohem Niveau, aber auch mit sehr viel Spa&szlig; mitarbeiteten und mitdiskutierten.<br /><br />Ich denke, dass die <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de" rel="external">Deutsche Tolkiengesellschaft</a> da etwas geschaffen hat, das zumindest im deutschsprachigen Raum nicht seines Gleichen findet. Sicher gibt es manch umtriebige literarische Gesellschaft, aber es gibt wohl keine die derart auf die Bev&ouml;lkerung zugeht und sie erfolgreich zum Mitmachen anregt. Und das auch noch in der Fl&auml;che gesehen von Berlin &uuml;ber Hannover, K&ouml;ln, Bonn bis nach Augsburg und M&uuml;nchen, und durchaus auch in die Provinz hinein, wie etwa nach Geldern im deutsch-holl&auml;ndischen Grenzgebiet. <br /><br />Nimmt man jetzt noch die zahlreichen Tolkienstammtische hinzu, so zeigt sich das Bild gelebten literarischen Lebens. Und das, wo heute angeblich keiner mehr liest - lol. Nat&uuml;rlich handelt es sich beim Objekt des Interesses mit Tolkien auch um ein &auml;u&szlig;erst dankbares Objekt, was die &ouml;ffentliche Anziehungskraft angeht. Trotzdem zeigt dies, dass man in diesem Land an der Basis wunderbar erfolgreich kulturelle Arbeit machen kann. Nat&uuml;rlich auch mit ganz anderen Themen und K&uuml;nstlern, aber eben auch mit Tolkien. Das finde ich toll!<br /><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6767.jpg" width="528" height="228" /><br /><span style="font-size:11px; ">Die Gewinner des Tolkien-Quiz vom Samstag</span><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>&#x22;die fantastischen 6&#x22; sind erschienen ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2010-03-02T13:50:06+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a0945be9da3c17aa7db6bf20c8872209-135.html#unique-entry-id-135</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a0945be9da3c17aa7db6bf20c8872209-135.html#unique-entry-id-135</guid><content:encoded><![CDATA[Die von Charlotte Kerner bei Beltz herausgegebenen Lebensgeschichten von Stanislaw Lem, Bram Stoker, Stephen King, Mary Shelley, Philip K. Dick und J.R.R. Tolkien sind erschienen. Der Tolkienbeitrag in diesem Sammelband mit dem Titel <em>die fantastischen 6</em> stammt von mir.<br /><br />Das Buch enth&auml;lt sechs 40-50-seitige Beitr&auml;ge, die jeweils das (Haupt-)Werk der Autoren mit ihrer Biographie verbinden. Die jeweiligen Artikel richten sich an den Fan, der mehr &uuml;ber Werk und Autoren wissen m&ouml;chte sowie an jede Leserin, jeden Leser, die diese sechs f&uuml;r die Phantastik &auml;u&szlig;erst wichtigen Menschen einfach so n&auml;her kennenlernen wollen oder ein besseres Verst&auml;ndnis von Wirken und Rolle der Phantastik &uuml;ber die je pers&ouml;nlichen Zug&auml;nge gewinnen m&ouml;chten.<br /><br />Die Zusammenstellung gerade dieser Autorinnen und Autoren gew&auml;hrt damit auch einen &Uuml;berblick &uuml;ber die gesamte Bandbreite der Phantastik. Mit Mary Shelley beginnt nach recht einhelliger die Science Fiction, aber auch das Horrorgenre verdankt ihr einen pr&auml;genden Einfluss. Stoker ist f&uuml;r den Horror wichtig, beeinflusste aber auch die Fantasy. King ist sowieso aus allen drei Hauptbereichen der Phantastik nicht wegzudenken. Dick und Lem stehen f&uuml;r den Einfluss, den Science fiction auf unser Denken und die Gesellschaft hat. Und Tolkien ... na ja, den kennen Sie als Besucher meiner Site ja.<br /><br />Ich habe f&uuml;r meinen Beitrag das Wichtigste zusammengefasst, was man &uuml;ber Tolkien bei der gegebenen K&uuml;rze von nur gut 40 Seiten sagen kann und es mit seiner unspektakul&auml;ren, aber f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Fantasy doch so wichtigen Vita verbunden, so dass Sie jedem Tolkieninteressierten bedenkenlos, wie ich finde, raten k&ouml;nnen, den Aufsatz als Einstieg in seine Welt(en) zu lesen. Fast das Gleiche kann man &uuml;ber die alle sechs Aufs&auml;tze sagen. <br /><br />Ein pers&ouml;nlicher Tipp noch - da Sie ja gerade hier sind und die lesen, vermute ich, dass Sie sowieso eine Affinit&auml;t zur Phantastik haben, f&uuml;r die polyoinos ja weithin steht. Wenn Sie Ihr Interesse (Liebe?) Phantastik jemandem erkl&auml;ren wollen, der da nicht viel mit anfangen kann (Eltern, Partner, Lehrer ...), so stellt <em>die fantastischen 6</em> einen tolles Geschenk dar.<br /><br />Also: <br /><strong>Charlotte Kerner (Hrsg.): die fantastischen 6. Weinheim, Basel: Beltz & Gelberg 2010</strong><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/foto-am-02-03-2010-um-13.49.jpg" width="423" height="317" /><br /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Bitte? Ich sollte gerade heute eher etwas &uuml;ber die verbotene (juchhu!) Vorratsdatenspeicherung schreiben? Sie haben ja recht. Dazu eine Einsch&auml;tzung in zwei, drei Tagen, ja?<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neues Kommentar- und Votingsystem im Blog</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-02-22T12:46:34+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e5e5477854a888ca47678bfaa97a23dd-134.html#unique-entry-id-134</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e5e5477854a888ca47678bfaa97a23dd-134.html#unique-entry-id-134</guid><content:encoded><![CDATA[Viel wird ja hier im Blog nicht kommentiert und abgestimmt (ja, das ist eine Aufforderung, das zu &auml;ndern), aber doch ein bisschen und ich lege viel Wert darauf, dass Sie Ihre Meinung schnell und unkompliziert hinterlassen k&ouml;nnen. <br /><br />Leider gibt mein Dienstleister sein Gesch&auml;ft auf, so dass ich zu einem von ihm empfohlenen Nachfolger gewechselt bin. So weit scheint alles zu laufen, aber falls es in n&auml;chster Zeit mal hapert an Abstimmung oder Kommentierung, dann liegt das am Wechsel und kann hoffentlich schnell behoben werden.<br /><br />So viel nur zur Info - danke f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verst&auml;ndnis.<br /><br />[Nachtrag:] Mist, jetzt ist die Abstimmungsm&ouml;glichkeit weg. Hmm, der Provider sagt, dass es dauern kann, bis das System ein Blog umgebaut hat ... Aber meines ist doch gar nicht so gro&szlig;?<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Warum ich ein Liberaler bin&#x2c; die FDP aber nicht</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2010-02-19T10:31:58+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ce48599910e0095ab990f165b5a1932c-133.html#unique-entry-id-133</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ce48599910e0095ab990f165b5a1932c-133.html#unique-entry-id-133</guid><content:encoded><![CDATA[Seit einiger Zeit geistern ja diese verhaltensauff&auml;lligen und scheinbar hilflosen Menschen durch die Medien, die in der FDP heutzutage Verantwortung haben und Leitungspositionen aus&uuml;ben. Nein, Mitleid braucht man nicht zu haben, die wirken nur hilflos, sind aber bestens in Unterst&uuml;tzungssysteme eingebunden und erf&uuml;llen eine ihnen von Lobbyisten zugewiesene Rolle. Mitleid muss man eher mit den echten Liberalen haben, von denen in der FDP nur noch ein paar wenige zu finden sind (Hirsch, Baum, Hamm-Br&uuml;cher), und die auch nichts zu sagen haben. <br /><br />Warum? Weil der Liberalismus eine wichtige Sache ist, er aber von der Mannschaft um Herrn Westerwave vollkommen diskreditiert wird. Sollen die doch Anw&auml;lte, Hoteliers und Apotheker vertreten - aber bitte nicht unter dem Label &bdquo;liberal&ldquo;.<br /><br />Urspr&uuml;nglich ging alle Macht keinesfalls vom Volke aus, sondern musste in der Neuzeit vom Volke St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck erk&auml;mpft werden. Macht ist dem Homo sapiens eine prima Sache, die er genie&szlig;t, aber aus freien St&uuml;cken meist nicht uneigenn&uuml;tzig einsetzt. Also musste sie den K&ouml;niginnen und K&ouml;nigen, Zarinnen und Kaisern und diversen selbsternannten Befreiern, die die Freiheit gleich wieder einkassierten, in z&auml;hen Verhandlungen und teilweisen K&auml;mpfen abgerungen werden. Dass wir heute zumindest im Westen B&uuml;rger- und Menschenrechte haben, haben wir dem Liberalismus zu verdanken, der diesen Kampf f&uuml;hrte.<br /><br />An der Natur der Menschen hat sich nun nichts ver&auml;ndert, weshalb es immer noch n&ouml;tig ist, die Freiheit zu verteidigen, sonst wird sich bald jemand finden, der sie uns wieder abnimmt. Also hat der Liberalismus weiterhin eine Daseinsberechtigung, denn nur seine Grunds&auml;tze verpflichten zum Erhalt der individuellen Freiheit. Und dieser Liberalismus ist auch kein kalter Freiheitsgedanke, denn er hat seit Adam Smith gewaltig dazugelernt und ist eine Verbindung mit den Grundgedanken von Sozialit&auml;t und Solidarit&auml;t eingegangen. Sp&auml;testens seit John Rawls <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_Gerechtigkeit" rel="external">Theorie der Gerechtigkeit</a></em> liegen die theoretischen Grundlagen vor, eine gerechte <em>und</em> solidarische <em>und</em> freiheitliche Gesellschaft zu begr&uuml;nden beziehungsweise zu erhalten, denn noch liegen wir in Deutschland gar nicht so schlecht. <br /><br />(Ja, es gibt auch andere Spielarten des Liberalismus. Welche aber gelten soll, kann man ja aushandeln, und der gesunde Menschenverstand spricht mit Macht f&uuml;r die Rawlssche Spielart - nachzulesen beispielsweise in Abschnitt 3 meines Buches <em><a href="../philstuff/schluesse.html" rel="external" title="Ethikbuch">Anspruchsvolle Schl&uuml;sse</a></em>.)<br /><br />Rawls und andere beschreiben eine gerechte Gesellschaft, die ihren B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Freiheit gew&auml;hrt, solange diese Freiheit nur nicht die Solidarit&auml;t der Gesellschaft aufl&ouml;st. Als Grundlage dieser Gesellschaft kann man die <a href="http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger" rel="external">unver&auml;u&szlig;erlichen Menschenrechte</a> beschreiben, die ihrerseits dem Liberalismus Ziel und Richtung geben. Und die ihn n&ouml;tigenfalls einschr&auml;nken, n&auml;mlich immer dann, wenn die angenommenen Freiheiten einiger, die Grundrechte anderer au&szlig;er Kraft zu setzen drohen. Dies zu verteidigen oder &uuml;berhaupt erst einmal zu erreichen, w&auml;re ureigenste Aufgabe einer freiheitlichen Partei wie der FDP.<br /><br />Das hat sie auch mal getan, wenigstens in nicht unerheblichen Teilen. Das war aber, bevor sie sich unter der Herrschaft Helmut Kohls bequem als Anwalt der Partikularinteressen einiger weniger etabliert hat und das Denken einstellte. Dann kam etwas unerwartet Rot-Gr&uuml;n und eine elfj&auml;hrige Leidenszeit in der Opposition. Dem Verhalten adoleszenter Br&uuml;llaffen nicht un&auml;hnlich rumpelstilzte ein bei J&uuml;rgen M&ouml;llemann in die Lehre gegangener Herr Westerwave lauthals neben der B&uuml;hne des politischen Geschehens einher und warb um Aufmerksamkeit. Die er leider bekam. Nein, nicht weil jemand die FDP haben wollte, sondern weil ganz viele die Gro&szlig;e Koalition nicht mehr haben wollten. Also durfte Herr Westerwave auf die B&uuml;hne hinauf - schade.<br /><br />Jetzt regieren die &sbquo;Liberalen&lsquo; also. In einer Zeit, die ganz besondere Anforderungen an den Liberalismus stellt. Wir haben eine Wirtschaftskrise, die das Vertrauen in die Demokratie zu zerst&ouml;ren vermag, denn einer wie Josef oder Adolf &bdquo;w&uuml;rde da sicher aufr&auml;umen&ldquo;. Wir haben eine durch die elektronischen Medien revolutionierte Lebensweise, die mit dem einfachen Zugriff auf sensibelste Daten v&ouml;llig neue &Uuml;berwachungsformen und innovative Verarschungsweisen (Abofallen, Phishing, Bankbetrug) erm&ouml;glicht. Wir stehen vor dem Klimawandel, der den Liberalismus auf umgekehrte Weise herausfordert, denn der Wandel beruht auf exzessiver Nutzung der eigenen Freiheit, die in Umweltgef&auml;hrdungen m&uuml;ndet, weshalb das Ausma&szlig; diskutiert werden muss, in der pers&ouml;nliche Freiheiten aufgegeben werden sollten oder nicht. Und und und ...<br /><br />Und was macht die FDP? Sie entdeckt ihre soziale Ader! Herr Niebel holt Bed&uuml;rftige von der Stra&szlig;e und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,678922,00.html" rel="external">schenkt ihnen Staatssekret&auml;rsposten</a> in dem Ministerium, das er eigentlich abschaffen wollte und nach OECD-Meinung vielleicht <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/oecd-ruegt-deutsche-entwicklungshilfe/" rel="external">auch besser abschaffen sollte</a>. Ach nee - trauriger Scherz beiseite. Die FDP macht erstens weiter wie bisher und bedient Partikularinteressen und vergisst zweitens alles, wof&uuml;r der Begriff der b&uuml;rgerlichen Freiheit steht. <br /><br />Was soll beispielsweise dieser v&ouml;llige Bl&ouml;dsinn von der &bdquo;sp&auml;tr&ouml;mischen Dekadenz&ldquo; der Empf&auml;nger von Sozialleistungen? Au&szlig;er einem Beweis der Ungebildetheit von Herrn Westerwave, der nicht einmal wie jeder Siebtkl&auml;ssler wei&szlig;, wie es in Rom wirklich zuging, kann man darin nichts erkennen. Liberalismus muss sich wirtschaftlichen Problemen von der Wurzel her n&auml;hern, hei&szlig;t: Freiheit ist auch das Recht darauf, Freiheiten wahrnehmen zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r braucht man Geld. Haben wir in Deutschland aber nicht, <a href="http://www.oecd.org/document/18/0,3343,de_34968570_35008930_44626642_1_1_1_1,00.html" rel="self">sagt die OECD im L&auml;ndervergleich</a>. Also brauchen wir Ma&szlig;nahmen gegen die ausufernde Armut, wie differenziertere M&ouml;glichkeiten der Aufstockung von Sozialleistungen und Absicherung des Alters sowie eine Mindestentlohnung wenigstens auf europ&auml;ischem Niveau.<br /><br />Es sind so viele Aufgaben zu meistern, gerade f&uuml;r Liberale. Die Pseudoliberalen von der FDP versuchen es aber nicht einmal. Ich schreibe wenigstens dagegen an. Deshalb bin ich ein Liberaler und die nicht!<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Neue Funktionalit&#xe4;t: Kalender</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-02-03T17:38:13+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aca57c277c4d278e4744a4d80104e203-132.html#unique-entry-id-132</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aca57c277c4d278e4744a4d80104e203-132.html#unique-entry-id-132</guid><content:encoded><![CDATA[Seit gerade eben gibt es eine neue Funktionalit&auml;t auf polyoinos: einen Kalender mit den Terminen meiner Auftritte und der Veranstaltungen, an denen ich teilnehme - polyoinos &ouml;ffentlich, sozusagen.<br /><br />Ich w&uuml;rde mich freuen, Sie bei diesen Gelegenheiten pers&ouml;nlich zu treffen. Und ich freue mich nat&uuml;rlich &uuml;ber jeden Besucher meiner Veranstaltungen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/cal.jpg" width="321" height="254" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Den Kalender erreichen Sie &uuml;ber den untersten Punkt oberhalb der Liste der Blogs in der Navigationsleiste rechts.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neue Audio-Vortr&#xe4;ge</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-02-02T18:29:12+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/870fbdbe9a583c0b301e46e1c42eb37e-131.html#unique-entry-id-131</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/870fbdbe9a583c0b301e46e1c42eb37e-131.html#unique-entry-id-131</guid><content:encoded><![CDATA[Ich bin endlich dazu gekommen, die Audiomitschnitte von drei Vortr&auml;gen der letzten RingCon und des Mythentags in Worms zu bearbeiten und online zu stellen. Sollten Sie also interessiert sein, die Texte, die Sie ja auch verschriftlicht auf polyoinos finden, einmal von mir vorgetragen zu h&ouml;ren - greifen Sie zu!<br /><br />Neu sind:<br />- Gewalt im Herr der Ringe, RingCon 2009 (Text <a href="../tolk_stuff/gewalt_hdr.html" rel="external" title="Gewalt in der Fantasy - Beispiel &#34;Der Herr der Ringe&#34;">hier</a>)<br />- Fantasy ein Menschenrecht, Worms 2009 (Text <a href="../Phantastik/fantasy_menschenrecht.html" rel="external" title="Fantasy - ein Menschenrecht!">hier</a>)<br /><br />Neu aufgelegt, da die Datei vom Elbenwaldspektakel fehlerhaft war:<br />- Mythos, Fantasy, Sage, M&auml;rchen, RingCon 2009 (Text <a href="../Phantastik/Phantastik/myth_maer.html" rel="external" title="Mythos, Sage, Märchen, Fantasy - Gemeinsamkeiten und Unterschiede">hier</a>)<br /><br />&bdquo;Gewalt&ldquo; und &bdquo;Mythos, Fantasy ...&ldquo; enthalten &uuml;brigens jeweils noch ca. 10 min Diskussion - auch nicht uninteressant, und nicht verschriftlicht.<br /><br />Wenn Sie mir also zu den Dateien <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="Audio-Dateien">folgen wollen ...</a><br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Warum der Staat die Steuerhinterzieher-CD-ROM nicht kaufen darf</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2010-02-02T11:01:26+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/42a1a1b9c3da888c62192a3082f7a22c-130.html#unique-entry-id-130</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/42a1a1b9c3da888c62192a3082f7a22c-130.html#unique-entry-id-130</guid><content:encoded><![CDATA[Ja, das w&auml;re so richtig doppelt toll, wenn man die Personen, deren Namen auf der Schweizer Steuerhinterzieher-CD stehen, dieses Tatbestandes &uuml;berf&uuml;hren und sie zahlen machen k&ouml;nnte. Der Staat h&auml;tte betr&auml;chtliche Zusatzeinnahmen (die er vielleicht sogar sinnvoll einsetzen w&uuml;rde) und au&szlig;erdem w&uuml;rde ein klares Zeichen gesetzt, dass man auch die Gro&szlig;en zur Rechenschaft zieht. Aber leider geht das nicht.<br /><br />Das menschliche Zusammenleben unterliegt Regeln, sonst w&uuml;rde das Recht des St&auml;rkeren herrschen. Eine streng kodifizierte Form dieser Regeln sind die Gesetze und die Rechtsgrunds&auml;tze, auf denen sie beruhen. Ein in allen Rechtsstaaten g&uuml;ltiger Grundsatz ist, dass man unrechtm&auml;&szlig;ig erworbene Erkenntnisse nicht f&uuml;r die Strafverfolgung nutzen darf. Der Kauf von Diebesware ist so eine unrechtm&auml;&szlig;ige Form des Erwerbs.<br /><br />W&uuml;rde dieser Grundsatz nicht gelten, so tr&auml;te unmittelbar wieder das Recht des St&auml;rkeren in Kraft, n&auml;mlich der Einsatz der Macht desjenigen, der die Kraft oder die Mittel hat, beispielsweise Informationen aus jemandem herauszupr&uuml;geln. Und keiner hat mehr Macht, zu pr&uuml;geln, als der Staat. Und aus rechtstheoretischer Sicht ist der Einkauf von Hehlerware ebenso Straftat, wie es der Einsatz eines Rollkommandos w&auml;re, um besagte CD mit Gewalt an sich zu bringen (etwa durch die &bdquo;Kavallerie&ldquo;, die Herr Steinbr&uuml;ck vor knapp zwei Jahren in die Schweiz schicken wollte).<br /><br />Besagte Rechtsgrunds&auml;tze sind Abwehrmittel gegen den Staat. Selbst gegen einen eher harmlosen Staat wie den deutschen (harmlos verglichen mit, sagen wir mal ... Russland oder China) brauchen die B&uuml;rger Abwehrmittel, darin ist sich alle Staatstheorie einig. Denn der Staat hat nun einmal unvergleichlich mehr Macht als alle B&uuml;rger und s&auml;mtliche Organisationen und muss deshalb wirksam eingeschr&auml;nkt werden. Durch das Anlegen des Ma&szlig;stabs der Menschenrechte etwa. Oder auch durch die strikte Einhaltung der in den letzten zwei-, dreihundert Jahren international entwickelten Rechtsgrunds&auml;tze.<br /><br />Und deshalb muss Sch&auml;uble die Finger von der CD lassen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6573.jpg" width="428" height="286" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Ich habe mich auch gefreut - Freude = eine Emotion - als sie den Steuers&uuml;nder Zumwinkel vor einem Jahr derma&szlig;en vorgef&uuml;hrt haben. Aber falsch war es doch, sagt die Vernunft - Vernunft = Ratio -, denn auch damals dienten unrechtm&auml;&szlig;ig beschaffte Informationen als Grundlage f&uuml;r das Verfahren. Manchmal, gar nicht so selten sogar - leider -, muss man das Gef&uuml;hl und sogar ein begr&uuml;ndetes Gerechtigkeitsempfinden hintanstellen, um wichtigere G&uuml;ter zu sch&uuml;tzen.<br /><br />(Au&szlig;erdem, ich bitte Sie, w&auml;re es doch wirklich nicht schwer, Steuers&uuml;nder zu erwischen, wenn die Steuerfahndung personell gut ausgestattet w&auml;re - die w&uuml;rden sogar ihren eigenen Lohn vielfach wieder einbringen. Aber da sind nat&uuml;rlich die verschiedenen Einflussgruppen - und nat&uuml;rlich die Klientelpartei FDP in toto - vor.)<br /><br />Was jetzt geschehen wird, fragen Sie? Nat&uuml;rlich werden die die Scheibe kaufen. Und wieder ein St&uuml;ckchen Rechtsstaat verraten. Unter dem Applaus der Bev&ouml;lkerung ...<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Summer moved on</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2010-01-02T23:03:37+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dc3b6bcc1f5e6af36eec55fa0a957ceb-129.html#unique-entry-id-129</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dc3b6bcc1f5e6af36eec55fa0a957ceb-129.html#unique-entry-id-129</guid><content:encoded><![CDATA[Heute war kein sch&ouml;ner Tag. Traurig, melancholisch, dunkel - und das alles ohne besonderen Anlass. Naja, sowas kommt vor, nicht wahr?<br /><br />Nachmittags war ich auf seinen Wunsch hin mit meinem Sohn in seinem Kindergarten, wo nat&uuml;rlich niemand war. Dabei entstanden in leichtem Schneetreiben und bei tiefh&auml;ngendem Himmel (Jacques Brel h&auml;tte seine Freude daran gehabt) melancholische Aufnahmen vom Kindergartengel&auml;nde.<br /><br />Unter dem Titel <a href="../bilder/page108/page108.html" rel="external" title="Fotos: Summer moved on">&bdquo;Summer moved on&ldquo;</a> m&ouml;chte ich Sie gerne an diesen Aufnahmen teilhaben lassen; an stillen Impressionen von einer gewissen, unbestimmbaren Traurigkeit, die das Leben eben manchmal auch vorh&auml;lt ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6418.jpg" width="476" height="317" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Ist meinerseits wohl so ein kleines Dekadenanfangstief angesichts eines dieser kalendarischen Br&uuml;che. Trotzdem: Ich w&uuml;nsche Ihnen ein tolles 2010. Und bin auch guter Hoffnung, dass wir eines erleben werden, wenn wir daf&uuml;r arbeiten.<br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Von teilrationalen Eichh&#xf6;rnchen oder Warum Kopenhagen scheiterte</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-12-21T11:13:24+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2e2f3936668d62d47ac4de1dfe484584-128.html#unique-entry-id-128</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2e2f3936668d62d47ac4de1dfe484584-128.html#unique-entry-id-128</guid><content:encoded><![CDATA[Die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen ist vollkommen gescheitert - anders kann man es nicht ausdr&uuml;cken. Woran lag das? Abseits der heute, Montag, 21.12., in den Medien meist vorgebrachten Erkl&auml;rungen &uuml;ber zwischenstaatliches Misstrauen, Wirtschaftsinteressen, Machtstreben und dem Versagen von internationalen Organisationen, l&auml;sst sich jedoch der Mensch als solcher als Grund f&uuml;r das Scheitern von Kopenhagen festmachen. Denn er ist leider zu schlau f&uuml;r ein Eichh&ouml;rnchen ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6214.jpg" width="357" height="238" /><br /><span style="font-size:11px; ">F&uuml;r den Winter gilt es, N&uuml;sse zu sammeln, ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Wir haben eine ganz fatale, unheimlich riskante Evolutionsstufe erreicht: Eine Menge intellektuelles K&ouml;nnen gepaart mit nur teilweiser Vernunft, die st&auml;ndig von unserer irrationalen Seite in Bedr&auml;ngnis gebracht wird. So sind wir halt, und die meisten wollen wohl auch nicht anders sein, aber es wird immer wahrscheinlicher, dass das die &uuml;berwiegende Mehrheit von uns umbringt.<br /><br />Was wir br&auml;uchten, um die Erderw&auml;rmung zu stoppen, ist eine umfassende internationale Zusammenarbeit, die darauf basiert, dass Opfer gebracht werden m&uuml;ssen. (Keine unertr&auml;glichen Opfer, aber doch eindeutige Einschr&auml;nkungen des Lebensstiles einerseits und der Verzicht auf das Erlangen von tollen Bequemlichkeiten und Lebensstilen, die andere seit 50, 60 Jahren genie&szlig;en, andererseits.) <br /><br />Diese Opfer m&uuml;ssen zudem vor dem Hintergrund gebracht werden, dass keinerlei f&uuml;hlbarer Erfolg eintreten wird. (Denn wir versuchen einen Zustand nicht eintreten zu lassen, der in 50 bis hundert Jahren fatal werden wird, bis dahin wird es sowieso schlimmer werden.) Selbst wenn ein durchschlagender Erfolg eintreten w&uuml;rde, w&uuml;rden wir den nur anhand von Zahlen in Tabellen &sbquo;erfahren&lsquo; k&ouml;nnen. Das ist nichts, was Begeisterung hervorruft und nichts, womit ein Politiker auf den Marktpl&auml;tzen in der Vorwahlzeit Euphorie anfachen k&ouml;nnte.<br /><br />Und bei diesen beiden Punkten - Opfer bringen m&uuml;ssen, keine Erfolge versp&uuml;ren - schl&auml;gt unser biologischer Unterbau zu. Zuerst sind wir wie alle Lebewesen &Uuml;berlebensmaschinen. Dann sind wir soziale Wesen, denn das verhalf uns in grauester Vorzeit zu besseren Chancen im &Uuml;berlebenskampf. Und dann sind wir auch noch teilvern&uuml;nftig, denn das verbesserte unser &Uuml;berleben ohne Klauen, Rei&szlig;z&auml;hne und lange, schnelle Beine noch einmal betr&auml;chtlich.<br /><br />Als &Uuml;berlebensmaschine sind alle Wesen darum bem&uuml;ht, die daf&uuml;r n&ouml;tigen Ressourcen zusammenzuhalten. So auch wir. Wie das Eichh&ouml;rnchen sammeln wir die Nuss-&Auml;quivalente, die wir brauchen, um durch den harten Winter des Lebens zu kommen. Das Eichh&ouml;rnchen h&ouml;rt jedoch instinktiv mit dem N&uuml;ssesammeln auf, wenn es genug zusammenhat, um den Winter zu &uuml;berleben. <br /><br />Wir k&ouml;nnen jedoch vorausdenken und uns &uuml;berlegen, dass ja vielleicht ein fauleres Eichh&ouml;rnchen kommen k&ouml;nnte, um unsere N&uuml;sse zu klauen. Also sammeln wir mehr. Teilweise tun wir das beispielsweise, um andere Eichh&ouml;rnchen zu bezahlen, die unseren Nussvorrat bewachen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen wir uns vorstellen, dass ein F&ouml;rster kommt und den Baum mit unserem Nussvorrat f&auml;llt. Also legen wir weitere Lager auf anderen B&auml;umen an; beispielsweise in Liechtenstein, wo es keine F&ouml;rster gibt. Insgesamt ist es aber schlecht, zu viele N&uuml;ssen zu sammeln, die dann in Lagern verrotten, weil wir sie gar nicht aufessen k&ouml;nnen, denn ein Teil dieser N&uuml;sse w&uuml;rde eigentlich ben&ouml;tigt, dass neue B&auml;ume wachsen k&ouml;nnen, die dann wieder N&uuml;sse spenden usw.<br /><br />Als soziale Wesen sind wir zum Gl&uuml;ck nicht v&ouml;llig d&auml;mlich, sondern teilen wenigstens unsere N&uuml;sse. Innerhalb der Familie, im Freundeskreis, und wenn dann noch was &uuml;brig ist, mit dem Rest des Dorfes. Aber nicht mit dem Nachbardorf, denn was haben wir mit den Fremden von dort zu schaffen? Dieser urspr&uuml;nglich rein famili&auml;re Bezug zum eigenen Rudel, der eigenen Sippe ist ein biologisches Erbe, das wir mit anderen Sippenwesen wie den Schimpansen teilen. Schimpansen sind r&uuml;hrend besorgt innerhalb der Sippe, Schimpansen ziehen gerne mal los und l&ouml;schen eine benachbarte Sippe von Schimpansen aus (um an deren N&uuml;sse zu kommen). Wie menschlich!<br /><br />Jetzt haben wir uns aber au&szlig;erdem noch zu ziemlich effektiver Intelligenz hinentwickelt ... und damit wird es fatal. Denn wir alleine k&ouml;nnen nun Nuss-Sammelmaschinen bauen. Und die sind in den letzten zweihundert Jahren unheimlich gut geworden. So gut, dass wir jetzt alle N&uuml;sse des Waldes in Nullkommanix aufgesammelt haben. Ooops. Aber weil wir so schlau sind, haben wir nat&uuml;rlich auch erkannt, dass Letzteres ziemlich d&auml;mlich war. Also, schnell an die Vorratslager gegangen und die H&auml;lfte der N&uuml;sse wieder im Wald verteilen, damit neue B&auml;ume angehen. Es bleibt ja genug &uuml;brig f&uuml;r den Winter!<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_6213.jpg" width="404" height="270" /><br /><span style="font-size:11px; ">... aber wenn man das &uuml;bertreibt, gibt es bald gar keine mehr.</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Au&szlig;er nat&uuml;rlich hinten, in der Schmuddelecke des Waldes, wo die B&auml;ume sowieso nicht so sch&ouml;n wachsen. Da haben sie jetzt aber auch Nuss-Sammelmaschinen gebaut und stehen kurz davor, auch mal sorgenlos durch den Winter zu kommen. Blo&szlig; - wenn der Wald erhalten werden soll, dann ist es n&ouml;tig, dass die da hinten ihre Maschinen nicht einsetzen. Und dass wir au&szlig;erdem unseren halben Nussvorrat aufgeben. Wir alle! (Aber man h&ouml;rt, dass die da an der Teichschonung nur ein Viertel der N&uuml;sse abgeben wollen. Und im Buchenhaag auf der anderen Waldseite, die wollen sogar gar nichts zur&uuml;ckgeben - sagt man.) Da k&ouml;nnen wir also leider auch nix abgeben, sonst wird unser Teil des Waldes vielleicht auch zur Schmuddelecke. Wir sind es unseren Kindern schuldig, die N&uuml;sse zusammenzuhalten, denn die sollen mal ein besseres Leben haben!<br /><br />Und deshalb scheiterte Kopenhagen ...<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Bildungsausgaben in Deutschland werden massiv erh&#xf6;ht&#x21; Hurra?</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-12-14T22:07:08+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/42a6e06adaf7f7a7897416374f62b2b8-127.html#unique-entry-id-127</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/42a6e06adaf7f7a7897416374f62b2b8-127.html#unique-entry-id-127</guid><content:encoded><![CDATA[So ist das, wenn die Bildung in die zupackenden H&auml;nde der Finanzminister ger&auml;t - endlich passiert was. Die Bildungsausgaben in unserem Lande werden - um das gesteckte Ziel zu erreichen, mit 10 Prozent der Bruttoinlandsproduktes wenigstens ann&auml;hernd an das Niveau bildungspolitisch entwickelter Nationen anzuschlie&szlig;en - massiv erh&ouml;ht, hat die Finanzministerkonferenz der L&auml;nder beschlossen.<br /><br />Und das kostet nicht mal was, wie sch&ouml;n ...<br /><br />Denn die Mittelerh&ouml;hung besteht aus Buchungstricks. So besitzen Kommunen und L&auml;nder bekannterma&szlig;en tausende von Immobilien. Teilweise sind das richtig schicke Dinger, wie etwa die sch&ouml;nen alten Universit&auml;tsgeb&auml;ude in St&auml;dten wie Berlin, T&uuml;bingen, Heidelberg, Jena usw. Und so gut wie all diese Liegenschaften kosten ja eigentlich nix, denn sie sind im Besitz der &ouml;ffentlichen Hand.<br /><br />&Auml;tsch, jetzt kosten sie aber doch, denn  nun d&uuml;rfen die Bundesl&auml;nder in ihre Bildungshaushalte die Kosten von &bdquo;fiktiven Mietzahlungen f&uuml;r die Liegenschaften von Schulen, Hochschulen und Kindertagesst&auml;tten&ldquo; einrechnen (TAZ vom 15.12., S. 3). So entstehen &bdquo;kalkulatorische Unterbringungskosten in H&ouml;he von 10 Milliarden Euro&ldquo; (so ein von der TAZ zitiertes Strategiepapier der Finanzministerkonferenz). Und diese 10 Milliarden Mehrausgaben bessern die Statistik entscheiden auf, so dass reichlich versprochenes Geld &uuml;brig bleibt, etwa um &Uuml;bernachtungen in Luxushotels durch Mehrwertsteuererm&auml;&szlig;igung zu subventionieren. &bdquo;Leidtragende sind lediglich Sch&uuml;ler und Studenten&ldquo;, so die TAZ.<br /><br />Au&szlig;erdem sollen die Bildungsausgaben um einen weiteren massiven Posten angereichert werden. Die Pensionszahlungen f&uuml;r ehemalige Lehrer und Professoren werden demnach in toto den Bildungsausgaben zugerechnet. Jeder sich die Restlebenszeit auf dem Tennisplatz vertreibende Exp&auml;dagoge verbessert demnach hierzulande statistisch die Bildungsbem&uuml;hungen. Der OECD, die uns ja schon lange damit nervt, dass wir zuwenig f&uuml;r die Ausbildung der jungen Menschen tun, kann dies dann gen&uuml;sslich in den n&auml;chsten internationalen Bildungsreport untergeschoben werden.<br /><br />Es ist zum Heulen! Und be&auml;ngstigend. <br /><br />Die Politik bietet ein derma&szlig;en schwaches Bild, das man sich um die Demokratie immer mehr Sorgen machen muss, obwohl sie eigentlich die einzig ethisch-sozial angemessene Form des Regierens ist. Aber wenn eine neue Regierung schon in den ersten zwei Monaten solche Bilder bietet (der steuerpolitische Totalfehlschlag, das Wegducken beim Klimagipfel und die Verschleierungsaff&auml;re um die Ereignisse in Afghanistan geh&ouml;ren auch dazu), ist das eine demokratiepraktische Katastrophe, die unmittelbar an Weimarer Eindr&uuml;cke anschlie&szlig;t.<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>FedCon 2010: polyoinos goes SF</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-12-13T16:32:56+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/38a9252ab3f3ff168cf2c85e8604d4dd-126.html#unique-entry-id-126</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/38a9252ab3f3ff168cf2c85e8604d4dd-126.html#unique-entry-id-126</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem ich als Vortragender auf jeder <a href="http://www.ringcon.de/" rel="external">RingCon</a> gewesen bin, haben wir f&uuml;r die kommende <a href="http://www.fedcon.de/" rel="external">FedCon</a> abgesprochen, dass ich nun auch dort mit Vortr&auml;gen auftreten werde. F&uuml;r mich ist das eine willkommene Gelegenheit, &uuml;ber dieses Genre der Phantastik zu schreiben; an Themen mangelt es ja nun wahrlich nicht.<br /><br />Wenn man Fantasy salopp als das Genre bezeichnen kann das fragt &bdquo;Wie ergeht es uns?&ldquo;, ist die Science Fiction das Genre, das sich mit der Beantwortung der Frage &bdquo;Was machen wir?&ldquo; besch&auml;ftigt. <br /><br /><a href="../Phantastik/fantasy.html" rel="external" title="Fantasy">Fantasy</a> dreht sich um den Einfluss des &Uuml;bersinnlichen und sucht letztlich, Sinnfragen zu beantworten. Fantasy findet in der Regel ein bestimmtes Setting als gegeben vor und untersucht, wie der Mensch mit existenziellen Dingen wie dem B&ouml;sen, dem Guten, absoluter Macht und Ohnmacht umgeht. <br /><br />Sci Fi besch&auml;ftigt sich demgegen&uuml;ber mit dem, was der Mensch machen oder lassen kann - auch wenn es typischerweise um Dinge geht, die er <em>noch</em> nicht machen kann, wie interstellare Reisen, Zeitreisen, k&uuml;nstliche Evolution u.v.a. Was Sci Fi nun verhandelt, ist, was w&auml;re, wenn der Mensch dies oder jenes machen k&ouml;nnte - sich selbst intelligenter zum Beispiel -; spekuliert wird dar&uuml;ber, welche Auswirkungen das Tun oder Lassen psychologisch, politisch, sozial usw. h&auml;tte.<br /><br />Die Phantastik ist schlicht nicht vollst&auml;ndig bedacht, wenn man sich nur mit Fantasy oder nur mit Sci Fi besch&auml;ftigt (<a href="../Phantastik/horror.html" rel="external" title="Horror">Horror</a> geh&ouml;rt auch dazu, hat aber als Genre, das sich &uuml;ber seine Effekte und nicht &uuml;ber die Inhalte definiert, eine etwas andere Ausrichtung); zusammengenommen aber ergeben sie das f&uuml;r mich faszinierendste Bild aller kulturellen Ausdrucksformen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5498_2.jpg" width="396" height="278" /><br /><span style="font-size:11px; ">Wohin f&uuml;hrt die Phantastik?</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Deshalb freue ich mich auch sehr &uuml;ber die Einladung zur FedCon, erstens weil sie mich wieder in Kontakt mit den Leuten bringt, die von Sci Fi begeistert sind und zweitens weil ich nun endlich den Anlass (und auch einen gewissen Druck) habe, meine schon lange g&auml;renden SF-&Uuml;berlegungen zu Tastatur zu bringen. <br /><br />F&uuml;r die kommende FedCon, die vom <a href="http://www.fedcon.de/pages_de/fed19/price.php" rel="external">30.4. bis zum 2.5.</a> in Bonn im Hotel Maritim stattfindet, sind das konkret zwei Themen. Die Vortragstitel lauten:<br /><br />1. <em>Die Prometheus-Papiere. Ein kurzer &Uuml;berblick der wichtigsten Werke und Ereignisse in der Geschichte der Science Fiction.</em><br /><br />2. <em>Aufbruch zu den (Noch-)Nicht&ndash;Orten. Wo die Science Fiction hinf&uuml;hrt.</em><br /><br />Ich w&uuml;rde mich nat&uuml;rlich sehr freuen, Sie dort zu treffen. Klappt das nicht, sind Sie wie immer herzlich eingeladen, ab der ersten Mai-Woche die Verschriftlichung der Vortr&auml;ge hier auf polyoinos zu lesen. Das wird aber auch im Blog angek&uuml;ndigt, also klicken Sie doch einfach auf den RSS-Feed rechts, um sofort unterrichtet zu werden.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Aus gegebenem Anlass: Mal wieder Thema Eskapismus</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><category>Phantastik</category><dc:date>2009-12-10T06:36:40+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1aa1ae5947e326b8602dddf63b3f8b15-125.html#unique-entry-id-125</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1aa1ae5947e326b8602dddf63b3f8b15-125.html#unique-entry-id-125</guid><content:encoded><![CDATA[Das Nachrichtenmagazin <em>Der Spiegel</em> macht diese Woche mit einer seiner ber&uuml;chtigt pessimistischen Titelgeschichten &uuml;ber die aktuellen Zeitl&auml;ufte auf und analysiert die Zeit von 2000 bis 2009 als das &bdquo;Verlorene Jahrzehnt&ldquo;, in dem der 11. September, die Finanzkrise und der Klimawandel f&uuml;r eine umfassende Wende zum schlechteren, verbunden mit dem Verlust fast aller Hoffnung, verantwortlich gemacht werden. Illustriert wird das nach Meinung der Autoren <em>auch und besonders charakteristisch</em> durch den gro&szlig;en Publikumserfolg von <em>Harry Potter</em> und der Verfilmung von <em>Der Herr der Ringe</em>. Dieser Erfolg hat selbstverst&auml;ndlich nichts mit der Qualit&auml;t der beiden Werke zu tun, sondern ist Ausdruck einer allgemeinen Weltfluchttendenz angesichts der hoffnungslosen Situation des Lebens auf unserem krisengesch&uuml;ttelten Planeten. Die beiden m&auml;rchenartigen Geschichten entf&uuml;hren ihre Zuschauer und Leser in bessere Welten, um sie des Nachdenkens &uuml;ber echte Probleme zu entheben - mal wieder Thema Eskapismus. Ein Eskapismus nat&uuml;rlich, das insinuiert schon die Nennung in dem Zusammenhang mit dem Verlorenen Jahrzehnt, der individuell wie gesellschaftlich und politisch von gr&ouml;&szlig;ter Verantwortungslosigkeit zeugt, denn wer Tolkien liest, k&uuml;mmert sich schlie&szlig;lich nicht gleichzeitig um den Weltfrieden.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_2481_2.jpg" width="317" height="317" /><br /><span style="font-size:11px; ">T&uuml;ren in fremde Welten helfen ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Allerdings haben sich die <em>Spiegel</em>-Redakteure, wie ich finde, keinen Gefallen damit getan, ausgerechnet diese beiden Fantasyerz&auml;hlungen auszuw&auml;hlen. Und damit ziehe ich mich nicht auf die bekannte Replik des <em>Herr-der-Ringe</em>-Autors Tolkien zur&uuml;ck, dass Fluchten ins Phantastische angesichts der n&uuml;chtern-trostlosen Moderne legitime Fluchten eines Gefangenen aus dem Gef&auml;ngnis einer ent-&auml;sthetisierten Welt sind. <br /><br />Ich halte die Beispiele Harry und Mittelerde f&uuml;r schlechte Eskapismusbeispiele, weil sie beide &uuml;berhaupt nicht weltabgewandt sind. Doch der <em>Spiegel</em> h&auml;lt sie f&uuml;r &bdquo;KIndergeschichten&ldquo; und schlie&szlig;t im Weiteren: &bdquo;Man zieht sich zur&uuml;ck in eine infantile Welt, in der herzige Helden das B&ouml;se besiegen.&ldquo; Und das nat&uuml;rlich nur, um den Kopf in den Sand zu stecken: &bdquo;Das moderne M&auml;rchen ist die Antwort auf eine ruppige Welt.&ldquo; (Alle Zitate S. 154.) Oh ja, Verantwortungslosigkeit pur!<br /><br />Die &bdquo;herzigen Helden&ldquo; sind nat&uuml;rlich die &uuml;bliche <em>Spiegel</em>-Polemik und w&auml;ren gar nicht so schlimm, wenn sie auch nur ann&auml;hernd den Werken entspr&auml;chen, denn schlie&szlig;lich sei auch dem <em>Spiegel</em> gestattet, seine Punkte zu machen, wie er es f&uuml;r richtig h&auml;lt. Aber anhand dieser Beispiele zeigt sich einfach, dass die Herren Kurbjuweit und Steingart sowie Frau Theile schlicht keine Ahnung haben, wovon sie schreiben. <br /><br />Wo n&auml;mlich die Herzigkeit zu finden sein soll, kann sich dem Publikum nicht erschlie&szlig;en. Etwa in den Folterszenen zwischen Dolores Umbridge und Harry Potter? Oder wenn Sam und Frodo sich am Ende ihrer Kr&auml;fte durch die t&ouml;dliche &Ouml;dnis Mordors schleppen? Egal. Geschenkt, w&uuml;rde ich sogar sagen - denn die Bemerkungen sind ja nur Randnotizen zum gro&szlig;en Thema des Artikels -, wenn nicht die Werke und das Publikum damit  erstens en passant mal wieder beleidigt w&uuml;rden und zweitens nicht schon wieder der unzutreffende Gemeinplatz bedient w&uuml;rde, dass Fantasy mindestens belanglos, vielleicht aber sogar gef&auml;hrlich ist, denn sie verhindert ja den Blick auf die wichtigen Dinge.<br /><br />Aber schauen Sie sich diese herzigen Welten doch einmal an. Nein, es muss gar nicht das bedr&uuml;ckende verheerte Land sein, in das der &sbquo;herzige&rsquo;, an Lepra erkrankte Held Thomas Covenant geworfen wird (von dieser Fantasy-Serie redet der <em>Spiegel</em> ja auch nicht - meine Entschuldigung). Nein, ich meine das ach so herzige Hogwarts und die herzige Welt Mittelerde. <br /><br />In Hogwarts erlebt Harry Potter in 7 B&auml;nden eine typische Coming-Of-Age-Geschichte, einen Entwicklungsroman wie es ihn seit Jahrhunderten gibt; klassisches Literaturarsenal sozusagen. L&auml;sst man einmal die phantastische Kulisse beiseite, so findet man eine durchaus realistische Geschichte &uuml;ber die Probleme des Aufwachsens. In h&ouml;chstem Ma&szlig;e zugespitzt zwar, aber Zuspitzungen sind v&ouml;llig normal in allen Arten von Romanen und Filmen, um die Punkte zu verdeutlichen, &uuml;ber die die Autorin, der Regisseur Aussagen machen m&ouml;chte. Dass die Zuspitzungen bei <em>Harry Potter</em> bis ins &Uuml;bernat&uuml;rliche hineinreichen, ist weder f&uuml;r die Form noch f&uuml;r die Aussage von Belang. Todes- und Liebeszauber in Fantasy sind nichts weiter als Metaphern f&uuml;r menschliches Handeln. Worauf es ankommt, ist, ob die Geschichte als Geschichte &uuml;berzeugt und anspricht. Und die ist komplex und reichhaltig, die Charaktere besitzen Tiefe und die Entscheidungen, die den Protagonisten abverlangt werden sind schwierig und folgenschwer - ganz &auml;hnlich wie jeder Jugendliche zu ahnen beginnt, dass alles, was er tut komplex und folgenschwer ist. Jedenfalls ist es keine infantile Welt, in der einfach mal so das B&ouml;se besiegt werden kann.<br /><br />Auch Mittelerde ist keine Welt, in der rechts das B&ouml;se und links das Gute stehen und Links mal eben nach Rechts r&uuml;berrennen kann, um die Geschichte in allgemeinem Wohlgefallen aufzul&ouml;sen. Nicht einmal bei Jackson ist sie das ... und um wie viel weniger bei Tolkien, wie Steingart, Kurbjuweit und Theile leicht einsehen sollten, wenn sie sich mal mit Feanor oder Turin befassten oder auch nur &uuml;ber Gollum nachd&auml;chten, von dem auch sie schon geh&ouml;rt haben d&uuml;rften. Es ist eine noch einmal deutlich komplexere Welt als Hogwarts, die Tolkien da erschaffen hat, in der es Unmengen an Gedanken, &Uuml;berzeugungen und Ideen zu entdecken gibt. Allein der melancholische Niedergangscharakter - der ebenfalls bei Jackson zu sehen ist - gibt schon so vieles zu bedenken, dass nicht wenige Kritiker Tolkien deshalb in eine Reihe mit den gro&szlig;en Kriegspoeten wie T. S. Eliot und Erich Maria Remarque gestellt haben. Herzig? Nein, Modernit&auml;tskritik und der Tod auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs finden ihre phantastisch vebr&auml;mte Aufarbeitung. <br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6395_2.jpg" width="436" height="290" /><br /><span style="font-size:11px; ">... die T&uuml;r zur eigenen Welt zu &ouml;ffnen</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Und die vermeintlichen happy endings? Sie sind es ja wohl, die den Hauptimpuls zum Eskapismus bergen, &uuml;ber den die Autoren sich mokieren. M&auml;rchen - und selbst die sind nicht so naiv wie der <em>Spiegel</em>-Artikel es wohl gerne darstellen w&uuml;rde - enden oft mit der Aussage, dass nach den Ereignissen alle gl&uuml;cklich und zufrieden leben, eventuell bis heute und gleich um die Ecke. Doch welches Fazit k&ouml;nnen die Helden Harry und Frodo ziehen? In Harrys Fall endet die Geschichte gl&uuml;cklich, aber das Happily-Ever-After-Gef&uuml;hl stellt sich nicht ein. Es ist gut, aber es f&uuml;hlt sich eher an wie: &bdquo;Es ist geschafft.&ldquo; Und es war verdammt hart, dorthin zu gelangen. Exakt so, wie sich der vollzogene Austritt aus der Jugend anf&uuml;hlt. Und f&uuml;r Frodo - und die gesamte Welt Mittelerde, die nun auf allen elbischen Zauber verzichten muss - gibt es &uuml;berhaupt kein Happy End, denn seine Wunden sind so tief, dass er es nicht mehr in der Welt, die er rettete, aush&auml;lt und sie verlassen muss. <br /><br />Harry und Frodo haben gelernt, dass man mitunter gro&szlig;e Opfer bringen muss und bilden damit ab, was Menschen im wahren Leben tagt&auml;glich erleben. Dass es &uuml;berhaupt zu Enden kommt, bei denen wenigstens das B&ouml;se nicht triumphiert, verleiht unserer Minimalhoffnung Ausdruck, dass wir das Leben halbwegs anst&auml;ndig bew&auml;ltigen werden und ist als solches nur legitim. Nat&uuml;rlich sind Hogwarts, Mittelerde und all die anderen zauberhafte Welten, die in sich hinein entf&uuml;hren wollen. Harry, Mittelerde und ein gro&szlig;er Teil der Fantasy erinnern uns aber auch daran, wie steinig der echte (Lebens-)Weg ist. Mit Weltflucht hat das nicht viel zu tun, viel eher ist es zutreffende Diagnose, von den &Auml;rzten Rowling und Tolkien - so wie jeder gute Arzt es machen w&uuml;rde - angereichert mit einem Schuss Hoffnung, der Mut macht, den Weg weiter zu gehen.<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Mit dem Zweiten sah man ein bisschen was&#x2c; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-11-24T11:16:51+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/48f0d3b082cbedbc6df7d0e59fb539d1-124.html#unique-entry-id-124</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/48f0d3b082cbedbc6df7d0e59fb539d1-124.html#unique-entry-id-124</guid><content:encoded><![CDATA[... aber viel war es nicht. Wieder eine Chance vertan, mal intensiver &uuml;ber Fantasy zu diskutieren. OK, <a href="http://vollekanne.zdf.de/" rel="external">&ldquo;Volle Kanne&ldquo;</a> ist nat&uuml;rlich nur eine morgendliche Magazinsendung, aber gerade ein Magazin im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk k&ouml;nnte auch mal was anderes machen, als nur die immergleichen Frage zu stellen, wenn es Fantasyprominenz (<a href="http://www.tanja-heitmann.de/" rel="external">Tanja Heitmann</a>, <a href="http://www.mahet.de/site/" rel="external">Markus Heitz</a>, <a href="http://kai-meyer.de/" rel="external">Kai Meyer</a>) in der Sendung hat: Wie kamst du zum Schreiben? In welcher Fantasywelt w&uuml;rdest du leben wollen?<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5910.jpg" width="476" height="271" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Und ich denke, auch ich habe in 20 Minuten Interview mehr geliefert als die zwei gesendeten Bemerkungen &uuml;ber Twilight. Aber geschenkt. Ich hoffe nur, Sie sind jetzt nicht entt&auml;uscht, falls Sie eingeschaltet hatten. <br /><br />Zwei gute Sachen bleiben. Ich bin erstens, wie Frank Dudley so nett sagte, jetzt im ZDF-Zettelkasten der Zitierf&auml;higen zum Thema Phantastik. Und zweitens gab Kai Meyer einen wirklich coolen Tipp, was Sie als n&auml;chstes im Bereich Fantasy lesen sollten: Mervyn Peakes <em>Gormenghast</em>-Trilogie. Dem kann ich mich nur anschlie&szlig;en, nur erwarten Sie nichts, was Sie in irgendeiner Weise schon kennen ...<br /><br />Nachtrag: Jetzt haben sie den Beitrag &uuml;brigens auch ins Netz gestellt, und <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/907576/Fantasy-Fruehstueck-bei-Volle-Kanne/" rel="external">zwar hier</a>. (Spulen Sie f&uuml;r die 3 Aussagen, die sie von mir gesendet haben, bei Bedarf direkt zur Zeit 7:00-9:00 vor.)<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Mit dem Zweiten sehen Sie was ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-11-20T15:10:06+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/77b14da1c070ff2ade2b33c21763e4a2-123.html#unique-entry-id-123</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/77b14da1c070ff2ade2b33c21763e4a2-123.html#unique-entry-id-123</guid><content:encoded><![CDATA[... &uuml;ber Fantasy, und zwar ein Interview mit mir zu diesem Thema. Fall Sie Lust haben: ZDF, Dienstag, 24.11., in der Sendung &bdquo;Volle Kanne&ldquo;, zwischen 9.05 und 11.35 Uhr.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/foto-am-20-11-2009-um-15.52-00232.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Genauer kann ich es Ihnen leider nicht sagen, denn das wusste das Team nicht. Die ganze Sendung wird sich aber wohl um Fantasy drehen, so dass es f&uuml;r Genreinteressierte bestimmt die ganze Zeit interessant sein wird. Unter anderem soll Kai Meyer dabei sein.<br /><br />Ich habe dem Sender ein Interview &uuml;ber allgemeine Fragen der Fantasy gegeben. Haupts&auml;chlich ging es darum, was das Genre so attraktiv macht. In diesem Zusammenhang war nat&uuml;rlich viel von &bdquo;Twilight&ldquo; die Rede, was von mir aus sicher nicht das vordringliche Thema gewesen w&auml;re. Abe rFernsehen braucht nunmal aktuelle Aufh&auml;nger und n&auml;chste Woche startet der neue Film ...<br /><br />&Uuml;berhaupt wird es drauf ankommen, wie geschnitten wurde. Ich habe 20 Minuten Interview gegeben, die strahlen 2 Minuten 30 aus. Bin gespannt. Und werde hier im Blog eine Stellungnahme dazu abgeben.<br /><br />Fall Sie keine Zeit haben - der Beitrag soll in die ZDF-Mediathek eingestellt werden, den Link poste ich dann hier sowie auf <a href="http://twitter.com/polyoinos" rel="external">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/frank.weinreich" rel="external">Facebook</a>.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Genre-Grenzen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-11-08T16:27:34+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/17ca9be484a1a013ce8524302aeb6771-122.html#unique-entry-id-122</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/17ca9be484a1a013ce8524302aeb6771-122.html#unique-entry-id-122</guid><content:encoded><![CDATA[Vor einer Woche in Worms hatten wir das Thema auch wieder: die Genregrenzen ziwschen Fantasy, Science Fiction, Horror und auch zwischen Phantastik und Realismus. <br /><br />Es sind schwammige Grenzen und Konsens ist dann immer so eine Sache. Dabei ist es recht einfach mit den Genregrenzen, finde ich, und habe mir deshalb ein paar Gedanken gemacht und einen kleinen (4 Seiten) Aufsatz dazu zu Tastatur gebracht.<br /><br /><a href="../Phantastik/genregrenzen.html" rel="external" title="Genregrenzen">Bitte sehr: ...</a><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Fantasy ist ein Menschenrecht ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-11-02T09:33:32+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/180103c58e79d76e7a2a7a9bc3d2276c-121.html#unique-entry-id-121</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/180103c58e79d76e7a2a7a9bc3d2276c-121.html#unique-entry-id-121</guid><content:encoded><![CDATA[... das mag zwar zun&auml;chst stutzig machen oder komisch erscheinen, aber ich denke, man sollte dringend wieder einmal drauf hinweisen ... gute 70 Jahre nachdem Tolkien so etwas schon einmal ganz &auml;hnlich formuliert hat.<br /><br />Deshalb nahm ich den Mythentag  im <a href="http://www.nibelungenmuseum.de" rel="external">Nibelungenmuseum in Worms</a> zum Anlass, diesen Gedanken einmal auszuformulieren und zu erl&auml;utern. Friedhelm Schneidewind, der Conventus Tandaradey und ich waren eingalden, im Mythenlabor zu Halloween einen ganzen Tag mit Lesungen, Vortr&auml;gen, Workshops und einem Konzert zu gestalten, und als Einstiegsvortrag schien es mir eine gute Idee zu sein, einmal grundlegend auf den politischen und sozialen Stellenwert von fantasy und der Phantastik im Allgemeinen hinzuweisen. Nun, die G&auml;ste fanden es, glaube ich, auch spannend und einleuchtend.<br /><br />Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit n&auml;hmen, den Gedanken einmal mit mir nachzuvollziehen. Und falls Sie meine Ausf&uuml;hrungen &uuml;ber das Wesen der Fantasy kennen, so k&ouml;nnen Sie auch gleich zum Punkt R&ouml;misch 2 runterscrollen, wo die eigentliche politische Argumentation beginnt.  <a href="../Phantastik/fantasy_menschenrecht.html" rel="self" title="Fantasy - ein Menschenrecht!">Bitte sehr ...</a><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5503.jpg" width="238" height="357" /><br /><span style="font-size:11px; ">Nibelungenmuseum Worms<br /><br /></span></p><p style="text-align:left;">Nachtrag: Der Wormser Zeitung hat es auch gefallen (bis auf Friedhelms Brille): <a href="http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/kultur/7792972.htm" rel="external">Zeitungsbericht</a>.<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Ich auch ein Sonderverm&#xf6;gen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-10-21T12:00:56+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0bf20d59a8ab2f6b844d531a0a79e2a8-120.html#unique-entry-id-120</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0bf20d59a8ab2f6b844d531a0a79e2a8-120.html#unique-entry-id-120</guid><content:encoded><![CDATA[Ich denke, ich werde mir jetzt auch ein Sonderverm&ouml;gen einrichten, so wie es die Schwarz-Gelben auf Staatsebene vorhaben. Schlie&szlig;lich gibt es genug dringliche Ausgaben, die get&auml;tigt werden m&uuml;ssten. Das Auto ist schon ziemlich alt, die K&uuml;che nicht mehr sch&ouml;n und so manche h&uuml;bsche Kleinigkeit w&uuml;rde mein Leben bereichern k&ouml;nnen. Und seit man jetzt keine Schulden mehr macht, sondern das Aufnehmen von fremdem Geld als "Anlegen eines Sonderverm&ouml;gens" bezeichnet, f&uuml;hle ich mich richtig gut bei diesem Gedanken.<br /><br />Ich bitte Sie - unsere Eltern haben doch immer dazu geraten: "Kind, wenn es geht, leg&acute; dir beizeiten Verm&ouml;gen an." Einzig das Verh&auml;ltnis zu meinem Kind, das k&ouml;nnte dadurch belastet werden, wird der Junge doch in zwanzig oder drei&szlig;ig Jahren das von mir aufgelegte Verm&ouml;gen abtragen m&uuml;ssen ... durch 75%ige Abgaben auf seine Arbeit; durch Grundsteuern, die das Haus auffressen werden, das er von uns zu erben hoffte; durch eine Staatsverschuldung, die unser ressourcenfreies Deutschland in einer Armenhaus verwandeln k&ouml;nnte ...<br /><br />Aber was solls, jetzt wird erst einmal Verm&ouml;gen geschaffen. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5335.jpg" width="428" height="209" /><br /><span style="font-size:11px; ">Egal, Kleingeld halt ...</span><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Mythentag im Mythenlabor (Worms)</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-10-14T09:53:46+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71151977fdc5bf34ee0e941d1045b9d6-119.html#unique-entry-id-119</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71151977fdc5bf34ee0e941d1045b9d6-119.html#unique-entry-id-119</guid><content:encoded><![CDATA[Passend zum Datum - 31. Oktober - "Halloween" - werden <a href="http://www.friedhelmschneidewind.de/" rel="external">Friedhelm Schneidewind</a>, der <a href="http://www.tandaradey.de/" rel="external">Conventus Tandaradey</a> und ich einen Tag im <a href="http://www.nibelungenmuseum.de/" rel="external">Nibelungenmuseum in Worms</a> gestalten. Vortr&auml;ge, Geschichten, Musik und ein Schreibworkshop werden sich um die ganze reiche Welt der Mythen drehen, die ich, wie Sie vielleicht als Kenner dieser Site wissen, ja f&uuml;r ganz essentielle Bestandteile des menschlichen Denkens und Glaubens halte (<a href="../Phantastik/mythos.html" rel="external" title="Mythos">siehe hier im Mythenaufsatz</a>).<br /><br /><br /><strong>Samstag 31.10. / 10-18 Uhr</strong><br /><strong>Nibelungen, Orks und der Drachen Tod<br />Mythentag im Nibelungenmuseum</strong><br />Tagesprogramm mit Vortr&auml;gen und Workshops von und mit Friedhelm Schneidewind und Frank Weinreich<br /><br />Ort: Mythenlabor im Nibelungenmuseum<br /><br />Die beiden Mythen-, Fantasy- und Tolkienexperten Friedhelm Schneidewind (Hemsbach) und Dr. Frank Weinreich (Bochum) pr&auml;sentieren an Halloween spannende und unterhaltsame Vortr&auml;ge rund um Mythen und Moderne. <br /><br /><strong>Samstag 31.10. / 20 Uhr</strong><br /><strong>Liebe, Tod und Weingelag - Von Walther &uuml;ber Oswald bis zu Bellman<br />Konzert mit der Gruppe Conventus Tandaradey<br /></strong><br />Ort: Heylsschl&ouml;sschen Worms (Schlossplatz 1).<br /><br />Wie schon bei ihrem mitrei&szlig;enden Auftritt zu Halloween 2007 wird die Mittelaltergruppe Conventus Tandaradey das Wormser Publikum auch in diesem Jahr in fremde Gefilde und ferne Zeiten entf&uuml;hren: ins Mittelalter mit Liedern von Oswald von Wolkenstein und Fran&ccedil;ois Villon, in die Renaissance mit Thoinot Arbeau und den fr&uuml;hen Barock mit  John Playford und Liedern von Carl Michael Bellman.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5061_2.jpg" width="299" height="317" /><br /><span style="font-size:11px; ">Liebe, Tod und Weingelag ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;"><strong>Vortr&auml;ge und Workshop von 10 - 18 Uhr.</strong><br /><br />   10:00 Uhr: Frank Weinreich:<br />   Fantasy &ndash; ein Menschenrecht. Nibelungen allezeit ...<br /><br />   11:00 Uhr: Friedhelm Schneidewind:<br />   Warum Siegfried die letzten Orks erschlug. Die (nicht ganz ernst<br />   gemeinte) Wahrheit &uuml;ber die Nibelungen<br /><br />   14:00 bis 16:00 Uhr: Workshop mit Friedhelm Schneidewind und Frank<br />   Weinreich:<br />   Ich Siegfried, ich Brunhild<br />   Wir schaffen unsere eigenen Heldinnen und Helden.<br />   Workshop zum Texten und Schreiben<br /><br />   16:00 Uhr: Friedhelm Schneidewind:<br />   Tiamat, Fafnir und Smaug. Drachen einst und jetzt<br /><br />   17:00 Uhr: Frank Weinreich:<br />   SENSATION! Franz&ouml;sischer Arch&auml;ologe weist nach: J.R.R. Tolkien hat den<br />   &raquo;Herrn der Ringe&laquo; nicht erfunden!<br />   Eine (nicht ganz ernst gemeinte) Geschichte<br /><br />   anschlie&szlig;end (20:00 Uhr)<br />   KONZERT mit CONVENTUS TANDARADEY im Heylsschl&ouml;sschen:<br />   &raquo;Liebe, Tod und Weingelag&rsquo;&laquo;<br /><br /><br />   Einzelvortr&auml;ge je 5 Euro, alle Vortr&auml;ge im Paket: 15 Euro<br />   Konzertbesuch: 10 Euro<br /><br />   Komplettticket: Vortr&auml;ge und Konzert: 20 Euro<br /><br />   Anfragen unter Nibelungenmuseum Worms: 06241-202120<br /><br /><strong>Ich w&uuml;rde mich sehr freuen, Sie in Worms zu treffen!<br /><br /></strong></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_3480_2.jpg" width="690" height="94" /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Phantastik-Konferenz in Hamburg&#x2c; inkl. ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-10-12T08:57:23+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1e86234e5300c859d0271d91f1ccd671-118.html#unique-entry-id-118</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1e86234e5300c859d0271d91f1ccd671-118.html#unique-entry-id-118</guid><content:encoded><![CDATA[... Gr&uuml;ndung einer "Gesellschaft f&uuml;r Phantastik" - eine ganz spannende Sache, die da im Herbst 2010 stattfinden wird; getr&uuml;bt nur dadurch, dass die Phantastik mit "F" schreiben ...<br /><br />---------------------<br /><p style="text-align:center;"><strong>Call for Papers<br />Erste Jahrestagung und Gründungskonferenz der<br />Gesellschaft für Fantastikforschung (GFF)<br />Fremde Welten<br />Wege und R&auml;ume der Fantastik im 21. Jahrhundert<br />an der Universit&auml;t Hamburg<br />30. September &ndash; 03. Oktober 2010</strong><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Der Erfolg von Joanne K. Rowlings Harry Potter Romanen, der Matrix-Reihe der Wachowski-Brüder und Peter Jacksons Herr der Ringe hat weltweit dafür gesorgt, dass die Themenbereiche der Fantastik aus der Einordnung in die Genreliteratur heraus getreten sind und sich einen Platz im weiten Feld der akademischen auseinandersetzungen erobert haben. Das überw&auml;ltigende Interesse der Menschen an Fantastik - in all seinen Spielarten - wurde schnell von den Medien aufgegriffen<br />und führte dazu, dass auch im akademischen Rahmen Forschungsaktivit&auml;ten initiiert oder intensiviert wurden. Im angloamerikanischen Sprachraum traf der popul&auml;re Boom auf bereits vorhandene Strukturen, so dass Organisationen wie die International Association for the Fantastic in the Arts (IAFA) oder die Science Fiction Research Association (SFRA) das neu gewonnene Interesse an ihrer Arbeit begrü&szlig;en und sich dadurch st&auml;rker innerhalb der akademischen Forschergemeinschaft positionieren<br />konnten.<br /><br />Im deutschen Sprachraum jedoch ist das akademische Interesse an Fantastik bislang ohne ausreichende Anbindung an eine gemeinsame Organisation oder &auml;hnliche Netzwerkstrukturen. Wir sehen daher die Gründung einer Gesellschaft für Fantastikforschung (GFF) als ersten wichtigen Schritt, die deutschsprachige Forschung zur Fantastik international anzubinden und somit einerseits diese Forschung sichtbarer zu machen und andererseits Grenzen zu überschreiten und Forscher in einer<br />Gesellschaft zu vereinen. Zu diesem Zweck ist an der Universit&auml;t Hamburg geplant, im Oktober 2010 die Gründungskonferenz und erste Jahrestagung der GFF mit dem Titel &bdquo;Fremde Welten - Wege und R&auml;ume der Fantastik im 21. Jahrhundert&ldquo; abzuhalten. Die Konferenz ist ausdrücklich interdisziplin&auml;r und international angelegt und versteht den Begriff &bdquo;Fantastik&ldquo; in seiner umfassenden Definition als Oberbegriff aller fantastischen Genres, wie etwa Fantasy, Horror, Gothic, Science Fiction, Speculative Fiction, aber auch M&auml;rchen, Fabeln und Mythen. Interdisziplinarit&auml;t ist  dabei ein zentraler Aspekt der GFF, die sich als akademisches Netzwerk versteht, das m&ouml;gliche Forschungsinteressen vor allem aus Literatur, Film, Fernsehen, Kultur, Kunst, Neuen Medien, Architektur und Musik vereint und zusammenführt, aber auch Einflüsse aus Soziologie, Anthropologie, Geschichtswissenschaft und Philosophie in sich aufnimmt. Internationalit&auml;t ist dabei durch die bifokale Ausrichtung der Gesellschaft und der Konferenz gew&auml;hrleistet, die sich einerseits an deutschsprachige Forscher eben dieser Bereiche richtet, aber andererseits auch Mitglieder und Teilnehmer aus der internationalen Forschung zur deutschsprachigen Fantastik sucht und ausdrücklich einl&auml;dt.<br /><br />Die Konferenz versteht Fantastik als einen der wichtigsten Teilbereiche der popul&auml;ren Kultur und sieht in ihr eine Reflektion von Machtverh&auml;ltnissen und Interessenskonflikten, die im Popul&auml;ren eine Vorwegnahme von gesellschaftlich zentralen Diskursen erf&auml;hrt, wie sie sonst in keinem anderen kulturellen Bereich zu finden ist. Als eine Form, die sich per se mit alternativen Welten bzw. grenzüberschreitenden Erfahrungen von Raum und Zeit befasst, bietet die Fantastik ein<br />geradezu paradigmatisches Feld, fiktionale kulturelle R&auml;ume vor dem Hintergrund historisch-realer Entwicklungen zu untersuchen bzw. aus Sicht des 21. Jahrhunderts neu zu entdecken. Zu untersuchen gilt, warum unsere Gesellschaft nach Fantastik verlangt und welche Alternativen diese Kulturform uns aufzeigt? Wie hat sie sich in den letzten Jahren ver&auml;ndert und entwickelt? Und speziell im deutschen Sprachraum besteht noch die Frage, welche R&auml;ume sie bislang errichtet hat und wo sie sich derzeit wieder findet?<br /><br />Die Konferenz &bdquo;Fremde Welten - Wege und R&auml;ume der Fantastik im 21. Jahrhundert&ldquo; versucht einerseits eine Bestandsaufnahme der akademischen Auseinandersetzung mit Fantastik im deutschen Sprachraum zu leisten, andererseits diese Forschungen in einen internationalen Dialog zu bringen. Sie m&ouml;chte Forscher und Interessierte zusammenführen und einen Austausch über die vielen, noch offenen Fragen anregen. In Anlehnung an den Konferenztitel lassen sich daher<br />beispielhaft einige dieser Fragen benennen: Welchen Weg ist die Fantastik bislang gekommen? Welchen Weg wird sie in Zukunft gehen? Und vor allem: Wo ist sie zurzeit zu finden, welche R&auml;ume hat sie für sich erschlossen?<br /><br />Die Organisatoren rufen nun alle Interessierten auf, bis zum 01.04.2010 Vorschl&auml;ge für Beitr&auml;ge zur Konferenz einzureichen. M&ouml;glich sind Vorschl&auml;ge für Vortr&auml;ge (in Vortragssitzungen bis zu 3 Teilnehmern, je 20 Minuten), Panel-Diskussionen (moderiert, mit 3-5 Teilnehmern) oder Autorenlesungen aus allen Bereichen der Fantastik in deutscher oder englischer Sprache. Vorschl&auml;ge von max. 250 W&ouml;rtern und kurze, biografische Information sowie Kontaktdaten richten Sie bitte per Email an: lars.schmeink [at] uni-hamburg.de. Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls unter dieser Adresse.<br /><br />Organisation:<br />Lars Schmeink, Prof. Dr. Astrid B&ouml;ger, Prof. Dr. em. H.-H. Müller<br />Universit&auml;t Hamburg<br />Institut für Germanistik II<br />Von-Melle-Park 6<br />D-20146 Hamburg<br /><br />-----------------<br /><br />Wie gesagt, ich finde es hochspannend und habe mich auch schon mit einem Vortragsvorschlag f&uuml;r die aktive Teilnahme an der Konferenz beworben. Au&szlig;erdem plane ich, der zu gr&uuml;ndenden Gesellschaft beizutreten. Hier etwas wie die SFRA aufzuziehen, ist lang schon n&ouml;tig, jetzt scheint es zu passieren.<br /><br />Aus dem Tolkien-Umfeld werden einige nahmhafte Expertinnen und Experten (Thomas Honegger etwa) dazu kommen und auch sonst h&ouml;re ich aus der Ecke der Phantasten, wie Friedhelm Schneidewind oder Fanfan Chen, dass viele Leute planen, nach Hamburg zu kommen. Das k&ouml;nnte ein gro&szlig;er Erfolg werden, gesellen Sie sich doch auch dazu.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5040.jpg" width="428" height="286" /><br /><span style="font-size:11px; ">Auf nach Hamburg; Bus, Bahn und normale Autos gehen nat&uuml;rlich auch ...</span><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Obama bekommt Friedensnobelpreis? Das ist gut ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-10-09T11:38:15+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/48aabf0b56701bcc51108236e4e1d68d-117.html#unique-entry-id-117</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/48aabf0b56701bcc51108236e4e1d68d-117.html#unique-entry-id-117</guid><content:encoded><![CDATA[... auch wenn ich im ersten Augenblick dachte: <em>Wof&uuml;r, der hat doch noch gar nix erreicht?</em> Aber der Nobelpreis, besonders der f&uuml;r den Frieden war noch nie ein Preis, der nur f&uuml;r Erreichtes verliehen wird, sondern immer schon auch, um als f&ouml;rderungswert erkannte Prozesse durch die enorme Publizit&auml;t des Preises zu unterst&uuml;tzen. Und das hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen. Warum also nun nicht einmal an jemanden, der offenkundig gute Politik machen will, aber daf&uuml;r gerade jetzt dringend unterst&uuml;tzt werden muss?<br /><br />Sicher, mir w&auml;re es lieber gewesen, wenn die chinesischen Dissidenten Hua Jia und/oder Wei Jingsheng, gerade jetzt, 20 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker, den Preis bekommen h&auml;tten, doch das ist Gef&uuml;hl. Die Ratio sagt: Wenn das schon ein politischer Preis ist, dann sollte er auch pragmatisch da eingesetzt werden, wo er etwas bewirkt. Und die Unterst&uuml;tzung der Dissidenten w&uuml;rde durch eine Preisverleihung nicht mehr wesentlich weiter gest&auml;rkt werden; eher noch w&uuml;rde das Regime Chinas noch weiter auf stur schalten und die Repressionen wegen der vermehrten &Ouml;ffentlichkeit erh&ouml;hen, um nur ja nicht schwach zu erscheinen.<br /><br />Obama aber hat zwar noch nichts gemacht au&szlig;er guten Pl&auml;nen, aber diese sind in gro&szlig;er Gefahr.<br />- In der Au&szlig;enpolitik werden Friedensbem&uuml;hungen immer torpediert, aber die zusammengewachsene Welt ist auch immer mehr durch die &ouml;ffentliche Meinung beeinflussbar. Obama versucht nun wirklich, ausgleichend zu wirken und gerecht zu vermitteln, besonders im Nahen Osten. Mehr hat Jimmy Carter auch nicht getan, und der wurde auch Preistr&auml;ger. Bei Obama in seiner derzeitigen Machtposition besteht die Chance, dass die Friedensbem&uuml;hungen sich nachhaltiger auswirken und wenn nicht, hat Oslo zumindest ein fr&uuml;hes Zeichen gesetzt.<br />- In der Innenpolitik geht es Obama um Gerechtigkeit und soziale Belange, wie sie in einer so ungleich ausgestalteten Gesellschaft wie den USA bitter n&ouml;tig sind. Warum also auch nicht hier ein Zeichen f&uuml;r den Wandel setzen? Das wird die Republikaner des rechten Fl&uuml;gels als Einmischung von au&szlig;en nat&uuml;rlich noch mehr aufbringen, aber die k&ouml;nnten den P&auml;sidenten sowieso nicht mehr hassen, als sie es eh schon tun. All jene aber, die nicht so verbohrt sind, werden moralisch unterst&uuml;tzt, wenn 'ihr' Staatsoberhaupt diese vielleicht anerkannteste Auszeichnung erh&auml;lt, die man auf der Welt bekommen kann.<br /><br />Lustig ist es, gerade jetzt, eine Stunde nach Verk&uuml;ndung der Entscheidung, Obama und Friedensnobelpreis zu googeln, und dann auf all die vorher erschienenen Artikel zu sto&szlig;en, in denen geweissagt wurde, dass es viel zu fr&uuml;h sei, ihm jetzt den Preis zu verleihen. <br /><br />Ja, es w&auml;re zu fr&uuml;h, ihm den Preis zu verleihen, wenn wirklich das Ergebnis das Wichtigste des Friedesnobelpreises w&auml;re (in den Naturwissenschaften ist es das), aber das ist ja eben nicht mehr das Wichtigste; der Preis ist ein Fanal der politischen Einmischung geworden. Es ist gef&auml;hrlich, den Friedensnobelpreis zu diesem Fanal gemacht zu haben, aber dieses Jahr ist es noch mal gutgegangen, denn es hat den Richtigen getroffen.<br /><p style="text-align:center;"><br /><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/foto-am-09-10-2009-um-12.26.jpg" width="320" height="240" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Kompromisslos ist immer schwierig ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-10-07T08:26:48+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/fa0fc8be051c26caebfa0838c32e51ec-116.html#unique-entry-id-116</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/fa0fc8be051c26caebfa0838c32e51ec-116.html#unique-entry-id-116</guid><content:encoded><![CDATA[... aber in der Politik grunds&auml;tzlich fatal, weil es andere Meinungen prinzipiell ausschlie&szlig;t - und die gibt es immer -, denn die eigene wird dadurch absolut gesetzt - und die anderen bleiben auf der Strecke. Was die Linke in NRW nun <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/10/7/news-136000984/detail.html" rel="external">als Programmentwurf hat durchsickern</a> lassen ist genau das: kompromisslos.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="245" height="327" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Ich beurteile dabei gar nicht die Forderungen, sondern die Position an sich, die sich in Forderungen ausdr&uuml;ckt, die der Linken, na sagen wir mal, ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen: Verstaatlichung weiter Industrieteile, Abschaffung des Justizwesens u.&auml;.<br /><br />Was die Linke da fordert, steht in meist diametralem Gegensatz zu allem, was die anderen Parteien sowie die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung w&uuml;nschen. Gut, das kann man machen und hoffen, aus eigener Kraft 51 Prozent aller Mandate zu erringen. (Dann funktioniert nat&uuml;rlich immer noch nicht alles - die Abschaffung der Gewaltenteilung bspw. ist verfassungswidrig und nicht ohne die Abschaffung des Grundgesetzes machbar ... und sp&auml;testens hier sollten sich alle B&uuml;rger massive Widerstandsma&szlig;nahmen gegen die Linke &uuml;berlegen.)<br /><br />Das kann man sich aber nicht auf die Fahnen schreiben, wenn man wirklich etwas ver&auml;ndern will, denn daf&uuml;r braucht man immer auch die anderen, zumindest einen gewissen Anteil der anderen, bis man eine Masse zusammen hat, die ausreicht, Neues auszuprobieren. Und wir reden hier von einem Wahlprogramm, Landtagswahl 2010 in NRW. <br /><br />Bei dieser Wahl besteht die reelle Chance, die CDU/FDP-Regierung abzuw&auml;hlen. Aber nur, wenn Linke, Gr&uuml;ne und SPD zusammenarbeiten. Radikalforderungen wie die der Linken signalisieren aber, wenn sie ernst gemeint sind, dass diese Zusammenarbeit nicht funktionieren wird.<br /><br />Und warum sie &uuml;berhaupt erst aufstellen, wenn sie nicht ernstgemeint sind? Die bisherigen Punkte der Linken reichen v&ouml;llig aus, um all ihre W&auml;hler zu mobilisieren. Mit DDR-Reminiszenzen wie der Verstaatlichung der Industrie aufzuwarten, d&uuml;rfte so manchen eher wieder abschrecken. Also sind die NRW-Linken entweder verwirrt und glauben tats&auml;chlich an Campanella oder sie meinen es so ernst, dass die bef&uuml;rchtete Kompromisslosigkeit zutrifft.<br /><br />Sind sie aber wirklich so kompromisslos, dann schlie&szlig;en sie jegliche konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Parteien aus. Das ist eine Radikalit&auml;t, die sich nicht mit moderner Demokratie in einer pluralistischen Gesellschaft vereinbaren l&auml;sst und Stimmen f&uuml;r die Linke sind dann verlorene Stimmen. Beziehungsweise gef&auml;hrlich, denn wer kompromisslos ist, droht auch, seine Meinungen unter allen Umst&auml;nden und mit allen Mitteln durchzusetzen.<br /><br />Schade eigentlich, denn die jetzige NRW-Regierung ist schon bedenklich schlecht. Auch t&auml;te es dem ganzen Land gut, wenn NRW ab n&auml;chstem Jahr wieder links regiert w&uuml;rde, schon als Gegengewicht zur neuen Bundesregierung. Nur geht das wohl nicht ohne die Linke. <br /><br />Aber mit <u>dieser</u> Linken dann doch lieber nicht ...<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/die-linke.gif" width="360" height="216" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Kann man also nur hoffen, dass <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/politik/2009/10/6/news-136001511/detail.html" rel="external">die hier zitierten Meinungen</a> ehrlich sind.<br /></p><p style="text-align:center;"><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>RingCon 2009</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-10-05T09:27:29+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0be6da9e369607201fbeba28fafefb8a-115.html#unique-entry-id-115</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0be6da9e369607201fbeba28fafefb8a-115.html#unique-entry-id-115</guid><content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.ringcon.de" rel="external">RingCon 2009</a> ist nun auch wieder vorbei ... schade ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5135.jpg" width="238" height="357" /><br /><span style="font-size:11px; ">tr&uuml;bsalblas ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Nein, ganz so schlimm ist es nicht, dass es vorbei ist, aber es war wieder richtig sch&ouml;n. Obwohl ich etwas Skepsis hatte, dass die Erweiterung auf Twilight die Con noch viel weiter in Richtung Filmfanh-Hype verschieben w&uuml;rde. Aber das stimmte gar nicht, denn noch nie waren die Vortr&auml;ge so gut besucht wie dieses Mal, und das nicht nur bei mir. Damit h&auml;tte ich kaum gerechnet. Und wenn ich nach den Gewandungen und dem Alter meiner Vortragsg&auml;ste gehe, so konnte ich doch eine ganze Reihe von Harry Potter- und Twilight-Fans interessieren, die ich auf fr&uuml;heren Cons eher in den Schlangen der Autogrammsessions sah. Die kauften sogar B&uuml;cher - und so ganz unanspruchsvoll ist <a href="../Phantastik/fantasy_buch.html" rel="external" title="Fantasy. Einführung">mein Buch &uuml;ber die Fantasy</a> ja nicht gerade. <br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5077.jpg" width="357" height="238" /><br /><span style="font-size:11px; ">Phantastisches Getier auf der RingCon</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Ich hielt zwei Vortr&auml;ge, einen &uuml;ber <a href="../tolk_stuff/gewalt_hdr.html" rel="external" title="Gewalt in der Fantasy - Beispiel &#34;Der Herr der Ringe&#34;">Gewalt in der Fantasy</a> und einen &uuml;ber das <a href="../Phantastik/Phantastik/myth_maer.html" rel="external" title="Mythos, Sage, Märchen, Fantasy - Gemeinsamkeiten und Unterschiede">Verh&auml;ltnis von Mythen, Sagen, M&auml;rchen und Fantasy</a> und hatte jeweils ein sehr interessiertes Publikum von mehr als hundert Personen, die auch in eine Diskussion einstiegen - so macht das Spa&szlig;! Diskussion aber war nat&uuml;rlich haupts&auml;chlich bei der dritten Auflage des Streitgespr&auml;chs zwischen Anja St&uuml;rzer und <a href="http://www.friedhelmschneidewind.de/" rel="external">Friedhelm Schneidewind</a> angesagt, die sich wieder k&ouml;stlich zum Thema Harry Potter, diesmal die Verfilmungen, beharkten.<br /><br />Die Nachfragen und Diskussionen bei meinen Vortr&auml;gen, besonders aber die Mitarbeit am Streitgespr&auml;ch (nach 15 Minuten hatte ich genug Wortbeitr&auml;ge notiert, dass wir drei Stunden h&auml;tten debattieren k&ouml;nnen) zeigten wieder einmal, dass die oftmals so bel&auml;chelten Cons (bel&auml;chelt nur von snobistischen Unbeteiligten) ein wunderbarer Quell von Kreativit&auml;t, Inspiration und fruchtbarer Auseinandersetzung sind. Und da die Phantastik ja gar nicht phantastisch (im Sinne von &uuml;bernat&uuml;rlich) ist, sondern sich ganz um den Menschen dreht, ist das auch ein Beweis daf&uuml;r, dass es auf Cons nicht weniger anspruchsvoll zugehen kann wie im hochherrschaftlichsten Literaturseminar oder philosophischen Symposion.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5029.jpg" width="357" height="238" /><br /><span style="font-size:11px; ">Zugegeben: manchmal sind die Diskussionen nicht ohne ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Dass dabei Bl&ouml;delei und Spa&szlig; den gleichen Raum einnehmen, wie die Kultur, macht Cons daf&uuml;r viel leichter verdaulich und deshalb attraktiver. Und wenn man jetzt weiterdenkt und die Cons in Verbindung mit den Internet-Communities wie der <a href="http://forum.herr-der-ringe-film.de/ubbthreads.php" rel="external">"Gr&uuml;nen H&ouml;lle"</a> bringt, die im Hintergrund einer jeden Con stehen und an 365 Tagen im Jahr die Verbindung der Phantasten untereinander aufrecht erhalten, dann kann man schon von einer neuen Weise sprechen, in der Kultur gelebt wird. Was die pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnisse angeht, so sind die nicht anders als bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der literarischen Salons des 19. Jahrhunderts, aber daf&uuml;r sind sie weniger auf die 'guten Kreise' beschr&auml;nkt und damit offener, so dass kulturelle Teilhabe einfacher und egalit&auml;rer wird. <br /><br />Ich jedenfalls freue mich auf die n&auml;chsten Cons wie Elbenwaldspektakel, Thing, FedCon und NordCon, und nat&uuml;rlich die n&auml;chste RingCon.  <br /><br />Bleiben Sie phantastisch! (Aber seien Sie auf den Cons vorsichtig, wenn Sie Orks fotografieren wollen.)<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_5070.jpg" width="269" height="404" /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Bleibt alles gleich&#x2c; au&#xdf;er dass es der Politik gut tun wird ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-09-28T09:11:20+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d6101e97bdfdef94f1b708ef8b65f704-114.html#unique-entry-id-114</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d6101e97bdfdef94f1b708ef8b65f704-114.html#unique-entry-id-114</guid><content:encoded><![CDATA[Solange es demokratische Parteien sind, die gew&auml;hlt werden - ob es nun zum Regieren reicht oder nur f&uuml;r die Opposition - bin ich erst einmal zufrieden. Und demokratisch sind sie zum Gl&uuml;ck alle bis auf den braunen NPD-Matsch (und die haben ja nirgendwo Erfolge errungen). Also kann ich auch gut mit dem gestrigen Wahlergebnis leben, obwohl es nicht meinen Pr&auml;ferenzen entspricht.<br /><br />Und wird sich denn etwas &auml;ndern f&uuml;r uns B&uuml;rger? Ja, aber nicht wegen der neuen Regierung, sondern wegen der allgemeinen Wirtschaftslage, die sogar die Linke zwingen w&uuml;rde, zu sparen. (Da h&auml;tte sich deren Klientel in den n&auml;chsten vier Jahren aber verdutzt umgesehen.) Also einfacher wird es nicht, sch&ouml;ner auch nicht, gerade nicht f&uuml;r uns Kulturschaffende, denn der Kultur wird es zuerst an den Sparkragen gehen. <br /><br />Aber was wird au&szlig;er Sparen sein? Ein paar emp&ouml;rende Steuergeschenke wird es geben, aber das wird sich in engen Grenzen halten. Der ausufernde Verbotewahn wird von der FDP hoffentlich ein bisschen eingeschr&auml;nkt werden (f&uuml;r irgendwas m&uuml;ssen die ja auch gut sein, und angeblich sind sie ja liberal, m&uuml;ssten also erst einmal gegen Einschr&auml;nkungen der Freiheit sein, die die CDU ja im kleinb&uuml;rgerlichen Gleichschritt mit der SPD vornahm). Der Umwelt wird es weiter an den Kragen gehen, aber das h&auml;tte Sigmar Gabriel allein bei einer Neuauflage der Koalition auch nicht verhindern k&ouml;nnen. Bildung und Forschung werden genauso wenig profitieren wie bei allen anderen Parteien au&szlig;er den Gr&uuml;nen, die sich aber sowieso in keiner Konstellation erfolgreich daf&uuml;r h&auml;tten einsetzen k&ouml;nnen. Und ansonsten wird weiterhin keiner verhungern m&uuml;ssen und wir werden alle noch zum Arzt d&uuml;rfen, auch wenn nat&uuml;rlich nur ein kleiner Teil der Bev&ouml;lkerung dort optimal versorgt werden wird.<br /><br />Bleibt also alles gleich ... Bis auf unser Politikverst&auml;ndnis - das wird sich zum Guten bessern. Dieser unertr&auml;gliche Sumpf gro&szlig;koalition&auml;ren Gekungels, dieses klebrige Einandernichtandiekarrefahrend&uuml;rfen, dieser erstickende Konsens blo&szlig; nichts durchsetzen zu wollen - das alles wird hoffentlich enden. Jetzt haben wir wieder verschiedene Lager und einen Wettstreit der Ideen. Jetzt werden die einen zeigen m&uuml;ssen, dass das, was sie wollen, etwas taugt; und die anderen haben die Gelegenheit, Alternativen aufzuzeigen.<br /><br />Es wird wieder Streit geben, und in der Politik ist Streit etwas, das wir brauchen. Gibt es keinen Streit, sondern nur Muttis und M&ouml;chtegernvatis der Nation, dann brodelt Unheimliches an den R&auml;ndern der politischen Landschaft hoch. L&auml;hmt sich die Demokratie so, wie es deren Akteure in den letzten vier Jahren getan haben, dann w&auml;chst wieder der Glaube daran, dass es eine vorzuziehenswerte Alternative zur Demokratie g&auml;be. Die g&auml;be es nat&uuml;rlich, wenn Sie mich als benevolenten Diktator erw&auml;hlen. Aber sonst ist eines sicher: Der B&uuml;rger ist vor einem Missbrauch der Macht nur dann halbwegs gesch&uuml;tzt, wenn er sie in demokratischen Verh&auml;ltnissen zuteilt und bei Bedarf wieder entzieht. Das muss nicht nur m&ouml;glich sein, sondern es muss der breiten Masse auch erstrebenswert erscheinen. (Am meisten Besorgnis erregte gestern die niedrige Wahlbeteiligung.)<br /><br />Das Meiste bleibt gleich, wir werden im wahren Leben nur wenig unmittelbar davon sp&uuml;ren, dass jetzt wieder ein bestimmtes politisches Lager das Sagen hat. Aber der Politik  wird es gut tun und in vier Jahren sprechen wir uns wieder und werden urteilen. Das d&uuml;rfen wir uns nie wieder aus den H&auml;nden nehmen lassen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_2589_2.jpg" width="344" height="286" /><br /><span style="font-size:11px; ">Gelassen bleiben, aber wachsam ...<br /></span><br /></p><p style="text-align:left;">&Uuml;brigens kommt die <a href="http://www.taz.de" rel="external">TAZ</a> einen Tag sp&auml;ter zu ganz &auml;hnlichen Schl&uuml;ssen und bietet noch eine Reihe weiterer Trostpflaster an, <a href="http://www.taz.de/1/politik/bundestagswahl/artikel/1/nicht-heulen/" rel="external">warum der Wahlausgang gar nicht so schlimm ist ...</a><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Zum Internet-Manifest</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-09-07T16:51:05+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/676b0748bf0ea26ae10ca53036e589c2-113.html#unique-entry-id-113</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/676b0748bf0ea26ae10ca53036e589c2-113.html#unique-entry-id-113</guid><content:encoded><![CDATA[<a href="http://netzpolitik.org/2009/internet-manifest-wie-journalismus-heute-funktioniert-17-behauptungen/" rel="external">Internet-Manifest: Wie Journalismus heute funktioniert</a>. 17 Behauptungen.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">Dieses Manifest wurde heute Mittag an verschiedenen Stellen im Netz ver&ouml;ffentlicht. Interessant, aber doch einiger Kommentare bed&uuml;rftig, wie ich finde. Deshalb geb ich hier das Manifest wieder, erg&auml;nzt um ein paar Anmerkungen.</span><br /><br />von markus um 11:55 am Montag, 7. September 2009 | 31 Kommentare<br />Auf Initiative von Mario Sixtus hat sich eine Gruppe von Menschen in den vergangenen Wochen und Tagen im Netz vernetzt, um der Debatte &uuml;ber den &ldquo;Untergang des sogenannten Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo; und der latenten Internetfeindlichkeit in vielen Medien ein zeitgen&ouml;ssisches Manifest entgegen zu setzen: Das Internet-Manifest &ldquo;Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.&rdquo; <br /><br />1. Das Internet ist anders.<br />Es schafft andere &Ouml;ffentlichkeiten, andere Austauschverh&auml;ltnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien m&uuml;ssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realit&auml;t anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bek&auml;mpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verf&uuml;gung stehenden Technik den bestm&ouml;glichen Journalismus zu entwickeln &ndash; das schlie&szlig;t neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist ohne Zweifel richtig.</span><br /><br /><br />2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.<br />Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es &uuml;berwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Ver&ouml;ffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverst&auml;ndnis des Journalismus wird seiner Schl&uuml;ssellochfunktion beraubt &ndash; zum Gl&uuml;ck. Es bleibt nur die journalistische Qualit&auml;t, die Journalismus von blo&szlig;er Ver&ouml;ffentlichung unterscheidet.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist nur sehr bedingt richtig. Um sich in diesem so heterogenen Medium mit seinen tats&auml;chlich Millionen von Bloggern und anderen Autoren durchsetzen zu k&ouml;nnen, bedarf es mittlerweile doch herk&ouml;mmlicher Medienmacht, um mit entsprechenden Werbeaktionen und Erw&auml;hnungen wahrgenommen zu werden. Das hei&szlig;t, dass die Oligopole doch wieder zum Zug kommen, und ob die sich f&uuml;r Qualit&auml;t oder f&uuml;r das entscheiden, was sie gerne ausgesagt haben m&ouml;chten, ist die Frage. Die Qualit&auml;t hat dabei meines Erachtens die schlechteren Karten.<br /></span><br /><br />3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.<br />F&uuml;r die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt geh&ouml;ren Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverst&auml;ndlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienh&auml;user weiter existieren wollen, m&uuml;ssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu geh&ouml;ren die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuh&ouml;ren und Reagieren, auch bekannt als Dialog.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist schlicht falsch. Die Mehrheit der Menschen ist gerade einmal User und verf&uuml;gt meist nur irgendwie &uuml;ber einen Internetanschluss (der oftmals gerade einmal im Monat angeworfen wird). Aktiv mitwirkende User sind das also lange nicht zwingend und das Gros der Bev&ouml;lkerung, besonders der Teil ab 40, 45 Jahren, sitzt immer noch mehrheitlich vor der Glotze (und m&uuml;sste erst m&uuml;hsam hin zu aktivit&auml;t sozialisiert werden). Nat&uuml;rlich sollten die Medienh&auml;user darauf vorbereitet sein, dass die aktivere Userschaft w&auml;chst, aber erst einmal ist sie noch klein. Und ob sie sp&auml;ter wirklich aktiv und gestaltend wirken wird, ist noch sehr fraglich.<br /></span><br /><br />4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.<br />Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen ver&auml;ndert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gef&auml;hrden den freien Austausch von Informationen und besch&auml;digen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist als Forderung sehr richtig. Aber die Offenheit wird doch schon total eingeschr&auml;nkt, denken Sie nur an die Vorratsdatenspeicherung. Und was sollen erst Chinesen und Iraner sagen? De facto ist da schon nicht mehr viel Offenheit weltweit und es wird immer geschlossener werden.</span><br /><br /><br />5. Das Internet ist der Sieg der Information.<br />Bisher ordneten, erzwungen durch die unzul&auml;ngliche Technologie, Institutionen wie Medienh&auml;user, Forschungsstellen oder &ouml;ffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder B&uuml;rger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, w&auml;hrend Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschlie&szlig;en. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das stimmt, aber nur f&uuml;r sehr medienkundige Personen. Schlie&szlig;lich gibt es genug Schwachk&ouml;pfe und Fundamentalisten, die ebenso ungest&ouml;rt ihren Unsinn verbeiten k&ouml;nnen wie die Vern&uuml;nftigen: googeln Sie mal Kreationismus oder suchen Sie die &sbquo;Infoseiten&rsquo;  von NPD und &auml;hnlichen Organisationen auf. Und selbst da, wo es &sbquo;nur&rsquo; um weniger brisante Infos geht, muss der User lernen, welchen er vertrauen kann und welchen nicht, weil sie schlicht falsch oder unvollst&auml;ndig sind. Es muss sehr viel gelernt werden, um mit dem Netz umgehen zu k&ouml;nnen, und ob das &sbquo;der&rsquo; einzelne Mensch tut, darf bezweifelt werden.</span><br /><br /><br />6. Das Internet ver&auml;ndert verbessert den Journalismus.<br />Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu geh&ouml;rt die Darstellung der Information als sich st&auml;ndig ver&auml;ndernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unver&auml;nderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Aussch&ouml;pfen der neuen M&ouml;glichkeiten.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Gut, aber war das vorher wirklich anders? Information war immer schon ein &bdquo;sich st&auml;ndig ver&auml;ndernder fortlaufender Prozess&ldquo;. Das INternet erweiter die Akteure auf dem Schreibmarkt, aber ob das immer so gut ist? Viele schlechte Schreiber mit irrelevanten und redundanten Informationen diskreditieren die Internet-News-Erzeuger.<br /></span><br /><br /><br />7. Das Netz verlangt Vernetzung.<br />Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schlie&szlig;t sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch f&uuml;r die Online-Auftritte klassischer Medienh&auml;user.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Noch kennen wir uns haupts&auml;chlich durch Begegnungen, lassen Sie uns hoffen, dass es noch lange dabei bleibt. Links sind nat&uuml;rlich gut, aber man sollte die sogenannte virtuelle Realit&auml;t (die es nicht gibt, </span><span style="color:#B26D1A;"><a href="http://www.polyoinos.de//blog/start1_files/3c7edebebac3b0cbad4ff4a35d6d4a4d-112.html" rel="external" title="polyoinos blog:Es gibt nur eine (relevante) Realität">s. Blog vom 5.9.</a></span><span style="color:#B26D1A;">) nicht &uuml;berbewerten.<br /></span><br /><br />8. Links lohnen, Zitate zieren.<br />Suchmaschinen und Aggregatoren f&ouml;rdern den Qualit&auml;tsjournalismus: Sie erh&ouml;hen die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten &Ouml;ffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate &ndash; auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers &ndash; erm&ouml;glichen &uuml;berhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt sch&uuml;tzenswert.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Ja, aber es droht die &Uuml;bermacht der Masse. Suchmasschinen und Aggregatoren k&ouml;nnen genauso gut Quantit&auml;t statt Qualit&auml;t aggregieren und Referenzen durch Verlinkungen k&ouml;nnen organisiert werden, ohne dass es etwas mit Qualit&auml;t zu tun hat.</span><br /><br />9. Das Internet ist der neue Ort f&uuml;r den politischen Diskurs.<br />Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die &Uuml;berf&uuml;hrung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der &Ouml;ffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Ja, aber wer holt diejenigen mit ins Diskussionsboot, die sich noch vor dem Netz scheuen, wer gibt denen eine Stimme und sorgt daf&uuml;r, dass sie neben denen den Profibloggern auch geh&ouml;rt werden?</span><br /><br /><br />10. Die neue Pressefreiheit hei&szlig;t Meinungsfreiheit.<br />Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht f&uuml;r Berufsst&auml;nde oder technisch tradierte Gesch&auml;ftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit f&uuml;r jeden gelten, der zur Erf&uuml;llung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Gut. </span><br /><br /><br />11. Mehr ist mehr &ndash; es gibt kein Zuviel an Information.<br />Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut un&uuml;berpr&uuml;fter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklop&auml;disten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit f&uuml;hren &ndash; sowohl f&uuml;r den Einzelnen wie auch f&uuml;r die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Gut. Doch nicht genug damit. Die Informationsflut bedarf der st&auml;ndigen Diskussion. Um zu verhindern, dass bspw. Fundis und kreationistische oder faschistische Schreih&auml;lse allein durch Lautst&auml;rke gewinnen.<br /></span><br /><br />12. Tradition ist kein Gesch&auml;ftsmodell.<br />Mit journalistischen Inhalten l&auml;sst sich im Internet Geld verdienen. Daf&uuml;r gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Gesch&auml;ftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten L&ouml;sungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielf&auml;ltige Umsetzung zu investieren.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Der Bestandsschutz wird durch die Hintert&uuml;r kommen, indem die Mediemogule sich in alles einkaufen, was erfolgreich ist und alle Schreibenden kaufen, die Publikum haben. Es gilt hier vor allem, Unabh&auml;ngigkeit anzumahnen, die trotzdem zu Leben erm&ouml;glicht.</span><br /><br /><br />13. Im Internet wird das Urheberrecht zur B&uuml;rgerpflicht.<br />Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, &uuml;ber Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, &uuml;berholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschlie&szlig;en. Eigentum verpflichtet.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Ja, solange gesichert wird, dass die Urheber nicht zum Freiwild werden und von ihren Erzeugnissen auch noch leben k&ouml;nnen. Piraten sind nicht per se Befreier, oft klauen sie schlicht. </span><br /><br /><br />14. Das Internet kennt viele W&auml;hrungen.<br />Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit f&uuml;r Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuh&ouml;rers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang geh&ouml;rt seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien f&uuml;r Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Werbung allein wird nicht tragf&auml;hig sein, es sollte viel mehr Emphase auf die anderen journalistisch vertretbaren (!) Formen gelegt werden ... So es sie denn geben wird? </span><br /><br /><br />15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.<br />Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online m&uuml;ssen Texte, T&ouml;ne und Bilder nicht mehr fl&uuml;chtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitber&uuml;cksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist im Augenblick so. Fraglich ist, wer die Datenbanken auf Dauer beherrschen wird, damit Information wirklich lebendig bleibt. Schon jetzt wird &ndash; unprofessionell &ndash; gef&auml;lscht, etwa bei Politkern in Wikipedia. Wenn das gut gemacht wird, wird auch das Internet Geschichtsklitterungen so wenig verhindern k&ouml;nnen wie alle Medien vorher.</span><br /><br /><br />16. Qualit&auml;t bleibt die wichtigste Qualit&auml;t.<br />Das Internet entlarvt gleichf&ouml;rmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubw&uuml;rdig und besonders ist. Die Anspr&uuml;che der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erf&uuml;llen und seinen oft formulierten Grunds&auml;tzen treu bleiben. <br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Ein Publikum gewinnt auf Dauer aber auch nur, wer &uuml;berhaupt erst wahrgenommen wird. Und wahrgenommen zu werden, ist bei zunehmendem Angebot eher eine Frage der Marktmacht als der Qualit&auml;t. Hier ist der User gefragt, sich nicht abspeisen zu lassen! </span><br /><br /><br />17. Alle f&uuml;r alle.<br />Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts &uuml;berlegene Infrastruktur f&uuml;r den gesellschaftlichen Austausch dar: Die &ldquo;Generation Wikipedia&rdquo; wei&szlig; im Zweifel die Glaubw&uuml;rdigkeit einer Quelle abzusch&auml;tzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu &uuml;berpr&uuml;fen und zu gewichten &ndash; f&uuml;r sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesd&uuml;nkel und ohne den Willen, diese F&auml;higkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es m&ouml;glich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuh&ouml;rer oder Zuschauer nannte &ndash; und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">polyoinos: Das ist aber viel Vertrauen in die Recherchef&auml;hig- und -willigkeit der Generation Wikipedia, die heute schon den simpelsten F&auml;lschungen in eben dieser -pedia aufsitzt. Der Journalist f&uuml;r die Generation Wikipedia ist einer, der vor allem transparent dar&uuml;ber berichtet, wo er was her hat. Das erfordert einen neuen journalistischen Kodex und nicht simple Statements &uuml;ber angeblich kommunizierende Journalisten.<br /><br /><br />Das eigentlich nicht schlechte, nur &uuml;bertrieben optimistische und blau&auml;ugige Manifest stammt von diesen Menschen</span>:<br /><br />Markus Beckedahl <a href="http://www.netzpolitik.org/" rel="external">http://www.netzpolitik.org/</a>
Mercedes Bunz <a href="http://www.mercedes-bunz.de/" rel="external">http://www.mercedes-bunz.de/</a>
Julius Endert <a href="http://www.blinkenlichten.com/" rel="external">http://www.blinkenlichten.com/</a>
Johnny Haeusler <a href="http://www.spreeblick.com" rel="external">http://www.spreeblick.com</a>
Thomas Kn&uuml;wer <a href="http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/" rel="external">http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/</a>
Sascha Lobo <a href="http://www.saschalobo.com/" rel="external">http://www.saschalobo.com/</a>
Robin Meyer-Lucht <a href="http://www.berlin-institute.de/" rel="external">http://www.berlin-institute.de/</a>
Wolfgang Michal <a href="http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=66" rel="external">http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=66</a>
Stefan Niggemeier <a href="http://www.stefan-niggemeier.de" rel="external">http://www.stefan-niggemeier.de</a>
Kathrin Passig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig" rel="external">http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig</a>
Janko R&ouml;ttgers <a href="http://www.lowpass.cc/" rel="external">http://www.lowpass.cc/</a>
Peter Schink <a href="http://www.peter-schink.de/" rel="external">http://www.peter-schink.de/</a>
Mario Sixtus <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/" rel="external">http://www.elektrischer-reporter.de/</a>
Peter Stawowy <a href="http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy" rel="external">http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy</a>
Fiete Stegers <a href="http://www.netzjournalismus.de/" rel="external">http://www.netzjournalismus.de/</a><br /><br /><span style="color:#B26D1A;">Die Einw&uuml;rfe stammen von mir ...</span><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Es gibt nur eine (relevante) Realit&#xe4;t</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-09-05T11:46:43+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3c7edebebac3b0cbad4ff4a35d6d4a4d-112.html#unique-entry-id-112</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3c7edebebac3b0cbad4ff4a35d6d4a4d-112.html#unique-entry-id-112</guid><content:encoded><![CDATA[Ich las gerade den sch&ouml;nen kleinen Artikel "Virtuelle Freunde im digitalen Ozean" von Christian Ruch im "EZW Materialdienst" September 2009, in dem der Autor am Beispiel Facebook das Ph&auml;nomen sozialer Netzwerke diskutiert und unter anderem auch auf Realit&auml;t und die Bedingungen der Konstruktion von Realit&auml;t im Zeitalter der Vernetzung eingeht. Und an den ontologischen Betrachtungen (Ontologie = die Lehre vom Sein; die Lehre von dem, was ist) verhebt er sich, wie so viele.<br /><br />Ruch - selbst "begeisterter" Facebook-Nutzer, wie er schreibt - beobachtet klug, welche immer weiter zunehmende Bedeutung soziale Netzwerke  im privaten wie auch im &ouml;ffentlich-politischen Leben haben. Nur kann er es, wie der in Mediendingen hypertrophe Norbert Bolz und viele andere Intellektuelle und Wissenschaftler, nicht lassen, aus der Nutzung sogenannter virtueller Realit&auml;ten weitestgehende - und unhaltbare - ontologische Schl&uuml;sse zu ziehen.<br /><br />Am Beispiel von Facebook "zeigt sich", so Ruch, "einmal mehr, dass die Grenze zwischen Realit&auml;t und Simulation verschwimmt." <br />Ja, h&ouml;rt man immer wieder. <br />Ist auch nachvollziehbar. <br />Ist aber trotzdem falsch. <br /><br />Nicht eine ontologisch gegebene Grenze zwischen Realit&auml;ten verschwimmt, sondern allenfalls die Wahrnehmnung derselben - und dagegen kann man leicht etwas tun, wenn man denn will. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict1683-002810029_2.jpg" width="269" height="244" /><br /><span style="font-size:11px; ">Nicht an der Nase rumf&uuml;hren lassen!</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Aus einer zutreffenden Betrachtung der im Gehirn stattfindenden Informationsverarbeitung zieht Ruch den Schluss, dass die Unterscheidung zwischen Realit&auml;t und Simulation keinen Sinn mache, und das stimmt in ontologischer Hinsicht wiederum, da muss man ontologisxch nix unterscheiden, man muss nur den jeweiligen Status kennen, also wissen, was Simulation ist und wa snicht, um sich nicht zu verirren. Wurzlen tut dies aber alles in unserem schn&ouml;den ollen Universum. <br /><br />Es besteht die M&ouml;glichkeit der faktischen Existenz verschiedener Realit&auml;ten, aber die f&uuml;r uns physiologisch erfahrbaren, die Realit&auml;ten also, die wir sinnlich erfahren k&ouml;nnen, mit Auge, Ohr, Tastsinn, Zunge und Nase sind nur eine einzige Realit&auml;t. Fraglich ist sogar, ob wir geistig &uuml;berhaupt so ausgestattet sind, das wir gedanklich und praktisch mit multiplen Realit&auml;ten zurechtkommen k&ouml;nnten. Das aber f&uuml;r uns nur ein Universum da ist, das deshalb auch zurecht so hei&szlig;t, trifft auch f&uuml;r die von Computern erzeugten Pseudorealit&auml;ten zu.<br /><br />Das ist nat&uuml;rlich prosaischer und viel weniger geheimnisvoll als das Gerede von multiplen Realit&auml;ten und deren Auswirkung auf unsere Befindlichkeit. Dass es nur eine Realit&auml;t gibt, mit und in der wir agieren, ist eine Wahrheit, die einmal darzulegen gen&uuml;gt. Das aber macht es schwierig, Dutzende von Artikeln und B&uuml;cher zu schreiben. Raunt man hingegen wie Herr Bolz, "das Wirkliche verschmilzt mit seinem eigenen Bild", l&auml;sst sich trefflich multipublizieren. Besteht nur die Gefahr, die Theoreme durcheinander zu bekommen (Das Wirkliche? - hatten 'wir' Postmodernisten das nicht abgeschafft?), aber auch daraus gibt es immer einen publizistischen Ausweg.<br /><br />Die Wirklichkeit ist also "nicht mehr hinter den Bildern zu finden, sondern allein in ihnen", so wieder Bolz (dem Herrn ist, wie gesagt, schwer zu entkommen)? Das kann man jetzt nat&uuml;rlich so und so ausf&uuml;hren; sich mal auf ontologische Multiplizismen verlegen und mal  gesagt haben wollen, "dass die Medienwirklichkeit" unsere "Erfahrung und Weltwahrnehmung diktiert"; wobei ersteres Unsinn, letzteres aber gar nicht so falsch ist. Nur wie meinen 'wir' Postmodernisten es denn jetzt?<br /><br />Wir sollten uns zumindest erst einmal darauf einigen, dass es nur eine Realit&auml;t gibt, zu der wir Zugang haben und die zu uns Zugang hat (was schon alles &uuml;ber die Relevanz anderer Realit&auml;ten aussagt). Computer sind g&auml;nzlich von dieser Welt; die Programme, die auf ihnen laufen, sind von weltlichen Personen m&uuml;hsam von Hand geschrieben worden (IF, NOT, OR ...) und die virtuellen Welten von Facebook werden von weltlichen Personen bev&ouml;lkert. Und selbst wenn sich irgendwann eine KI darunter mischen sollte, dann ist auch die von weltlichen Personen zusammengebaut worden und zum weltlichen Bestandteil unserer einen Realit&auml;t geworden.<br /><span style="font-size:11px; "><br /></span></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_4060.jpg" width="452" height="140" /><span style="font-size:11px; "><br /></span><span style="font-size:10px; ">Jedis in Bochum? Ja, aber diese Fremden sind auch nur von hier.</span><span style="font-size:11px; "><br /><br /><br /></span></p><p style="text-align:left;">Selbst die unheimlichen Realit&auml;ten (den P&auml;dagogen unheimlich) von "World Of Warcraft" und "Herr der Ringe Online" sind schn&ouml;de, von weltlichen Personen erdachte Geschichten, deren Verwurzelung in uns weltlichen Menschen sogar besonders tief ist, leben sie doch in der Regel von den Mythen und Archetypen, die uns seit Jahrtausenden begleiten.<br /><br />Womit ich nicht sagen will, dass das alles unproblematisch w&auml;re. Das ist es keinesfalls: Datenschutz, Suchtgefahr, Mobbing, Missbrauch, Kriminalit&auml;t, &Uuml;berwachungsstaat - es gibt keine Gefahr oder Perversion, die es nicht auch in den Netzen g&auml;be.<br /><br />Nur eine Gefahr, die besteht bei Einsatz des gesunden Menschenverstandes nicht: Dass man sich in verschiedenen Realit&auml;ten verlieren (oder dorthin fliehen) k&ouml;nne. Ist auch besser so, wir sind mit der einen Wirklichkeit ja schon &uuml;berfordert.<br /><br /><br /><br /><span style="font-size:11px; "><br /></span></p>]]></content:encoded></item><item><title>RingCon 2009&#x2c; bin doch dabei</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-09-03T15:38:39+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/edcda0532710ec97162686ee6878f2e7-111.html#unique-entry-id-111</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/edcda0532710ec97162686ee6878f2e7-111.html#unique-entry-id-111</guid><content:encoded><![CDATA[Nun ist es amtlich, ich werde auf der <a href="http://www.ringcon.de" rel="external">RingCon 2009</a>, 2.-4.10., Bonn, Maritim Hotel, doch wieder mit dabei sein. W&auml;re ja auch zu schade, denn ich war bis jetzt ja bei jeder. Nur waren die Terminschwierigkeiten dieses Jahr echt kriminell.<br /><br />Deshalb schaffe ich es auch nur f&uuml;r den Samstag und muss am Sonntagmorgen vor Tau und Tag wieder los. Am Samstag werde ich wieder das Streitgepr&auml;ch moderieren, au&szlig;erdem trage ich &uuml;ber "Gewalt in der Fantasy" und "Fantasy, Sage, M&auml;rchen, Mythos - Gemeinsamkeiten und Unterschiede" vor.<br /><br />Bis bald in Bonn also!<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict0008.jpg" width="590" height="143" /><br /><span style="font-size:11px; ">RingCon 2005 (v. l.): Friedhelm Schneidewind, polyoinos, Dr. Christian Weichmann, Marc B. Lee, Sandy Velten<br /><br /><br /><br /></span></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neuer Tolkien-Artikel in 2010</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-08-26T09:48:24+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3181eef2d8b03f7e4db1f2edbd9efa60-110.html#unique-entry-id-110</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3181eef2d8b03f7e4db1f2edbd9efa60-110.html#unique-entry-id-110</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern kamen die Druckfahnen eines Artikels &uuml;ber Tolkiens Leben und Werk, den ich 2010 in einem Buch von <a href="http://www.charlotte-kerner.de/" rel="external">Charlotte Kerner</a> ver&ouml;ffentliche. Ich erz&auml;hle darin - ganz unwissenschaftlich -  &uuml;ber Tolkien, und ich denke, man kann diesen Artikel uneingeschr&auml;nkt zum besseren Kennenlernen des &bdquo;Autors des [letzten] Jahrhunderts&ldquo; empfehlen. Wie auch die anderen Arbeiten &uuml;ber bekannte Phantasten:<br /><br />Charlotte Kerner hat f&uuml;r Beltz & Gelberg n&auml;mlich eine Reihe von Experten versammelt, die Leben und Werk ber&uuml;hmter Autoren aus Fantasy, SF und Horror vorstellen. Marcel Feige schreibt &uuml;ber Stephen King (ES, Dark Tower, Friedhof der Kuscheltiere u.v.m.), Bernd Flessner &uuml;ber Stanislaw Lem (Solaris, Also sprach GOLEM), J&uuml;rgen Seidel &uuml;ber Bram Stoker (Dracula), Anja St&uuml;rzer &uuml;ber Mary Shelley (Frankenstein), Charlotte selbst &uuml;ber Philip K. Dick (Blade Runner, Minority Report u.v.m.) und ich eben &uuml;ber den Professor.  <br /><br />Das Buch, dessen Titel noch nicht feststeht, wird 2010 erscheinen, und das werde ich nat&uuml;rlich hier (und auf <a href="http://twitter.com/polyoinos" rel="external">Twitter</a> sowie andernorts) &sbquo;erw&auml;hnen&lsquo;.<br /><br />Aonsonsten ist es hier zu ruhig im Blog, ich wei&szlig;. Aber der Sommer war hektisch. Dann klarte es anfangs des Monats auf und ich begann mit den ersten Vorarbeiten f&uuml;r eine Einf&uuml;hrung in die Science Fiction, &auml;hnlich meines <a href="../Phantastik/fantasy_buch.html" rel="external" title="Fantasy. Einführung">&bdquo;Fantasy. Einf&uuml;hrung&ldquo;</a>. Doch in den letzten zehn Tagen gab es eine ganze Reihe von sch&ouml;nen Auftr&auml;gen, teils recht umfangreicher Art, die mich jetzt erst einmal bis Ende Oktober besch&auml;ftigen werden (ich werde mich aber bem&uuml;hen, h&auml;ufiger zu bloggen als Juli/August). Darunter &uuml;brigens ein Lektorat der n&auml;chsten 1 200 Seiten Void-Trilogie von Peter Hamilton - die ersten 100 Seiten sind schon mal sehr vielversprechend.<br /><br />M&ouml;ge der Balrog mit mir sein ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_3132.jpg" width="344" height="322" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Weisheiten ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-08-01T11:16:58+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c97b6a891eeda44f45f34d3e49acb375-109.html#unique-entry-id-109</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c97b6a891eeda44f45f34d3e49acb375-109.html#unique-entry-id-109</guid><content:encoded><![CDATA[Nach Jahren des Studiums eines alten tibetanischen Dialekts bin ich nun soweit, dass ich das Buch eines Weisen aus dem Himalaya zu &uuml;bersetzen vermag. Da es jedoch auf uralte, br&uuml;chige Yak-Haut t&auml;towiert wurde, ist es nicht m&ouml;glich, mehr als eine Weisheit pro Tag zu entziffern - das Kunstwerk w&uuml;rde zu sehr leiden. Aus diesem Grund ver&ouml;ffentliche ich diese wertvollen Einsichten einmal t&auml;glich auf Twitter. Wenn Sie mir folgen m&ouml;chten: <a href="http://twitter.com/polyoinos" rel="external">http://twitter.com/polyoinos</a>.<br /><br />Die Spr&uuml;che schreibe ich wegen des gro&szlig;en weltweiten Interesses auf Englisch. Aber Sie wissen ja, die asiatischen Weisheiten verbl&uuml;ffen durch ihre Schlichtheit, so dass keine gro&szlig;artigen Englischkenntnisse n&ouml;tig sind, um diese Perlen der Einsicht zu verstehen.  <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict2204.jpg" width="384" height="351" /><br /><span style="font-size:11px; ">Auf diesem Stumpf verbrachte der Weise 17 Jahre meditierend<br /><br /></span></p><p style="text-align:left;">btw: Au&szlig;erdem unterhalte ich jetzt einen Facebook-Account, auf dem ich &ouml;fters k&uuml;rzere Neuigkeiten poste: <a href="http://www.facebook.com/frank.weinreich" rel="external">www.facebook.com/frank.weinreich</a><span style="font-size:11px; "><br /></span></p><p style="text-align:center;"><span style="font-size:11px; "><br /><br /><br /></span></p>]]></content:encoded></item><item><title>Gewalt in Fantasy - Untersuchung auf Deutsch online</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-07-31T12:19:41+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e29db1baa13d1ead5a9b92725aefc12b-108.html#unique-entry-id-108</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e29db1baa13d1ead5a9b92725aefc12b-108.html#unique-entry-id-108</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem ich auf dem Elbenwaldspektakel und dem Tolkien-Thing die Ergebnisse der Inhaltsanalyse von &bdquo;Der Herr der Ringe&ldquo; schon zwei Mal auf Deutsch vorgetragen habe (die erste Ver&ouml;ffentlichung war ja auf Englisch, <a href="../tolk_stuff/violence_lotr.html" rel="external" title="Violence in Lord of the Rings, an Analysis of Content">hier</a>) ist die Ausz&auml;hlung, wie viel Gewalt HdR nun wirklich enth&auml;lt, <a href="../tolk_stuff/gewalt_hdr.html" rel="external" title="Gewalt in der Fantasy - Beispiel &#34;Der Herr der Ringe&#34;">auch auf Deutsch online</a>.<br /><br />Der Artikel ist zudem gegen&uuml;ber der englischen Fassung etwas erweitert. Ich habe ein paar der Zahlen gestrichen und daf&uuml;r einige allgemeine &Uuml;berlegungen zur Gewaltdarstellung im Genre Fantasy hinzugef&uuml;gt. Schauen Sie ruhig noch einmal rein, auch wenn Sie den englischen Artikel schon kennen.<br /><br />Zur Erinnerung: Es ist erstaunlich, mit wie wenig Gewalt Tolkien auskommt (das Buch; Jackson mit seiner Verfilmung ist was gaaanz anderes)! Weniger als 10 Prozent des Textes enth&auml;lt direkte, lebhafte Gewaltdarstellungen, und wenn man es auf medial wirksame Gewalt reduziert, sind es sogar unter 5 Prozent.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_3137.jpg" width="476" height="317" /><br />Gewaltt&auml;tige Balrogs sind ziemlich selten ...<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Nedas Tod - ersch&#xfc;tterndes Interview mit dem Ersthelfer</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-06-26T13:14:45+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bc56a13d54697a08929a702c98cf3c49-107.html#unique-entry-id-107</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bc56a13d54697a08929a702c98cf3c49-107.html#unique-entry-id-107</guid><content:encoded><![CDATA[Auch wenn ich bisher nichts dar&uuml;ber geschrieben habe, verfolge ich die Ereignisse im Iran nat&uuml;rlich mit sehr viel Anteilnahme. Auch jetzt m&ouml;chte ich gar nicht viel selbst dar&uuml;ber sagen. Aber die BBC hat gestern ein Interview ausgestrahlt, das f&uuml;r sich selbst spricht.<br /><br />Sie werden von dem Tod der jungen Neda Agha-Soltan geh&ouml;rt haben, die von iranischen Milizen daf&uuml;r erschossen wurde, dass sie friedlich an einer Demonstration teilnahm. Sie werden auch die Bilder in den Medien gesehen haben, auf denen eine junge Frau zu sehen ist, die auf dem Boden liegt, und zwei M&auml;nner, die sich &uuml;ber sie beugen, um ihr zu helfen. <br /><br />Einer der beiden - ein Arzt, der Neda gar nicht kannte - konnte am Mittwoch aus dem Iran fliehen und hat der BBC ein 20-min&uuml;tiges Interview gegeben, das ich f&uuml;r absolut authentisch halte und das auch die letzten Zweifel an der Echtheit der Handyvideos (es gibt zwei) ausr&auml;umen sollte.<br /><br />Es ist ersch&uuml;tternd, was Arash Hejazi dort berichtet, und ich m&ouml;chte meinen kleinen Beitrag dazu leisten, das dies Video weiterverbreitet wird:<br /><br /><code><object width="512" height="400"><param name="movie" value="http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param  name="allowScriptAccess" value="always"></param><param name="FlashVars"  value="config_settings_language=default&config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8110000/8119600/8119658.xml&config_settings_showUpdatedInFooter=true&config_settings_showFooter=true&config_settings_showPopoutButton=false&config_settings_showPopoutCta=false"></param><embed src="http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="512" height="400"  FlashVars="config_settings_language=default&config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8110000/8119600/8119658.xml&config_settings_showUpdatedInFooter=true&config_settings_showFooter=true&config_settings_showPopoutButton=false&config_settings_showPopoutCta=false"></embed></object></code><br /><br />Danke f&uuml;rs Anschauen!<br />    Frank<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Mythos&#x2c; Sage&#x2c; M&#xe4;rchen&#x2c; Fantasy ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-06-23T22:50:30+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2aac36e12458504d102287d33d096ccb-106.html#unique-entry-id-106</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2aac36e12458504d102287d33d096ccb-106.html#unique-entry-id-106</guid><content:encoded><![CDATA[... deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede behandelte ein Vortrag, den ich vor zwei Wochen auf dem Elbenwaldspektakel erstmals hielt.<br /><br />Nun habe ich es geschafft, den Vortrag etwas aufzubereiten und zu ver&ouml;ffentlichen. &Uuml;ber Feedback und Verlinkungen freue ich mich sehr, wie immer steht <a href="../Phantastik/Phantastik/myth_maer.html" rel="self" title="Mythos, Sage, Märchen, Fantasy - Gemeinsamkeiten und Unterschiede">der Text des Vortrages</a> unter Creative Commons License und kann von Ihnen bei Nennung von Quelle und Verfasser gerne weiterverwendet werden.<br /><br />Da ich bei diesem Vortrag daran gedacht habe, mein Aufnahmeger&auml;t einzuschalten, steht auch eine <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="Audio-Dateien">Audioversion</a> zur Verf&uuml;gung.]]></content:encoded></item><item><title>Intuition und Kreativit&#xe4;t</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-06-17T12:59:18+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bc7ddc7ef3ace5bf73f9b3200cbe2de6-105.html#unique-entry-id-105</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bc7ddc7ef3ace5bf73f9b3200cbe2de6-105.html#unique-entry-id-105</guid><content:encoded><![CDATA[Wie wohl jeden Kreativen fragen mich auch immer wieder Menschen: &bdquo;Wo holst Du das eigentlich alles her?&ldquo; Intuition ist wohl die passende Antwort auf diese Frage, denn ich h&ouml;re oft einfach darauf, was mir, woher auch immer, in die Gedankenwelt steigt. Zu einem Gro&szlig;teil hole ich &bdquo;das alles&ldquo; zwar &uuml;ber harte Arbeit &bdquo;her&ldquo;, indem ich recherchiere und daraus dann Texte zusammenstelle. Zumindest funktioniert das so bei allen Sachtexten und Auftragsarbeiten. Aber die fiktionalen Texte speisen sich zwar aus einer ganz guten Allgemeinbildung und umfangreicher Lese- und sonstiger Erfahrungen, doch dann sprudeln sie einfach heraus. <br /><br />Nehmen Sie zum Beispiel die <a href="../tolk_stuff/tolk_story.htm" rel="external" title="Sensation!">Geschichte von dem franz&ouml;sischen Arch&auml;ologen</a>, der den Ring wieder entdeckt; die entstand in vier Stunden, in denen ich einfach runterschrieb, was mir in den Sinn kam. Oder das M&auml;rchen von <a href="../stories/oehrlein.html" rel="external" title="Einöhrlein, Zweiöhrlein und Dreiöhrlein">&bdquo;Ein&ouml;hrlein, Zwei&ouml;hrlein und Drei&ouml;hrlein&ldquo;</a>. Dessen Grundidee entstand in einem Workshop, aber die erz&auml;hlte ich nur abends kurz beim Bier. Einen Tag sp&auml;ter kam es zu einer spontan organisierten Lesung, f&uuml;r die ich keine passende Geschichte hatte. Es waren zwei Stunden Zeit, eine zu schreiben: Die &Ouml;hrlein haben dann das Licht der Welt in 40 Minuten erblickt.<br /><br />Danach hatte ich weder Zeit Korrektur zu lesen oder gar am Text zu feilen. Es war sogar so, dass ich ihn nicht einmal mehr lesen konnte und dass das erste Lesen sofort vor Publikum stattfand. Daf&uuml;r war es ein gro&szlig;artiger Erfolg und ich musste mehrfach unterbrechen, weil das Lachen einfach nicht abebben wollte.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict3131.jpg" width="308" height="231" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Beim Lesen bemerkte ich erst, wie viele Dinge eigentlich in der Geschichte steckten. Klar, die Handlung war schon durchdacht, das Schicksal der drei Protagonisten &uuml;berlegt und das Ende geplant. Dass aber praktisch jeder zweite Satz einen mehr oder weniger feinen Witz enthielt, das war mir beim Schreiben gar nicht aufgefallen. Die &bdquo;au&szlig;erordentliche Ruhe&ldquo; am Anfang der Story, die besondere Form des &bdquo;Tuschelns&ldquo;, das &bdquo;satte R&uuml;lpsen&ldquo;, die beim Vorlesen ununterscheidbare Wiederholung &bdquo;Drei&ouml;hrlein&ldquo; und &bdquo;seine drei &Ouml;hrlein&ldquo; &ndash; das kam alles intuitiv aufs Papier. Auch die &Uuml;bernahme von m&auml;rchentypischen repetitiven und kettenhaften Momenten war zwar gewollt, floss aber von alleine in den Text.<br /><br />Nun ist die Entstehung dieses kleinen M&auml;rchens auch f&uuml;r mich ein Extrembeispiel an Schreiberfahrung gewesen, das aber doch nicht so unterschieden von meinem sonstigen Erleben ist. St&auml;ndig staune ich beim Korrekturlesen eigener Texte, was sich dort alles an ungeplanten Kleinigkeiten findet und die Aussage oder Absicht eines Textes gut, manchmal perfekt, unterst&uuml;tzt, ohne dass es in der Form zuvor ausgedacht worden war. Erkl&auml;ren kann ich mir das nur durch Intuition und die Kraft des Unterbewusstseins. <br /><br />Der langen Rede kurzer Sinn ist, dass ich Sie durch den kleinen Erfahrungsbericht ermuntern m&ouml;chte, dies auch in Ihrem Schaffen zuzulassen. H&ouml;ren Sie auf das, was aus Ihnen herausdr&auml;ngt und lassen Sie es zu. Zumindest dann, wenn Sie kreativ sind, denn falsch und richtig gibt es dabei nicht. Was Sie dann doch nicht vertreten k&ouml;nnen, k&ouml;nnen Sie ja immer noch wieder streichen. Wenn Sie es aber gar nicht erst rauslassen, haben Sie vielleicht manche Perle verschluckt ... w&auml;re doch schade, oder?<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Zwei M&#xe4;rchen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-06-15T12:29:49+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6298a74c1dd926da6847f1eb3bd5b810-104.html#unique-entry-id-104</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6298a74c1dd926da6847f1eb3bd5b810-104.html#unique-entry-id-104</guid><content:encoded><![CDATA[Schade, gerade ist das Elbenwaldspektakel 2009 zu Ende gegangen und nun hei&szlig;t es wieder ein Jahr zu warten ... Aber gut ist, dass ich Ihnen nun zwei &bdquo;Kinder&ldquo; des Spektakels pr&auml;sentieren kann - zwei M&auml;rchen, die auf Burg Bilstein in diesen drei Tagen entstanden.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict3085.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Das M&auml;rchen <a href="../stories/phoenix.html" rel="self" title="Der Vogel Phönix, neuerzählt">&bdquo;Der Vogel Ph&ouml;nix&ldquo;</a> ist eine Nacherz&auml;hlung der gleichnamigen Geschichte von Hans-Christian Andersen. In ihr zeigt er, welchen Wert, aber auch welche Kraft menschliche Kreativit&auml;t hat. Da das auch heute noch gilt, habe ich die Erz&auml;hlung auf unsere Zeit erweitert Von der Urauff&uuml;hrung des M&auml;rchens bei der Lagerfeuerlesung, gibt es &uuml;brigens eine <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="Audio-Dateien">Audio-Datei</a> zum Download. <br /><br />Aus einem wunderbaren Workshop von <a href="http://www.nebelriss.de/" rel="external">Markolf Hoffmann</a> ist die <a href="../stories/oehrlein.html" rel="external" title="Einöhrlein, Zweiöhrlein und Dreiöhrlein">&bdquo;M&auml;r von Ein&ouml;hrlein, Zwei&ouml;hrlein und Drei&ouml;hrlein&ldquo;</a> hervorgegangen. Davon gibt es leider keine Audio-Datei. Oder sollt eich sagen: &bdquo;Zum Gl&uuml;ck!&ldquo; Denn Publikum und - leider - auch Vorleser haben dabei teilweise so gelacht, dass die Lesung immer wieder unterbrochen werden musste. Aber wenigstens hatten wir einen Riesenspa&szlig; ... ich hoffe, Ihnen gef&auml;llt es auch.<br /><br />Die beiden Vortr&auml;ge werde ich noch ein wenig aufbereiten, aber in ein paar Tagen sind sie dann auch online. Achten Sie einfach auf den Blog.<br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Jetzt auch Audio</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-06-15T12:19:02+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/640170a5cda58ed52409016b240a4b21-103.html#unique-entry-id-103</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/640170a5cda58ed52409016b240a4b21-103.html#unique-entry-id-103</guid><content:encoded><![CDATA[Mit dem heutigen Tag beginne ich, ganz sukzessive Audio-Dateien von Geschichten und Aufs&auml;tzen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Leider kann ich Ihnen nur mich als Leser anbieten, und ich habe keine Sprecherausbildung genossen, aber zumindest spreche ich gut verst&auml;ndlich. Falls Sie also Lust haben, mir zu lauschen und/oder die Augen zu schonen, <a href="../(null)/(null)" rel="external" title="Audio-Dateien">lade ich Sie herzlich zum Download ein</a>; ich verspreche, mich auf Ihrem iPod zu benehmen ...<br /><br />Den Anfang machen drei St&uuml;cke, die ich auf dem Elbenwaldspektakel des letzten Wochenendes gelesen habe. Das M&auml;rchen <a href="../stories/phoenix.html" rel="external" title="Der Vogel Phönix, neuerzählt">&bdquo;Der Vogel Ph&ouml;nix&ldquo;</a>, eine leicht gek&uuml;rzte Fassung der Horrorstory <a href="../stories/glockenschlaege.html" rel="external" title="12 Glockenschläge">&bdquo;12 Glockenschl&auml;ge&ldquo;</a> sowie der Vortrag &uuml;ber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von <a href="../Phantastik/Phantastik/myth_maer.html" rel="external" title="Mythos, Sage, Märchen, Fantasy - Gemeinsamkeiten und Unterschiede">Mythos, Sage, M&auml;rchen und Fantasy</a>.<br /><br />Ich werde jetzt nicht anfangen, meine Arbeiten systematisch zu vertonen, sondern nur Aufnahmen herstellen, wenn ich Lesungen mache. Die Audiosammlung wird also langsam wachsen. Aber ich werde jedes neue St&uuml;ck im Blog ank&uuml;ndigen. Abonnieren Sie doch einfach den RSS-Feed rechts, dann bleiben Sie dran ...<br /><br /><p style="text-align:center;">Made with:<br /><a href="http://audacity.sourceforge.net/" rel="external"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/audacity-logo-r_50pct.jpg" width="253" height="100" /></a><br />Unterst&uuml;tzen Sie freie Software.</p>]]></content:encoded></item><item><title>Regel&#xe4;nderung beim Deutschen Phantastik Preis - schade&#x21;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-06-06T21:12:57+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b6b4600195e94a1185079b8b3b374d11-102.html#unique-entry-id-102</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b6b4600195e94a1185079b8b3b374d11-102.html#unique-entry-id-102</guid><content:encoded><![CDATA[Unter <a href="http://www.deutscher-phantastik-preis.de/" rel="external">www.deutscher-phantastik-preis.de</a> ist jetzt wieder die Vorrunde dieses wichtigen Publikumspreises er&ouml;ffnet. Mit einer Regel&auml;nderung, die ich sehr schade finde, allerdings.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Der Deutsche Phantastik Preis ist ein Preis, der vom Publikum vergeben wird, von Ihnen allen. Das ist zwar nicht ganz unproblematisch, da die Autorinnen und Graphiker mit dem gr&ouml;&szlig;ten Fankreis den Preis vielleicht auch abr&auml;umen, ohne dass ihr Werk wirklich so herausragend war. Aber es ist doch eine ehrliche &Auml;u&szlig;erung der Begeisterung, die da durchschl&auml;gt.<br /><br />Bis zum letzten Jahr wurden in einer Vorrunde alle m&ouml;glichen Vorschl&auml;ge gesammelt und die am meisten genannten Werke dann in einer Hauptrunde zur Abstimmung gestellt. Dieses Jahr hat eine Jury - von der auf der Site nicht ersichtlich ist, wer das war und was sie qualifizierte - in jeder Kategorie Vorschl&auml;ge gemacht, von denen man je Kategorie einen ausw&auml;hlen kann. In der letzten Zeile ist dann ein Textfeld, das auch die Nennung nichtjuryverlesener K&uuml;nstler und Schriftsteller erlaubt. Es ist also immer noch alles m&ouml;glich.<br /><br />Aber ist nicht zu erwarten, dass die Vorauswahl das Ergebnis ganz stark bestimmen wird? Wer hat schon Ideen f&uuml;r alle Kategorien? Klar, man kann Kategorien offenlassen. Aber wenn da ein Name ist, der einem etwas sagt, neigt man dazu, den zu nehmen. Eine Autorin, deren vorletztes Buch man mochte, und die man dann w&auml;hlt, obwohl man das zur Wahl stehende nicht kennt? Aus der Sozialforschung ist bekannt, dass derartige Pr&auml;judizierungen die Befragten ganz stark leiten.<br /><br />Bemerkenswert ist &uuml;brigens in zumindest einem Fall, wer nicht auf der Liste steht. <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/deutsche-tolkien-gesellschaft/hither-shore/" rel="external">Hither Shore</a>, das Jahrbuch der Deutschen Tolkiengesellschaft, hat den DPP 2006 und 2008 gewonnen und es ist auch 2008 wieder ein Buch erschienen, das man dieses Jahr w&auml;hlen kann. Die Jury fand es aber offensichtlich nicht wichtig genug, den Vorjahressieger zu ber&uuml;cksichtigen ...<br /><br />Ich appelliere ganz offen, doch bitte nur die Werke zu w&auml;hlen, die man auch kennt. Echte Fans werden die Werke ihrer Autoren und Grafiker ja auch genossen haben. Aber nicht einfach XXXX w&auml;hlen, weil der 2001 mal ein nettes Buch rausgebracht hat. Das nimmt vielen K&uuml;nstlern eine Chance, die nicht so bekannt sind wie XXXX, der vielleicht mit seinem letztj&auml;hrigen Buch gar nicht mehr so toll war wie fr&uuml;her. <br /><br />Eines noch: Was die Kategorie Bestes Sekund&auml;rwerk angeht: Hither Shore, Band 4, Tolkiens Kleinere Werke, k&ouml;nnen Sie nat&uuml;rlich w&auml;hlen, obwohl die Jury es nicht so toll fand. Besser aber noch ist das unerfindlicherweise auch nicht auf der Liste stehende: &bdquo;Friedhelm Schneidewind: Mythologie und phantastische Literatur. Oldib-Verlag Essen, 2008&ldquo; - einfach bestellen, lesen, w&auml;hlen. Danke sch&ouml;n! <br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Gedanken &#xfc;ber den Kampfsport</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-05-21T18:42:51+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f6e3c3a00544f9797682fc83194165ea-101.html#unique-entry-id-101</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f6e3c3a00544f9797682fc83194165ea-101.html#unique-entry-id-101</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem ich nun seit drei Jahren wieder intensiv asiatische Kampfk&uuml;nste betreibe, habe ich auch begonnen, Gedanken &uuml;ber die Kampfk&uuml;nste auf der neu eingerichteten Site <a href="http://www.gohshinkan.de" rel="external">www.gohshinkan.de</a> meine Freundes und Kampfkunst-Lehrers Uwe Hasenbein zu ver&ouml;ffentlichen, die sich mit dem Wesen dieser K&uuml;nste besch&auml;ftigen. Das Ziel ist insbesondere, zu zeigen, dass diese K&uuml;nste wenig mit Gewalt, besonders gegen andere Menschen, zu tun haben, aber ganz viel mit dem Kampf mit sich selbst und um das Gelingen des eigenen Lebens.<br /><br />Die Seite Gohshinkan.de, die anl&auml;sslich der Gr&uuml;ndung eines neuen Schwertkampfstiles durch Uwe eingerichtet wurde, enth&auml;lt schon jetzt eine ganze Reihe von Texten &uuml;ber das Wesen und die Philosophie der Kampfk&uuml;nste und wird im Laufe der Zeit sicherlich noch anwachsen. Auch ich werde weiterhin dort publizieren - legen Sie sich doch einfach ein Lesezeichen an, und besuchen Sie uns dort ab und zu.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/img_3601.jpg" width="306" height="204" /><br /><span style="font-size:11px; ">(Foto: Uwe Schwesig)</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass die Kampfk&uuml;nste sehr kritisch beurteilt werden. Die mehr oder weniger offen ausgesprochene Kritik l&auml;uft darauf hinaus, dass die Aus&uuml;bung der Kampfk&uuml;nste brutalisiere und dass die Kampfk&uuml;nste selbst Gewalt verherrlichten. Schade, dass dies immer noch in so vielen K&ouml;pfen steckt, obwohl alle traditionellen Kampfk&uuml;nste eine Philosophie vertreten, die auf Gewaltvermeidung hinausl&auml;uft. <br /><br />Der Gr&uuml;nder des Gohshinkan Ryu, Shihan Sensei Uwe Hasenbein, fasst die den Kampfk&uuml;nsten unterliegenden Gedanken pr&auml;gnant, leicht verst&auml;ndlich und in aller m&ouml;glichen K&uuml;rze zusammen. Ich empfehle Ihnen, sich die Zeit zu nehmen, www.gohshinkan.de einmal zu besuchen und die Gedanken auf sich wirken zu lassen. Und zwar auch dann, wenn Sie mit dem Kampfsport gar nichts am Hut haben, denn die dort vermittelte Haltung hilft in allen Lebenszusammenh&auml;ngen, &Uuml;bersicht, Ruhe, Gelassenheit und Frieden zu bewahren.<br /><br />Meine beiden ersten Beitr&auml;ge zu Gohshinkan sind &Uuml;berlegungen zum <a href="http://www.gohshinkan.de/GOHSHINKAN/Vom_Kampf.html" rel="external">Wesen des Kampfes</a>, die Uwe und ich gemeinsam verfasst haben, sowie ein kurzer Beitrag &uuml;ber die &sbquo;lohnenden Schwierigkeiten&rsquo;, die sich beim <a href="http://www.gohshinkan.de/GOHSHINKAN/Sifu_Dr._Frank_Weinreich.html" rel="external">Erlernen von Qi Gong und Tai Chi Chuan</a> ergeben.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/haende_bokken_500x197.jpg" width="295" height="117" /><br /><span style="font-size:11px; ">(Foto: Uwe Schwesig)</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Obama und die Folterfotos - ein ethischer Exkurs</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-05-15T09:00:43+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d9211b48468c7ff32fb6921010bad4e4-100.html#unique-entry-id-100</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d9211b48468c7ff32fb6921010bad4e4-100.html#unique-entry-id-100</guid><content:encoded><![CDATA[Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik? Den bringt uns gerade der Pr&auml;sident der USA wieder nahe und das finde ich sehr interessant. <br /><br />Barack Obama hat also die Ver&ouml;ffentlichung <em>weiterer</em> Folterfotos aus Abu Ghoreib und anderen Lagern untersagt. Und die Gutmenschen dieser Welt pr&uuml;geln jetzt auf ihn ein. Die amerikanische B&uuml;rgerrechtsvereinigung ACLU steckt Obama jetzt sogar mit Ex-Pr&auml;sident Bush in einen Sack und behauptet, er mache sich damit mitschuldig an den Folterdelikten.<br /><br />Der Mitbegr&uuml;nder der Soziologie Max Weber (1864-1920) h&auml;tte das sicherlich als Beispiel aufgegrifffen, w&uuml;rde er seine ber&uuml;hmte Schrift &bdquo;Was ist Politik?&ldquo; heute verfassen. Darin geht es unter anderem um die gegens&auml;tzlichen Paare Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Was Obama betreibt ist Verantwortungsethik, was die Kritiker aber von ihm verlangen ist ein Handeln nach den Grunds&auml;tzen der Gesinnungsethik.<br /><br />Die Situation ist so, dass bekannt ist, dass die USA in ihrem sogenannten Krieg gegen den Terror selbst zu Terroristen geworden sind und unter anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch das Folterverbot in hohen Fallzahlen missachtet haben. Beweise gibt es daf&uuml;r zuhauf, unter anderem auch zahlreiche publik gewordene Fotodokumente. Das ist gut so! Und ungemein wichtig, denn es zeigt, dass auch eine Supermacht zumindest nicht unerkannt mit  so schweren Verbrechen davon kommt.<br /><br />Jetzt verweigert der derzeitige Pr&auml;sident der USA also die Ver&ouml;ffentlichung weiterer Folterfotos und verhindert damit die l&uuml;ckenlose Information der Welt&ouml;ffentlichkeit.  Die Gesinnungsethik besagt nun, dass eine ethisch gebotene Handlung in jedem Fall durchgef&uuml;hrt werden muss, egal, was sich daraus f&uuml;r Konsequenzen ergeben. Obama muss nach gesinnungsethischer Anforderung alle Fotos auf den Tisch legen. Die Gesinnungsethik gibt klare, unmissverst&auml;ndliche Anweisungen und erlaubt keinerlei Wischiwaschi.<br /><br />Die Verantwortungsethik hingegen fragt nach den Konsequenzen einer ethisch gebotenen Handlung. Im Fall Folterfotos ist auch f&uuml;r die Verantwortungsethik klar, dass das Gebot lautet: Publik machen! Aber, so fragt diese Ethik weiter, was w&uuml;rde dann passieren? Obamas Antwort lautet, das Ansehen der USA w&uuml;rde weiter sinken, sein Kurs der weltweiten Bem&uuml;hungen um eine friedlichere Welt w&uuml;rde torpediert, in direkter Konsequenz w&uuml;rde es zu weltweitem Aufruhr kommen, der h&ouml;chstwahrscheinlich in zus&auml;tzliche terroristische Angriffe m&uuml;nden w&uuml;rde, die eine unabsehbare Zahl von Menschen, US-Amerikaner und andere, das Leben kosten w&uuml;rde. Also h&auml;lt er die Bilder unter Verschluss.<br /><br />Was ist richtig? Die Gesinnungsethik ist so sch&ouml;n eindeutig ... und so lebensfremd. Gesinnungsethik - das ist beispielsweise das Gebot, immer und unbedingt <em>nicht</em> zu l&uuml;gen. Nie halbwahre Komplimente machen, keine Notl&uuml;gen, keine Ausfl&uuml;chte und den Chef ungeschminkt auf seine Dummheit und Ungerechtigkeit hinweisen. Oder, extremer gesagt, wenn man 1943 einen versteckten Juden im Keller sitzen w&uuml;sste, auf entsprechende Fragen der Gestapo wahrheitsgem&auml;&szlig; zu antworten ...<br /><br />Die Verantwortungsethik ist dagegen ein wenig schmuddelig. Sie laviert immer so ein bisschen herum, macht Ausfl&uuml;chte, l&auml;sst F&uuml;nfe gerade sein und erlaubt Ungerechtigkeiten. Sie l&auml;sst sich auch leicht missbrauchen (&bdquo;Klar verschweige ich meine Aff&auml;re, meine frau w&uuml;rde mich verlassen und ewas w&auml;re dann mit den Kindern?&ldquo;. Aber sie bel&uuml;gt auch die Gestapo und rettet den Juden.<br /><br />Was ist richtig? Im Falle Folterfotos ist es so, dass die Welt wei&szlig;, was die USA getan hat. Sie wei&szlig; auch wie es aussieht, was die USA und ihre Unterst&uuml;tzer in Irak, Polen und anderswo getan haben, denn es wurden hunderte von Fotos mit Folterbeweisen ver&ouml;ffentlicht. <br /><br />Wenn uns jetzt ein paar hundert mehr verborgen bleiben, dann werden sich Presse und NGOs noch bis sch&auml;tzungsweise n&auml;chsten Dienstag dar&uuml;ber aufregen, dann ist die Sache gegessen - gegessen allerdings ohne, dass <em>vergessen</em> w&uuml;rde, dass die USA gefoltert haben. Es wird ja nichts Grunds&auml;tzliches vertuscht, sondern nur weitere Details. Daf&uuml;r bleiben ein paar Dutzend Selbstmordattent&auml;ter vielleicht zuhause und eine ganze Reihe Kalaschnikows unbenutzt.<br /><br />Die Verantwortungsethik ist dem menschlichen Verhalten einfach angemessener als die Gesinnungsethik. Es gibt keine absolute Gerechtigkeit und der Mensch kann mit schonungsloser Offenheit und Wahrheit in sozialen Angelegenheiten nicht leben. Dass die Verantwortungsethik schmuddeliger ist, ist uns ebenfalls angemessen. Wir sind auch alle ein bisschen schmuddelig in unserem ethischen Verhalten, oder?<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Der Realismus von Hellboy (und Fantasy &#xfc;berhaupt)</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-05-05T10:14:33+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1d4dd08c2926e6ab3b43f196c040042b-99.html#unique-entry-id-99</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1d4dd08c2926e6ab3b43f196c040042b-99.html#unique-entry-id-99</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern Abend habe ich mir  in aller Ruhe zum Zweiten Mal <em>Hellboy II, Die Goldene Armee</em> angeschaut - ein Filme voller skurriler und bizarrer Fantasythemen, wie er  irrealer und versponnener nicht sein k&ouml;nnte, sollte man meinen. Doch Hellboy ist nicht nur tolles Popcorn-Kino, sondern hat mich wieder einmal darauf gesto&szlig;en, wie realistisch die Phantastik eigentlich ist. <br /><br />Urs Jenny schrieb <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/82/19/dokument.html?titel=S&uuml;&szlig;e+Flucht+in+die+Sucht&id=65089128&top=SPIEGEL&suchbegriff=weinreich&quellen=&qcrubrik=kultur" rel="external">im SPIEGEL vor zwei Wochen</a> erst dar&uuml;ber, wie wenig die Fantasy mit der Realit&auml;t zu tun hat, dass sie dazu dient, uns aus unserer trostlosen echten Welt ins Anderland fl&uuml;chten zu lassen: &bdquo;Die Fantasy-Literatur dagegen lockt mit Lebensf&uuml;lle und satten Farben, mit einer Menagerie von Fabeltieren, mit glut&auml;ugigen Vampiren, &auml;therischen Elfen und drolligen Zwergen.&ldquo; Lieber Herr Jenny, die Fantasy arbeitet nur mit exotischen Bildern und Themen, aber sie erz&auml;hlt doch &uuml;ber nichts anderes als die reale Welt und die echten Menschen!<br /><br />In Hellboy II gibt es eine wunderbar kitschige Szene, in der sich Teufel und Wassermann voller Liebeskummer betrinken und gemeinsam Barry Manilows &bdquo;Can&acute;t smile without you&ldquo; singen (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=spaeWRdh8oU&feature=related" rel="external">hier der Song und ein paar Bilder in einem YouTube-Video</a>). Deutlicher kann man wohl kaum ausdr&uuml;cken, dass all die Fabeltiere, Vampire, Elfen und Zwerge nichts anderes sind als Menschen wie wir. Sicher, oft sind sie reduziert auf einen oder wenige Aspekte - das absolut B&ouml;se, Gute, Kluge oder Dumme - aber es sind Menschen. Derartige Reduktionen kennt die realistische Literatur aber gleicherma&szlig;en, wenn sie irgendetwas auf den Punkt bringen will. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/hellboy_n_blue.jpg" width="560" height="280" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Man k&ouml;nnte zwar m&auml;keln, dass die Fantasy oft den Holzhammer auspackt und ihre Aussagen manchmal mit wenig Subtilit&auml;t und Finesse trifft oder dass eine Szene wie die genannte wegen ihres Kitsches nicht &sbquo;den&lsquo; Anspr&uuml;chen gen&uuml;gt. Aber &uuml;ber Geschmack l&auml;sst sich bekanntlich schlecht streiten und ob hunderteseitenlange Deskriptiverg&uuml;sse, wie in Grass&acute; <em>Ein weites Feld,</em> der Erz&auml;hlweisheit letzter Schluss sind, w&auml;re genauso ein m&ouml;glicher Diskussionsanlass. Die Qualit&auml;tsdiskussion ist eine andere.<br /><br />Aber die Qualit&auml;tsfrage ist auch gar nicht die, die im Zusammenhang mit Fantasy &uuml;blicherweise zuerst thematisiert wird, sondern die unterstellte Belanglosigkeit des Genres, die aus der Irrealit&auml;t seiner Themen und Figuren abgeleitet wird: Die Besch&auml;ftigung mit den Welten von Magie und Drachen lohnt nicht, weil es diese nicht gibt, wir also nichts von ihnen lernen k&ouml;nnen. Schwachsinn!<br /><br />Wovon sollen denn bitte die Schriftsteller und Regisseure der Fantasy erz&auml;hlen, wenn nicht von der Realit&auml;t? Fantasymotive sind nichts anderes als die Verfremdung und Fokussierung menschlicher, realweltlicher Themen. Das Spiel mit Legende, Mythos und Phantasie dient dazu, durchzudeklinieren, was die K&uuml;nstler und ihr Publikum bewegt. Oder, wie es die wunderbare Ursula Le Guin formuliert: &bdquo;Realismus ist vielleicht das am wenigsten geeignete Mittel um unsere unglaubliche Realit&auml;t zu verstehen oder darzustellen. Ein Wissenschaftler, der im Labor ein Monster erschafft; ein Bibliothekar in der Bibliothek von Babel; ein Zauberer, der daran scheitert, einen Zauberspruch zu wirken; ein Raumschiff in Schwierigkeiten auf seiner Reise nach Alpha Centauri: All dies sind pr&auml;zise und grundlegende Metaphern der Bedingungen der menschlichen Existenz.&ldquo; <br /><br />Man muss nur f&uuml;r die kurzen Augenblicke von Lekt&uuml;re und Filmgenuss den Unglauben aussetzen lassen, dann lernt man von der Phantastik nicht weniger als in der Philosophievorlesung. <br /><br />&ldquo;Can&acute;t smile without you ...&ldquo;<br /><br />Ach ja, noch etwas: Del Toro drehte <em>Hellboy I</em> und <em>II</em>, vor allem aber <em>Pans Labyrinth</em> - ich glaube, da k&ouml;nnen wir uns bei der Verfilmung von <em>Der Hobbit</em> auf etwas Besonderes freuen ...<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Elbenwaldspektakel 2009</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-05-01T15:36:09+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8b6ed57ce6e6a6c48f7243934a0182a2-98.html#unique-entry-id-98</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8b6ed57ce6e6a6c48f7243934a0182a2-98.html#unique-entry-id-98</guid><content:encoded><![CDATA[Vom 11. bis 14. Juni wird das vierte <a href="http://www.elbenwald.de/news.php?news=n3201_4--Elbenwald-Spektakel.html" rel="external">Elbenwaldspektakel</a> auf Burg Bilstein im Sauerland stattfinden. Motto des diesj&auml;hrigen Spektakels ist &bdquo;Sagen und M&auml;rchen&ldquo;, aber wie jedes Jahr wird das eigentliche Motto wieder &bdquo;Spa&szlig;&ldquo; lauten auf dieser lockersten aller Fantasy-Conventions. Es w&auml;re toll, Sie dort zu treffen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/spektakel_head1.jpg" width="416" height="194" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Das Programm umfasst wieder jede Menge Workshops sowie das &bdquo;Who is Who der Deutschen Fantasy&ldquo; (hey, es ist cool dazu dazugez&auml;hlt zu werden). Auftritte und Lesungen gibt es von Thomas Finn, Markolf Hoffmann, Bertholder der Erz&auml;hler, Friedhelm Schneidewind, Marvin Clifford, Oscar Pannier; und ich werde auch lesen. Musik gibt es von Versengold und Shelmish.<br /><br />Ich werde einen Vortrag &uuml;ber &bdquo;Gewalt in der Fantasy&ldquo; halten, in den nat&uuml;rlich die Ergebnisse aus <a href="../tolk_stuff/violence_lotr.html" rel="external" title="Violence in Lord of the Rings, an Analysis of Content">meiner Analyse</a> von &bdquo;Der Herr der Ringe&ldquo; einflie&szlig;en. Thema Nr. 2 wird sein: "Fantasy, M&auml;rchen, Sagen, Mythen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten". Womit ich mich an der beliebten Lagerfeuerlesung in der Nacht zum Sonntag beteilige wei&szlig; ich noch nicht.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict0036.jpg" width="410" height="308" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Gewalt in &#x22;Der Herr der Ringe&#x22;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-04-27T17:05:29+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/088029cd52e59355bb6c95021a3dc8fd-97.html#unique-entry-id-97</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/088029cd52e59355bb6c95021a3dc8fd-97.html#unique-entry-id-97</guid><content:encoded><![CDATA[Das Tolkien-Seminar an der Uni Hannover ist vorbei, und es war wieder ein tolles, spannendes und unheimlich ergiebiges Wochenende, an dem es viel zu lernen gab. Das Thema des Seminars war &bdquo;Violence, Conflict and War in Tolkien&ldquo;, und damit genau mein Ding, denn die dahinter liegenden ethischen Fragestellungen sind, was mich am meisten interessiert.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dtg_sem_h_2009-0028120029.jpg" width="461" height="346" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Mein Beitrag war die Umsetzung eines lang gehegten Wunsches, n&auml;mlich endlich mal zu ermitteln, wie viel Gewaltdarstellung es wirklich gibt in <em>Der Herr der Ringe</em>. Es ist zwar <em>das</em> Buch &uuml;ber den Ringkrieg, und trotzdem umfassen Gewaltanteile maximal 20 % des Textes, die eigentliche Darstellung von Gewaltt&auml;tigkeiten sogar nur gut 8 %!<br /><br />Die Methode der Wahl, dieses zu ermitteln ist eine quantitative Inhaltsanalyse. Um Probleme die mit der &Uuml;bersetzung zu tun haben zu umgehen (und weil es eine internationale Konferenz war), habe ich die Analyse allerdings in Englisch durchgef&uuml;hrt und beschrieben, weshalb ich im Augenblick nur auf einen englischen Text verweisen kann. <br /><br />Wahrscheinlich wird es jedoch im Juli, auf dem Tolkien-Thing, zu einem Bericht der Ergebnisse auf Deutsch kommen, zu dem ich dann den Text &uuml;bersetze und nat&uuml;rlich auch hier ver&ouml;ffentliche. Bleiben Sie dran. Bis dahin aber:<br /><br />I would like to invite everybody interested in <em>The Lord of the Rings</em> to take a look at <a href="../tolk_stuff/violence_lotr.html" rel="self" title="Violence in Lord of the Rings, an Analysis of Content">first results from the analysis of content of the Ring-Trilogy</a>.  <br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Sendepause</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-04-06T19:03:23+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0134345bb3ebfc57b24727f658474a76-96.html#unique-entry-id-96</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0134345bb3ebfc57b24727f658474a76-96.html#unique-entry-id-96</guid><content:encoded><![CDATA[Hmm, jetzt herrscht schon &uuml;ber zwei Wochen Sendepause im polyoinos-Blog. Meine Entschuldigung? Viel Arbeit! Und zwar die meiste Zeit an meiner Inhaltsanalyse von <em>Der Herr der Ringe</em>.<br /><br />In grob gesch&auml;tzt 120 Stunden habe ich die gut 2,5 Mio Zeichen, aus denen der HdR besteht (ohne das Hobbit-Kapitel und die Anh&auml;nge) daraufhin untersucht, ob sie Gewaltdarstellungen enthalten oder nicht, und was das denn sonst war.<br /><br />Seit es die Verfilmung von Jackson gibt, werde ich immer wieder darauf gesto&szlig;en, was f&uuml;r ein brutales Werk denn dieser <em>Herr der Ringe</em> ist. Um mal eindeutig zu kl&auml;ren, wie viel Gewalt denn im Buch wirklich enthalten ist, habe ich nachgez&auml;hlt. Es war das einzige Mal, das ich am Lesen des Buches wenig Spa&szlig; hatte - aber daf&uuml;r gab es interessante Einsichten.<br /><br />Welche das sind, werde ich in einem Vortrag an der Uni Hannover am 24.4. erstmals pr&auml;sentieren. Kurz danach ver&ouml;ffentliche ich die wichtigsten Ergebnisse nat&uuml;rlich auch hier. Also bleiben Sie dran.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/foto-3.jpg" width="384" height="288" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Nur soviel vorab: die Reisebeschreibungen allein sind zweieinhalbmal so umfangreich wie alle Gewaltdarstellungen zusammengenommen.<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Al Jarreau oder Vom Gl&#xfc;ck&#x2c; das die Kunst beschert</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-03-21T10:06:26+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/081abaeb87252c5b6da563881324ef0b-95.html#unique-entry-id-95</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/081abaeb87252c5b6da563881324ef0b-95.html#unique-entry-id-95</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern Abend durfte ich in der Jahrhunderthalle in Bochum <a href="http://www.aljarreau.com" rel="external">Al Jarreau</a> und Band zuh&ouml;ren - das war soooo guuut ... Musik und Kunst k&ouml;nnen unmittelbar gl&uuml;cklich machen! Ich hoffe, das wissen Sie aus eigener Erfahrung.<br /><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/karten_jarreau.jpg" width="363" height="263" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Die Stimme dieses Mann dringt unmittelbar in meine Seele ein - jedesmal, schon auf dem iPod - und l&ouml;st dort Gl&uuml;cksgef&uuml;hle aus, ganz, als legte er einen Schalter um; es ist fast unglaublich. Ich unterschreibe jederzeit, dass die Stimme dieses Mannes &bdquo;one of the most precious treasures of this world&ldquo; ist.<br /><br />Andererseits ist diese begl&uuml;ckende Wirkung aber vielleicht doch ganz gut glaublich, denn ist dieser unvermittelte Effekt mitten hinein in das Emotionszentrum nicht das Wesen aller Kunst? Nat&uuml;rlich nicht jede k&uuml;nstlerische Ausdrucksform bei jedem Menschen, aber hat nicht jeder von uns mindestens einen Punkt, wo ihn die Erzeugnisse menschlicher Kreativit&auml;t unmittelbar ber&uuml;hren? Das mag bei der einen eine bestimmte Art von Skulpturen sein, beim anderen Gem&auml;lde, beim dritten Musik, bei der vierten Buch und Gedicht und bei wieder anderen Schauspiel, Variet&eacute;, Artistik. Und viele von uns erleben es gleich mehrfach und in verschiedenen Genres ...<br /><br />Im Falle der Musik scheinen aber besonders viele Menschen &sbquo;anf&auml;llig&lsquo; f&uuml;r die Wirkungen der Kunst zu sein. Lange nicht jeder malt oder fotografiert bzw. sieht sie sich an. Viele lesen nicht. Aber richtige Musikmuffel gibt es meines Eindrucks nach kaum. Musik scheint universell zu ber&uuml;hren. <br /><br />Die Wissenschaft untermauert das &uuml;brigens: Unter dem Titel <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301738" rel="external">&bdquo;Weltsprache Musik&ldquo; berichtet wissenschaft.de</a>, von der &uuml;berkulturellen Verst&auml;ndlichkeit von Musik: &bdquo;Musik ist eine Sprache, die anscheinend weltweit verstanden wird: Selbst Angeh&ouml;rige von Naturv&ouml;lkern, die nie zuvor Kontakt mit westlicher Musik hatten, k&ouml;nnen die emotionalen Anteile darin auf Anhieb identifizieren.&ldquo;<br /><br /> Hmm, was sagt uns das? Wohl zuerst, dass wir Menschen eben doch alle gleich gestrickt sind, egal ob wei&szlig;, gelb, schwarz, rot, Mann, Weib; zumindest in unseren grundlegenden Anlagen. Denn ob es nun Hiphop oder Klassik sind, Schlager oder Jazz, die einen ber&uuml;hren, das ist egal. Rhythmus und Tonlagen kommen an, bei dem einen dieser Rhythmus, bei dem anderen jener. Bei mir war es gestern in ganz, ganz hohem Ma&szlig;e der Jazz von Mr Jarreau ...<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aljarreau.jpg" width="256" height="308" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Was dabei ber&uuml;hrt, sind Sch&ouml;nheit und eine situationsbedingte Stimmigkeit, die mit der jeweiligen Stimmung korrespondiert - oder sie konterkariert -, die man gerade sucht oder zu meiden versucht. &Auml;sthetik und Emotion - die Basisparameter der Musik wie der Kunst &uuml;berhaupt. Antrieb und Ausdruck der k&uuml;nstlerischen Kreativit&auml;t. <br /><br />Losgel&ouml;st von einem im Allt&auml;glichen verhafteten, konkreten &bdquo;Wozu?&ldquo; oder &bdquo;Um zu ...&ldquo; spricht die Kunst die Seele unmittelbar an. Und erzeugt Gl&uuml;cksgef&uuml;hle. Macht gl&uuml;cklich, Heitert auf, Lindert Leid. (Dass sie andererseits auch negativ verst&auml;rken k&ouml;nnen ist mir bewusst, aber nicht das, was ich meine.) Und Negatives ist schon gar nicht das, was der gestrige Abend in mir ausgel&ouml;st hat.<br /><br />Versuchen Sie es bei Gelegenheit mal mit einer 20-min&uuml;tigen Interpretation von &bdquo;Take Five&ldquo;. Oder mit einem Galerie- oder Museumsbesuch, gutem Kino, einer Lesung, dem Zirkus. Nur denken Sie daran, sich regelm&auml;&szlig;ig der Kunst auszusetzen! Oder Sie - noch besser - selbst zu &uuml;ben. Wir sind nicht nur hier, um zu essen und zu arbeiten ... <br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Erfolg gegen die Vorratsdatenspeicherung</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-03-16T12:57:44+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/75ef801db68cf2ce9361d20804ad9ea6-94.html#unique-entry-id-94</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/75ef801db68cf2ce9361d20804ad9ea6-94.html#unique-entry-id-94</guid><content:encoded><![CDATA[Es gibt nichts Gutes, au&szlig;er man tut es ... es lohnt sich eben doch, in dieser Gesellschaft die H&auml;nde nicht in den Scho&szlig; zu stecken, sondern f&uuml;r seine &Uuml;berzeugungen zu k&auml;mpfen. Soeben ist ein eindeutiges Urteil gegen die Vorratsdatenspeicherung bekannt geworden, die wir <a href="http://www.freiheitsredner.de/" rel="external">Freiheitsredner</a> als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, undemokratisch und als gef&auml;hrliches Instrument bek&auml;mpfen:<br /><br />Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/301/79/" rel="external">ver&ouml;ffentlichte gerade</a> auf seiner Seite: <br />&bdquo;Als erstes deutsches Gericht hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden die fl&auml;chendeckende Aufzeichnung der Telefon-, Handy-, E-Mail- und Internetnutzung der gesamten Bev&ouml;lkerung (sog. Vorratsdatenspeicherung) als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig bezeichnet. <br />In der heute vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ver&ouml;ffentlichten Entscheidung (Beschluss vom 27.02.2009, Aktenzeichen 6 K 1045/08.WI) hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: &sbquo;Das Gericht sieht in der Datenspeicherung auf Vorrat einen Versto&szlig; gegen das Grundrecht auf Datenschutz. Sie ist in einer demokratischen Gesellschaft nicht notwendig. Der Einzelne gibt keine Veranlassung f&uuml;r den Eingriff, kann aber bei seinem legalen Verhalten wegen der Risiken des Missbrauchs und des Gef&uuml;hls der &Uuml;berwachung eingesch&uuml;chtert werden [...] Der nach Art. 8 ERMK zu wahrende Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz ist durch die Richtlinie [zur Vorratsdatenspeicherung] nicht gewahrt, weshalb sie ung&uuml;ltig ist&rsquo;.&ldquo; <br /><br />Der gesamte Wortlaut der Entscheidung ist unter obigem Link nachzulesen. Er richtet sich ausdr&uuml;cklich sowohl gegen die bundesdeutsche Regierung als auch gegen EU-Vorgaben.<br /><br />Es ist schon noch so, dass man in diesem Staat durch Engagement und Mitarbeit etwas erreichen kann. Und lebendig und lebenswert kann diese Gesellschaft nur solange bleiben, wie ihre B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger an ihr teilhaben. Zum Beispiel auch durch Einspruch und Kritik. So viel sollte auch Ihnen dies Land wert sein. &Uuml;berlassen Sie es nicht den anderen!<br /><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.freiheitsredner.de/" rel="external"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/logo_freiheitsredner.gif" width="406" height="92" /></a><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Apropos Waffen ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-03-12T18:30:56+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/369c8882ae04006ea2d328344bf6433a-93.html#unique-entry-id-93</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/369c8882ae04006ea2d328344bf6433a-93.html#unique-entry-id-93</guid><content:encoded><![CDATA[..., die braucht niemand in diesem Lande, auf jeden Fall nicht zuhause!<br /><br />Welchen guten Grund kann es geben, in der BRD oder irgendeinem anderen entwickelten, demokratischen Land der Welt Waffen zuhause haben zu wollen?<br /><br />Wozu auch? Zur Verteidigung? In dem praktisch nicht vorkommenden Fall, dass Sie zu Hause unter Waffengewalt &uuml;berfallen werden, haben Sie Ihre Kanone sowieso gerade nicht in der Hand und woanders n&uuml;tzt sie dann nicht. Bei allen anderen Zugriffen auf Ihr Heim und Ihr Eigentum reicht der Polizeiruf aus. Und wer bekannterma&szlig;en wertvolle Dinge besitzt (Juweliere etc.) soll die woanders lagen und bei jeder Notwendigkeit, sie zu bewegen, professionelle Kuriere anheuern (auf deren Honorar kommt&acute;s dann auch nicht mehr an).<br /><br />Was sonst noch? J&auml;ger? Sportsch&uuml;tzen? Wem diese Hobbys gefallen - gerne. Aber die Waffen aller J&auml;ger und Sportsch&uuml;tzen k&ouml;nnen in den jeweiligen Vereinen unter Verschluss aufbewahrt und durch gew&auml;hlte oder angestellte Waffenwarte ausgegeben werden. Wer sich nicht daran h&auml;lt, der fliegt und die Waffen werden enteignet. <br /><br />Das Gleiche gilt f&uuml;r Waffensammler - die k&ouml;nnen sich in Vereinen zusammenschlie&szlig;en und dito.<br /><br />Was also hindert, genau dies per Gesetz zu beschlie&szlig;en? Ich sehe keinerlei Recht pers&ouml;nlicher oder anderer Art, das dadurch verletzt w&uuml;rde. <br /><br />Wenn doch dies in diesen Tagen wenigstens als Lehre gezogen w&uuml;rde ...<br /><br /><br /><br /> ]]></content:encoded></item><item><title>Was kann die Kirche grausam sein ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-03-05T23:14:22+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d1cddb0bd38320969f5d9843378cc8b5-92.html#unique-entry-id-92</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d1cddb0bd38320969f5d9843378cc8b5-92.html#unique-entry-id-92</guid><content:encoded><![CDATA[In Brasilien wird ein neun (!) Jahre altes Kind vergewaltigt und wird schwanger. Mit Zwillingen. Die sie abtreiben l&auml;sst. Und die katholische Kirche <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,611654,00.html" rel="external">exkommuniziert sie</a> ...<br /><br />Das Kind lebt in einem zutiefst katholischen Land. Wahrscheinlich ist sie gl&auml;ubig erzogen worden. Wahrscheinlich glaubt sie den Unsinn, das Gott ihr die H&ouml;lle zuteilt, jetzt wo sie kein Glied dieser Organisation mehr ist. Wie hart wollen diese sogenannten Seelsorger eigentlich noch auf ein Kind einschlagen, das sowieso schon schwerstverwundet ist?<br /> <br />Nichts, gar nichts hat sie anscheinend von der Grausamkeit verloren, die diese Kirche so oft auszeichnete. Eine Kirche die millionenfach mordete, beim Morden zuschaute und jetzt darum bem&uuml;ht ist, ihre schlimmsten Vertreter wieder heim ins Reich zu holen. Pfui! Soll euch doch der Teufel holen, er hat es ja nicht weit, wohnt er doch offensichtlich in den H&auml;usern, in denen Ihr so etwas beschlie&szlig;t.<br /><br />Ich wei&szlig;, es gibt so viele Punkte, die man dieser Kirche anlasten k&ouml;nnte. Aber dieser Anschlag auf ein Kind, der erz&uuml;rnt mich in allerh&ouml;chstem Ma&szlig;e. In diesen Tagen ist dieser merkw&uuml;rdige Holocaustleugner ja schon schlimm genug gewesen, aber diejenigen, die der angreift, k&ouml;nnen gl&uuml;cklicherweise gut zur&uuml;cklangen. Dieses Kind jedoch ... sch&auml;men sollte sich diese Bande, in Grund und Boden sch&auml;men ...<br /><br />Bleibt nur zu hoffen, dass dieses arme Kind so stark wird, dass ihr die Exkommunikation in einem Land, das die meisten Katholiken weltweit beherbergt, nichts ausmachen wird. Jeglicher Glaube, liebes Kind, ist besser als der Glaube an die Weisungen einer derart menschenverachtenden Institution.<br /><br />Aber der Kirche? Was ist der zu w&uuml;nschen? Einsicht? Ich glaube, daf&uuml;r ist es zu sp&auml;t. Eine neue Kirche ist vonn&ouml;ten ...<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Tot&#x2c; richtig tot? - ein paar neue Fotos</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-03-03T10:43:45+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/65924b8d8545bf07d1b31bfb02bb23ac-91.html#unique-entry-id-91</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/65924b8d8545bf07d1b31bfb02bb23ac-91.html#unique-entry-id-91</guid><content:encoded><![CDATA[Wenn man in Peterborough, einer mittelgro&szlig;en Industriestadt im Osten Mittelenglands, in n&ouml;rdlicher Richtung &uuml;ber den Broadway stadtausw&auml;rts geht, so erreicht man zehn Minuten au&szlig;erhalb des Zentrums einen kleinen Friedhof von vielleicht 250 Metern L&auml;nge und gut 100 Metern Breite. Es ist ein typisch englischer Friedhof, was bedeutet, das er von einer gewissen angenehmen Unordnung beherrscht ist; anders als hier ist nicht alles in Reih und Glied geordnet und die wenigen Wege zu verlassen, stellt auch keinen Skandal, man kann ruhig ziellos m&auml;andernd &uuml;ber den Gottesacker schlendern.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/skull_hands.jpg" width="338" height="254" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Aber bei meinem Besuch h&auml;tte sich sowieso niemand aufregen k&ouml;nnen, der Friedhof war leer. Und das zu den allermeisten Zeiten wohl schon recht lang: Ich sah kein Grab, das j&uuml;nger war als 1930 und die Grabst&auml;tten und -steine sahen aus, als habe sie ebenfalls seit 1930 niemand mehr gepflegt. B&auml;ume und gro&szlig;e B&uuml;sche werden noch von der Verwaltung zur&uuml;ckgeschnitten, wie frische Astst&uuml;mpfe beweisen, aber die Ruhest&auml;tten der Verstorbenen holt sich die Natur zur&uuml;ck. Vor allem der Efeu, der &uuml;berall w&auml;chst und manches Kreuz schon abgebrochen hat.<br /><br />Doch es kommt kein Gedanke an Verwahrlosung auf. Es ist als w&uuml;rden die Verblichenen nun langsam - ganz langsam, nach 80 Jahren sind die meisten Grabsteine immer noch weitgehend frei, wenn auch moosbewachsen, verwittert, schief - in den Scho&szlig; der Erde zur&uuml;ckkehren. Ich habe ein paar behutsame Fotos aufgenommen, die ich Ihnen in einer <a href="../bilder/page98/page98.html" rel="external" title="Tot, richtig tot?">kleinen Galerie von nur elf Bildern</a> gerne zur Ansicht bieten m&ouml;chte.<br /><br />Das ist nat&uuml;rlich kein Ersatz daf&uuml;r, dort gewesen zu sein, aber Friedh&ouml;fe kennen Sie ja; wahrscheinlich ist dies Kennen f&uuml;r Sie mit Wehmut verbunden. F&uuml;r mich auch, aber nicht nur, denn ich besuche in jeder neuen Stadt immer mindestens einen Friedhof. So auch hier in Peterborough, an einem dunklen, feuchten Tag, an dem der Himmel tief &uuml;ber der Stadt und der flachen Region der Fenlands liegt. An dem ein fremder deutscher Tourist, sich als einziger &uuml;ber die Grabplatten beugt und liest, dass geliebte Menschen hier unter der Erde liegen.<br /><br />Wie tot sind diese Toten? Es hei&szlig;t ja immer, dass die Verstorbenen in unseren Herzen weiterleben, solange wir uns ihrer erinnern. Erinnert sich noch jemand an diese hier? Die letzten Menschen, die diese hier noch gekannt haben k&ouml;nnen, sind jetzt 80 Jahre alt und &auml;lter und sie sterben jetzt selbst bald. Sind diese Toten hier dann richtig tot? Oder waren sie das schon vorher?<br /><br />Vor einem, auch mit Efeu bewachsenen Grab, liegt ein fast frischer Strau&szlig; nur wenig verwelkter Blumen. Hier erinnert sich noch jemand. Einer der Elizabeth (<span style="font:12px ZapfDingbatsITC; ">✝</span> 1926) und Frederick (<span style="font:12px ZapfDingbatsITC; ">✝</span> 1936) kannte? Oder ein Nachkomme, dem von den beiden nur erz&auml;hlt wurde ... wie warmherzig und liebevoll sie zu den Eltern, ihren Kindern, waren. So geliebt von ihren Kindern, dass deren Kinder und Kindeskinder sie heute noch ehren? Unvergessen jedenfalls.<br /><br />Links r&uuml;ber, nah an der Friedhofsmauer verschwinden die Gr&auml;ber dann schon unter wahren Wogen von Efeu und die B&auml;ume beugen ihre &Auml;ste tief, ohne dass die Verwaltung sie daran hindert ... vielleicht l&auml;sst man hier nun der Natur g&auml;nzlich ihren Lauf? Ich gehe leise r&uuml;ber und versuche vorsichtig, den starr haftenden Bewuchs zu verschieben. Nichts zu machen, hier kann man nicht einmal mehr die Namen lesen. Die hier sind also wirklich tot ... Heimgekehrt?<br /><br />Es gibt nat&uuml;rlich noch die M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber gro&szlig;e Taten, Entdeckungen und Kunstwerke in die Unsterblichkeit zu erheben. Bach, Darwin, Goethe, Mozart, Galilei, Michelangelo - vielgeliebt, oder zumindest bekannt (Darwin) um ihrer Werke willen und unsterblich? Ich wei&szlig; nicht. Die Werke geliebt, ja sicher. H&ouml;ren Sie mal die Matth&auml;us-Passion, das ist im wahrsten Sinne des Wortes <em>liebens</em>wert. Aber Bach? Lieben Sie dadurch Bach und tragen Sie ihn im Herzen? Ich nicht. Ich kann nur lieben, wen ich kannte. Achten und verteidigen - das geht auch bei anderen; etwa Tolkien gegen d&uuml;mmliche Literaturkritik oder den uralten Platon gegen moderne Philosophenschn&ouml;sel, die sich f&uuml;r sooo viel schlauer halten. Aber lieben? Nein.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6589.jpg" width="361" height="240" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Also sterben wir alle einmal wirklich, richtig und unwiderruflich? Ja, wohl schon. Vielleicht leben wir ja woanders weiter ... Keine Ahnung ... Aber ich mag Efeu, ich kann mir seine Umarmung ganz angenehm vorstellen ... Und irgendwann wird, was Teil von mir war, Efeu sein und umarmt ... <br /><br />Gut!<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Die Versucher - Cambridge II</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-03-01T11:32:22+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6bddbdb505394798d62cda8e1d91d36f-90.html#unique-entry-id-90</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6bddbdb505394798d62cda8e1d91d36f-90.html#unique-entry-id-90</guid><content:encoded><![CDATA[Cambridge - Hort des Wissens und der Gelehrsamkeit - in Gedanken bin ich immer noch dort, wovon das Blog vor ein paar Tagen berichtete, als ich an dieser Stelle &uuml;ber die Physiker und ihre Rationalit&auml;t sprach und dar&uuml;ber nachdachte, wie Spiritualit&auml;t sich mit den Naturwissenschaften vereinbaren l&auml;sst.  Aber es gab ja noch ,weit schlimmere&lsquo; Welterkl&auml;rer hier in Cambridge als die Physiker. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6327.jpg" width="240" height="361" /><br /><span style="font-size:11px; ">The Eagle - Crick und Watsons Triumph</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Wenn man vor dem King&acute;s College links abbiegt und die Stra&szlig;e hinuntergeht, so f&auml;llt ein blutrotes Schild mit einem Adler und der Aufschrift &bdquo;The Eagle, Cambridge&ldquo; drauf ins Auge - das ist der Pub, in dem James Watson und Francis Crick 1953 die Entdeckung der DNA bekanntgaben und somit dem Geheimnis des Lebens eine ganze Menge an Geheimnis nahmen. Und auch Darwin, der gef&auml;hrlichste aller Biologen und Geheimnisentdecker der Lebenswissenschaften, hat hier in Cambridge gelehrt. Diese Lebenswissenschaftler haben uns ja noch viel schlimmere Kr&auml;nkungen zugef&uuml;gt als jene, die ,nur&lsquo; die Erde aus dem Mittelpunkt des Kosmos verbannten. <br /><br />Dass die unbelebte Natur nach bestimmten Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten funktioniert, ist erstens beruhigend, denn es gibt doch eine gewisse Sicherheit, die der Glauben an wankelm&uuml;tige Sturm- und Wetterg&ouml;tter so nicht bietet. Es ist zweitens zweckm&auml;&szlig;ig, denn auf diesen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten kann man H&auml;user, St&auml;dte, Verkehrsmittel und vieles mehr aufbauen, die dann recht zuverl&auml;ssig funktionieren werden und einem das Leben erleichtern. Drittens betrifft uns die unbelebte Natur nur indirekt, denn wir sind belebt und - so man daran glaubt, und das war immerhin jahrtausendelang weltweit Konsens - beseelt. Wir haben also eine nur lose Verbindung zur Natur, &uuml;ber die Forscherinnen und Forscher also ruhig herausfinden k&ouml;nnen, was immer sie m&ouml;gen.<br /><br />Diese relative bis absolute Unabh&auml;ngigkeit von der Materie scheint nun aber gef&auml;hrdet, wenn der Mensch qua wissenschaftlicher Erkl&auml;rung wieder unmittelbar mit der ollen Materie in Zusammenhang gebracht wird. Schritt eins dahingehend war, dass Darwin die Evolution und die Abstammung des Menschen erkl&auml;rte. Schritt zwei war dann, den Ursprung des Lebens, den schon Darwin in <em>einer</em> Ausgangsform allen Lebens vermutete, auch noch in Zusammenhang mit der Materie zu bringen, und das steckte hinter der Entdeckung der DNA.<br /><br />Darwins Selektionstheorie mit der Vererbungslehre Gregor Mendels zu vereinen, das ging ja noch, lie&szlig; es den ganz Verzweifelten doch noch Platz, irgendeine distinkte Lebenskraft anzunehmen, auch wenn nat&uuml;rlich schon Darwin unter den heftigsten Anfeindungen zu leiden hatte. Aber dass die DNA aus Eiwei&szlig;en besteht, die wiederum aus Aminos&auml;uren bestehen, die wiederum aus stinkgew&ouml;hnlichen Molek&uuml;len und Atomen bestehen, die auch in Stein, Wasser und Schlamm stecken, und dass diese Zusammenhangskette in der umgekehrten Richtung zu sich replizierenden Gebilden f&uuml;hrt die ... leben (!) ..., das war ein harter Schlag, denn damit war jegliche geheimnisvolle Lebenskraft erledigt und auch das Leben materiell erkl&auml;rbar geworden.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6334.jpg" width="361" height="240" /><br /><span style="font-size:11px; ">Ein H&ouml;rsaal in Cambridge - ein teuflischer Hort?</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Da sitze ich jetzt also im &bdquo;Eagle&ldquo;, blicke durch den typisch englischen, dunkel-heimeligen Pub, und stelle mir die hagere Gestalt Francis Cricks vor wie er, das Bierglas erhoben, einem atemlosen akademischen Publikum von dem Triumph der wissenschaftlichen Erkenntnis berichtet. Sie werden das Foto vielleicht kennen, an das ich gerade denken muss.<br /><br />War das also der Tod aller spirituellen und religi&ouml;sen Hoffnung, wie beispielsweise Richard Dawkins (allerdings in Oxford) annimmt?  <br /><br />Das ist eine Glaubensfrage und jeglicher wissenschaftlicher Erkl&auml;rung <em>nicht</em> zug&auml;nglich. <br /><br />Dass das so ist, ist mir nat&uuml;rlich schon lange klar, aber hier im &bdquo;Eagle&ldquo; erfahre ich die Sicht des Atheisten am eigenen K&ouml;rper als Glaubenshaltung. Wieder ber&uuml;hrt mich, wie schon bei Newtons Apfelbaum vor dem Trinity College, ein Schauder und ein Gef&uuml;hl der Andacht ergreift mich - hier wurde Wissenschaftsgeschichte geschrieben! Obwohl das Ereignis im &bdquo;Eagle&ldquo; wesentlich besser dokumentiert ist, als die &Uuml;bergabe der Zehn Gebote an Mose auf dem Sinai, so kann das Gedenken daran doch ganz &auml;hnlich wirken.<br /><br />Was mein subjektives Gef&uuml;hl mit Atheismus zu tun hat, fragen Sie? Wenig, denn es macht mir nur klar, dass auch Wissenschaft Ehrfurcht, sogar Andacht hervorrufen kann. F&uuml;r mich ist das aber ein Hinweis auf eine gewisse Verwandtschaft zwischen zwei Wissensformen, die einander ansonsten diametral gegen&uuml;berstehen. Und in der Tat geht die Verwandtschaft noch weiter, wenn man diesen Gedanken einmal zul&auml;sst.<br /><br />Genau wie Religion und Mythos kann Wissenschaft inspirierend und ehrfurchtgebietend wirken und beweist damit, dass sie Menschen am Kern ihres Wesens anzusprechen vermag. Vor den un&uuml;berwindbaren Mauern der Erkenntnis stehend, die der Anfang aller Zeiten, der Raum hinter dem Universum und die R&auml;ume kleiner als die erfassbare Materie darstellen, kann auch Wissenschaft nur noch spekulieren.<br /><br />Dass die Erkl&auml;rbarkeit der Aggregation von Materie zu Gestirnen und Planeten und die Organisation von Molek&uuml;len in Replikatoren und Organismen ein Beweis daf&uuml;r sein soll, dass dies alles ist, was es gibt und dass kein Gott das alles veranlasst habe, ist nicht weniger Spekulation als das Gegenteil. <br /><br />Mit gleichem Recht und prinzipiell nicht geringerer &Uuml;berzeugungskraft kann der Gl&auml;ubige darauf hinweisen, dass gerade die Aggregation von Materie zu Sonnen und mindestens einem Planeten, der Leben tragen kann, sowie die erstaunliche F&auml;higkeit unbelebter Materie, sich zur Lebensf&auml;higkeit hin zusammenzufinden ein sicherer Hinweis darauf ist, dass es eine Wirkursache geben muss, die dieses an sich sehr unwahrscheinliche Geschehen zustande kommen l&auml;sst.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6541.jpg" width="240" height="361" /><br /><span style="font-size:11px; ">Niemand kann </span><span style="font-size:11px; "><em>beweisen</em></span><span style="font-size:11px; ">, dass es ihn nicht gibt</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Das erstaunliche Wunder der Komplexit&auml;t des Seins l&auml;sst sich auf beide Weisen und wahrscheinlich mittels einer unlimitierten Anzahl weiterer Ans&auml;tze erkl&auml;ren. Doch sind das in allen F&auml;llen eigentlich keine Erkl&auml;rungen, sondern Auslegungen. Wessen man anh&auml;ngt ist die Sache jedes Einzelnen. Verboten ist nur, jemanden anderen zur &Uuml;bernahme der eigenen Auffassung zu zwingen.   <br /><br />Was ich in der Atmosph&auml;re Cambridges allerdings au&szlig;erdem irgendwie best&auml;tigt gesp&uuml;rt habe, ist, dass die Wissenschaftler in den allerwenigsten F&auml;llen zu missionieren versuchen und einen stattdessen &uuml;blicherweise nach eigener Fa&ccedil;on gl&uuml;cklich werden lassen. Sich bitte zur&uuml;ckzunehmen, das muss man beiden Seiten sagen; allerdings stehen auf der einen Seite des Zauns nur ein paar Gestalten, aber auf der anderen Seite stehen ganze Horden.<br /><br />Bitte? Ach, was richtig ist, wollten Sie noch wissen? Atheismus oder Theismus? Das fragen Sie doch bitte keinen Agnostiker ...<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Metaphysics in Tolkien</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-02-24T23:33:42+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2d638deb5f1e206508a45c5ecc40f838-89.html#unique-entry-id-89</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2d638deb5f1e206508a45c5ecc40f838-89.html#unique-entry-id-89</guid><content:encoded><![CDATA[In February 2009 I was invited to give a short lecture on Tolkien and his poem <em><a href="http://home.ccil.org/~cowan/mythopoeia.html" rel="external">Mythopoeia</a></em> at <a href="http://www.peterborough.ac.uk/" rel="external">Peterborough Regional College</a> in East Anglia. Dear folks over there, thank you very much for inviting me, I really enjoyed being with you!<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6526.jpg" width="301" height="200" /><br /><span style="font-size:11px; ">Peterborough Regional College, on a very dark and cloudy day ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">I was expected to tell people with little or no knowledge of Tolkien and of philosophy something about the metaphysics that can be traced in Tolkien&acute;s work. So I decided to give an abbreviated version of <a href="../tolk_stuff/mythopiea_engl..html" rel="external" title="Mythopoeia, English version">my article on Mythopoeia</a>, enriched with some remarks on Tolkien in general. <a href="../tolk_stuff/mythopoeia_short.html" rel="external" title="Mythopoeia, abbreviated English version">Please feel invited to read this introductory reproduction of my lecture</a> if you also are not that familiar with Mythopoeia. <br /><br />If you like it, have a look at the whole article or, even better, get <a href="../tolk_stuff/tolk_shorterworks.html" rel="external" title="The Shorter Works">this book</a> from <a href="http://www.walking-tree.com/" rel="external">Walking Tree Publishers</a>.<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Ein Lob den Wissenschaften - Cambridge I</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-02-24T23:50:33+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/72ee7ff14ccae395392ff1565d2c00ce-88.html#unique-entry-id-88</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/72ee7ff14ccae395392ff1565d2c00ce-88.html#unique-entry-id-88</guid><content:encoded><![CDATA[Am vergangenen Montag war ich eingeladen, zusammen mit Margaret Hiley unser Buch <em><a href="../tolk_stuff/tolk_shorterworks.html" rel="external" title="The Shorter Works">Tolkien&acute;s Shorter Works</a></em> am <a href="http://www.peterborough.ac.uk/" rel="external">Regional College in Peterborough</a> vorzustellen. Es war ein sch&ouml;ner Trip nach England, das ich ja sowieso liebe. Genauer gesagt ging es nach Cambridge, eine Stadt, die nahezu zur G&auml;nze <a href="http://www.cam.ac.uk/" rel="external">Universit&auml;t</a> ist. Was dabei besonders beeindruckend f&uuml;r mich gewesen ist, war, die F&uuml;&szlig;e auf wirklich bedeutenden wissenschaftlichen Boden setzen zu k&ouml;nnen. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6356.jpg" width="301" height="200" /><br /><span style="font-size:11px; ">Blick vom Turm von St. Mary&acute;s auf die Stadt und einige der Colleges</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Auch wenn Wissenschaft, zumindest so wir sie in westlich gepr&auml;gten Zusammenh&auml;ngen verstehen und vor allem definieren, nichts mit Spiritualit&auml;t zu tun hat (es sei denn, sie behandelt sie als Forschungsobjekt), so hat mich der Besuch dieser &bdquo;heiligen Hallen&ldquo; der Wissenschaften doch auf einer ganz irrationalen Ebene ber&uuml;hrt. Und mir damit - das sei by the way mal wieder erw&auml;hnt - nochmals gezeigt, dass wir Menschen Rationalit&auml;t und Spiritualit&auml;t, Emotion und Irrationalit&auml;t nicht voneinander zu trennen imstande sind. Und nicht trennen sollten ...<br /><br />Nun, die meisten der gro&szlig;en Geister, die in Cambridge wirkten, w&uuml;rden dem letzten Satz wohl widersprechen, ist Cambridge doch in erster Linie f&uuml;r seine Naturwissenschaftler bekannt. On second thought jedoch ... Vielleicht w&uuml;rden sie es doch gar nicht so eindeutig ablehnen, denn es ist ja so, dass die meisten klugen Forscherinnen und Forscher anerkennen, dass sich mit Rationalit&auml;t allein nicht alles erkl&auml;ren l&auml;sst, und dass weitere Erkenntnisweisen, auch wenn sie subjektiv sind, einen objektiven Wert besitzen.<br /><br />Auf jeden Fall befand ich mich nun am Samstag mitten in Cambridge, umgeben von Colleges, die weit mehr Nobelpreistr&auml;ger hervorgebracht haben, als alle deutschen Universit&auml;ten zusammengenommen: <a href="http://www.kings.cam.ac.uk/" rel="external">King&acute;s College</a>, <a href="http://www.trin.cam.ac.uk/" rel="external">Trinity College</a>, <a href="http://www.joh.cam.ac.uk/" rel="external">St. John&acute;s</a> ... <a href="http://www.800.cam.ac.uk/" rel="external">800 Jahre Wissenschaftstradition</a>. Hinter gr&ouml;&szlig;tenteils beeindruckenden Mauern wurde die Welt vielfach ver&auml;ndert, und dies &ouml;fter zum Guten, denn zum Schlechten, was mehr ist, als man von den meisten geschichtstr&auml;chtigen Orten dieser Welt sagen kann.<br /><br />Beeindruckend! So stehe ich in Front des Trinity College pl&ouml;tzlich vor einem direkten Abk&ouml;mmling des Apfelbaumes, der damals jene Frucht fallen lie&szlig;, die Newton darauf brachte, die Gravitationstheorie zu formulieren. Dies von Frens Kr&ouml;ger, Margarets Freund, erkl&auml;rt zu bekommen, l&ouml;st ein intensives Gef&uuml;hl des Ber&uuml;hrtseins aus. <br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6310.jpg" width="301" height="200" /><span style="font-size:11px; "><br />Im Winter ohne Blatt und Frucht ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Und es ber&uuml;hrt mich positiv, fast inspirierend, auch wenn mir im gleichen Moment einf&auml;llt, dass Newton wegen dieser und anderer Entdeckungen beschimpft wird, den Regenbogen seines Zaubers entkleidet und die Welt ern&uuml;chtert und entspiritualisiert zu haben:<br />&bdquo;Do not all charms fly	<br />At the mere touch of cold philosophy?<br />There was an awful rainbow once in heaven:	<br />We know her woof, her texture; she is given	<br />In the dull catalogue of common things.&ldquo; <br /><span style="font-size:11px; ">(</span><span style="font-size:11px; "><a href="http://www.bartleby.com/126/37.html" rel="external">Keats, Lamia</a></span><span style="font-size:11px; ">, Zeilen 229 - 233; unter &bdquo;philosophy&ldquo; verstand man damals haupts&auml;chlich die Naturwissenschaften)</span><br />Was f&uuml;r ein Zufall, dass ich hier bin, um am Montag in meinem Vortrag zu erkl&auml;ren, wie Fantasy die Welt zu respiritualisieren vermag.<br /><br />Was aber ist richtig davon? Haben Newton, Kopernikus, Kepler und Konsorten (Kopernikus und Kepler allerdings nicht hier in Cambridge) die Welt n&uuml;chterner und &auml;rmer gemacht? K&ouml;nnen Fantasy, Sagen, Mythen unsere Welt wieder anreichern? Und wenn sie das k&ouml;nnen, muss man auf die Rationalisten und ihre Modelle verzichten, um angereichert zu bleiben?<br /><br />Hmm, ganz ungeordnet gedacht, kommt mir in den Sinn zu sagen, dass Newton und Kollegen es doch gar nicht bewirkt haben, die Welt zu ern&uuml;chtern - so what&acute;s the bother? Sie haben es nat&uuml;rlich auch gar nicht gewollt, aber sie haben in Sachen Ern&uuml;chterung auch gar nicht mehr verursacht, als Wissensgrenzen zu erweitern. Hinter diesen Grenzen sind die R&auml;tsel genauso gro&szlig; wie vorher und bieten weiterhin alle durch Denken und F&uuml;hlen erreichbaren Zugangsm&ouml;glichkeiten. Was sie erreicht haben, ist, eine Reihe von Ausdrucksformen des Aberglaubens ad absurdum zu f&uuml;hren, aber das ist nur begr&uuml;&szlig;enswert. <br /><br />K&ouml;nnen Mythen und &auml;hnliche Gedanken also die Welt wieder ,anreichern&lsquo;? Nat&uuml;rlich! Bis auf das &bdquo;wieder&ldquo;, denn es ist keine Wieder-Anreicherung - die Welt und die Gedankenwelten waren immer schon von ununterdr&uuml;ckbarem Reichtum. Was der Mythos wieder tun kann und wieder tut, ist, uns Menschen immer wieder daran zu erinnern, dass die Welt gr&ouml;&szlig;er ist, als Mikro- und Teleskop sie anzuzeigen verm&ouml;gen und dass unsere Innenwelten an dieser Gr&ouml;&szlig;e teilhaben k&ouml;nnen und teilhaben sollten; neben all der Tageshektik und dem Streben nach materiellem Erfolg und Sicherheit.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/dsc_6383.jpg" width="301" height="200" /><br /><span style="font-size:11px; ">Dons and Graduates ...</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Muss man sich aber dann nicht wenigstens entscheiden, welchen Zugang zum Sein man w&auml;hlt, weil beide exklusiv sind? Das ist die schwierigste Frage ... Ich versuche beides, denn Ratio und Emotion zeigen mir, dass jede Seite allein defizient ist. Beide helfen mir nur nicht besonders dabei, zu einem modus convivendi zu kommen. Ich werde aber dranbleiben.<br /><br />Die Cambridge-Gedanken werden bald fortgesetzt ... dann geht&acute;s um die Biologen.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Fremdgebloggt: Was sind die Freiheitsredner? ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-02-16T11:32:03+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4d43b530e2af2cc97d13587856498671-87.html#unique-entry-id-87</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4d43b530e2af2cc97d13587856498671-87.html#unique-entry-id-87</guid><content:encoded><![CDATA[... ist das Thema eines Beitrages, den ich f&uuml;r die Blogplattform <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/" rel="external">Blogpatenschaften</a> verfasst habe. Blogpatenschaften ist eine Plattform zur Vernetzung sozialer Ideen, die aber auch ganz unabh&auml;ngig von meinem Beitrag einen Besuch wert ist. Wenn ich Sie also bitten darf, mir auf diese Seite zu folgen:<br /><br />&bdquo;Erinnert sich noch jemand an die gro&szlig;e Volksz&auml;hlung in den Achtziger Jahren? Als dieser Zensus f&uuml;r monatelange Proteste in der gro&szlig;en medialen &Ouml;ffentlichkeit ebenso wie in der kleinen &Ouml;ffentlichkeit der Vereine, Stammtische und im Freundeskreis sorgte? Aus heutiger Sicht mutet geradezu l&auml;ppisch an, was der Staat damals wissen wollte, wenn man es mit den Daten vergleicht, die jede B&uuml;rgerin und jeder B&uuml;rger im digitalen Zeitalter hinterl&auml;sst oder gar bereitwillig und m&ouml;glichst &ouml;ffentlichkeitswirksam &uuml;ber Social Networking Sites hinausposaunt.&ldquo; (<a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/die-freiheitsredner-&ndash;-datenschutz-zum-anfassen/" rel="external">weiter ...</a>)<br /><br /><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/logo_freiheitsredner.gif" width="406" height="92" /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Zu Darwins Geburtstag</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2009-02-11T11:13:35+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/514c530969e1d00a6c7064db3a758ee6-86.html#unique-entry-id-86</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/514c530969e1d00a6c7064db3a758ee6-86.html#unique-entry-id-86</guid><content:encoded><![CDATA[Am 12. Februar 1809, vor genau zweihundert Jahren wurde Charles Darwin geboren, wie Ihnen dieser Tage kaum entgehen d&uuml;rfte. Auch wenn der britische Naturforscher also derzeit in aller Munde/in allen Medien ist, m&ouml;chte auch ich ein paar Worte &uuml;ber diesen Mann verlieren, der die Welt ver&auml;ndert hat wie kaum ein Mensch vor ihm.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/austernfischer.jpg" width="294" height="221" /><br /><span style="font-size:11px; ">&bdquo;Darwin?&ldquo;</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Es gibt ein paar solcher Menschen - Kant, an dessen Denksystem sich alle ernsthafte Ethik messen lassen muss, Freud und Kopernikus, die dem Menschen neben Darwin seine anderen beiden &sbquo;schweren Kr&auml;nkungen&lsquo; zuf&uuml;gten (davon gleich mehr), und vielleicht noch zwei, drei andere - deren Gedanken und Erkenntnisse der Evolution der Menschheit entscheidende Sch&uuml;be oder Wendungen gaben.<br /><br />Und mit dem Wort Evolution sind wir auch schon bei Darwins Verdienst, denn er beschrieb und bewies erstmals die grundlegenden Prinzipien der Evolution. Sicher war 1859, als die erste Auflage der <em>Origin of Species</em> erschien, die Zeit irgendwie auch reif f&uuml;r die Entdeckung der Evolution. W&auml;re es nicht Darwin gewesen, so h&auml;tte wahrscheinlich Alfred Russell Wallace innerhalb von zehn Jahren eine ganz &auml;hnliche Publikation herausgebracht. Aber es war eben Darwin, der uns die Evolution erkl&auml;rte. <br /><br />Und wie er das tat! Lesen Sie einmal die <em>Origin</em> und Sie werden sehen, dass Darwin auch ein begnadeter Schriftsteller war. Kein Wunder, dass dies Buch &uuml;berzeugte ... wer wei&szlig;, welchen Eindruck ein weniger versierter Schreiber gemacht h&auml;tte? Zun&auml;chst war es aber nat&uuml;rlich sein &uuml;ber mehr als zwanzig Jahre bed&auml;chtig zusammengetragenes Theoriegeb&auml;ude, das die wissenschaftliche Welt fast mit einem Schlag &uuml;berzeugte. Andere Forscher h&auml;tten vielleicht mehr Anl&auml;ufe gebraucht, wenn sie unbedachter als Darwin vorgeprescht w&auml;ren. <br /><br />Auch Darwin war, wie man in dem <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/30643.html" rel="external">exzellenten Buch von J&uuml;rgen Neffe</a> jetzt wieder einmal nachlesen kann, schon auf seiner Weltumseglung klar geworden, wie Evolution im Prinzip funktioniert. Doch wog er mehr als zwanzig Jahre lang ab und sammelte Mosaikst&uuml;ckchen um Mosaikst&uuml;ckchen f&uuml;r eine l&uuml;ckenlose Argumentationskette. Manches, was ihm die Beweisf&uuml;hrung erleichtert h&auml;tte - die gesamte Genetik beispielsweise -, konnte Darwin nicht kennen, anderes scheint ihm entgangen zu sein - J. Gregor Mendel und dessen Vererbungslehre etwa -; dass er trotzdem so schl&uuml;ssig argumentieren konnte ist da nur umso beachtenswerter.<br /><br />Und heute kann die Evolutionstheorie, in ihrer durch vor allem Ernst Mayr und Julian Huxley zusammengestellten Form der <em>Synthetischen Evolutionstheorie</em>, als die am besten nachgewiesene Annahme der Naturwissenschaften gelten. Die Evolutionstheorie ist schon seit vielen Jahren keine Theorie, sie ist eine Beschreibung des Faktischen.<br /><br />(Dem obigen Absatz m&uuml;sste ich jetzt eigentlich eine genau Erl&auml;uterung folgen lassen. Dann s&auml;&szlig;en Sie aber noch in drei Stunden hier vor dem Computer oder w&uuml;rden, worauf es mir heute ankommt, gar nicht mehr lesen. Wenn Sie sich &uuml;ber den Wert der Evolutionstheorie informieren wollen, so k&ouml;nnen Sie das als ersten Einstieg schon einmal gut bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie" rel="external">Wikipedia</a> tun. Oder Sie warten bis Oktober, dann wird ein Buch von <a href="http://www.friedhelm-schneidewind.de/" rel="external">Friedhelm Schneidewind</a> und mir im <a href="http://www.oldib.de/" rel="external">Oldib-Verlag</a> erscheinen, dass sich mit Evolutionstheorie und ihren Kritikern und besonders der Irrlehre des Intelligent Design besch&auml;ftigt - einfach den RSS-Feed abonnieren und Sie lesen hier sofort,wenn das Buch da ist.)<br /><br />An der Faktizit&auml;t schon der gro&szlig;en Mehrheit der fr&uuml;hen darwinschen Erkenntnisse &auml;ndern auch die Erweiterungen und kleineren Modifkationen nichts. Insbesondere in der Genetik werden zwar st&auml;ndig neue Entdeckungen gemacht, auch was die einst als v&ouml;llig beherrschende Rolle der Genetik angeht, die heute sehr viel differenzierter gesehen und als &sbquo;unwichtiger&lsquo; f&uuml;r das Evolutionsgeschehen angesehen wird (Stichwort: Epigenetik). Aber Darwin sprach ja auch nicht von Genetik, sondern wies das Evolutionsgeschehen nach, das wirklich passiert und nur noch nicht in den kleinsten Einzelheiten verstanden worden ist.<br /><br />Dass es die Evolution aber gibt, war und ist f&uuml;r viele Menschen ein Problem, das f&uuml;r sie so gro&szlig; werden kann, dass sie nicht in der Lage sind, die Evolution anzuerkennen. Evolution ist in den meisten Formen der Kritiker eine Kr&auml;nkung des Menschen wie auch Gottes. Wir Menschen sind nun einmal etwas Besonderes, hei&szlig;t es dann, etwas, das so nicht noch einmal vorkommt - das kann und darf doch nicht aus dem Tier entstanden sein. Wobei das Problem nicht das &bdquo;kann nicht&ldquo; ist, sondern das &bdquo;darf nicht&ldquo;. Warum eigentlich darf es nicht?<br /><br />Weil es die Sonderstellung des Menschen angreift. Einst war ja unsere ganze Welt etwas ganz Besonderes, denn das ptolem&auml;ische Weltbild stellte sie in den Mittelpunkt alles Seienden, die Erde war der Mittelpunkt des Kosmos. Und Menschen beherrschten diesen Mittelpunkt, hatten ja auch den Auftrag dazu: &bdquo;Macht Euch die Erde [um die sich alles dreht] untertan!&ldquo;. Doch dann kamen ein paar Naseweise mit den Namen Kepler, Brahe, Galilei und besonders Kopernikus und wiesen nach - nee, is&acute; nich&acute;. Die Erde ist nur eine von vielen Kugeln im Universum. Das war die erste gro&szlig;e Kr&auml;nkung, der Mensch stand nicht mehr als Herrscher im Zentrum des Kosmos.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/galapagos.jpg" width="308" height="231" /><br /><span style="font-size:11px; ">Galapagos-Archipel</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Und dann kam Darwin und erkl&auml;rte uns zu Zufallsprodukten tierischer Herkunft - die zweite gro&szlig;e Kr&auml;nkung. (Ich wei&szlig;, in der <em>Origin</em> steht nur ein einziger - zur&uuml;ckhaltender! - Satz &uuml;ber den Menschen; aber nat&uuml;rlich war jedem Leser klar, was die Entwicklung der h&ouml;heren Tiere, insbesondere der Affen, aus einem gemeinsamen Ursprung f&uuml;r den Menschen bedeutete.)<br /><br />(Die dritte Kr&auml;nkung durch Freud bestand dann - soviel nur der Vollst&auml;ndigkeit halber - darin, uns zu beweisen, dass wir nicht einmal Herr im eigenen Oberst&uuml;bchen sind, sondern von unkontrollierbaren Affekten und anderen Einfl&uuml;ssen herumgeschubst werden.)<br /><br />Gegen Ende des Neunzehnten Jahrhunderts war aus dem einstigen &sbquo;Master of the Universe Mensch&lsquo; ein recht insignifikantes H&auml;ufchen Elend geworden. Etwas einflussreicher als die ja auch nicht unverwandte K&uuml;chenschabe zwar, aber dies nur auf einem unbedeutenden kleinen Sandkorn im All (und im Anschluss an Freud kann die K&uuml;chenschabe zumindest noch als zielstrebiger denn der Mensch angesehen werden).<br /><br />Der einzige, der uns daraus noch erretten kann, ist Gott. Und zwar dann, wenn Er uns absichtsvoll erschaffen und mit einer Aufgabe versehen hat. Deshalb darf der Mensch nach Ansicht der Tiefgekr&auml;nkten nicht einfach ein mit der Schabe verwandtes Zufallsprodukt sein, sondern muss von Anfang an eine Sonderrolle einnehmen - am besten, indem er am siebten Tag, als Kr&ouml;nung der Sch&ouml;pfung und unbefleckt vom restlichen tierischen Morast, das Licht der Welt erblickte.<br /><br />Dass die Evolutionstheorie eine alternative Erkl&auml;rung zu dieser Ausformung des Sch&ouml;pfungsgedankens anbietet, ist, was sie f&uuml;r viele so besonders inakzeptabel macht. Mit Kopernikus haben wir schnell problemlos leben gelernt, zumal noch immer keine um Gottes Gunst rivalisierende Aliens hier aufgetaucht sind. Freud, naja, Gott hat uns eben imperfekt geschaffen  und das soll halt unsere Pr&uuml;fung sein (und au&szlig;erdem wurde der olle Freiberger in ganz vielen Aspekten schon widerlegt). Aber Darwin? Darwin ist viel <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Darwin's_Dangerous_Idea" rel="external">&bdquo;gef&auml;hrlicher&ldquo;</a> (wie v&ouml;llig zurecht Daniel Dennett sagt).<br /><br />Aber warum ist das so? Was ist denn so schlimm daran, dass wir evolution&auml;r entstanden sind? In welcher Weise setzt uns das denn herab? Warum sollte Gott nicht diesen Weg gew&auml;hlt haben? Und warum - wenn es denn unbedingt sein muss - sollten wir nicht trotzdem &bdquo;Krone&ldquo; der Sch&ouml;pfung sein? Ist doch egal, auf welchem Wege wir bewerkstelligt wurden, wenn wir denn bewerkstelligt wurden.<br /><br />Die Evolutionstheorie Darwins und aller nachfolgenden Forscher - das kann man gar nicht oft genug sagen - richtet sich in keiner Weise gegen den Glauben. Sie ist v&ouml;llig kompatibel mit dem Glauben. Nichts spricht dagegen, dass Gott das alles in Gang gesetzt hat. Es ist eben eine Glaubensfrage. Und ja - die Theorie erlaubt in der Tat, eine Menschenentwicklung plausibel zumachen, die ohne Gott funktioniert. Aber hey - das kann dem Gl&auml;ubigen doch wohl egal sein, oder? Ihr schert euch doch nicht darum, was so ein &sbquo;armer Atheist&lsquo; behauptet ...<br /><br />Was allerdings nicht mehr geht, ist, dass eine Weltanschauungsweise die alleinige Deutungshoheit beansprucht. Es gibt jetzt einen Grund, in dem vorstellbare Alternativerkl&auml;rungen wurzeln k&ouml;nnen. Atheistische Weltbilder, aber auch andere spirituelle Glaubensgef&uuml;ge und Spekulationen. So k&ouml;nnte es doch sein, dass Geist oder Chi sich ebenfalls evolution&auml;r entwickelten, genauso, wie der erste Replikationsmechanismus aus unbelebten Bestandteilen entstand - die Emergenztheorie ist ein spannendes, plausibles Annahmengebilde.<br /><br />Mit den Alternativen ist nun eine gewisse Beliebigkeit eingetreten. Ihnen gef&auml;llt das Wort nicht, denn Sie h&auml;ngen einer Weltanschauung an? Diese ist f&uuml;r Sie nat&uuml;rlich in keinster Weise beliebig, klar. Aber dass Sie gerade von dieser, Ihrer Weltanschauung &uuml;berzeugt sind, liegt doch in Ihrer Biographie begr&uuml;ndet. Andere Biographien f&uuml;hren zu anderen Weltanschauungen und das ist, sorry, eine Art von Beliebigkeit. Von au&szlig;en betrachtet, und das tue ich hier. <br /><br />Ich schr&auml;nke ja niemandes &Uuml;berzeugungen ein. Denn es kann ja durchaus sein, dass eine bestimmte Weltanschauung richtig und alle anderen falsch sind. Oder dass allen Weltanschauungen ein echter wahrer Kern unterliegt, der dann die (u.U. noch nicht erkannte) Wahrheit darstellt. Aber bis wir das wissen, ist alles m&ouml;glich ... Dass wir es jemals zweifelsfrei wissen werden, ist h&ouml;chst unwahrscheinlich.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict2202.jpg" width="333" height="250" /><br /><span style="font-size:11px; ">Sch&ouml;nheit der Natur, egal woher</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Beliebigkeit, oder vielleicht besser Alternativenreichtum ist nat&uuml;rlich gef&auml;hrlich. Aber er setzt Sie ja nicht gefangen, im Gegenteil wurden Sie befreit. <br /><br />Sie sind Christ? Dann hat kein Atheist das Recht, Ihnen vorzuschreiben, an eine nicht gesch&ouml;pfte Welt zu glauben. Ihr christlicher Glaube ist frei! Sie sind Muslim? Dann hat Darwin auch Sie in Teilen davon befreit, sich irgendwelchen Kreuzfahrerlehren unterwerfen zu m&uuml;ssen. Wenn Sie Atheist sind, wissen Sie sowieso, was ich meine, m&uuml;ssen aber daran denken, dass Sie nicht das Recht haben, jemandem seine &Uuml;berzeugung zu entrei&szlig;en - Sie sind frei, er ist frei.<br /><br />In diesem Sinne stimmt es dann einmal: Wahrheit macht frei. Frei zu glauben, aber auch frei vom Zwang <em>zu</em> einem bestimmten Glauben.<br /><br />Wahrscheinlich ist es diese Freiheit, die den Kreationisten ein Dorn im Auge ist. Deshalb kommen die heute, wo das mit dem auf-den-Scheiterhaufen-schmei&szlig;en nicht mehr ganz so einfach geht, auch wissenschaftlich daher und stellen eine sogenannte Alternativ<em>theorie</em> zur Diskussion: die Lehre vom Intelligent Design, ID.<br /><br />ID besagt, dass bestimmte Aspekte des Kosmos und des Lebens besser durch eine intelligente Ursache (i.e. Gott) erkl&auml;rt werden als durch andere Theorien, insbesondere besser als die Annahme, dass Leben sich durch den ungerichteten Zufall entwickelt habe. So, sinngem&auml;&szlig;, etwa das <em>Discovery Institute</em>, eine f&uuml;hrende  us-amerikanische ID-Institution (die es sich auch nicht nehmen l&auml;sst, gerade heute, an seinem Geburtstag, kr&auml;ftig gegen Darwin zu <a href="http://www.discovery.org/a/9101" rel="external">polemisieren</a>).<br /><br />Es gibt viele Probleme, die die Heilslehre des ID zeitigt. Andererseits ist ID aber auch &uuml;berhaupt kein Problem - in bestimmter Hinsicht. Denn was ID zu sein vorgibt, ist es schlicht nicht, kann es schlicht nicht sein. ID ist n&auml;mlich keine rivalisierende wissenschaftliche Theorie, denn ID stellt sich au&szlig;erhalb der Wissenschaften, da seine Annahmen prinzipiell nicht nachpr&uuml;fbar sind. <br /><br />Die der Evolutionstheorie hingegen schon, denn in die noch vorhandenen sowie eine Vielzahl vermeintlicher L&uuml;cken dieser Beweise st&ouml;&szlig;t ID ja andauernd hinein. Nat&uuml;rlich ist ID herzlich eingeladen, auf diese L&uuml;cken aufmerksam zu machen; jeder ist aufgefordert, Wissenschaft durch Kritik weiterzubringen. Unredlich aber ist es, sich hinter dem Pulverrauch der vorgebrachten Kritik selbst als Wissenschaft zu gerieren, wenn man doch nichts weiter anbietet als Glaubensinhalte.<br /><br />Klar ist es denkbar, dass Gott das Universum so geschaffen hat, wie es denn aussieht, und auch, dass er es nur geschaffen hat, um den Menschen darin zu platzieren. Nur &uuml;berpr&uuml;fbar ist das eben nicht und deshalb ist ID eine Heilslehre (wenn man denn von &bdquo;Heil&ldquo; reden kann), keine Wissenschaft. Mit der gleichen Plausibilit&auml;t, die das ID vertritt, kann man davon ausgehen, dass hinter allem Sein das <a href="http://www.venganza.info/" rel="external">Fliegende Spaghettimonster</a> steckt. Und das ist mir viel sympathischer, wettert es doch wenigstens nicht gegen alle Freiheiten, die m&uuml;hsam gegen die Kirchenfundamentalisten erk&auml;mpft wurden. <br /><br />Was Darwin demgegen&uuml;ber anzubieten hatte, war eine lange Kette von empirischen Beweisen. Was er schuf war gute, nein, allerbeste Wissenschaft, so wie sie zu sein hat. Ja, Darwin war Atheist - sp&auml;ter. Aber der Weg dorthin war nicht leicht f&uuml;r ihn und die Beweise f&uuml;r die Evolution fand und interpretierte er schon zu Zeiten als er noch Christ war. Warum auch nicht, widerspr&uuml;chlich ist beides ja eben gerade nicht.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/darwin-2009.jpg" width="300" height="200" /><br /><span style="font-size:11px; ">Darwin 2009</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Charles Darwin, geboren am 12. Februar vor 200 Jahren. <br />Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch und vielen Dank f&uuml;r alles!<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Datenkontrollverlust - wie weit w&#xfc;rden Sie sich treiben lassen?</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-02-01T18:16:02+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4d960bd3cfa0fb736be057cdb630f29c-85.html#unique-entry-id-85</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4d960bd3cfa0fb736be057cdb630f29c-85.html#unique-entry-id-85</guid><content:encoded><![CDATA[Angesichts der in immer schnellerer Folge bekanntwerdenden &Uuml;berwachungsaktionen, die Wirtschaftsunternehmen ihren Angestellten angedeihen lassen, stellt sich die Frage ziemlich akut, wie weit Sie sich treiben lassen w&uuml;rden? Was w&uuml;rden Sie an Kontrolle &uuml;ber Ihre Daten zulassen? <br /><br />(Ganz davon abgesehen, dass das Datensammelgebaren des Staates diesen Gedanken eigentlich schon seit Jahren nahelegt: <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" rel="external">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a>.)  <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Was mich gerade heute dazu bringt, dieses Thema im Blog anzusprechen, ist eine Nachricht &uuml;ber die finnische Elektronikfirma Nokia, die das Thema &bdquo;Datenschutz in der Wirtschaft&ldquo; auf eine neue Stufe hebt. Nokia, das war schon l&auml;nger bekannt, strebt an, dass Finnland ein Gesetz erl&auml;sst, das es Nokia erlauben soll, die Grenzen der Kommunikations&uuml;berwachung, die Finnland gesetzlich eigentlich gezogen hat, zu &uuml;berschreiten und insbesondere den E-Mail-Verkehr seiner Mitarbeiter weitestgehend inhaltlich kontrollieren zu d&uuml;rfen. <br /><br />Heute ist ans Licht gekommen, dass Nokia diese Forderung mit der Drohung verbunden hat, den Firmens&iacute;tz aus Finnland abzuziehen, wenn dieses Gesetz nicht kommt. Also soll die Regierung ein Einlenken signalisiert und die Schaffung einer Lex Nokia versprochen haben. (Quellen: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Nokia-drueckt-Ueberwachungsrechte-fuer-E-Mails-durch--/meldung/126697" rel="external">Heise</a>, <a href="http://www.n-tv.de/1095424.html" rel="external">n-tv</a> sowie der <a href="http://www.n-tv.de/1095424.html" rel="external">Originalartikel</a> in der &bdquo;Helsingi Sanomat&ldquo;, der erfordert allerdings Finnischkenntnisse.) Zwar gibt es mittlerweile auch erste Dementis, doch die &uuml;berzeugen nicht, so dass die Frage also noch einmal dringlicher wird: Wie weit w&auml;ren Sie bereit mitzugehen?<br /><br />Denn was ist denn schon Schlimmes an dieser &Uuml;berwachung? Was w&auml;re schlimm daran, wenn Thyssen das einf&uuml;hrte? Oder Siemens? Oder die regionale Baumarktkette und der Sanit&auml;rbetrieb zwei Stra&szlig;en weiter oder die Kita &bdquo;Sonnenschein&ldquo; von gegen&uuml;ber? Was w&auml;re schlimm daran, wenn es Sie betr&auml;fe?<br /><br />Die allermeisten Mitarbeiter von Nokia haben, ebenso wie Sie liebe Leserin, lieber Leser auch, nicht das Geringste zu bef&uuml;rchten von so einer &Uuml;berwachung. Und dass ein paar schwarze Schafe dadurch eventuell gefasst werden, macht ihren Arbeitsplatz nur umso sicherer, denn die haben ja dem Betrieb geschadet.<br /><br />Die eine oder andere grenzf&auml;llige Onlinenutzung kann man ja auch auf zuhause verlegen: Buchmacher, Erotikshop usw. Und dass einem erst jetzt, angesichts der Einf&uuml;hrung der kompletten Online&uuml;berwachung, auff&auml;llt, dass man etwas  sooo viel Arbeitszeit bei Xing, Facebook oder MySpace verbringt, ist ja auch nicht schlecht, denn nun kriegt man wieder mehr geschafft. (Denn das geh&ouml;rt nun nat&uuml;rlich dazu - nicht allein E-Mail wird mitgelesen, auch die Nutzung und die Nutzungszeiten aller Internetsites und -dienste wird ab nun protokolliert.) <br /><br />Und selbst wenn Sie pers&ouml;nlich kein gutes Gef&uuml;hl dabei haben, &uuml;berwacht zu werden ... denken Sie nur an Ihre Abteilung ... w&uuml;rde von denen jemand aufbegehren? Nein? Dann st&uuml;nden Sie mit einer Beschwerde ja auch noch allein im kurzen Hemd vor der Chefin! M&uuml;ssen Sie sich das antun? K&ouml;nnen Sie sich das &uuml;berhaupt erlauben?<br /><br />Wie weit also w&uuml;rden Sie mitgehen? Sie werden unter Umst&auml;nden ein gutes St&uuml;ck zu laufen haben, denn den &Uuml;berwachern werden die Ideen nicht so schnell ausgehen ...<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/tatstatur_iphone.jpg" width="256" height="192" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Eine kleine Einf&#xfc;hrung in J.R.R. Tolkiens Werk und Leben ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-01-27T22:26:05+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ea5fd43b12cf425eaccae2336537f235-84.html#unique-entry-id-84</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ea5fd43b12cf425eaccae2336537f235-84.html#unique-entry-id-84</guid><content:encoded><![CDATA[... stelle ich heute online, da es sich einfach anbietet, um auch denjenigen Besuchern unter Ihnen einen der wichtigsten Schriftsteller der Welt nahezubringen, die wenig oder nichts von ihm gelesen haben oder nur die Filme <em>Der Herr der Ringe</em> von Peter Jackson kennen.<br /><br />Aber auch der Tolkien-Kenner und die Besucher, die meine Arbeiten &uuml;ber Tolkien kennen, finden den Artikel vielleicht recht interessant, da ich einige Punkte erstmals anrei&szlig;e, die ich sp&auml;ter in gr&ouml;&szlig;erer Tiefe zu untersuchen gedenke. So sind die Ideen &uuml;ber den Zusammenhang von Technikfeindlichkeit und dem Glauben Tolkiens in dieser Form meines Wissens nach so noch nicht angedacht worden. Auch die konzentrierte Erl&auml;uterung der Verbindung zwischen dem wissenschaftlichen Werk und dem Publikumserfolg Mittelerdes stelle ich hier das erste Mal so dar.<br /><br />Entstanden ist die kleine Arbeit, weil ich von den Rotariern in Oberhausen gebeten worden war, einmal eine Einf&uuml;hrung in das Thema Tolkien zu geben, von dem die meisten Mitglieder fast  nichts wussten. Da mir nur 25 Minuten zur Verf&uuml;gung standen, werden Sie die paar Abs&auml;tze auch in einer guten Viertelstunde gelesen haben. Ich glaube, es lohnt sich: <a href="../tolk_stuff/Inhalt - thematisch/kurzeinfuehrung.html" rel="external" title="Tolkien - eine Kurzeinführung">Bitte sehr</a>.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wood-and-creek.jpg" width="287" height="133" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Wo wir gerade &uuml;ber Tolkien sprechen: Anfang Mai werde ich auf polyoinos eine Inhaltsanalyse vorstellen, die erstmals detailliert (erbsenz&auml;hlerisch, k&ouml;nnte man auch sagen) auff&uuml;hrt, wie viele Anteile an Gewaltdarstellung in <em>Der Herr der Ringe</em> wirklich enthalten sind. Abonnieren Sie doch einfach den RSS-Feed und Sie bleiben auf dem Laufenden.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Starke&#x2c; schmale Schultern</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2009-01-21T21:36:56+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7909208cd1e12d8fc23afc3a7547c346-83.html#unique-entry-id-83</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7909208cd1e12d8fc23afc3a7547c346-83.html#unique-entry-id-83</guid><content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/blossoms.jpg" width="480" height="40" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Wow, muss der starke Schultern beweisen, und dass wo sie so schmal aussehen, die Schultern des 44. Pr&auml;sidenten der USA ... <br /><br />Als ich so durch die Fotos der Inauguration bl&auml;tterte, die derzeit auf einen einprasseln, dachte ich nur daran, unter welchem enormen Druck dieser Mann steht, der von Millionen, vielleicht Milliarden von Menschen mit messianischen Hoffnungen befrachtet wird. Wie will er dem gerecht werden? Anders als Frodo, dem sein &uuml;bermenschlich starker Wille allein gen&uuml;gte, w&uuml;rde Barack Obama nicht einmal ein solcher Wille hinreichende St&auml;rke verleihen.<br /><br />Der sogenannte m&auml;chtigste Mann der Welt ist auf derma&szlig;en viele Zu- und Mitarbeiter in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angewiesen, dass sein m&ouml;glicher Erfolg zu mehr als 95 Prozent von anderen abh&auml;ngt. Er kann nicht mehr sein als das Brennglas, das die Energien des Landes (und vielleicht eines gro&szlig;en Teiles der Welt) b&uuml;ndelt und so den allgemeinen Neuanfang erm&ouml;glicht. <br /><br />Der erste Tag beeindruckt mich schon einmal: Die Art und Weise, in der er das Wei&szlig;e Haus &uuml;bernahm und die Mitarbeiter/innen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,602734,00.html" rel="external">einschwor und ihnen Grenzen setzte</a>, das hatte was. Er wird sich schon damit erste Feinde gemacht haben. Und er wird sich noch viele Feinde machen m&uuml;ssen. Lassen Sie ihn erst einmal zw&ouml;lf Monate so weiterwirken und der Secret Service wird allen Grund haben, sich Sorgen um seine Sicherheit zu machen.<br /><br />Aber es geht ja nicht anders. So kann es in den USA und der ganzen westlichen Welt nicht weitergehen. Nicht &ouml;konomisch, nicht &ouml;kologisch, nicht gesellschaftlich, nicht auf der Ebene des allzu egoistischen Individuums. Wer da gegenlenken will, macht sich Feinde, denn ein derart umw&auml;lzender Wandel wird viele Unbequemlichkeiten bringen und manche Pfr&uuml;nden unterpfl&uuml;gen. <br /><br />Das geht nur, wenn die Menschen in den USA mitziehen. Und da wir Otto Normalverbraucher in Deutschland ebenso wie Joanna in Gabun, Cheng in China und Maria in Argentinien ebenso davon abh&auml;ngen, dass sich in den USA was &auml;ndert, damit sich auf der Welt was &auml;ndert, m&uuml;ssen wir alle, auf allen Kontinenten ebenso mitziehen. Bescheidener werden - in materieller Hinsicht. Optimistischer werden - in sozialer Hinsicht. Gl&uuml;cklicher sein - in spiritueller Hinsicht (ob als Atheist oder Gl&auml;ubige).<br /><br />Diese starken, schmalen Schultern m&uuml;ssen wir st&uuml;tzen, auch wenn der Mann noch so strahlend und erfolgreich scheint. Good luck, Mr. President!<br /><br /></p><p style="text-align:center;"> <img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/blossoms-2.jpg" width="480" height="40" /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Anderswelt</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2009-01-18T17:13:32+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/951a0b8b07c4c605f4c3a294978e71a5-81.html#unique-entry-id-81</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/951a0b8b07c4c605f4c3a294978e71a5-81.html#unique-entry-id-81</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern sa&szlig; ich viele Stunden mit so netten Schriftstellerkollegen wie Charlotte Kerner, Anja St&uuml;rzer, J&uuml;rgen Seidel, Susanne H&auml;rtel zusammen, weil wir ein Projekt besprachen, innerhalb dessen ein Buch mit Portr&auml;ts von Mary Shelley, Stephen King, Bram Stoker, Philipp K. Dick, Stanislaw Lem und Tolkien entstehen wird. Stundenlang bewegten wir uns gedanklich in deren Anderswelten.<br /><br />Als ich dann im Bett lag und noch etwas Musik h&ouml;rte, unter anderem &bdquo;Anderswelt&ldquo; von Schandmaul, und den Refrain in mir nachklingen lie&szlig; - &bdquo;Dreimal tanz im Sonnensinn um die alte St&auml;tte hin, dann wird offenstehn die Anderswelt, du wirst sie sehn&ldquo; - dachte ich, beileibe nicht zum ersten Male, dar&uuml;ber nach, wie es w&auml;re, die Anderswelt zu betreten. Und ich dachte daran, wie oft ich in Gespr&auml;chen mit Freunden, besonders aber auf Cons und im Rahmen von Lesungen, bei Gespr&auml;chen mit Fans und Zuh&ouml;rern, zu h&ouml;ren bekomme, dass bei dieser oder jenem ein sehnlicher Wunsch bestehe, die Anderswelten von Science Fiction und Fantasy betreten zu k&ouml;nnen. Das ist gut, birgt aber mehr als eine Gefahr. Beispielsweise die der Selbstt&auml;uschung.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/icegate2.jpg" width="119" height="270" /><br /><span style="font-size:11px; ">Vielgestaltig k&ouml;nnen die Zug&auml;nge zur Anderswelt auftreten</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Unterh&auml;lt man sich intensiver dar&uuml;ber, wie es w&auml;re, Urlaub von unserer Welt nehmen zu k&ouml;nnen, sie vielleicht sogar g&auml;nzlich hinter sich zu lassen, so ist es oftmals ein vielgestaltiges M&auml;ngelempfinden, das als Motiv daf&uuml;r, andere Welten besuchen zu wollen, zutage tritt. Da wird unsere Welt als n&uuml;chtern und langweilig oder auch als angsterregend empfunden. Oder, und das scheint mir noch &ouml;fter vorzukommen, konkret das eigene Leben wird als m&auml;ngelbehaftet, als mangelhaft oder ungen&uuml;gend erlebt. In den Welten von Schwert und Magie oder denen von Raumschiffen und Teleporterstationen wird dann eine Verzauberung des Lebens, meist aber auch eine Aufwertung der eigenen Person oder Bedeutung erwartet. Man will ja dann in der Regel nicht nur von Ferne zusehen, wie Eowyn und Merry dem Herrscher der Nazg&ucirc;l entgegentreten oder wie Picard mit Q diskutiert, sondern eigentlich will man ja auch mithelfen, will teilhaben - man will &bdquo;wer sein&ldquo; in der Anderswelt.<br /><br />Vorteil des Ausweichens in die Welten der Phantastik ist aber auch, dass man banalen ebenso wie schwer &uuml;berwindbaren Problemen im realen Leben ausweicht. Im Star Trek-Universum gibt es beispielsweise kein Geld; das wurde abgeschafft, denn f&uuml;r die materiellen Bed&uuml;rfnisse aller ist einfach gesorgt. Das ist nat&uuml;rlich besonders attraktiv, wenn der eigene Job lausig bezahlt ist oder man dauernd mit dem Minus auf dem Girokonto k&auml;mpfen muss. Kopfnoten, Weiterbildungen. Probezeiten und Praktika, Audits, Zwischenzeugnisse und Beurteilungen sind auch solche Sachen, die einen in Mittelerde nicht belasten k&ouml;nnen. Und was die Liebe angeht, so findet die meistens entweder nicht statt - was je nach eigener Situation ja auch eine befreiende Vorstellung sein kann - oder sie ist erf&uuml;llt.<br /><br />Nat&uuml;rlich sind realistisch betrachtet die Beschwernisse in der Anderswelt so gro&szlig;, dass man sie eigentlich jederzeit gegen einen cholerischen Boss oder einen geplatzten Kredit eintauschen w&uuml;rde, denn beides ist sehr viel einfacher zu ertragen, als durch Mordor zu ziehen oder von den Borgs assimiliert zu werden. Aber beim Hin&uuml;bertr&auml;umen ist es ja genau umgekehrt - die phantastischen Gefahren sind abstrakt, die hiesigen konkret und au&szlig;erdem geht es dr&uuml;ben ja doch fast immer gut aus.<br /><br />Doch nehmen wir mal an das ginge. Nehmen wir an, man w&uuml;rde den Wandschrank finden, der einen hin&uuml;ber bringt. W&uuml;rden Sie gehen? Es muss ja nicht f&uuml;r immer sein. Nehmen Sie einen Ariadnefaden mit und schauen Sie mal kurz. Was w&uuml;rden Sie finden?<br /><br />Alles m&ouml;gliche w&uuml;rden Sie finden. Das bleibt ganz Ihrer Phantasie &uuml;berlassen. Aber eines w&uuml;rden Sie immer <u>auch</u> finden - sich selbst. Und das ist die m&ouml;gliche gro&szlig;e Gefahr, die ich bei diesen Weltfluchttr&auml;umen sehe. Wenn Ihre Sorgen auch nur im Geringsten damit zu tun haben, dass Sie mit sich selbst im Unreinen sind, dass Sie ein Problem in der Seele tragen - eine Angst, eine Unzufriedenheit, etwas, dass Sie als Unzul&auml;nglichkeit (evtl. auch nur unterbewusst) empfinden - dann werden Sie das in der Anderswelt nicht los.<br /><br />Sie k&ouml;nnen vor Situationen fl&uuml;chten, aber nicht vor sich selbst. Viele Menschen, die glauben, dass sie ihr Leben &auml;ndern m&uuml;ssen, realisieren nicht, dass ihr Unbehagen oder Ungl&uuml;ck in ihnen liegt und dass sie es mitnehmen werden, egal wovon sie sich ab- und was sie sie sich zuwenden. Dann hilft es auch nicht, bis in den Gammaquadranten vorzudringen.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/icetwig2.jpg" width="227" height="187" /><br /><span style="font-size:11px; ">Manch rettender Ast ist ganz sch&ouml;n kalt</span><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Nat&uuml;rlich betrifft das auf keinen Fall alle Tr&auml;umer, die gerne ein wenig in den Anderswelten st&ouml;bern m&ouml;chten. Das w&uuml;rde ich bei sich bietender Gelegenheit ja auch nur allzu gerne machen. Und ich hoffe doch sehr, dass ich nicht unbewusst vor mir weglaufen m&ouml;chte. Zudem kenne ich so manche Andersweltenreisende, von der ich ganz sicher bin, dass sie nicht vor sich weg-, sondern nur aus neugieriger Freude einer Faszination entgegenl&auml;uft. Aber ich kenne auch die anderen ...<br /><br />Es gibt diese Form des Eskapismus, diese Flucht, bei der man das, wovor man eigentlich flieht, mit sich tr&auml;gt und ihm deshalb nie entkommen kann. Diese Flucht ist falsch! K&ouml;nnte das auch auf Sie zutreffen? Ich hoffe doch nicht. Falls aber doch - auch beim leisesten &bdquo;k&ouml;nnte&ldquo; - erforschen Sie sich. Denken Sie einfach ehrlich &uuml;ber sich nach. Das mag schwieriger werden als die komplizierteste Meditations&uuml;bung, aber es gibt am Ende nur diesen einen Weg.<br /><br />Die Anderswelten von Buch, Film und Onlinerollenspiel k&ouml;nnen ihnen nicht helfen, sich vor sich selbst zu verstecken; Sie werden dort nicht gl&uuml;cklich werden, wenn Sie das Ungl&uuml;ck mitbringen.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Vampirgeschichte erschienen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2009-01-09T12:17:23+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/14e42e140a4f3feb8188e91d251af39e-80.html#unique-entry-id-80</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/14e42e140a4f3feb8188e91d251af39e-80.html#unique-entry-id-80</guid><content:encoded><![CDATA[Vielleicht war der eine oder andere von Ihnen auf dem letzten Elbenwaldspektakel? Dann erinner Sie sich, dass ich dort eine Lesung mit Markus heitz, Markolf Hoffmann und Friedhelm Schneidewind hatte, bei der ich eine etwas andere Vampirgeschichte erz&auml;hlte. Eine Hommage an den gro&szlig;artigen Ambrose Bierce und seine Geschichte von der Br&uuml;cke &uuml;ber den Eulenbach.<br /><br />Diese Geschichte, &bdquo;Ein Zwischenfall in der Eulenburg&ldquo;, ist in der aktuellen &bdquo;phantastisch!&ldquo; abgedruckt, die ab jetzt im Handel ist. Falls Sie sie lesen, w&uuml;rde ich mich &uuml;ber R&uuml;ckmeldungen sehr freuen. Ansonsten viel Spa&szlig;, auch wenn es ziemlich blutig zugeht.<br /><br /><p style="text-align:center;"> <img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/cover_phantastisch.jpg" width="298" height="421" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Ach ja - ich w&uuml;nsche ein frohes neues Jahr!<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Frohes neues&#x2c; gutes altes ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-12-30T13:06:29+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4a489729998c660595a999cbda0d4f8e-79.html#unique-entry-id-79</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4a489729998c660595a999cbda0d4f8e-79.html#unique-entry-id-79</guid><content:encoded><![CDATA[2008 geht, 2009 ist schon fast da. Hmm, es ist nat&uuml;rlich hoch artifiziell, Zeitl&auml;ufte willk&uuml;rlich durch bestimmte Daten einzuteilen, aber der menschliche Ordnungssinn braucht so etwas, auch und gerade, um sich denkend orientieren zu k&ouml;nnen. Ein kurzer Blick zur&uuml;ck und voraus also, der sich um einen eigentlich insignifikanten Tageswechsel dreht.<br /><br />2008 war, was &bdquo;the big picture&ldquo; angeht, sicherlich ein Jahr, dass fast v&ouml;llig vom Wirtschaftsgeschehen bestimmt war. Das Finanzsystem brach also fast zusammen. Das wird auch 2009 stark negativ beeinflussen - glauben Sie mir, das ich das Folgende durchaus in sorgender Anerkenntnis der Tatsache schreibe, dass viele Menschen weltweit in durch Arbeitsplatzverluste in Not geraten werden -, aber letztlich habe ich ein ziemlich starkes Gef&uuml;hl, dass diese Finanzkrise genau richtig kam. <br /><br />Die &Ouml;konomen haben in den letzten zwanzig Jahren einen immer wilder werdenden Tiger geritten, aber der jetzige Sturz ist schmerzhaft, doch nicht t&ouml;dlich, was er in zwei, drei Jahren vielleicht durchaus geworden w&auml;re. So kommt die Erkenntnis, dass Schneeballsysteme nicht funktionieren k&ouml;nnen und das Geld nur dann einen Sinn hat, wenn es eine Stellvertreter- oder Pfandfunktion f&uuml;r echte Waren und Werte darstellt, noch rechtzeitig. Die kommende Flaute wird die Welt ertragen.<br /><br />Und daraus lernen. Es stimmt ja gar nicht, dass man nicht aus der Geschichte lernt, es ist nur so, dass es sooo viel ruhiges Bedenken erfordert, die historischen Lektionen zu beherzigen. Aber bei aller Hektik im vergangenen Herbst, wurden doch beispielsweise die Lektionen der Weltwirtschaftskrise der Drei&szlig;iger Jahre ganz gut umgesetzt und die gr&ouml;bsten Fehler wurden vermieden. Aus dem Herbst 2009 werden die &Ouml;konomen neue Dinge lernen und ihre Theorien und Instrumente weiter verbessern.<br /><br />Und auch wir Nicht&ouml;konomen k&ouml;nnen wichtige Dinge aus der Krise lernen. Zuerst vielleicht die Tatsache, dass das mit den Schneeballsystemen nie und auch nicht in unseren Leben funktionieren kann. Ich finde diese Gier so erstaunlich, die Menschen dazu veranlasst, einfach den Hals mit Geld nicht vollkriegen zu k&ouml;nnen. <br /><br />Da reicht es also nicht aus, dass ein Unternehmen eine Rendite von gesunden 5 Prozent macht. 5 Prozent scheint mir eine allseits vertr&auml;gliche Wertsch&ouml;pfung zu sein, die nachhaltig wirken kann. Ich h&auml;tte gerne ein unkompliziertes Sparkonto, das 5 Prozent abwirft. Das w&uuml;rde mir dann aber auch reichen. Aber nein ...<br /><br />Da reicht es auch nicht, dass ein Unternehmen eine Rendite von 15 Prozent erreicht. Das ist ein Wachstum, das, egal in welcher Branche, doch schon nicht nachhaltig sein kann, denn so kann es doch nicht immer weitergehen, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Aber nein ... reicht auch noch nicht.<br /><br />Da gibt es dann, etwa im IT- oder Energiebereich, Unternehmen, die mehr als 15 Prozent schaffen. Jetzt geben die eine &bdquo;Gewinnwarnung&ldquo; aus, dass der n&auml;chste Quartalsgewinn nicht 20, sondern nur noch 15 Prozent (also immer noch nichtnachhaltiges Wachstum) betragen wird, und dann verliert so ein h&ouml;chstprofitables Unternehmen 25 Prozent an (B&ouml;rsen-)Wert. Die hinter dieser &sbquo;Entt&auml;uschung&lsquo; stehende Gier verstehe ich schlicht nicht. Sie ist mir einfach nicht nachvollziehbar. Doch war es das schon? Aber nein ... es geht noch doller.<br /><br />Denn man kann ja auch 25 Prozent als Renditeziel ausgeben. Oder versprechen, und zwar als j&auml;hrliches Ziel. Das ist aber, und da haben die deutschen Bisch&ouml;fe zu Weihnachten v&ouml;llig Recht gehabt, so unlauter, dass es an Betrug grenzt.<br /><br />Warum diese Gier? Ich verstehe jeden Goldgr&auml;ber am Klondike im 19. Jahrhundert, der, aus einer armseligen materiellen Situation kommend, bei einem Goldfund ausflippt und &uuml;ber alle Str&auml;nge schl&auml;gt. Ich kann auch nachvollziehen, warum Menschen sich &uuml;ber einem solchen Fundort gegenseitig erschie&szlig;en. (Nachvollziehen hei&szlig;t weder billigen noch entschuldigen.) <br /><br />Aber die Gier eines Menschen, der als Milliard&auml;r mit Aktien zockt, um aus 7 Milliarden Euro 9 Milliarden zu machen, und dabei ein Riesenunternehmen mit all dessen sozialen Verantwortlichkeiten aufs Spiel setzt - eine solche Gier verstehe ich nicht. Das ist so absurd, das kann doch nur als pathologisch erkl&auml;rt werden, oder? <br /><br />Ganz &auml;hnlich aber ist die Gier gelagert, die auf den Aktion&auml;rsversammlungen und auf dem B&ouml;rsenparkett zum Ausdruck kommt, wenn abgestraft wird, wer keinen exorbitant hohen Gewinn, sondern nur einen sehr hohen Gewinn erreicht. In geringerem Ausma&szlig; zeigt sich hier die gleiche Absurdit&auml;t wie im Verhalten des erw&auml;hnten Milliard&auml;rs.<br /><br />Das Kontinuum des m&ouml;glichen materiellen Besitzes ist ein endliches; das ist doch v&ouml;llig klar, oder? Wieso strebt man dann danach, Systeme zu errichten, die eine unendliche Menge von Besitz erzeugen oder zur Verf&uuml;gung stellen sollen?<br /><br />Oder wird nur versucht, von dieser endlichen Menge durch all diese unlauteren Konstruktionen einen nahezu unendlich gro&szlig;en Anteil f&uuml;r sich abzuzweigen oder anderen zu versprechen, um an deren Geld zu kommen? Wer das versucht, liegt aber selbst im Erfolgsfall falsch, denn eine solche Sucht zerst&ouml;rt das soziale Wesen des Menschen und versperrt ihm, weil es gegen seine eigentliche Natur ist, den Weg zum pers&ouml;nlichen Gl&uuml;ck ebenso wie den Weg zum Gl&uuml;ck im pers&ouml;nlichen Umfeld, das ja auch gerne als Entschuldigung f&uuml;r Gier genommen wird ( &bdquo;Ich muss f&uuml;r die Familie sorgen.&ldquo; )<br /><br />Es liegt eine gro&szlig;e (Erkenntnis-)Chance in der derzeitigen Krise. Diese Krise wird auch wieder vergehen, das ist sicher. Aber dann ist auch die Chance zum Lernen vergangen, die wir besser jetzt ergreifen, wo uns der Frack noch saust.<br /><br />Ich w&uuml;nsche uns allen ein besseres 2009 und eine noch bessere Zukunft all die anderen Jahre ... gehen Sie lieber spazieren, als B&ouml;rsenkurse am PC zu verfolgen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/leaf2.jpg" width="278" height="231" /><br /><br /> </p>]]></content:encoded></item><item><title>Selektion durchgef&#xfc;hrt</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-12-24T12:33:14+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/af8ac33254bffaddd71551e35abc8b20-78.html#unique-entry-id-78</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/af8ac33254bffaddd71551e35abc8b20-78.html#unique-entry-id-78</guid><content:encoded><![CDATA[Hmm, jetzt haben Sie es also in Gro&szlig;britannien gemacht. Zwei Embryos hinsichtlich ihrer genetischen Merkmale f&uuml;r das Geborenwerden und das Leben ausgesucht. Und 9 weitere verworfen.<br /><br />Hintergrund war ja, dass in den Familien der werdenden Eltern eine massive genetische Vorbelastung f&uuml;r Brustkrebs vorhanden ist. Die selektierten Embryonen tragen das sogenannte Brustkrebs-Gen nicht, das mit 50-85%iger Wahrscheinlichkeit bei einem mit dem Gen belasteten Kind zum Ausbruch von Brustkrebs im Erwachsenenalter gef&uuml;hrt h&auml;tte.<br /><br />Ich stelle mir jetzt vor, dass diese Familie das nicht gemacht h&auml;tte. In etwa 15 bis 25 Jahren h&auml;tte dann eine junge Frau vielleicht ihre Eltern angegriffen: <br />&bdquo;Warum habt Ihr mich nicht mit den damaligen M&ouml;glichkeiten der Medizin ohne das verdammte Gen zur Welt kommen lassen?&ldquo;<br />&bdquo;Weil Du dann nicht auf der Welt w&auml;rest. Man h&auml;tte Dich verworfen.&ldquo;<br />Und wenn dann, wiederum zwanzig Jahre sp&auml;ter, die nicht mehr so junge Frau an Krebs erkrankt, dieser aber im ganz fr&uuml;hen Stadium behandelt und geheilt wird, denn die Frau betriebe nat&uuml;rlich eine sehr gewissenhafte Vorsorge, dann wird diese Frau sp&auml;testens verstanden haben. Und ihre Eltern.<br /><br />Suchen Sie nicht danach, mit technischen Mitteln Perfektion zu erreichen. Perfektion ist unerreichbar, man kann sich ihr nur ann&auml;hern. Aber nur durch eigene Anstrengungen und harte Arbeit an sich selbst und nicht durch Eingriffe von au&szlig;en. Anders w&auml;re auch schlecht.<br /><br />Mehr Infos? <a href="../philstuff/symposium_vechta.htm" rel="external" title="Pränataltherapien">Bitte hier weiterlesen</a>.<br /><br />Ach ja - frohe Weihnachten Ihnen allen ...<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Fade away ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-12-17T12:02:26+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/89589926c87d0959fbc3e155cfb6f0de-77.html#unique-entry-id-77</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/89589926c87d0959fbc3e155cfb6f0de-77.html#unique-entry-id-77</guid><content:encoded><![CDATA[&bdquo;It&acute;s better to burn out than to fade away&ldquo; fand Neil Young schon vor vor vielen Jahren. Wenn man sich die ganzen alten Rockstars so anschaut, scheint dieser Spruch nicht so sehr viel Eindruck gemacht zu haben (und das ist auch gut so, denken Sie bspw. nur, was wir vermissen w&uuml;rden, wenn wir heute nicht alle auf Keith Richards 65sten ansto&szlig;en k&ouml;nnten - cheers). <br /><br />Aber irgendwas ist schon dran an dem Spruch, denn ein langsames Schwinden hat - neben allem potenziellen Leiden, das hinter dem Bild eines konkreten Schwindens stehen mag - etwas sehr Trauriges. <br /><br />Daran musste ich zuerst denken, als ich gerade las, dass die Astrophysik einen gro&szlig;en Sprung bei der Erkl&auml;rung des Universums vorgenommen hat. Durch die Untersuchung kosmischer R&ouml;ntgenstrahlung ist es  gelungen, der geheimnisvollen Dunklen Materie ein bisschen weiter auf die Spur zu kommen.  Das Geheimnis ist noch nicht gel&ouml;st, aber es sind weitere Indizien f&uuml;r die Wirkung der &bdquo;dark matter&ldquo; gefunden worden. <br /><br />Damit verdichten sich auch die Hinweise darauf, wie es einmal mit dem Universum einmal enden wird. Die gro&szlig;e Frage ist ja, ob das Universum einmal implodieren wird oder ob es immer weiter w&auml;chst, sich immer weiter ausdehnend immer k&auml;lter und dunkler wird, bis nur noch eine gro&szlig;e, fast leere Schw&auml;rze &uuml;brig ist, die man genauso gut als Nichts bezeichnen k&ouml;nnte.<br /><br />Und das scheint die Wirkung der Dunklen Materie zu sein. Sie sorgt wahrscheinlich mit einer negativen Gravitationswirkung daf&uuml;r, dass die Expansion des Universums immer weiter geht. Hier die <a href="http://esciencenews.com/articles/2008/12/16/dark.energy.found.stifling.growth.universe" rel="external">Kurzfasssung von e! Science-News</a>:<br />&bdquo;These results have consequences for predicting the ultimate fate of the universe. If dark energy is explained by the cosmological constant, the expansion of the universe will continue to accelerate, and the Milky Way and its neighbor galaxy, Andromeda, never will merge with the Virgo cluster. In that case, about a hundred billion years from now, all other galaxies ultimately would disappear from the Milky Way's view and, eventually, the local superclusters of galaxies also would disintegrate.&ldquo;<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict0920.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Praktische Auswirkungen hat das nat&uuml;rlich nicht. Aber es stimmt mich irgendwie traurig. The universe fades away ... Das ist meiner Meinung nach mit Sinnlosigkeit behaftet. Ein Universum, das nach gro&szlig;artigem Urknall irgendwann wieder zusammenschnurrt und implodiert, das kommt mir lebendig vor, das erweckt in mir das Bild eines Pulsierens, denn ich bin sicher, dass die Implosion irgendwo zu einer neuerlichen Explosion, einem neuen Urknall f&uuml;hrt. Das kommt mir vor wie ein Abbild des Lebens ... ein Abbild des Zyklus aus Geburt und Tod. <br /><br />Nehmen Sie demgegen&uuml;ber ein schlichtes Versanden in der Unendlichkeit. Traurig, oder?<br /><br />Hilft aber nix, mit Tatsachen - besonders denen der Naturgesetze - muss man leben. Und praktische Auswirkungen hat es ja, wie gesagt, keine.<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Nachgewiesen: Geteilte Freud&#x27; ist doppelte Freud&#x27; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-12-06T11:17:25+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ee0d02d6aea729a8c5731f7ad436234c-75.html#unique-entry-id-75</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ee0d02d6aea729a8c5731f7ad436234c-75.html#unique-entry-id-75</guid><content:encoded><![CDATA[Eine &uuml;ber fast 20 Jahre angelegte Studie von James Fowler und Nikolas Christakis mit mehr als 5 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat jetzt Beweise daf&uuml;r erbracht, dass an dem Sprichwort von der geteilten Freude etwas dran sein muss. Es konnte n&auml;mlich gezeigt werden, dass Gl&uuml;cklichsein auch ein soziales Ph&auml;nomen ist, ein Ph&auml;nomen vor allem, das sich in sozialen Netzwerken wie Familien, Nachbarschaften, Betrieben, Vereinen usw. in der Art einer Grippeinfektion verbreitet.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/pict0689.jpg" width="333" height="250" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Die Studie, ein Nebenprodukt einer Langzeituntersuchung &uuml;ber Herzkrankheiten, die seit 1948 in Massachusetts, USA, durchgef&uuml;hrt wird, konnte zeigen, dass die Empfindung, gl&uuml;cklich zu sein, sich in sozialen Gruppen verbreitet und zwar &uuml;ber bis zu drei Stufen, so dass also ein gl&uuml;cklicher Ehemann einer Kollegin aus dem Sportverein Ihrer Frau, den Sie nie kennenlernen werden, dazu beitr&auml;gt, Ihr Leben zu verbessern. Und was noch besser ist, Ungl&uuml;cklichsein verbreitet sich auf diesen sozialen Wegen viel schlechter als Gl&uuml;cklichsein. Das steht in einer vorgestern erschienen Studie des British Medical Journal, deren Text kostenfrei online heruntergeladen werden kann, <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/337/dec04_2/a2338" rel="external" title="Spread of Happiness">und zwar hier</a>. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es bei <a href="http://esciencenews.com/articles/2008/12/04/happiness.a.collective.not.just.individual.phenomenon" rel="external">e-Science-News</a>. Eine deutschsprachige Quelle ist mir leider nicht bekannt.<br /><br />Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Infekti&ouml;sit&auml;t positiver Stimmungen wird von den Forschern im Bereich der Evolutionsbiologie gefunden, das Ph&auml;nomen w&auml;re also somit genetisch determiniert. Es ist seit langem bekannt, dass es eine biologisch fundierte Anlage zur Empathie, zum Mitf&uuml;hlen also gibt, die auch soweit geht, dass eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit besteht, sich von den Stimmungen anderer Menschen beeinflussen zu lassen: Dein Lachen ist ansteckend, sagt schon der Volksmund und liegt damit wie so oft richtig. Auch bei Primaten gibt es das Ph&auml;nomen der &bdquo;play faces&ldquo;, der freundlichen Gesichtsausdr&uuml;cke, die den Zusammenhalt in Affenhorden st&auml;rken.<br /><br />Genauso wie Gel&auml;chter und L&auml;cheln dient demnach auch beim Menschen die Empathie dazu, soziale Bande zu st&auml;rken. Das ist soweit nichts Neues. Was aber neu ist, ist erstens, dass das im Vergleich zu blo&szlig;em L&auml;cheln &auml;u&szlig;erst komplexe Gef&uuml;hl des Gl&uuml;cklichseins sozial &uuml;bertragen wird und dies zweitens &uuml;ber weitere Strecken als von Individuum zu Individuum, n&auml;mlich quer durch soziale Netzwerke und &uuml;ber die Grenzen des pers&ouml;nlichen Bekanntseins hinweg. Kaskaden des Gl&uuml;cks sind &uuml;ber Bekanntschaftsgruppen hinweg beobachtbar.<br /><br />Das ist im &Uuml;brigen auch ein in keiner Weise &uuml;berraschender Befund, auch wenn der Nachweis erst jetzt erstmals gelang. Denn Gl&uuml;cklichsein ist eine ganz wesentliche Bedingung f&uuml;r das gelingende Leben eines mit Bewusstsein und Selbstbewusstsein ausgestatteten Gesch&ouml;pfes, eines Gesch&ouml;pfes also, das auch unabh&auml;ngig von Instinkten sein Leben f&uuml;hren muss. Dass die Evolution eine &Uuml;bertragbarkeit dieses Zustandes hervorgebracht hat, ist nur eine weitere Ausformung der evolutionstypischen Eigenschaft, alle m&ouml;glichen Bedingungen f&uuml;r das &Uuml;berleben zu f&ouml;rdern. Dass sich Ungl&uuml;cklichsein - wenn auch aus noch nicht gekl&auml;rten Umst&auml;nden - nicht so gut verbreitet, ist ein weiteres Indiz f&uuml;r die Stichhaltigkeit der Hypothese von der evolutionsbiologischen Herkunft des nachgewiesenen Ph&auml;nomens.<br /><br />Ich halte das f&uuml;r einen weiteren Indikator daf&uuml;r, dass gro&szlig;e Teile der oft verteufelten soziobiologischen Annahmen richtig sind (der &sbquo;b&ouml;se&rsquo; Edward Wilson - Sie erinnern sich?), vor allem der Teil, der besagt, dass wir Menschen schon von unserer Biologie her soziale Wesen sind, die einander zur bestm&ouml;glichen Entfaltung der Pers&ouml;nlichkeit wie auch des pers&ouml;nlichen Gl&uuml;ckes brauchen. Da dies aber nur bei Beachtung ethischer Grundregeln geht - schlie&szlig;lich liegen uns auch negative Emotionen wie Neid, Habgier, Eifersucht inne - sehe ich mich ein weiteres Mal darin best&auml;tigt, die von der Philosophie schon lange f&uuml;r &uuml;berholt gehaltene Gef&uuml;hlsethik David Humes zu rehabilitieren.<br /><br />Das ist das Programm, wie ich es in <a href="../philstuff/schluesse.html" rel="external" title="Ethikbuch">meiner Dissertation</a> ausf&uuml;hrte. Dort schlug ich vor, eine durch rationale und an John Rawls&acute; Spzialphilosophie orientierte Gesetze eingegrenzte Emotionalit&auml;t als Richtschnur f&uuml;r das bestm&ouml;gliche Zusammenleben zur Geltung zu bringen. Der nun vorgelegte Befund &uuml;ber die Verbreitungsweise von Gl&uuml;cklichsein hat zwar direkt nichts mit Ethik zu tun, aber er weist auf den Stellenwert des Gl&uuml;ckes f&uuml;r das &Uuml;berleben selbstbewusster Lebewesen hin. <br /><br />Dass dieses Gl&uuml;ck im hohen Ma&szlig;e durch die soziale Lebensweise in Gruppen gef&ouml;rdert wird und durch diese Lebensweise verst&auml;rkt wird, w&auml;hrend Ungl&uuml;cklichsein diese Verst&auml;rkung nicht erf&auml;hrt, bedeutet, dass unsoziale Verhaltensweisen wie Egoismus, R&uuml;cksichtslosigkeit und sozialpathologische Verhaltensweisen, f&uuml;r das eigentliche Wesen des sozialen Lebewesens Mensch nicht nat&uuml;rlich sind, sondern Ausw&uuml;chse darstellen, die sich f&uuml;r das Gl&uuml;ck und &Uuml;berleben der Menschen als kontraproduktiv erweisen. Und das ist wiederum ein Befund, der f&uuml;r die Ethik von hoher Relevanz ist. <br /><br />Eine Ethik, die wie die von mir vorgeschlagene Gef&uuml;hlsethik beschaffen ist, schafft genau den Raum, der f&uuml;r die Verbreitung des Gl&uuml;cklichseins f&ouml;rderlich ist. Insofern lese ich den Befund aus der Studie von Fowler und Christakis als Best&auml;tigung daf&uuml;r, mit meiner Ethik auf dem richtigen Weg zu sein.  <br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/gaensebluemchen.jpg" width="312" height="252" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Allerdings gibt es keinerlei Erkenntnisse dar&uuml;ber, wie es mit der Verbreitung des Gl&uuml;cklichseins in internetbasierten sozialen Netzwerken wie MySpace, Facebook, Studi- und Sch&uuml;ler VZ oder Xing ist. Da sich in der Studie jedoch zeigte, dass die infekti&ouml;se Verbreitung von Gef&uuml;hlen stark von der N&auml;he der Menschen zueinander abh&auml;ngt, glaube ich nicht, dass Computernetzwerke in der Lage sind, Gl&uuml;ckscluster in der gleichen Art auszubilden wie Netzwerke auf der Basis pers&ouml;nlichen Kontakts. Da fehlt einfach eine wichtige soziale Komponente, die sich nicht technisch vermittelt erleben l&auml;sst, wie ich schon vor &uuml;ber zehn Jahren im <a href="http://www.december.com/cmc/mag/1997/feb/wein.html" rel="external" title="Netizens and Citizens">Computer Mediated Magazine</a> ausf&uuml;hrte. <br /><br />Zumindest aber sind Computernetzwerke dazu in der Lage, Erstkontakten den Weg zu ebnen und sp&auml;ter, wenn man sich im echten Leben kennen und m&ouml;gen gelernt hat, Kontakte aktuell zu erhalten. Zudem werden die Kontakte &uuml;ber weit auseinander liegende Gruppenzugeh&ouml;rigkeiten hinweg - wie verschiedene L&auml;nder, Ethnien und Weltanschauungen - deutlich vereinfacht und schaffen so vorher in dieser Form nicht existierende Ber&uuml;hrungspunkte, die sich zu neuen Gruppen und neuen Verbindungen zwischen Gruppen ausbilden k&ouml;nnen. So gesehen k&ouml;nnen Computernetzwerke als Keimzellen sozialer Gruppen dienen und sp&auml;ter die Aufrechterhaltung von Verbindungen stark vereinfachen. Indirekt dienen sie dann auch dazu, Gl&uuml;ck zu verbreiten ...<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Was uns in der Krise wirklich fehlt ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-12-05T12:30:03+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aab237674d301d6c5a89cddfa6670819-74.html#unique-entry-id-74</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/aab237674d301d6c5a89cddfa6670819-74.html#unique-entry-id-74</guid><content:encoded><![CDATA[... das haben heute die Kabarettisten J&uuml;rgen Becker und Didi J&uuml;nnemann in der <a href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/detail.phtml?id=151940" rel="external">Fr&uuml;hst&uuml;ckspause</a> auf WDR2 genial auf den Punkt gebracht. Deshalb heute mal nix von mir, sondern O-Ton der Herren Becker und J&uuml;nnemann:<br /><br />&bdquo;An den vielen bl&ouml;den Vorschl&auml;gen aus Politik und Wirtschaftslobby [zur Bew&auml;ltigung der Finanz- und Wirtschaftskrise] kann man seh&acute;n, wat wir heute wirklich brauchen: Bildung!&ldquo;<br /><br />In diesem Sinne ...<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Bildungsfinanzbericht 2008 - traurig&#x2c; traurig ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-12-03T18:12:51+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0a38e09ceec09b5dbd57ed831ef1427e-73.html#unique-entry-id-73</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0a38e09ceec09b5dbd57ed831ef1427e-73.html#unique-entry-id-73</guid><content:encoded><![CDATA[Gerade wurde der <a href="https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?CSPCHD=0000000100004g58dgCN000000DQsYaXHKbEfCCHAb_yJuuw--&cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1023160" rel="external" title="Bildungsfinanzbericht 2008">Bildungsfinanzbericht 2008 ver&ouml;ffentlicht</a>. Ganz frisch und deshalb noch ohne Kommentar von selbstbeweihr&auml;uchernder Politikerseite, die sicher hervorheben wird, dass die Bildungsausgaben seit 2005 bundesweit deutlich anstiegen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Ja, stimmt schon. Von besch&auml;mend niedrigem Niveau stiegen die Ausgaben auf viel zu niedriges Niveau. Denn die wichtigere Zahl ist der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) und dieser Anteil ist gesunken (vgl. S. 15). Das stellt n&auml;mlich in aller Deutlichkeit heraus, dass das deutsche Bildungsbudget klar hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zur&uuml;ckliegt. <br /><br />Das ist aber f&uuml;r ein Land, das zunehmenden Fachkr&auml;ftemangel erwartet, dass mangels anderer Rohstoffe vor allem auf sein &sbquo;Humankapital&rsquo; (was f&uuml;r ein Wort) setzt und dass enorme politische Probleme kriegen wird, wenn der Lebensstandard, der in hohem Ma&szlig;e von der Bildung und Ausbildung seiner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger abh&auml;ngt, nennenswert sinkt, eine Entwicklung, die Politiker wohl &bdquo;nicht hinnehmbar&ldquo; nennen w&uuml;rden - wenn nicht ein sehr gro&szlig;er in gro&szlig;en und kleineren Koalitionen versammelter Teil von ihnen an dieser Entwicklung aktiven Anteil h&auml;tte ...<br /><br />Schade, dass dieser Befund auch wieder ohne Beachtung und Konsequenzen untergehen wird ...<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Vielen Dank f&#xfc;r die Geburtstagsw&#xfc;nsche&#x2c; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-12-03T18:04:32+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9a796f2369280e9934ac1e3dd169c1f3-72.html#unique-entry-id-72</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9a796f2369280e9934ac1e3dd169c1f3-72.html#unique-entry-id-72</guid><content:encoded><![CDATA[... die dieses Jahr in gro&szlig;er Zahl eintrafen. Ich habe mich sehr gefreut.<br /><br />Ich bem&uuml;hte mich gestern, mich bei allen lieben Menschen pers&ouml;nlich zu bedanken, aber teils kamen &uuml;ber Social Networks und andere Quellen ja auch Sammelgl&uuml;ckw&uuml;nsche. Euch allen vielen Dank daf&uuml;r, dass Ihr an mich gedacht habt!!!<br /><br />Also - 46 Jahre, aber unverdrossen und zuversichtlich geht es weiter. Ich blicke auf ein gutes Jahr mit einigen Erfolgen zur&uuml;ck - Ehrung durch Elffeast, 1. und 2. Preis beim Deutschen Phantastik Preis, ein tolles Buch zusammen mit Margaret Hiley, ein deutliches Umsatzwachstum meiner kleinen Firma. Ein paar R&uuml;ckschl&auml;ge und die eine oder andere kleine Entt&auml;uschung hat es auch gegeben, aber das Positive &uuml;berwiegt bei Weitem.<br /><br />Letzteres vor allem, weil ich mich auf so viele liebe Menschen verlassen kann, die mir vielf&auml;ltig verbunden sind. Teils auch Menschen, die ich nie im realen Leben getroffen habe, teils Menschen, die nach Jahren ohne jeden Vorbehalt an alte Freundschaften ankn&uuml;pften und nat&uuml;rlich all jene treuen Wegbegleiter, mit denen ich zusammenarbeiten und -leben darf. <br /><br />Vor allem aber geht nat&uuml;rlich der h&ouml;chste Dank an meine Familie f&uuml;r ein wirklich gutes Jahr!<br /><br />Bis bald!<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Schulpolitik in NRW besinnt sich - gut&#x21;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-11-24T11:40:16+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/98782142f1d809c9212f2e0626906869-71.html#unique-entry-id-71</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/98782142f1d809c9212f2e0626906869-71.html#unique-entry-id-71</guid><content:encoded><![CDATA[Erst wollte ich ja voller b&ouml;sartigen Lachens losbr&uuml;llen, als ich heute morgen las, dass die Regierung in NRW auf einmal daf&uuml;r pl&auml;diert, Kinder schulisch doch nicht so unter Druck zu setzen und ihre Schullaufbahn mit &bdquo;mehr Gelassenheit&ldquo; zu verfolgen. Aber jetzt freue ich mich doch, dass ein wenig Einsicht eingekehrt ist und lasse die H&auml;me mal - weitgehend - au&szlig;en vor.<br /><br />Denn wer sagt denn da solche klugen Dinge? Die Regierung, die hier das Turbo-Abitur und eine allgemein derma&szlig;en starke Straffung der Lehrpl&auml;ne angeordnet hat, dass seitdem die Schulkinder in NRW einem au&szlig;erordentlichen Lernstress ausgesetzt sind, der zu mittlerweile massiven Elternprotesten auch unserer leistungsbewussten Bev&ouml;lkerungskreise f&uuml;hrt. Und jetzt erkennen die gleichen Leute, dass ein &sbquo;fit f&uuml;r den Arbeitsmarkt im Grundschulalter&rsquo; doch nicht der Bildungsweisheit letzter Schluss ist.<br /><br />Gut - besser sp&auml;t als nie! Und hoffentlich aus &Uuml;berzeugung, und nicht nur weil in einem knappen Jahr Landtagswahlen sind. Verstehen Sie mich nicht falsch - ich bin schon davon &uuml;berzeugt, dass Kindern viel lernen sollten und dass sie ein m&ouml;glichst breites Wissensr&uuml;stzeug f&uuml;r ihr Leben brauchen. Aber ich wei&szlig; auch wie Lernen funktioniert. Lernen funktioniert gerade bei Kindern ganz hervorragend, wenn sie nur dazu angeregt werden, denn Kinder wollen prinzipiell immer alles wissen. Damit h&ouml;ren sie aber in dem Augenblick auf, wo ihnen das Lernen Angst macht.<br /><br />Unlust und Unbehagen sind noch gar nicht die Punkte. Auch Kinder haben auf manche Dinge an manchen Tagen keinen Bock und wollen auch einmal die &sbquo;mathematischen&lsquo; Grundlagen des Dividierens und Multiplizierens nicht lernen. Aber sie kommen leicht dar&uuml;ber hinweg und lernen dann doch. Nur wenn sie Angst bekommen, dann machen sie zu. Genau wie wir Gro&szlig;en. Und Angst vor der n&auml;chsten Hausaufgabe oder Klassenarbeit entsteht genau dann, wenn sie unter Lernstress gesetzt werden durch best&auml;ndige Pr&uuml;fungen, die ungerechte Verteilung auf verschiedene Schulformen, den Primat eines wirtschaftskonformen Lebenslaufes im Alter von nicht einmal 15 Jahren usw. <br /><br />&Uuml;berhaupt: Anforderungen an einen &sbquo;Lebenslauf&rsquo; als Teenager, aufgeh&auml;ngt an Betragens- und Schulnoten ... so erzieht man keine m&uuml;ndigen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Also ist der NRW-Landesregierung nur beizupflichten, dass es wichtig ist, vieles an Druck aus der schulischen Ausbildung zu nehmen. Zuhause, in der Schule - aber auch im Ministerium, Frau Sommer. <br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>PISA hat fertich&#x2c; die Politik wird&#x27;s freuen&#x2c; denn ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-11-18T19:51:06+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8cb97c720ea96ce0dcf095c494c0c52a-70.html#unique-entry-id-70</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8cb97c720ea96ce0dcf095c494c0c52a-70.html#unique-entry-id-70</guid><content:encoded><![CDATA[... die internationale Vergleichsuntersuchung der Bildungsarbeit von Schulen in &uuml;ber 40 L&auml;ndern zeigte zum dritten und letzten Mal, dass Bildung in Deutschland, wie in kaum einem anderen Land der Welt, extrem ungerecht vom sozialen Hintergrund der Familien abh&auml;ngt, aus denen die Kinder kommen. Und das sieht auch in den &sbquo;guten&lsquo; L&auml;ndern Sachsen, Th&uuml;ringen, Bayern nicht anders aus, auch wenn es derzeit im Jubel der einen Bundesl&auml;nder und dem Wehklagen der anderen unterzugehen droht. <br /><br />Grund also, sich einmal mit den Ergebnissen <a href="http://www.oecd.org/document/37/0,3343,de_34968570_34968855_39066085_1_1_1_1,00.html" rel="external">an der Quelle</a>, der OECD, zu besch&auml;ftigen, statt dem aufgeregten Raunen der Bl&auml;tter und Blogs zu lauschen, die jeweils im Eigeninteresse stehende Teilergebnisse aufzubauschen geneigt sind.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ruinen.jpg" width="432" height="193" /><br /><span style="font-size:11px; ">&Ouml;ffentliche Schule 2011?</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Was eine Gesellschaft im Inneren am meisten zusammenh&auml;lt oder auseinandertreibt, ist die Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit. (Lesen Sie mal (wieder) <a href="http://www.ethikseite.de/rawls.html" rel="external">John Rawls</a>, der ist aktueller denn je.) Dass es nicht gerade gerecht zugeht in unserer Gesellschaft - wenn etwa Milliard&auml;re wie Adolf Merckle wie selbstverst&auml;ndlich <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,590874,00.html" rel="external">Kompensation f&uuml;r verzockte Millionen vom Staat erwarten</a>, normale Pleitiers aber in den Hartz-IV-Abgrund geworfen werden - ist ja bekannt genug und f&uuml;hrt jetzt schon wieder zum Erstarken bedenklicher radikaler Kr&auml;fte auf beiden Seiten des politischen Spektrums.<br /><br />Wenn es aber etwas gibt, das noch mehr Emp&ouml;rung ausl&ouml;st als am eigenen Leib erlittene Ungerechtigkeit, dann ist es wohl Ungerechtigkeit den Kindern gegen&uuml;ber. Umso besorgniserregender ist der jetzt dreifach von PISA untermauerte Beweis, dass die deutsche Bildungslandschaft vollkommen ungerecht ist, noch dazu in einem Ma&szlig;e, wie es anderswo schlicht nicht anzutreffen ist.<br /><br />Und das ist jetzt nur der Gerechtigkeitsaspekt. Man muss ja bei PISA auch noch &uuml;ber hunderttausendfach bedrohte Lebenschancen junger Menschen reden; &uuml;ber eine alternde Gesellschaft, die ihren einzigen Rohstoff, menschliches Know how, vergeigt; &uuml;ber eine fragw&uuml;rdige Priorit&auml;tensetzung bei den Staatsausgaben; &uuml;ber den Bildungsf&ouml;deralismus (ein besonders grausames St&uuml;ck &uuml;ber lokalpolitische Eitelkeiten) undsoweiterundsofort ...<br /><br />Ich bin ja daf&uuml;r, in drei Jahren nochmals nachzubohren und in sechsen, in neunen, in ...<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>CDU-Dominanz in den L&#xe4;ndern f&#xfc;hrt zu Bildungspolitik per Wegschauen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-11-14T14:17:23+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/39db0460304dc0cf4f9bc566ef361a52-69.html#unique-entry-id-69</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/39db0460304dc0cf4f9bc566ef361a52-69.html#unique-entry-id-69</guid><content:encoded><![CDATA[Da &uuml;berlegen die Kultusminister unserer 16 Bundesl&auml;nder also in seltener Eintracht, die Hauptschulen aus den Leistungsvergleichsmessungen herauszunehmen oder nach eigenen - niedrigen - <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2008/11/14/news-90676187/detail.html" rel="external">Standards zu bewerten</a>. Da zeigt sich, wozu die Dominanz der CDU-Landesregierungen bundesweit gut ist, denn Widerstand regt sich nur in ein paar nicht CDU-(mit)regierten Enklaven. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Der Bildungspolitik, die nach PISA, TIMSS, IGLU usw. auf Erfolge dringend angewiesen ist, wird dies Vorgehen gut zu Gesicht stehen. Sie, liebe Leserinnen und Leser, werden sehen: Auf einmal steht Deutschland viel besser da! Denn dann verschandeln die Ergebnisse der Hauptschulen erstens nicht mehr die Statistik und zweitens werden die Entscheidungstr&auml;ger und die &Ouml;ffentlichkeit auch nicht mehr so impertinent darauf hingewiesen, dass die Bildungspolitik bei dieser Schulform permanent versagt.<br /><br />Naheliegend w&auml;re ja eigentlich, das mehrgliedrige Schulsystem abzuschaffen - international sind schlie&szlig;lich auch all die L&auml;nder erfolgreich, die kein Splitting in verschiedene Schulformen durchf&uuml;hren - und binnendifferenzierende Schulen einzuf&uuml;hren. Aber diese heilige deutsche Kuh werde ich zu Lebzeiten wohl  nicht mehr geschlachtet sehen, also bleibt es bei Gymnasium, irgendwelchen Mittelschulformen und der Hauptschule. Einer Hauptschule, die ja auch nicht mehr als defizit&auml;r auff&auml;llt, wenn sie nicht normal mitgetestet wird, sondern &sbquo;eigene&lsquo; und &sbquo;angepasste&lsquo; Standards erf&uuml;llt.<br /><br />Wenn man schon eine Institution garantieren m&ouml;chte, die alle Bildungsverlierer zuverl&auml;ssig sammelt und stigmatisiert (Stigmatisiert? Ja, sicher, versuchen Sie mal mit einem Hauptschulabschluss, egal wie gut, eine Lehrstelle zu bekommen.), so dass sie auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht durch ungeh&ouml;rige Teilhabe auffallen, so gelingt das auf diesem Wege mit ziemlicher Sicherheit. Interessierte konservative politische Kreise k&ouml;nnen sich so auch ihr Weltbild bewahren: Das Bild einer Welt, in der die Schmuddelkinder - frei nach Franz-Josef Degenhardt - keine M&ouml;glichkeit haben, mit den Kindern in der Oberstadt zu spielen und dadurch irgendwelchen Schmuddel zu &uuml;bertragen. So hat dann alles seine Ordnung und ist so ungerecht wie es die Welt halt nun einmal ist. Gottgewollt, sozusagen ...<br /><br />Dass man sich dar&uuml;ber erbost, <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2008/11/13/news-90683939/detail.html" rel="external">wie es die Kommentatorin der WAZ zu Recht tut</a>, zeugt nur von unzeitgem&auml;&szlig;er Sozialromantik, oder?<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Tolkien-Seminar der DTG im April 2009</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-11-12T16:08:13+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/22c9bac78c23a095cd4c7853d36158fc-68.html#unique-entry-id-68</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/22c9bac78c23a095cd4c7853d36158fc-68.html#unique-entry-id-68</guid><content:encoded><![CDATA[Das Programm des Tolkien-Seminars 2009 zum Thema Krieg und Gewalt bei Tolkien, an dessen Organisation ich beteiligt bin, steht jetzt fest. Ich freue mich, Sie so fr&uuml;hzeitig wie m&ouml;glich &uuml;ber die Veranstaltung an der Leibniz Universit&auml;t Hannover hinweisen zu k&ouml;nnen. <br /><br /><strong>6. DTG Tolkienseminar<br />Leibniz Universit&auml;t Hannover<br />24.-26. April 2009<br />(vorl&auml;ufige Fassung)<br />Mit freundlicher Unterst&uuml;tzung durch<br />Walking Tree Publishers<br /></strong><strong><a href="http://www.tolkiengesellschaft.de" rel="external">http://www.tolkiengesellschaft.de</a></strong><strong>,<br /></strong><strong><a href="http://www.walking-tree.org" rel="external">http://www.walking-tree.org</a></strong><br /><br />Freitag / Friday 24 April 09<br />H&ouml;rsaal 1503.003, Erdgeschoss Conti-Geb&auml;ude / Lecture Theatre 1503.003, Ground Floor of Conti Building (K&ouml;nigsworther Platz 1)<br />15.00-15.30 Er&ouml;ffnung; Grusswort des Dekans / Opening Ceremony; Address by the Dean<br />15.30-16.15 Frank Weinreich, Gewaltdarstellung in Der Herr der Ringe &ndash; eine Inhaltsanalyse <br />16.15-17.00 Annie Birks, Perspectives on the Concept of Just War in Tolkien&rsquo;s Works<br />17.00-17.45 Thomas Fornet-Ponse, Gibt es Macht ohne Gewalt?<br />19.00-21.00 Abendessen &ndash; Ort wird bekanntgegeben / Dinner &ndash; location will be announced<br /><br />Samstag / Saturday 25 April 09<br />H&ouml;rsaal 1503.003, wie oben / Lecture Theatre 1503.003, as above<br />9.00-09.45 Heidi Kr&uuml;ger, Gerechte Kriege bei Tolkien und in der Fantasy? Eine literarische Analyse der Autorenabsichten<br />9.45-10.30 Friedhelm Schneidewind, Gewalt und Gewaltdarstellung bei Tolkien im Vergleich mit zeitgen&ouml;ssischen Gewalt- und Aggressionstheorien<br />10.30-11.00 Pause Raum 1503.703 (7. Stock Conti-Geb&auml;ude)/ Break Room 1503.703 (7th Floor, Conti Building)<br />11.00-11.45 Julian Eilmann, Der S&auml;ngerkrieg: Gesang und Gewalt in Tolkiens Mittelerde <br />11.45-12.30 Patrick Br&uuml;ckner, Gewalt generiert immer auch Herrschaft &ndash; H&ouml;fische Akteure und Heroische Gewalt in Tolkiens Farmer Giles of Ham <br /><br />12.30-14.00 Mittagessen / Lunch &ndash; Mensa &bdquo;Contine&ldquo;, K&ouml;nigsworther Platz<br /><br />14.00-14.45 Micha&euml;l Devaux, Dagor Dagorath and Apocalypse<br />14.45-15.30 Anna Slack, Clean Earth to Till: A Tolkienian Vision of War<br />15.30-16.00 Pause Raum 1503.703, wie oben / Break Room 1503.703, as above<br />16.00-16.45 Judith Klinger,The Legacy of Swords: Animate Weapons and the Ambivalence of Heroic Violence<br />16.45-17.30 Martin Sternberg, Sprache und Gewalt &ndash; die Orks, die Ents und Tom Bombadil<br /><br />19.00 Gemeinsames Dinner der Vortragenden und interessierten Zuh&ouml;rer &ndash; Ort wird bekanntgegeben &ndash; Voranmeldung notwendig! / Dinner for speakers and interested participants &ndash; location will be announced &ndash; prior registration required <br /><br />Sonntag / Sunday 26 April 09<br />H&ouml;rsaal 1503.003, wie oben / Lecture Theatre 1503.003, as above<br />09.00-09.45 Eduardo Segura & Martin Simonson, Tolkien as War Poet<br />09.45-10.30 Guglielmo Spirito, The Legends of the Trojan War and J.R.R. Tolkien<br />10.30-11.00 Pause Raum 1503.703, wie oben / Break Room 1503.703, as above<br />11.00-11.45 Petra Zimmermann, &bdquo;contraria contrariis curantur&ldquo; &ndash; Krankheitsheilung als Kampf in Tolkiens The Lord of the Rings <br />11.45-12.30 Christian Weichmann, &bdquo;In den kommenden Tagen werden wir alle h&ouml;flichen Leute brauchen&ldquo; &ndash; H&ouml;flichkeit und Konfliktvermeidung im Werk Tolkiens<br />12.30-13.00 Schlussdiskussion und Verabschiedung / Final Discussion and Farewells<br /><br />Jeder ist herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Tagungsgeb&uuml;hr wird nicht erhoben. Everyone is welcome to attend. Registration is not required. There is no conference fee.<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Lesungen in K&#xf6;ln</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-11-06T17:03:33+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/06c4f39314bbd07559815cd36cf2da8d-67.html#unique-entry-id-67</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/06c4f39314bbd07559815cd36cf2da8d-67.html#unique-entry-id-67</guid><content:encoded><![CDATA[Falls Sie am kommenden Wochenende in K&ouml;ln oder Umgebung sind, so m&ouml;chte ich Sie einladen, den Tolkien-Tag in der &raquo;Offenen T&uuml;r&laquo; St. Anna, Schadowstra&szlig;e 47, in K&ouml;ln-Ehrenfeld zu besuchen, der dort am Samstag und Sonntag abgehalten wird.<br /><br />Das Programm ist wie immer sch&ouml;n bunt um die Themen MIttelerde und Tolkien und bietet, Vortr&auml;ge, Spiele, Workshops und Verk&ouml;stigung aus der Hobbitk&uuml;che. Das alles zu sehr moderaten Preisen. N&auml;here Informationen finden Sie <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/deutsche-tolkien-gesellschaft/tolkientag/" rel="external">hier</a>.<br /><br />Ich werde am Samstag dort sein und um 14.00 Uhr &uuml;ber &bdquo;Wie man mit Worten eine Welt erschafft - Aspekte der Entstehung Mittelerdes&ldquo; sprechen und um 16.30 Uhr noch auf &bdquo;Fantasy - Was ist das und was soll das?&ldquo; eingehen.<br /><br /> ]]></content:encoded></item><item><title>Eine gute Wahl&#x21;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-11-05T06:27:30+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/30431c49b6da03955adbb90b1e77055f-66.html#unique-entry-id-66</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/30431c49b6da03955adbb90b1e77055f-66.html#unique-entry-id-66</guid><content:encoded><![CDATA[Barack Obama also - ein gute Wahl!<br /><br />Ich werde gleich meinen Sohn in den Kindergarten bringen und, nein, dann werden die B&auml;ume nicht &uuml;ber Nacht neu ergr&uuml;nt sein und die herbstlichen Beete werden nicht in fr&uuml;hlingshafter Blumenpracht erstrahlen. Aber es war eine gute Nacht, mit einem Wahlergebnis, das der ganzen Welt gut tun wird. <br /><br />Und auch in den USA wird nun kein &bdquo;winter of love&ldquo; anbrechen. Die Amerikaner werden weiterhin vornehmlich ihren meist zu adip&ouml;sen Bauchnabel betrachten, sie werden weiterhin die Umwelt &uuml;ber die Ma&szlig;en belasten, ihre unz&auml;hligen, unn&uuml;tzen Waffen nicht weglegen und weiterhin werden sie selbst f&uuml;r sie das Ma&szlig; aller Dinge sein. Es bleiben eben die guten/schlechten alten USA.<br /><br />Aber diese Wahl wird den Menschen Hoffnung geben. Es ist eine banale Aussage gewesen, dieses &bdquo;Yes, we can&ldquo;, aber der Mann, der sie traf und die Menschen, die nur zu begierig darauf setzen, dass &bdquo;wir es k&ouml;nnen&ldquo;, die dr&uuml;cken damit eine sehr starke Emotion und einen Glauben aus, der sich wirklich in positivem Aufbruch entladen k&ouml;nnte. <br /><br />Und wenn die Amerikaner nur aufh&ouml;ren, den Bremser in wirtschaftlichen, &ouml;kologischen und diplomatischen Entwicklungen zu spielen, dann ist schon viel gewonnen. Wenn diese im Kern starke und optimistische Nation auch noch zum Motor guter Entwicklungen wird, dann k&ouml;nnen wir wirklich weltweit etwas verbessern. Die T&uuml;ren wurden in dieser Nacht weit aufgesto&szlig;en - God bless America ...<br /><br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Der Fluch der b&#xf6;sen Tat in Hessen ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-11-04T12:47:49+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2f9cbedefe9cdc7e3344e737b33b280d-65.html#unique-entry-id-65</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2f9cbedefe9cdc7e3344e737b33b280d-65.html#unique-entry-id-65</guid><content:encoded><![CDATA[... kommt und ist gerechtfertigt.<br /><br />Lassen Sie mich zuerst klarstellen:<br />1. Nat&uuml;rlich geh&ouml;rt Roland Koch als Ministerpr&auml;sident Hessens abgew&auml;hlt. Der Mann ist mit Ausl&auml;nderhetze und schwarzen Geldern an die Macht gekommen und konnte sich nur durch das Bauernopfer Manfred Kanthers vor einer Verurteilung bewahren. Zudem ist seine einseitig wirtschaftsfreundliche Politik unangemessen. Auf jeden Fall ist er keinesfalls integer, als leitender Politiker ungeeignet und seine Politik l&auml;sst vieles zu w&uuml;nschen &uuml;brig, dass SPD und Gr&uuml;ne wahrscheinlich besser machen w&uuml;rden.<br />2. Nat&uuml;rlich ist das Verhalten von J&uuml;rgen Walter, Carmen Everts und Silke Tesch unentschuldbar. H&auml;tten die drei wirklich derartige Gewissensprobleme gegen&uuml;ber einer Tolerierung durch die Linken, h&auml;tten sie das sofort sagen m&uuml;ssen und sofort die Konsequenzen klarmachen m&uuml;ssen, dass sie Frau Ypsilanti eben nicht mit den Linken w&auml;hlen werden. So wie Dagmar Metzger es getan hat, die allen Respekt verdient und deshalb - anders als die mal wieder reichlich verantwortungslose Presse dies tut - auf keinen Fall mit den drei anderen Taktierern in einen Topf geworfen werden sollte. Dann w&auml;re dies Thema auch schon Anfang des Jahres abgeschlossen gewesen.<br />3. Und sicher ist es ein wahres Trauerspiel f&uuml;r die SPD, das sich aus den j&uuml;ngsten Ereignissen ergibt. Es ist schade, dass sie nun gegen die CDU chancenlos ist, es ist schade f&uuml;r die Bundes-SPD, die weiter in den Zustimmungswerten absinken wird, es ist schade f&uuml;r die Gr&uuml;nen, die v&ouml;llig zu Unrecht heute weit au&szlig;erhalb der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit und Zustimmung stehen, und es ist schade f&uuml;r die Demokratie, die erstens im Allgemeinen einmal mehr als Schacherveranstaltung wahrgenommen wird und zweitens im Besonderen an dem Ansehensverlust einer einst starken Volkspartei leiden wird.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Aber von diesen Katastrophen mal ganz abgesehen, erf&uuml;llt es mich mit Befriedigung, zu sehen, dass eine b&ouml;se politische Tat auch heute noch Konsequenzen hat. Ich meine nat&uuml;rlich die glatte L&uuml;ge von Frau Ypsilanti, nach der Wahl nicht mit den Linken zusammenarbeiten zu wollen. Nein, liebe Frau Machtpolitikerin, das sind keine Sachzw&auml;nge, das war ein Wortbruch, das war eine L&uuml;ge und es ist ganz, ganz wichtig f&uuml;r die Gesellschaft, dass die Dame mit dieser L&uuml;ge nicht durchkommt, sondern sch&ouml;n &ouml;ffentlichkeitswirksam scheitert.<br /><br />Einiges am menschlichen Zusammenleben ist ganz einfach. Zum Beispiel die Tatsache, dass soziales Leben und die Gemeinschaft des Vertrauens bed&uuml;rfen. Ein Wort muss ein Wort bleiben, sonst zerf&auml;llt die Grundlage menschlichen Zusammenlebens, das in einem Klima des Misstrauens nicht gedeihen kann. Nicht umsonst geh&ouml;rt das L&uuml;genverbot zu den zehn Geboten. In diesem Sinne ist es wichtig, wenn ein Versuch von Politikern (oder anderer bekannter Pers&ouml;nlichkeiten), mit einer L&uuml;ge durchzukommen, spektakul&auml;r scheitert. Allzu oft hat die Tat ja leider keine Konsequenzen. <br /><br />Schade, dass Herr Koch den armen Hessen jetzt f&uuml;r lange Zeit erhalten bleibt, aber besser so, als dass die bessere Sache mit einer L&uuml;ge an die Macht kommt.<br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Halloween und die Phantastik ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-10-31T11:17:37+01:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/59d23c0f6970256cd582412e9d94ed36-64.html#unique-entry-id-64</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/59d23c0f6970256cd582412e9d94ed36-64.html#unique-entry-id-64</guid><content:encoded><![CDATA[... das sind zwei Themen, die ziemlich viel miteinander zu tun haben. Beide kommen heute oftmals recht krawallig daher und verf&uuml;gen doch &uuml;ber tiefe Wurzeln der Bedeutung, die drohen, ein wenig in Vergessenheit zu geraten. <br /><br />Zu Halloween gedachten wir fr&uuml;her einmal (als es noch als Allerheiligen bekannt war) der Heiligen. Wenn man bis zur&uuml;ck auf die Kelten und deren Fest Samhain geht, auch der Toten allgemein. In dieser Nacht waren sich Welt und Jenseits nach dem Glauben der Menschen sehr nahe. Auch die Phantastik zieht uns hin&uuml;ber, verweist auf das Jenseitige und die Metaphysik und erz&auml;hlt uns damit doch so viel &uuml;ber uns selbst - Fantasy berichtet von Macht, der Horror von Ohnmacht und die Science Fiction zwar nicht &uuml;ber das jenseitige, sondern &uuml;ber das Machbare und die Technologie, aber doch &uuml;ber das was wir echten Menschen wollen und sollen und besser meiden.<br /><br />Dar&uuml;ber habe ich mir in einem kleinen Blog-Beitrag f&uuml;r die Phantastik-Couch Gedanken gemacht und w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie sich f&uuml;r ein paar Minuten auf die Couch setzten, den Artikel l&auml;sen und ihn vielleicht dort oder hier kommentierten. Das <a href="http://blog.phantastik-couch.de/2008/10/30/halloween-und-die-phantastik-&ndash;-mehr-als-buntes-treiben/" rel="external">Blog der Phantastik-Couch finden Sie hier</a>.  <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/decaying_rose.jpg" width="330" height="248" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Genie&szlig;en Sie den November. Ich mag ihn ja nicht, diesen Monat, aber damit tue ich ihm Unrecht, denn er ist n&ouml;tig im Jahres- und Lebenslauf. Also Kopf hoch, vergessen Sie die am St&auml;ngel faulende Rose da oben und machen Sie nicht meine Fehler nach ...<br /><br /><br /></p><p style="text-align:center;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>1. und 2. Platz beim Deutschen Phantastik Preis</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-10-19T14:40:46+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6153d8c7030f53f9225fbd7d58781f4e-63.html#unique-entry-id-63</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6153d8c7030f53f9225fbd7d58781f4e-63.html#unique-entry-id-63</guid><content:encoded><![CDATA[Die Ergebnisse der Wahl zum Deutschen Phantastik Preis 2008 wurden gestern auf dem <a href="http://www.buchmessecon.de/" rel="external">Buchmessecon</a> in Dreieich bekanntgegeben.<br /><br />Demnach habe ich in der Kategorie Bestes Sekund&auml;rwerk als Herausgeber mit Thomas Fornet-Ponse, Marcel B&uuml;lles, Thomas Honegger, Rainer Nagel und Alexandra Velten f&uuml;r <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/deutsche-tolkien-gesellschaft/hither-shore/band-3/" rel="external">HIther Shore, Band 3</a> nach 2006 den Preis zum zweiten Mal gewonnen. Mein allein verfasstes Buch <a href="../Phantastik/fantasy_buch.html" rel="external" title="Fantasy. Einführung">&bdquo;Fantasy. Einf&uuml;hrung&ldquo;</a> landete auf dem zweiten Platz. <br /><br />Andersrum w&auml;re es mir - ehrlicherweise - schon lieber gewesen, aber ich bin erstens sehr froh, dass unsere gute Arbeit bei Hither Shore schon zum zweiten Mal eine derartig gro&szlig;artige Belohnung durch das Publikum gewonnen hat. Und ich bin auch stolz auf den zweiten Platz f&uuml;r das Fantasybuch. <br /><br />Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern!<br /><br />Und hier die gesamte Liste aller Preistr&auml;gerinnen und Preistr&auml;ger:<br /><br /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;">Bester deutschsprachiger Roman<br /><br />1) Cornelia Funke: Tintentod (Dressler)<br />2) Stephan R. Bellem: Tharador (Otherworld)<br />3) Christoph Hardebusch: Die Schlacht der Trolle (Heyne)<br />4) Bernhard Hennen: Die Ordensburg (Heyne)<br />5) Tobias Radloff: Satinavs Auge (FanPro)<br />6) Thomas Finn: Die letzte Flamme (Ravensburger)<br />7) Susanne Gerdom: Elbenzorn (Piper)<br /><br /><br />Bestes deutschprachiges Romandeb&uuml;t<br /><br />1) Oliver Plaschka: Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew (Feder<br />& Schwert)<br />2) Dave T. Morgan: Der Schrei des Feuervogels (Arcanum Fantasy)<br />3) Carolina M&ouml;bis: Duo Infernale (FanPro)<br />4) Frank Schweizer: Grendl (Otherworld)<br />5) Steffen T. Franz: Der Tag der Schwarzen Sonne (Asaro)<br /><br /><br />Bester internationaler Roman<br /><br />1) Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Heiligt&uuml;mer des Todes (Carlsen)<br />2) Terry Pratchett: Sch&ouml;ne Scheine (Goldmann)<br />3) J. R. R. Tolkien: Die Kinder H&uacute;rins (Klett-Cotta)<br />4) John Norman: Gor 1: Der Krieger (Basilisk)<br />5( Daniel Abraham: Sommer der Zwietracht (Blanvalet)<br />6) Owl Goingback: Crota (Otherworld)<br /><br /><br />Beste deutschsprachige Kurzgeschichte<br /><br />1) J&ouml;rg Olbrich: Herz aus Stein (aus Die Formel des Lebens,Wurdack)<br />2) Robert Heracles: Licht und Schatten (Flammende Seelen, Arcanum-Fantasy)<br />3) Bernd R&uuml;mmelein: Des Kriegers Herz (aus Flammende Seelen,<br />Arcanum-Fantasy)<br />4) Christiane Gref & Helmut Marischka: Blut & Magie (aus Augenblicke der<br />Ewigkeit 1: Vampirgeschichten, Edition Leser)<br />5) Carsten Steenbergen: Schmuck und Rache (aus Terracom 103)<br /><br /><br />Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung<br /><br />1) Petra Hartmann (Hrsg.): Drachenstarker Feenzauber (Wurdack)<br />2) Autorengruppe Drachenkinder: Hauch der Finsternis (vss, Ebook)<br />3) Die Geschichtenweber [Hg]: Pandaimonion VIII - Die Formel des Lebens<br />(Wurdack)<br />4) Jens Salzmann (Hrsg.): Flammende Seelen (Arcanum-Fantasy)<br />5) Michael Bermine: Beelzebubs Brut (BoD)<br /><br /><br />Beste Serie<br /><br />1) Perry Rhodan (VPM)<br />2) Die Pferdelords (Mira)<br />3) Rettungskreuzer Ikarus (Atlantis)<br />4) Saramee (Atlantis)<br />5) Maddrax (Bastei)<br /><br /><br />Bester Grafiker<br /><br />1) Mia Steingr&auml;ber<br />2) Chris Schlicht<br />3) Timo K&uuml;mmel<br />4) Jan Balaz<br />5) Mark Freier<br /><br /><br />Bestes Sekund&auml;rwerk<br /><br />1) Thomas Fornet-Ponse, Marcel B&uuml;lles, Thomas Honegger, Rainer Nagel, Alexandra Velten, Frank Weinreich [Hg]: Hither Shore 3. Die History of Middle-earth - Entstehung und<br />Hintergr&uuml;nde einer Mythologie (Scriptorium Oxoniae)<br />2) Frank Weinreich: Fantasy - Einf&uuml;hrung (Oldib oD)<br />3) Earth Rocks (Magazin, Verein zur F&ouml;rderung phantastischer Literatur)<br />3) Phase X (Magazin, Atlantis)<br />5) Johannes R&uuml;ster: All-Macht und Raum-Zeit (Lit)<br />5) Simon Spiegel: Die Konstitution des Wunderbaren (Sch&uuml;ren)<br /><br /><br />Bestes H&ouml;rbuch/H&ouml;rspiel<br /><br />1) Mark Brandis: Abenteuer in der Welt von Morgen 1: Bordbuch Delta VII<br />(Steinbach)<br />2) Masters of the Universe 2: Das Grauen aus der Tiefe (hearoic)<br />3) Ascan von Bargen: Requiem 1 - Nacht des Schreckens (Maritim)<br /><br /><br />Beste Internet-Seite<br /><br />1) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.tabletopwelt.de/" rel="external">www.tabletopwelt.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />2) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.bibliotheka-phantastika.de/" rel="external">www.bibliotheka-phantastika.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />2) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.elbenwald.de/" rel="external">www.elbenwald.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />4) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.zwergenreich.at/" rel="external">www.zwergenreich.at</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />5) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.fantasyguide.de/" rel="external">www.fantasyguide.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />6) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.stephen-king.de/" rel="external">www.stephen-king.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />7) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.carsten-steenbergen.de/" rel="external">www.carsten-steenbergen.de</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br />8) </span><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/outlink.gif" width="13" height="10" /><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><a href="http://www.tamar.net/" rel="external">www.tamar.net</a></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><u><br /><br /></u></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; color:#333333;"><br /></span>    ]]></content:encoded></item><item><title>Sorgen ums Buch 2 (immer noch: Nee&#x21;)</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-10-17T09:58:43+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/553c9c618080cb0b45fc9a91a76f4fb0-62.html#unique-entry-id-62</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/553c9c618080cb0b45fc9a91a76f4fb0-62.html#unique-entry-id-62</guid><content:encoded><![CDATA[Und wieder berichtet die WAZ &uuml;ber E-Books, diesmal <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/2008/10/17/news-83929302/detail.html#354269" rel="external">eine Meinung von Frau Gudrun Norbisrath</a>, die ich wegen ihrer klugen Kommentare und Berichte sehr sch&auml;tze. Sch&ouml;n, dass Frau Norbisrath, im Gegensatz zu Herrn Potthoff <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/politik/2008/10/14/news-83450691/detail.html" rel="external">vorgestern</a> nicht gleich den Untergang des Abendlandes bef&uuml;rchtet, sondern sogar Chancen in der E-Book-Nutzung sieht. Trotzdem suggeriert auch dieser Artikel, dass E-Books etwas anderes vermittelten als gedruckte B&uuml;cher. Denn genau das bedeutet der Verweis auf McLuhan und die Aussage, dass es nicht egal sei, welches Medium "kluge Inhalte vermittelt." <br /><br />Das ist aber doch egal, zumindest solange die Inhalte eins zu eins vermittelt werden. Also ist es auch egal, ob ich ein E-Book oder ein Buch lese.<br /><br />Ich liebe B&uuml;cher und besitze ziemlich viele. Ich ziehe B&uuml;cher E-Books vor. Ich bl&auml;ttere lieber, als Kn&ouml;pfe zu bedienen. Und ich finde meterlange Regalbretter mit B&uuml;chern unheimlich sch&ouml;n. Und ich mag auch das heillose Durcheinander auf meinen Regalen viel lieber als CD-ROM-Stapel:<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1987.jpg" width="384" height="288" /><br /><span style="font-size:11px; ">Manchmal gestalten sich Recherchen schwierig. Wo war noch mal der neue Shippey?</span><br /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Aber ich kann mit E-Books eben doch genauso gut arbeiten wie mit normalen B&uuml;chern. Und wenn der Zugang zu Informationen und Literatur beschleunigt oder erleichtert wird, wie auch Frau Norbisrath vermutet, - gut!<br /><br />Denn McLuhan hat nichts bei der Betrachtung des Kindle zu suchen (ganz davon ab, dass auch seine &bdquo;Magischen Kan&auml;le&ldquo; nicht der Medienweisheit allerletzter Schluss sind - googeln sie mal &bdquo;mcluhan&ldquo; und &bdquo;kritik&ldquo; ). Worum es bei dem Zitat "Das Medium ist die Aussage" geht, ist, dass jedes Medium durch seine Spezifika eine andere Wirkung erzielt. Tolkiens "Der Herr der Ringe" (HdR) wirkt als Buch anders als als Film oder H&ouml;rbuch, oder? Das ist sicherlich richtig, denn beides ist nicht mehr das Buch, sondern seine Interpretation durch Regisseure, Sprecher, Schauspieler usw. Aber der HdR wirkt als Buch nahezu genauso wie als E-Book. <br /><br />Schauen Sie doch einmal <a href="http://www.crunchbase.com/product/amazon-kindle" rel="external">Fotos eines Kindle</a> an. Wei&szlig;e Seiten, schwarze Buchstaben. Keine Bilder, kein Ton, keine Filme. Das Medium Buch ist in der Zugangsweise gleich dem Medium E-Book. Es ist egal, ob der Text des HdR im E-Book oder im Buch steht. (Ich wei&szlig;, dass der Kindle eine &bdquo;geheime&ldquo; Zusatzfunktion hat, Bilder darzustellen - so what?, im Buch stehen keine.)<br /><br />Man muss, zumindest als Leser, der Entwicklung nicht "offensiv" begegnen. Gelassenheit reicht v&ouml;llig aus. <br /><br />Etwas anderes ist das bei den Autoren. Die m&uuml;ssen vor der unbezahlten Verbreitung ihrer Werke gesch&uuml;tzt werden. Aber nicht unbedingt vor Folgen einer Buchpreissenkung f&uuml;r E-Books. Die Verlage sparen schlie&szlig;lich auch enorm durch digitale Ver&ouml;ffentlichungen, was die Produktion von B&uuml;chern angeht. Es sollte also ein Leichtes sein, die bisherige 5 - 10 %-ige Entlohnung von Autoren auf 10 - 20 % zu erh&ouml;hen und so niedrigere Verkaufspreise von E-Books auszugleichen. <br /><br />Ich glaube, die Kulturpessimisten, die gegen die Medien-Evolution zu Felde ziehen, haben vor allem ein &auml;sthetisches Problem (und evtl. keine Lust, neue Kulturtechniken zu erlernen). Hey, das ist Euer Problem! Ich sehe sehr viel mehr Chancen als Probleme. Ein Beispiel nur: Schulb&uuml;cher!<br /><br />Wie viele Eltern haben Probleme, Lehrmaterialien zu finanzieren? An wie vielen Schulen wird mit B&uuml;chern von anno tuck gelehrt? Jetzt stellen Sie sich mal ein stabiles E-Book-Leseger&auml;t vor. Das wird halbj&auml;hrlich vom Schulserver aus mit den neuen B&uuml;chern und Arbeitsbl&auml;ttern gef&uuml;ttert - und fertig. Und weil man mit dem Ding auch nicht daddeln und Filme gucken kann, wird es auch kaum einen Grund geben, das Ding zu rauben (was ein echtes Problem mit Sch&uuml;lerlaptops ist). <br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1993.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Sorgen ums Buch? Nee&#x21;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-10-15T10:42:03+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d4511a8c687b0b7dc4c7906b38844da4-61.html#unique-entry-id-61</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d4511a8c687b0b7dc4c7906b38844da4-61.html#unique-entry-id-61</guid><content:encoded><![CDATA[Rolf Potthoff <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/politik/2008/10/14/news-83450691/detail.html" rel="external">kommentiert heute auf Seite 1 in der WAZ</a> die Diskussion um das E-Book, also die digitalen B&uuml;cher und ihre Leseger&auml;te. Die Diskussion um das E-Book beherrsche die Buchmesse, so Potthoff, und man &bdquo;fl&uuml;stere&ldquo;, dass es die Zukunft des Lesens sei. Das aber sei doch ein entsetzlicher Verlust, denn Lesen sei &bdquo;eine sinnliche Lust&ldquo;, die vor dem Kunststoffgeh&auml;use eines Leseger&auml;tes nicht aufkommen k&ouml;nne. B&uuml;cher seien zudem Teil der pers&ouml;nlichen Geschichte und, ach, wie schlimm sei es doch, wenn man keines mehr schenkte oder geschenkt bek&auml;me, mit Widmung vom besten Freund oder an die Liebste.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1981.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">W&auml;re ein Siegeszug des E-Books aber wirklich so ein gro&szlig;er Kulturbruch? Was macht denn ein Buch aus? Auch ich liebe die gute Aufmachung eines Buches, gebunden nat&uuml;rlich, Fadenheftung, m&ouml;glichst mit Leseb&auml;ndchen und vielleicht auch Goldschnitt (obwohl ... der muss nicht sein). Dann der Geruch! Besonders, wenn es nicht gerade frisch aus der Druckerei kommt, sondern schon so manches J&auml;hrchen auf dem Buckel hat. Aufschlagen, umbl&auml;ttern und zu lesen beginnen ... &bdquo;Die Lebenserinnerungen Dieter Bohlens&ldquo; - w&uuml;rg!<br /><br />Sie sehen, was ich meine? Es sind die Worte, die in den B&uuml;chern stehen. Die Geschichten, die Meinungen, die Fakten, die Ansichten, die Poesie und ihre &Auml;sthetik. Die werden zwar wunderbar eingerahmt von einem liebevoll hergestellten Buch, aber essentiell ist dieses Drumherum nicht. Ich kann Novalis auch auf dem Kindle genie&szlig;en und Lovecraft wird mir auch dort angsteinfl&ouml;&szlig;end den R&uuml;cken hinaufkriechen. Sofern die Technik stimmt, nat&uuml;rlich. Lesen auf meinem PDA ist eine rechte Zumutung mit dem hellen, viel zu kleinen Bildschirm und der hakeligen Bedienung. Aber der Kindle beispielsweise soll ja wie Papier aussehen und ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Das reicht mir.<br /><br />Vor die Wahl gestellt, werde ich Novalis und Lovecraft auch weiterhin als Buch lesen. Aber Fachb&uuml;cher? Wenn ich nur dran denke, wie einfach ich im E-Book kommentieren, verschlagworten und vor allem suchen k&ouml;nnte. Haben Sie schon einmal einen Aufsatz geschrieben, in dem ein Zitat genau passen w&uuml;rde, das aus einem Buch stammt, das Sie vor Jahren gelesen haben? Mir passiert das dauernd und ich suche mich dumm und dusselig, obwohl ich seit Jahren alle meine B&uuml;cher mit Anmerkungen vollkritzele und kleine Indizes auf den ersten oder letzten Seiten von Hand anlege. Welch eine Wonne, ein digitales Dokument von der Suchfunktion durchsuchen zu lassen ...<br /><br />Wird dann das E-Book das &sbquo;echte&rsquo; Buch irgendwann verdr&auml;ngen? Das mag wohl sein, und Sie k&ouml;nnen mir glauben, dass ich das sehr (!) bedauern w&uuml;rde. Aber ich werde es nicht mehr erleben. Auf Jahrzehnte hinaus wird es gedruckte B&uuml;cher auch aller m&ouml;glichen Neuerscheinungen geben. Sie k&ouml;nnen als B&uuml;cherfreund also ganz getrost weiterhin alle E-Book-Fans bemitleiden. Ihre Kinder und Enkel allerdings ...<br /><br />Mein Sohn  etwa mag durchaus erleben, dass gedruckte B&uuml;cher zur Ausnahmepublikationsform werden. Und er wird es wohl auch bedauern, da er bei uns zuhause mit vielen B&uuml;chern aufw&auml;chst. Aber er wird auch gelernt haben, E-Books als vollkommen allt&auml;gliches Handwerkszeug und Lekt&uuml;remittel zu handhaben. Genauso wie die E-Zeitung, die, ganz wie bei Harry Potter, kleine Filmchen statt Fotografien abbilden wird.<br /><br />Und die heutigen und kommenden Kinder werden auch gelernt haben, die neuen Kulturtechniken ebenso typisch menschlich anzuwenden wie die alten. Nein, Herr Potthoff, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass die Widmung an den Freund oder die Geliebte verloren geht. Sie wird nur anders aussehen. Wie? Keine Ahnung! Aber mit Emoticons, Smileys, Lautschriften, Neologismen, ASCII-Art und anderen Dingen gelingt es den heute per Computer und Netzwerken Kommunizierenden gut, das parf&uuml;mierte Briefpapier von einst zu ersetzen. Man schreibt Liebesbriefe anders, aber man schreibt sie immer noch und wird damit auch nie aufh&ouml;ren.<br /><br />Wenn dann das Buch einmal ersetzt werden sollte und nichts mehr gedruckt wird, so ist die Zeit halt &uuml;ber die Printtechnik hinweggegangen. Schade, aber nicht wirklich schlimm. Und die, die das erleben, werden diesen Verlust auch nicht so empfinden wie wir, denn sie sind unter ganz anderen Medienbedingungen gro&szlig; geworden. Wichtig ist, dass die Inhalte erhalten bleiben, dass niemals Platon, Aristoteles, Augustin, Dante, Shakespeare und all die anderen ebenso wie die Gedanken von heute; dass all dies niemals vergessen wird. Ist mir doch egal, ob es in Stein gehauen, auf Papyrus gemalt, auf Papier gedruckt oder auf Festplatten vorliegt - Hauptsache es ist zug&auml;nglich.<br /><br /> Nachtrag:<br />Gerade macht mich Friedhelm Schneidewind netterweise auf einen guten Beitrag von Dennis Scheck im Deutschlandradio aufmerksam, der erstens erkl&auml;rt was der Kindle ist und kann und zweitens die Untergangs&auml;ngste des Abendlandes angesichts des digitalen Lesens auch eindrucksvoll relativiert: <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/860937/drucken/" rel="external">bitte sehr</a>.<br /><br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Gr&#xfc;ne Formel 1?</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-10-09T17:44:12+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/858729b0967725f083001a6a5788a3f6-60.html#unique-entry-id-60</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/858729b0967725f083001a6a5788a3f6-60.html#unique-entry-id-60</guid><content:encoded><![CDATA[Ich trank gerade meinen Nachmittagskaffee und las bei dieser Gelegenheit in unserem K&auml;sebl&auml;ttchen, dass die Formel 1 bei ihrem n&auml;chsten Rennen mit Reifen auffahren wird, die von gr&uuml;nen Streifen verziert sein werden. Das soll symbolisch auf das gewachsene &ouml;kologische Bewusstsein des Rennzirkus hinweisen ... Ich schmei&szlig; mich gleich weg ...<br /><br />Ich finde, wenn die Formel 1 &ouml;kologisches Bewusstsein zeigen m&ouml;chte, sollte sie die Jungs in Tretautos fahren lassen ...<br /><br />In diesem Sinne, vroooaaammm ...<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Neue Aufs&#xe4;tze auf polyoinos</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-10-09T12:04:52+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f643d567cd40975d9659c49cbdb7cf4a-59.html#unique-entry-id-59</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f643d567cd40975d9659c49cbdb7cf4a-59.html#unique-entry-id-59</guid><content:encoded><![CDATA[Ab sofort stehen zwei neue Aufs&auml;tze im Bereich Phantastik zur Verf&uuml;gung. Es sind Verschriftlichungen der Vortr&auml;ge, die ich auf der <a href="http://www.ringcon.de/index_de.php" rel="external" title="RingCon">RingCon</a> 2008 gehalten habe.<br /><br /><a href="../Phantastik/fantasy_history.html" rel="external" title="Fantasy - Historie">&bdquo;Von Babylon nach Hogwarts&ldquo;</a> ist eine Darstellung und Bewertung der wichtigsten Eckpunkte der Geschichte der Fantasy.<br /><br /><a href="../Phantastik/elfenwelten.html" rel="external" title="Elfenwelten - die schönere Realität?">&bdquo;Elfenwelten - die sch&ouml;nere Realit&auml;t?&ldquo;</a> stellt &Uuml;berlegungen zur Metaphysik und dem Realit&auml;tsgehalt von Fantasywelten, bzw. Kunst und LIteratur insgesamt an. Im MIttelpunkt steht Tolkiens Gedicht Mythopoeia, wie auch in den beiden anderen Aufs&auml;tzen &uuml;ber das Gedicht, die auf diesen Seiten zu finden sind. Der Aufsatz schl&auml;gt aber einen weiteren Bogen in die Metaphysik als die beiden Interpretationen des Gedichtes.<br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1941.jpg" width="192" height="256" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>RingCon leider zu Ende&#x2c; Horrorgeschichte online</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-10-05T22:13:50+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/22f951f2b811373924555310024e2801-58.html#unique-entry-id-58</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/22f951f2b811373924555310024e2801-58.html#unique-entry-id-58</guid><content:encoded><![CDATA[Meine siebte <a href="http://www.ringcon.de" rel="external">RingCon</a> ist zu Ende - schade! Denn dieses Mal war es besonders sch&ouml;n und vor allem sehr herzlich. Wo man ging oder stand wurde man freundlich angel&auml;chelt, nett begr&uuml;&szlig;t, teilweise auch von Un- und kaum Bekannten einfach spontan gedr&uuml;ckt. Das ist schon ein tolles Community-Feeling, das zudem nicht selbstverst&auml;ndlich ist, denn eigentlich ist die RingCon ja eine Show der Filmstars.<br /><br />Aber wir, die sogenannten &sbquo;Intellectuals&rsquo;, geh&ouml;ren einfach dazu, und es gelingt uns auch schon so manches Mal, einen Saal mit zwei- oder dreihundert Leuten zu f&uuml;llen, die einem dann eine Stunde lang zuh&ouml;ren und mitdiskutieren. Da stehen wir hinter den Stars nicht zur&uuml;ck. Das ist schon ein sch&ouml;ner Erfolg, der die RingCon von vielen anderen Fan-Conventions unterscheidet. <br /><br />Aber wir haben ja ab und an auch etwas zur Unterhaltung beizutragen. Dieses Jahr beispielsweise Marcel B&uuml;lles und Martin Sternberg mit exzellenten Spa&szlig;vortr&auml;gen. Oder die <a href="http://www.stein-und-baum.de" rel="external">Edition Stein und Baum</a>, vertreten durch Friedhelm Schneidewind und mich, vor allem aber durch unsere Autoren Andreas Hippert, Monique Thom, Astrid Paul, Andrea Danks und Betty Finke sowie mit musikalischer Unterst&uuml;tzung von Susanne Spaeinghaus-Monschau. Wir haben die neue Anthologie <a href="http://www.stein-und-baum.de/3_kl.htm" rel="external">&bdquo;Von den Kleinen Leuten vorgestellt&ldquo;</a>. <br /><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.stein-und-baum.de" rel="external"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/logo_stein_unnd_baum.gif" width="150" height="165" /></a><br /><span style="font-size:11px; ">Logo Stein und Baum</span><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Da als n&auml;chstes Kurzgeschichtenprojekt eine  Anthologie zum Thema Horror folgen wird, habe ich f&uuml;r die Buchvorstellung als Teaser schon einmal eine b&ouml;se kleine Geschichte geschrieben, die ich Ihnen nat&uuml;rlich auch nicht vorenthalten m&ouml;chte. Wenn Sie bitte <a href="../stories/glockenschlaege.html" rel="external" title="12 Glockenschläge">diesem Link folgen wollen</a>. Und keine Angst, es wird kaum weh tun ... <br /><br />btw: Die Texte meiner beiden Vortr&auml;ge stelle ich in den n&auml;chsten zwei, drei Tagen online - an denen muss ich noch ein paar Kleinigkeiten &auml;ndern.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Google 2001</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-10-01T17:49:47+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/5a12493a3ae96d63d1c4f8beceb0b503-57.html#unique-entry-id-57</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/5a12493a3ae96d63d1c4f8beceb0b503-57.html#unique-entry-id-57</guid><content:encoded><![CDATA[Na, das ist doch mal ein netter Gag von <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>. Anl&auml;sslich des 10j&auml;hrigen Jubil&auml;ums des Suchmaschinengiganten haben die Herrschaften den &auml;ltesten noch rekonstruierbaren Index wieder ins Netz gestellt: <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span><a href="http://www.google.com/search2001.html" rel="self"> im Jahr  2001</a>.<br /><br />Gibt man beispielsweise &bdquo;Harry Potter&ldquo; ein, so finden sich gut 840.000 Treffer. Macht man das beim aktuellen <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> sind es mehr als 98 MIllionen. Den gut 7 Millionen Eintr&auml;gen von &bdquo;Stephenie Meyer&ldquo; heute (Sie wissen schon, die Vampirromantikerin, die j&uuml;ngst so erfolgreich ist) steht genau einer aus dem Jahr 2001 gegen&uuml;ber. Oder mal Politik: &bdquo;Angelaa Merkel damals = 26.300 Eintr&auml;ge; heute &uuml;ber 8 Millionen.<br /><br />Das macht Spa&szlig;, ich spiele noch ein bisschen weiter, ciao<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>11.10. Berlin: Demo gegen &#xdc;berwachungswahn</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-28T12:01:37+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e415fda787d65523fb1792bd73b6a67a-56.html#unique-entry-id-56</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e415fda787d65523fb1792bd73b6a67a-56.html#unique-entry-id-56</guid><content:encoded><![CDATA[Am 11.10. findet in Berlin, am Alexanderplatz, die gro&szlig;e Demo <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/242/144/" rel="external">&bdquo;Freiheit statt Angst 2008&ldquo;</a> statt. Der <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de" rel="external">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a> schreibt:<br /><br /><span style="color:#B26D1A;">B&uuml;rgerrechtlerinnen und B&uuml;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde &Uuml;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 11. Oktober 2008 werden besorgte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den &Uuml;berwachungswahn!" auf die Stra&szlig;e gehen. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14.00 Uhr. <br /></span><br />Berlin ist zu weit weg? Die Anfahrt zu teuer? Der Verein zur F&ouml;rderung des bewegten und unbewegten Datenverkehrs (<a href="http://www.foebud.org/" rel="external">FoeBud e. V.</a>) organisiert deutschlandweit die Anfahrt mit &bdquo;Bus und Bahn gegen &Uuml;berwachungswahn&ldquo;: <a href="https://shop.foebud.org/index.php?cName=akvorrat--demobus-c-36_42" rel="external">https://shop.foebud.org/index.php?cName=akvorrat--demobus-c-36_42</a>.<br /><br />Was Sie das angeht?  Vielleicht werfen Sie einen Blick in diesen <a href="../philstuff/jaeger_und_sammler.html" rel="external" title="Jäger und Sammler - Datenschutz">Grundsatzartikel zum Datenschutz</a>, besonders in den Abschnitt &bdquo;Daten von Staats wegen&ldquo;. Es ist einfach so, dass eine Demokratie darauf angewiesen ist, dass die B&uuml;rger auf ihre Freiheitsrechte selbst achten m&uuml;ssen, da staatliche Interessen der individuellen Freiheit allzu oft entgegenstehen. Wenn Sie Ihre Rechte nicht selbst verteidigen, steht es also in Frage, ob es jemand anders f&uuml;r Sie tun wird.<br /><br />Au&szlig;er nat&uuml;rlich den B&uuml;rgerrechtlern, die dies ehrenamtlich tun. Die k&ouml;nnen aber ohne Ihre Unterst&uuml;tzung mittel- bis langfristig gar nichts erreichen. Engagieren Sie sich, damit das Licht nicht ausgeht!<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/sunset3.jpg" width="598" height="94" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Weltuntergang weiter verschoben</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-24T13:28:43+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/589da710d693ee02666ad32803c04e1b-55.html#unique-entry-id-55</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/589da710d693ee02666ad32803c04e1b-55.html#unique-entry-id-55</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem der Weltuntergang durch Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers am CERN nicht stattgefunden hat, konzentrierten sich die Bef&uuml;rchtungen ja darauf, dass Armageddon nur ausblieb, weil das Ding noch nicht volle Leistung fahre, dass es aber bald soweit sein m&uuml;sse. <br /><br />Jetzt <a href="http://www.heise.de/newsticker/LHC-bleibt-mindestens-bis-Fruehjahr-2009-abgeschaltet--/meldung/116393" rel="external">meldet Heise online gerade</a>, dass der LHC bis Fr&uuml;hjahr 2009 aus bleibt. Also, genie&szlig;t die Zeit ... obwohl ... ich habe geh&ouml;rt, dass sich in Wirklichkeit die Wurmlochpropheten im Beschleuniger manifestiert h&auml;tten und die Erde gewaltsam ...<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Vielen Dank&#x2c; liebe K&#xf6;lner&#x21;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-22T10:15:10+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ff854282f74e2ab7251004ce0b87d79d-54.html#unique-entry-id-54</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ff854282f74e2ab7251004ce0b87d79d-54.html#unique-entry-id-54</guid><content:encoded><![CDATA[Da machen sich also Faschos aus ganz Europa auf, um unter dem Deckmantel der Sorge vor dem Islam Stimmung f&uuml;r ihre schwachsinnigen, menschenverachtenden Ansichten zu machen. Sie melden sich in Restaurants, bei Transportunternehmen und Hotels als &bdquo;Rechtsanwaltsgesellschaft&ldquo;, &bdquo;Geburtstagsfeier&ldquo; und &bdquo;Kongressgruppe&ldquo; an um in K&ouml;lle auch angemessen unter- und herumzukommen. <br /><br />Und was machen die K&ouml;lner? Sie schmei&szlig;en das Pack raus! Sie lassen sie nicht einsteigen, sie bedienen sie nicht und sie stellen den Braunen die K&ouml;fferchen in die Gosse, wo sie hingeh&ouml;ren. Das ist die Antwort, die man erhoffen durfte von den B&uuml;rgern einer Stadt, die den heranr&uuml;ckenden Feind schonmal mit den Worten begr&uuml;&szlig;ten: "Wie kutt er dann schee&szlig;e, s&uuml;ht er nit, dat he L&uuml;ck ston?"<br /><br />Aber auch wenn man das schon hoffen konnte, so ist es doch einfach nur sch&ouml;n, zu sehen, wie sich die ganze Stadt gegen die braune Plage gewandt hat. Danke daf&uuml;r!<br /><br />Schade war nur, dass die Chaoten der linken Autonomen beinahe alles kaputt gemacht h&auml;tten mit ihrer sinnlosen Gewalt. Was unterscheidet euch eigentlich noch von den braunen Schl&auml;gern? <br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Ehrung</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-09-20T10:00:27+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/cb4d75fd26c661002a989646560b3c41-53.html#unique-entry-id-53</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/cb4d75fd26c661002a989646560b3c41-53.html#unique-entry-id-53</guid><content:encoded><![CDATA[Gestern wurde mir f&uuml;r meine &bdquo;Verdienste zur Erhaltung der Phantasie&ldquo; in einer sch&ouml;nen Zeremonie beim Rohan-Jagdfest des <a href="http://elffeastdortmund.homestead.com/index.html" rel="external" title="Elffeast e. V.">Elffeast e. V.</a> auf <a href="http://www.jugendburg-balduinstein.de/" rel="external" title="Burg Balduinstein">Burg Balduinstein</a> an der Lahn die Ehrenmitgliedschaft in diesem Verein verliehen.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ehrenmitgliedschaft_elffeast.jpg" width="326" height="279" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Begr&uuml;ndet wurde dies mit meinem Engagement f&uuml;r das Fantasygenre, das ich in einer Vielzahl von Publikationen und Vortr&auml;gen erkl&auml;re, interpretiere und gegen Angriffe verteidige.<br /><br />Wow - ich f&uuml;hle mich wirklich sehr geehrt und es ist mir ein Ansporn weiterzumachen, denn anscheinend bedeutet meine Arbeit auch anderen etwas. <br /><br />Vielen Dank!<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Der Papst hat Recht&#x2c; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-09-13T19:05:56+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e77709835a1d702d13cf0b6da1b24fde-52.html#unique-entry-id-52</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e77709835a1d702d13cf0b6da1b24fde-52.html#unique-entry-id-52</guid><content:encoded><![CDATA[... zumindest teilweise, wenn er fordert, dass Kultur und Gesellschaft Freiheit nicht als Bindungslosigkeit auffassen d&uuml;rften, sondern sich an Ma&szlig;e, also Normen und Konventionen, halten m&uuml;ssten. So k&ouml;nnte man n&auml;mlich seine gestrige Pariser Rede zur H&auml;lfte zusammenfassen. <br /><br />Die andere H&auml;lfte bestand darin, dass Benedikt XVI. das Ma&szlig; an Gott und dessen Geboten orientieren will.  Ob er darin Recht hat, l&auml;sst sich objektiv nicht sagen, auch wenn Benedikt in einem weiteren Argumentationszusammenhang gerade beklagte, dass die westliche Kultur sich zu sehr an Positivismen, also an empirisch nachweisbaren Tatsachen, orientiere. Entschuldigt, liebe Heiligkeit, aber Eure metaphysischen Spekulationen sind leider nur unter bestimmten Glaubensannahmen g&uuml;ltig. <br /><br />Und wie man sieht, konkurrieren diese mit anderen und werden schnell zum Streitfall, der, gerade j&auml;hrte sich das schlimmste Beispiels zum siebten Male, auch schnell mit milit&auml;rischen und terroristischen Mitteln ausgetragen wird. Das rechte Ma&szlig; ist also notwendig &ndash; da habt Ihr v&ouml;llig recht, Benedikt. Aber warum das rechte Ma&szlig; nicht woanders her nehmen?<br /><br />Beispielsweise aus unserem Menschsein. Wir sind doch alle nicht so sehr verschieden, dass wir verschiedene Grundbed&uuml;rfnisse h&auml;tten. Vor allen Dingen sind wir soziale Lebewesen, die einander brauchen und ihre Bed&uuml;rfnisse recht einfach nach der Goldenen Regel organisieren k&ouml;nnten: Was Du nicht w&uuml;nschst, dass man Dir tu, das f&uuml;g&acute; auch keinem andern zu.  Immerhin eine Regel, die so auch in der Bibel steht: Matth&auml;us 7,12.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/eagle.jpg" width="302" height="200" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Das Problem besteht haupts&auml;chlich darin, dass einige meinen, mit der Verletzung der Regel durchzukommen und dass sie in viel zu vielen F&auml;llen leider damit auch tats&auml;chlich durchkommen. Was uns zu Punkt zwei des menschenw&uuml;rdigen und erfolgreichen Zusammenlebens f&uuml;hrt: ausreichende Sanktionsvorschriften und &ndash;mittel gegen die Regelverletzer. <br /><br />Also: wir wollen unser Ding machen, k&ouml;nnen dies in hinreichender Sicherheit aber nur, wenn wir uns soweit beschr&auml;nken, dass wir andere in ihrem Tun nicht verletzen (Goldene Regel). Das gilt f&uuml;r alle Menschen; was hei&szlig;t, dass die sich zumindest darauf einigen k&ouml;nnen sollten, dass eine (Welt-)Gesellschaft geschaffen werden sollte, die das erlaubt und garantiert. Letzteres ist angewandter Immanuel Kant und somit nicht gerade neu. <br /><br />Womit wir zu dem Punkt kommen, wo der Papst nicht mehr recht hat. Er sagte in Paris n&auml;mlich auch, dass man sich nicht allein auf die Vernunft verlassen d&uuml;rfe, sondern auf Gott vertrauen m&uuml;sse. OK, wenn Gott seinen Job t&auml;te (das Theodizeeproblem!), w&auml;re das ja richtig. Aber Gott tut seinen Job nicht, sonst s&auml;he diese Welt nicht so aus, wie sie aussieht, zumindest was die Unschuldigen angeht, die Kinder und deren Leid.<br /><br />Also ist es so, dass es (a) entweder keinen Gott gibt oder er (b) seinen Job nicht recht tut oder dass er (c) die Welt so geschaffen hat, dass wir doch zusehen m&uuml;ssen, ohne seine Hilfe darin zurecht zu kommen. Und was haben wir dann als Mittel zur Verf&uuml;gung? <br /><br />Im Fall (a): die Vernunft. In Fall (b): Appelle an Gott sich zu bessern &ndash; bis er das tut, bleibt uns nur ... genau, die Vernunft.  In Fall (c): Auch die Vernunft; diesmal sogar als g&ouml;ttlicher Auftrag, denn er gab sie uns als einzige Hilfe f&uuml;r die Existenz in einer defizit&auml;ren Welt mit auf den Weg. Also, lieber Benedikt, die Vernunft ist doch das einzige, was uns bleibt, wenn wir etwas tun wollen. Glauben und Beten sind rein passive T&auml;tigkeiten, die nichts bewirken werden.<br /><br />Also lasst uns auch was tun. Beispielsweise uns als Menschen mit gleichen Bed&uuml;rfnissen zu begreifen und die Goldene Regel beachten sowie daf&uuml;r sorgen, dass diejenigen Kr&auml;fte, die dazu zwingen k&ouml;nnen, sie einzuhalten, dazu in der Lage sind. Nicht dass das nicht alles schon ausf&uuml;hrlich in mindestens einem Buch ver&ouml;ffentlicht w&auml;re: in den <a href="http://www.polyoinos.com/philstuff/schluesse.html" rel="external" title="Ethikbuch"> Anspruchsvollen Schl&uuml;ssen</a> beispielsweise. <br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Skandal&#xf6;ses Sch&#xfc;ler-Lotto ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-11T09:06:52+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0f753979a20d3dd893211734649299c4-51.html#unique-entry-id-51</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0f753979a20d3dd893211734649299c4-51.html#unique-entry-id-51</guid><content:encoded><![CDATA[... so &uuml;berschreibt <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,577485,00.html" rel="external">Spiegel Online einen ersten Bericht</a> &uuml;ber die Ergebnisse einer vollst&auml;ndigen Untersuchung aller Wiesbadener Grundschulen. Spiegel Online findet da ein paar sehr passende Worte und Zitate, was die Empfehlungen f&uuml;r den weiteren Schulbesuch, Gymnasium, Realschule oder Hauptschule, angeht: <br /><br />&bdquo;Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium.&ldquo;<br />&bdquo;Die Unterschichtsbremse f&uuml;r die Oberschulen greift h&ouml;chst zuverl&auml;ssig.&ldquo;<br />&bdquo;Aufs Gymnasium schaffen es in erster Linie die Privilegierten, n&auml;mlich Kinder gut betuchter Akademiker. Sch&uuml;ler aus einer niedrigen sozialen Schicht haben weitaus schlechtere Karten beim Schul&uuml;bergang. Und zwar auch bei gleicher Leistung.&ldquo;<br />&bdquo;&sbquo;Vor allem die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer bestimmten Schicht hat Auswirkungen auf die Schulnoten der Kinder und auf den Bildungswunsch der Eltern&rsquo;, sagte Stefan Hradil, Soziologe und Leiter der Untersuchung.&ldquo;<br />&bdquo;&sbquo;Neu ist, dass Lehrer offensichtlich schicht- und ethnienspezifische Empfehlungen aussprechen.&rsquo;&ldquo;<br />&bdquo;Bei gleich guter Schulnote (2,0) erhielten nur drei von vier Kindern aus der niedrigsten Einkommens- und Bildungsgruppe eine Empfehlung f&uuml;r die h&ouml;chste Schulausbildung. Dagegen sollten von den Kindern mit wohlhabenden und gebildeten Eltern 97 Prozent aufs Gymnasium - so gut wie alle also.&ldquo;<br />&bdquo;&sbquo;In der Oberschicht kommt eine Hauptschulempfehlung nahezu nicht mehr vor&rsquo;, notierten die Forscher.&ldquo;<br /><br />Noch Fragen?<br /><br />Ach so - Sie wollen wissen, was man tun kann?<br /><br />Na, das dreigliedrige Schulsystem abschaffen und damit auf die Verurteilung hunderttausender 10-J&auml;hriger zu lebenslanger Benachteiligung verzichten nat&uuml;rlich!<br /><br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Weltuntergang ausgefallen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-09-10T09:43:08+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f07b78e7faff1db5649d2d930ab00e61-50.html#unique-entry-id-50</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f07b78e7faff1db5649d2d930ab00e61-50.html#unique-entry-id-50</guid><content:encoded><![CDATA[Ooops, da sind wir ja immer noch - Sie und ich, meine ich. Denn eigentlich sollten wir doch, nun da das <a href="http://public.web.cern.ch/public/" rel="external" title="Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire">CERN</a> seinen Teilchenbeschleuniger <a href="http://www.heise.de/newsticker/LHC-Erster-Strahl-gestartet--/meldung/115695" rel="external">in Betrieb genommen hat</a>, von einem von Menschenhand erzeugten schwarzen Loch verschlungen worden sein. Sch&ouml;n, dass es nicht dazu gekommen ist.  <br /><br />Andererseits war es nat&uuml;rlich schon klar, dass das nicht passieren w&uuml;rde. Woher dann die Angst davor? Eine Angst zudem, die nicht nur einige Sektierer &auml;u&szlig;erten, sondern eine, die recht weit verbreitet war. Wieso setzt sich der unverantwortliche Alarmismus einiger Menschen so schnell und so weit durch? Wieso obsiegen die Fakten nicht ganz schnell &uuml;ber die Ger&uuml;chte, obwohl Erkl&auml;rungen, die die Ger&uuml;chte widerlegen, sofort gegeben werden?<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="123" height="164" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Ist es die &sbquo;Freude&rsquo; oder Aufregung an der Panik? Der Thrill? Oder einfach nur der schlechte Ruf der Wissenschaft, der jeglichen Alarmismus glaubw&uuml;rdiger erscheinen l&auml;sst als die Tatsachenlage? Schade jedenfalls ...<br /><br />Sie sollten sich immer die M&uuml;he machen, Probleme und vermeintliche Probleme auf Grund von Informationen aus mehreren Quellen einzusch&auml;tzen, egal wie &uuml;berzeugend die erste Darstellung war, die Sie zu Gesicht bekamen. Auch wenn das zeitaufwendiger ist und auch wenn manche Fachaussage etwas l&auml;nger durchdacht werden muss, als die Sensationsaussagen der Bauernf&auml;nger. Trauen Sie niemandem.<br /><br />Au&szlig;er nat&uuml;rlich mir - polyoinos sagt immer die Wahrheit. In diesem Sinne ....<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>10 Jahre Google</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-04T08:50:02+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/724186781608a1b75e340c2e62d2d49d-49.html#unique-entry-id-49</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/724186781608a1b75e340c2e62d2d49d-49.html#unique-entry-id-49</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> wird in diesen Tagen 10 Jahre alt. Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch dazu!<br /><br />Nein, das meine ich schon ganz ehrlich, Sie brauchen in diesem Gl&uuml;ckwunsch nicht nach Spuren von Ironie zu suchen. Auch als <a href="http://www.freiheitsredner.de" rel="external" title="Freiheitsredner">Freiheitsredner</a>, ist es nicht meine Pflicht, an der massiven Kritik  teilzunehmen, die, ebenfalls in diesen Tagen, gegen <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> vorgebracht wird. <br /><br /><span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> sammelt in der Tat in au&szlig;erordentlichem Ma&szlig;e pers&ouml;nliche Daten &uuml;ber seine Nutzer. Nur wei&szlig; ich nicht, ob dies, wie die Kritiker meinen, wirklich in missbr&auml;uchlicher Absicht geschieht, um Menschen auszusp&auml;hen und die gesammelten Daten dann zu eigenem Vorteil und Profit zu verwenden.<br /><br />Vielleicht erfordern ja auch einfach nur die ausufernden Features von <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> Earth, <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> Health, <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> Maps, Orkut und anderen Diensten die  massive Anh&auml;ufung von Cookies und anderen Daten, die zum Funktionieren ebendieser Dienste gebraucht werden. Dann w&auml;re nicht <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> b&ouml;se, sondern nur der User recht sorglos, der diese Dienste in Anspruch nimmt.<br /><br />&bdquo;Don&acute;t be evil&ldquo; ist ja auch das Motto von <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>. Und ich habe bis zum Nachweis des Gegenteils auch keinen Anlass, Larry Page und Sergej Brin, die Gr&uuml;nder von <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>, f&uuml;r b&ouml;se zu halten. Nein, erst einmal habe ich Respekt f&uuml;r die Leistung dieser M&auml;nner. Nur ... wie w&auml;re es, wenn man es dabei belie&szlig;e? Das w&auml;re mal was ganz Neues, oder?<br /><br /><span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> hat sich, das ist Fakt, zum gr&ouml;&szlig;ten Datensammler der Welt gemausert und wei&szlig; &uuml;ber die Userinnen und User, die <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>s Dienste umfassend in Anspruch nehmen, fast alles. Und was es nicht wei&szlig;, k&ouml;nnte es aus den vorliegenden Daten extrapolieren. (Wenn Sie das <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>-Wissen interessiert, empfehle ich die Lekt&uuml;re des Buches &bdquo;Die <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>-Falle&ldquo; von Gerald Reischl und den Besuch seiner gutgemachten, gleichnamigen <a href="http://www.googlefalle.com" rel="external" title="Google-Falle">Website</a>.) So k&ouml;nnte <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> sich ein ganz eigenes Bild von Ihnen machen. Und das muss nicht einmal zutreffend sein:<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1686.jpg" width="192" height="256" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Vielleicht sollte <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> langsam mal aufh&ouml;ren, weitere datenintensive Dienste zu entwickeln. Dumm nur, dass da mittlerweile eine innere Dynamik entstanden ist, die das Unternehmen immer weiter treibt. In der modernen Aktienkultur wird ja sofort gefressen, wer nicht st&auml;ndig wachsende Quartalszahlen vorlegt. Normale solide Gewinne reichen den Anlegern heute ja nicht aus.<br /><br />Also wird es weitergehen mit neuen datenreichen Diensten und Ideen. Kann das alles gut sein? Wohlgemerkt, es geht nicht um die Frage, ob das b&ouml;se ist. Aber kann es gut sein?<br /><br />Wohl kaum. Diese Zentralisierung von Daten kann, wie jede massive Zentralisierung, nicht gut sein, denn der Schaden ist &uuml;berw&auml;ltigend, wenn eine zentrale Struktur wie die <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>s kompromittiert wird. Das kann durch Missbrauch von innen geschehen, wenn <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> also doch b&ouml;se w&uuml;rde, es kann durch Angriffe von au&szlig;en geschehen und eine Zentralstruktur kann auch schlicht kaputtgehen und ihre Funktionen verlieren oder preisgeben.<br /><br />Es ist wie mit der Anh&auml;ufung von Macht &uuml;berhaupt - deren Verlust oder Missbrauch hat fatale Folgen. Und die Antwort auf das Gefahrenpotenzial von zentralisierten Strukturen ist die Dezentralisation. Macht geh&ouml;rt verteilt und pers&ouml;nliche Daten geh&ouml;ren in die H&auml;nde des Einzelnen, der sie nur dann herausr&uuml;ckt, wenn es n&ouml;tig ist.<br /><br />Einiges funktioniert dann nicht mehr so bequem wie heute? Da haben Sie Recht! Aber ist das so schlimm? Und kann man nicht auch in dezentralisierten Strukturen Kommunikationswege finden, die einen Gro&szlig;teil der erreichten Bequemlichkeit erhalten, dabei aber gef&auml;hrliche Datenpools wie den von <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> umgehen? Das wird sicherlich klappen.<br /><br /><span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span> ist einst als innovatives Unternehmen angetreten. Es w&auml;re an der Zeit f&uuml;r ein weitere Innovation. Es ist Zeit f&uuml;r die Innovation, es mal gut sein zu lassen. Und vielleicht sogar das eine oder andere Werkzeug abzugeben. Und zu dezentralisieren. Innovativ w&auml;re daran vor allem der Verzicht. Auch der Verzicht auf weitere Quantenspr&uuml;nge bei den Quartalszahlen. Und das dann kommunizieren, aufzeigen, dass es auch anders geht. Ein Beispiel daf&uuml;r geben, was gut ist!<br /><br />Also, lass mal gut sein <span style="color:#100EFF;">G</span><span style="color:#FF0B11;">o</span><span style="color:#FFF210;">o</span><span style="color:#0F12FF;">g</span><span style="color:#0BFF15;">l</span><span style="color:#FF1021;">e</span>. Und nochmals: Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/PICT1660.jpg" width="192" height="256" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Prekariat: mein Unwort des Jahres</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-09-01T10:14:29+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0bec36e79e5506185e6078ef61da83e6-48.html#unique-entry-id-48</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/0bec36e79e5506185e6078ef61da83e6-48.html#unique-entry-id-48</guid><content:encoded><![CDATA[In Deutschland, wie auch europa- und weltweit, wird eine Armutsdebatte gef&uuml;hrt. Das ist erst einmal gut, auch wenn zur Zeit populistische Verf&uuml;hrer vom Schlage eines Oskar Lafontaine am meisten davon profitieren. Was aber gar nicht gut ist, ist das Vokabular, das dabei verwandt wird. Hartz IV, Unterschicht und &auml;hnliches sind schon ziemlich schlecht, da sie negative Etiketten auf Menschen kleben (Hartz IV) oder mangelnde Qualit&auml;t oder sogar einen geringeren Grad an Menschlichkeit suggerieren (UNTERschicht). Besonders mies wird es aber bei diesem neuen, ach so griffigen Begriff &bdquo;Prekariat&ldquo;, der Millionen von Menschen pl&ouml;tzlich anh&auml;ngt. Deshalb ist Prekariat mein Favorit f&uuml;r das Unwort des Jahres, das in etwa zwei Monaten gew&auml;hlt werden wird.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/wurm_drin.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Schauen wir uns dieses Wort einmal an. Prekariat ist abgeleitet von prek&auml;r, was laut Duden soviel wie &bdquo;schwierig&ldquo; oder &bdquo;heikel&ldquo; hei&szlig;t. Angeh&auml;ngt wurde dann nur eine von &bdquo;Proletariat&ldquo; entlehnte Nachsilbe. Laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prekariat" rel="external">Wikipedia</a> ist &bdquo;Prekariat ist ein Begriff aus der Soziologie und definiert &sbquo;ungesch&uuml;tzte Arbeitende und Arbeitslose&rsquo; als eine neue soziale Gruppierung&ldquo;. Und wer f&auml;llt darunter? Wikipedia wei&szlig;: &bdquo;Betroffen sind einkommensschwache Selbstst&auml;ndige und Angestellte auf Zeit, Praktikanten, auch chronisch Kranke, Alleinerziehende, Zeitarbeitnehmer und Langzeitarbeitslose, aber zunehmend auch in wissenschaftlichen Arbeitsverh&auml;ltnissen Angestellte: Prekariat definiert keine sozial homogene Gruppierung.&ldquo;<br /><br />Okay, das Prekariat sind also Leute ohne, mit geringem oder mit unsicherem Einkommen. Ja, die gibt es. Das ist Sch****, aber es gibt sie, und zwar in viel zu gro&szlig;er Zahl. Und die sind also &bdquo;schwierig&ldquo; und &bdquo;heikel&ldquo; &ndash; das ist aber eine sch&ouml;ne Art, Menschen zu charakterisieren ... Denn diese Zuschreibung muss man doch wohl w&ouml;rtlich nehmen, so wie man im 19. Jahrhundert Proletarier als Sammelbegriff f&uuml;r besitzlose, abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte  w&ouml;rtlich meinte, was von &bdquo;proletarius&ldquo; abstammte und die niedrigste Schicht im r&ouml;mischen Volk meinte, die zu nichts anderem gut war, als Kinder zu produzieren, die dann beispielsweise in den Legionen zu dienen hatten, wenn sie nicht gleich versklavt wurden.<br /><br />Doch &bdquo;Proletariat&ldquo; ist ein Substantiv, das eine Gruppe von Menschen beschrieb, eben die Angeh&ouml;rigen einer besitzlosen Bev&ouml;lkerungsschicht im alten Rom, die proletarii, und sp&auml;ter die Gruppe der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten im 19. Jahrhundert. Proletariat klassifiziert also anhand eines Faktums. Prekariat klassifiziert nicht nur sehr ungenau, wenn man mal auf die heterogene Wikipedia-Definition schaut, sonder es klassifiziert auch anhand einer nicht objektiv haltbaren Zuschreibung, ist prek&auml;r doch ein Adjektiv &ndash; &bdquo;heikel&ldquo; eben. &bdquo;Heikel&ldquo; und &bdquo;schwierig&ldquo;, damit also auch &bdquo;gef&auml;hrlich&ldquo;. Keine substantivisches Faktum, sondern eine subjektive, adjektivische Zuschreibung. Das ist immer auch eine Aussage &uuml;ber angebliche Eigenschaften der so klassifizierten Menschen.<br /><br />&sbquo;Prekarier&rsquo; sind &bdquo;heikel&ldquo;? <br /><br />Quatsch, es ist ihre Situation, die heikel ist; prek&auml;r zu leben ist aber kein Merkmal der Menschen selbst. &bdquo;Aus prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen folgen prek&auml;re Existenzweisen&ldquo;, schreibt <a href="http://www.zeit.de/2006/18/Prekariat?page=all" rel="external">Thomas Gross in der &bdquo;Zeit&ldquo;</a>. Das stimmt nat&uuml;rlich. Durch das Ankleben des Adjektivs prek&auml;r wird die Situation nur noch verschlimmert. Denn unterbewusst eignen sich die Angeh&ouml;rigen der Gruppe der prek&auml;r lebenden Menschen diese Zuschreibung mehr oder weniger stark an und verlieren dadurch an Kraft, Selbstvertrauen und &Auml;nderungswillen. Und auch die Nichtprekarier &uuml;bernehmen die heikle Zuschreibung mehr oder weniger bewusst, wollen mit diesen &bdquo;schwierigen&ldquo; und &bdquo;gef&auml;hrlichen&ldquo; Menschen nichts zu tun haben und w&uuml;nschen nicht, dass ihre Kinder mit &sbquo;deren&rsquo; Schmuddelkindern spielen oder lernen. (Ach wie gut, dass wir ein dreigliedriges Schulsystem haben, da bleiben die Schmuddelkinder unter sich ...).<br /><br />Ist schon klar: Worunter die vom wirtschaftlichen Erfolg abgeh&auml;ngten Menschen hierzulande leiden, ist sicherlich erst in dritter oder vierter Linie das Wort Prekariat &ndash; kein Geld, keine Arbeit; krank, ungl&uuml;cklich und mittlerweile sogar wieder hungrig zu sein, das sind die wahren Probleme. Aber man darf die Macht der Sprache und die Kraft der sich selbst erf&uuml;llenden sprachlich verfassten Prophezeiungen nicht untersch&auml;tzen. <br /><br />Deshalb lautet mein Unwort des Jahres 2008: Preka****.<br /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Interview f&#xfc;r die Freiheitsredner</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-08-28T20:43:54+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d4127f613807a07f5fc9277e439e5033-47.html#unique-entry-id-47</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/d4127f613807a07f5fc9277e439e5033-47.html#unique-entry-id-47</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem ich jetzt seit drei Monaten ehrenamtlich bei den <a href="http://www.freiheitsredner.de" rel="external" title="Freiheitsredner">Freiheitsrednern</a> t&auml;tig bin, wurde ich vor einer Woche &uuml;ber meine Arbeit f&uuml;r diese B&uuml;rgerrechts- und Datenschutzorganisation interviewt. Das kurze Interview ist heute <a href="http://www.freiheitsredner.de/content/view/29/45/" rel="external" title="Interview Freiheitsredner">online</a> gegangen.<br /><br />Ich kann Sie nur dringend auffordern: Wenn Sie in Schulen, Universit&auml;ten, Vereinen, aber auch in der Privatwirtschaft t&auml;tig sind, informieren Sie sich und Ihre Studenten und Sch&uuml;lerinnen, Ihre Mitarbeiter und Kolleginnen, indem Sie eine <a href="http://www.freiheitsredner.de/component/option,com_fabrik/Itemid,34/" rel="external" title="Anfrageformular">Anfrage an die Freiheitsredner stellen</a>, dass jemand f&uuml;r einen Vortrag oder eine Diskussion zu Ihnen in die Organisation kommt. <br /><br />Die b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte sind das wichtigste Gut, das Sie in modernen Gesellschaften besitzen, denn es sch&uuml;tzt Sie vor Aussp&auml;hung, vor &Uuml;bervorteilung und vor dem Verlust des Rechtes, Ihr Leben so einzurichten, wie Sie sich das w&uuml;nschen. In einer scheinbar unsicherer werdenden Welt - obwohl, wann wurden Sie pers&ouml;nlich das letzte Mal das Opfer eines Terroranschlages? - sind viel zu viele Leute bereit, Ihre Freiheit gegen ein unberechtigtes Sicherheitsgef&uuml;hl einzutauschen. <br /><br />Die Freiheitsredner haben viele gute Argumente daf&uuml;r, die heutige Datensammelwut in die Schranken zu weisen. Einen allerersten Eindruck davon gibt Ihnen ein hier auf polyoinos ver&ouml;ffentlichter <a href="../philstuff/jaeger_und_sammler.html" rel="external" title="Jäger und Sammler - Datenschutz">Grundlagenvortrag</a>. Viel besser aber ist es, einen Freiheitsredner einzuladen und sich die Argumente vor Ort darlegen zu lassen. Wenn es im Umkreis des Ruhrgebietes ist, komme ich auch gerne selbst zu Ihnen. <br /><br />Das ist auch nahezu kostenfrei, denn Freiheitsredner nehmen allenfalls Reisekosten.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/logo_freiheitsredner.gif" width="406" height="92" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p><p style="text-align:center;">In diesem Sinne: Halten Sie Ihre Daten zusammen!<br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Kurze Fassung des Mythopoeia-Artikels ver&#xf6;ffentlicht</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-08-25T22:38:29+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bb05b68eadb4151184c575c0d9809567-46.html#unique-entry-id-46</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bb05b68eadb4151184c575c0d9809567-46.html#unique-entry-id-46</guid><content:encoded><![CDATA[Seit heute ist eine (deutschsprachige) Kurzfassung meines Mythopoeia-Artikels auf der Website <a href="http://www.tolkien-buecher.de/index.php?act=r&id=11" rel="external" title="Tolkienbücher.de">tolkien-b&uuml;cher.de</a> ver&ouml;ffentlicht. <br /><br />Das <a href="../tolk_stuff/mythopoeia.htm" rel="external" title="Mythopoeia">Original</a>, besonders die <a href="../tolk_stuff/mythopiea_engl..html" rel="self" title="Mythopoeia, English version">l&auml;ngere englische Version</a> entwickelt das Argument, warum ich denke, dass die Tolkiensche Auffassung von Fantasyliteratur eine platonische ist, zwar ausf&uuml;hrlicher, aber die eigentliche Aussage finden Sie auf Tolkienb&uuml;cher.de komprimierter (und somit schneller zu lesen) vor.<br /><br />Auch sonst lohnt der Besuch dieser <a href="http://www.tolkien-buecher.de" rel="self">Site</a>, die langsam aber sicher zu einer sehr sch&ouml;nen Sammlung aller Literatur rund um Leben und Werk von J.R.R. Tolkien wird, also st&ouml;bern Sie ruhig ein bisschen.<br /><br /><br /> ]]></content:encoded></item><item><title>Geklaute Magazine</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-08-22T11:13:24+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2ddf2f8a52dc1eda72428015d42599c7-45.html#unique-entry-id-45</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2ddf2f8a52dc1eda72428015d42599c7-45.html#unique-entry-id-45</guid><content:encoded><![CDATA[Heute traf ich im Web auf die sehr sch&ouml;n gemachte Seite <a href="http://www.mygazines.com/" rel="external" title="mygazines.com">mygazines.com</a>. Da gibt es eine Unzahl von - bis jetzt haupts&auml;chlich englischsprachigen - Hochglanzmagazinen zu bestaunen, die beliebtesten adrett auf der Frontseite im Coverflow aufgemacht.<br /><br />Und wenn man die dann per Mausklich aufschl&auml;gt - WOW!, Scans (wohl eher geklaute Originaldateien) in ungekannter Qualit&auml;t. Na, das ist doch mal ein Lesezirkel! - da braucht man ja nicht mal mehr zum Arzt oder Friseur zu gehen ...<br /><br />Und beliebt ist die Site! Auf <a href="http://digg.com/arts_culture/Mygazines_com" rel="external" title="digg.com/mygazines">Digg.com</a> kann man begeisterte Kommentare &uuml;ber den Zeitschriftendienst lesen:<br />&bdquo;I love this...now i don't need to go to the library anymore.. and i can save money and paper!&ldquo;<br />&bdquo;Mygazines.com is really good & useful website. That's nice that you can do so many things with an article (like adding to favorite or sharing with friends) which in print you can not do. That's brilliant idea.&ldquo;<br /><br />Ja, wahrlich eine brillante und vor allem sooo liebenswerte Idee. Nur - wer bezahlt die Autorinnen, Grafiker und Fotografinnen die den Content dieser Magazine erstellen, wenn die Leser auf diese Papier- und Geldsparma&szlig;nahmen zur&uuml;ckgreifen? <br /><br />Frei nach einem weisen Indianerh&auml;uptling f&auml;llt mir dazu ein: Erst wenn der letzte Inhalteproduzent verhungert ist, werdet Ihr sehen, dass sich das Internet nicht von alleine f&uuml;llt ...<br /><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/mygazines_logo_201x60_fw.png" width="201" height="60" /><br /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Nachtrag vom 20.10.08 - <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,585338,00.html" rel="external">mygazines.com musste dichtmachen</a>, angeblich aus Geldmangel. Gut so!<br /></p><p style="text-align:center;"><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neue Ausgabe des Herr der Ringe ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-08-08T22:18:42+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3a95f80a7049800b33e50c536104fda9-44.html#unique-entry-id-44</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3a95f80a7049800b33e50c536104fda9-44.html#unique-entry-id-44</guid><content:encoded><![CDATA[... in alter, wenn auch &uuml;berarbeiteter &Uuml;bersetzung von Margaret Carroux - das ist, was der Verlag Klett-Cotta <a href="http://www.hobbitpresse.de/DerHerrderRinge_buch2142.php" rel="external" title="Hobbitpresse">f&uuml;r den Herbst ank&uuml;ndigt</a>. <br /><br />Stefan Servos, der Chef von <a href="http://www.herr-der-ringe-film.de" rel="external" title="herr-der-ringe-film.de">herr-der-ringe-film.de</a>, aka Cirdan, hat mit dem zust&auml;ndigen Lektor, Stephan Askani, ein interessantes <a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v2/de/news/news_24960.php" rel="external" title="Interview Askani">Interview</a> &uuml;ber die von ihm und Lisa Kuppler verantwortete Neuauflage gef&uuml;hrt.<br /><br />Sch&ouml;n, dass diese Neuauflage bald vorliegt, auch wenn sie als Sammlerausgabe (limitiert auf 7.777 Exemplare) preislich mit 98,-, sp&auml;ter sogar 128,- Euro, leider viel zu teuer geworden ist. <br /><br />Auch wenn n&auml;mlich Stephan Askani im Interview die Gleichwertigkeit der &Uuml;bersetzungen von Carroux und Wolfgang Krege betont, stehe ich, <a href="../tolk_stuff/translation.htm" rel="external" title="Deutsche Übersetzungen">wie hier begr&uuml;ndet</a>, der Carroux-&Uuml;bersetzung sehr viel n&auml;her als der von Krege, ohne allerdings letztere, wie es viele tun, zu verteufeln. <br /><br />Bleibt nur zu hoffen, dass die viele Arbeit irgendwann auch in eine erschwingliche und unlimitierte Ausgabe &uuml;berf&uuml;hrt wird.<br /><br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Olympia beginnt in unbeflecktem Stadion ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-08-08T10:45:12+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2fa08b77bbdfed82a99d5411a1bcae41-43.html#unique-entry-id-43</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2fa08b77bbdfed82a99d5411a1bcae41-43.html#unique-entry-id-43</guid><content:encoded><![CDATA[... und das sch&ouml;ne Bauwerk wird wohl auch sauber bleiben. Das ist doch angesichts des heutigen Beginns der Olympischen Sommerspiele in Beijing eine sch&ouml;ne Aussicht, oder?<br /><br />Schlie&szlig;lich wurden die &ouml;ffentlichen Stadien Chinas doch sonst auch gerne f&uuml;r Massenhinrichtungen durch Kopfschuss genutzt. Damit ist Schluss, denn der &Ouml;PNV Chinas stellt seit einger Zeit <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,240108,00.html" rel="external" title="Todesbusse in China">Busse bereit</a>, in denen die Delinquenten mit Giftspritzen hingerichtet werden. Und das <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/todesstrafe_aid_231975.html" rel="external" title="Nur noch Giftspritze">mit der Spritze soll auch so bleiben</a>, die schicken Stadien im boomenden China m&ouml;chte man nicht weiter mit Blut, Hirnmasse und von Kugeln herausgerissenen Gewebe- und Knochenfetzen verschmutzen. <br /><br />Ob das eine humanit&auml;re Ma&szlig;nahme ist, oder ob es zu schwierig wurde, das relativ hohe Blutaufkommen der <a href="http://www.todesstrafe.de/thema/atlas/kontinent/asien/china.php" rel="external" title="Todesstrafe">gro&szlig;en Delinquentenzahlen</a> aus dem Tartan zu waschen, war allerdings nicht zu erfahren.<br /><br />Sch&ouml;ne Friedensspiele noch ...<br /><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry43_1.jpg" width="256" height="192" /><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Sandwelten 2008</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-08-06T21:22:55+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/836deb73306564e2af428f8049301c91-42.html#unique-entry-id-42</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/836deb73306564e2af428f8049301c91-42.html#unique-entry-id-42</guid><content:encoded><![CDATA[Auch dieses Jahr fand wieder eine Sandcarvingmeisterschaft am Kemnader See in Bochum statt. Dieses Mal standen Menschen und andere Personen im Vordergrund. MIr hat es dieses Mal sogar besser gefallen als letztes Jahr, obwohl es weniger Skulpturen waren und diese kleiner und oft weniger aufwendig ausgef&uuml;hrt. Aber die Details waren sehr beeindruckend.<br /><br /><a href="../bilder/page92/page92.html" rel="external" title="Fotos: Sandwelten 2008">Ein paar Impressionen</a> habe ich in meine kleine Bildergalerie eingestellt.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry42_1.jpg" width="192" height="256" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Interview zur Fantasy</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-08-01T16:53:24+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/781eebbf916837658c07cf8f9b398092-41.html#unique-entry-id-41</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/781eebbf916837658c07cf8f9b398092-41.html#unique-entry-id-41</guid><content:encoded><![CDATA[Mitte Juli habe ich dem <a href="http://www.medien-monitor.com/" rel="external" title="Medien Monitor">Medien Monitor</a> ein Interview zum Thema Fantasy im Allgemeinen gegegben. Die Interviewerin, Katja Reich, hat  das jetzt sehr sch&ouml;n und lesbar zusammengestellt. <br /><br />Und wer von Ihnen sich gefragt haben sollte, wie meine Stimme klingt - ein paar Audios mit Interviewausschnitten sind auf der folgenden Site auch enthalten:<br /><a href="http://www.medien-monitor.com/Kilometerhohe-Wasserfaelle.1180.0.html" rel="external" title="Interview Fantasy">Interview Fantasy</a>.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry41_1.jpg" width="400" height="249" /><br /><span style="font-size:11px; ">Blick in mein Allerheiligstes (Foto: Katja Reich)</span><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>J&#xe4;ger und Sammler heute ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-25T16:30:55+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f1eb99363c0a1d74f6da4573305ddb05-40.html#unique-entry-id-40</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/f1eb99363c0a1d74f6da4573305ddb05-40.html#unique-entry-id-40</guid><content:encoded><![CDATA[... einige Gedanken &uuml;ber den Datenschutz sind es, die ich gestern auf Einladung der FH Gelsenkirchen f&uuml;r die Freiheitsredner in einem Vortrag in der Au&szlig;enstelle Bocholt vor gut 60 Zuh&ouml;rerinnen und Zuh&ouml;rern angestellt habe. <br /><br />Den Grundlagenvortrag, der sich mit staatlicherseits erhobenen Daten, privatwirtschaftlich erhobenen Daten und den Daten besch&auml;ftigte, die der oder die Einzelne selbst publiziert, habe ich heute auch auf polyoinos <a href="../philstuff/jaeger_und_sammler.html" rel="external" title="Jäger und Sammler - Datenschutz">online gestellt</a>.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry40_1.jpg" width="192" height="256" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Der Vortrag kam gut an und es schloss sich eine hochergiebige Diskussion von einer Stunde L&auml;nge an, bei der es haupts&auml;chlich darum ging, was man tun k&ouml;nne, um ein Bewusstsein f&uuml;r den Datenschutz und die Gef&auml;hrdung der Privatsph&auml;re zu wecken. <br /><br />Ich denke, bei dem 60-k&ouml;pfigen Publikum hat sich einiges bewegt. Sie wirken, die <a href="http://www.freiheitsredner.de" rel="external">Freiheitsredner</a> ... Vielleicht laden Sie auch einmal einen ein?<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Vortrag zur Vorratsdatenspeicherung am 24.7.2008</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-21T13:56:52+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2168e13f4f41f07d2f8c8778a4d938d7-39.html#unique-entry-id-39</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2168e13f4f41f07d2f8c8778a4d938d7-39.html#unique-entry-id-39</guid><content:encoded><![CDATA[Am Donnerstag, den 24.7. um 19.00 Uhr, werde ich in der Bocholter Au&szlig;enstelle der Fachhochschule Gelsenkirchen einen Vortrag zum Thema Vorratsdatenspeicherung halten: <br /><em>J&auml;ger und Sammler heute. Bedenkenswertes dar&uuml;ber wie pers&ouml;nliche Daten erhoben und genutzt werden (k&ouml;nnten)</em>. <br /><br />Der Vortrag findet im Rahmen der <a href="http://www.campuswoche.de/" rel="external" title="Campuswoche">Campuswoche</a> der FH unter folgender Adresse statt: <br />  FH Gelsenkirchen Standort Bocholt<br />  M&uuml;nsterstra&szlig;e 265<br />  46397 Bocholt<br />Die Veranstaltung ist &ouml;ffentlich und kostet keinen Eintritt.<br /><br />Den Vortrag halte ich im Rahmen meines ehrenamtlichen Engagements als <a href="http://www.freiheitsredner.de/" rel="external" title="Freiheitsredner">Freiheitsredner</a>.<br /><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.freiheitsredner.de" rel="external" title="Freiheitsredner"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry39_1.gif" width="406" height="92" /></a><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Bis dann vielleicht, ich w&uuml;rde mich sehr freuen!<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Zwei neue Texte auf polyoinos ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-15T14:11:26+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4ee44c32c4d06d3aa4cab31de2e9a103-38.html#unique-entry-id-38</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4ee44c32c4d06d3aa4cab31de2e9a103-38.html#unique-entry-id-38</guid><content:encoded><![CDATA[... aber die Thing-Nachlese f&auml;llt so gut wie aus, denn ich habe kaum etwas zu berichten. Was daran liegt, dass ich erst am zweiten Tag auf Burg Rieneck ankam, meinen Vortrag hielt, dabei auffieberte, gut zw&ouml;lf Stunden vergeblich auf Besserung hoffend in dunklen Ecken und dem Bett herumlungerte und dann wieder fiebernd nach Hause fuhr - SCHADE! Denn es muss ein gutes Thing gewesen sein, dieses &bdquo;10 Jahre DTG&ldquo;-Jubil&auml;ums-Thing. Lesen Sie doch einfach mal im <a href="http://treffpunkt.tolkiengesellschaft.de/" rel="external" title="Forum der DTG">DTG-Forum</a> nach.<br /><br />Ich schaffte es also gerade einmal, meinen Vortrag &uuml;ber Tolkien und die Romantik zu halten, den ich <a href="../tolk_stuff/tolk_romantik.html" rel="external" title="Tolkien und die Romantik">hiermit auch auf polyoinos ver&ouml;ffentliche</a>. Wie mir versichert wurde, sei der Vortrag gut und er stie&szlig; im weiteren Verlauf des Thing auch manche Diskussion an, wie ich selbst an dem einen Abend, den ich da war, noch mitbekam.<br /><br />Meine eigens zum zehnten Geburtstag geschriebene Kurzgeschichte konnte ich am Samstag nicht mehr selbst lesen. Aber sie wurde noch vorgelesen - Danke! - und kam anscheinend auch gut an. Naja, sie kl&auml;rt ja auch die Vorgeschichte eines wichtigen Charakters. Und Sie ist nat&uuml;rlich jetzt auch auf polyoinos zu lesen: exklusiv f&uuml;r die Deutsche Tolkiengesellschaft - <a href="../stories/junger_hobbit.html" rel="external" title="Ein mutiger, junger Hobbit">Ein mutiger, junger Hobbit</a>.<br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Happy Birthday DTG - auf geht&#xb4;s zum Tolkien-Thing</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-08T23:33:57+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c5a854f6c1aa2d93c6258288f3e46898-37.html#unique-entry-id-37</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c5a854f6c1aa2d93c6258288f3e46898-37.html#unique-entry-id-37</guid><content:encoded><![CDATA[Morgen beginnt das Tolkien-Thing, die j&auml;hrliche Zusammenkunft der <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/" rel="external" title="DTG">Deutschen Tolkien Gesellschaft</a> (DTG) auf <a href="http://www.burg-rieneck.de/" rel="external" title="Burg Rieneck">Burg Rieneck</a>. Ja, das ist immer einer der H&ouml;hepunkte des Jahres!<br /><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.tolkiengesellschaft.de" rel="external" title="DTG"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry37_1.jpg" width="62" height="70" /></a><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Und dieses Thing ist ein besonderes, denn die DTG begeht ihr zehnj&auml;hriges Jubli&auml;um. Fast so lange bin ich auch dabei und freue mich von Herzen &uuml;ber den Geburtstag. Eigentlich bin ich ja &uuml;berhaupt kein Vereinsmeier, aber diese Community bedeutet mir viel! <br /><br />Deshalb habe ich nat&uuml;rlich auch Geschenke vorbereitet und werde einen Vortrag &uuml;ber Tolkien und die Romantik mitbringen sowie eine Kurzgeschichte &uuml;ber einen mutigen, jungen Hobbit, die ich extra f&uuml;r den Geburtstag geschrieben habe. Wenn ich n&auml;chste Woche wieder zur&uuml;ck bin, werde ich beides auch hier auf polyoinos ver&ouml;ffentlichen. Stay tuned!<br /><br />Und polyoinos hat eine gemeinsame Geschichte mit der DTG. Die DTG hat mich in hohem Ma&szlig;e unterst&uuml;tzt und vieles dazu beigetragen, dass polyoinos als Tolkiensite, aber auch als Site zur phantastischen Literatur im Allgemeinen ein Erfolg wurde. Danke!<br /><br />Ich wiederum habe in den letzten Jahren mit gro&szlig;er Freude immer wieder Sachen f&uuml;r die DTG ausgearbeitet oder mitgeholfen, bspw. als Mitherausgeber von Hither Shore, als Tolkienexperte oder auch als Entertainer (der <a href="../tolk_stuff/tolk_lotrpc.htm" rel="external" title="HdR, pc 1">Politisch Korrekte Herr der Ringe</a> entstand f&uuml;r die DTG), wo ich konnte. <br /><br />Also: auch wenn polyoinos zunehmend von Dingen handelt, die sich nicht um Tolkien drehen (das tat polyoinos immer schon, aber in letzter Zeit wird es mehr), ich bleibe Tolkienfreund und DTG-Mitglied mindestens solange, bis die mich wegen meiner notorischen Kurzgeschichten rausschmei&szlig;en.<br /><br /><br /></p><p style="text-align:center;">  <img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry37_2.jpg" width="500" height="82" /><br /><span style="font-size:11px; ">v. lks: Thomas Honegger, Thomas Fornet-Ponse, guess who, 1. Vorsitzender Marcel B&uuml;lles</span></p>]]></content:encoded></item><item><title>Mondschriften rezensiert</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-07T21:55:51+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6d7b1cf0ac84684c3151ba82f9fd3bf3-36.html#unique-entry-id-36</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6d7b1cf0ac84684c3151ba82f9fd3bf3-36.html#unique-entry-id-36</guid><content:encoded><![CDATA[Die Internetsendereihe <a href="http://www.fotomov.de/fotomov/Start.html" rel="external" title="Das Fotografische Duett">&bdquo;Das Fotografische Duett&ldquo;</a> hat meine Bilderreihe <a href="../bilder/bilder/moonwriting.html" rel="external" title="Fotos: Mondschriften">Mondschriften</a> rezensiert und dabei sehr lobende Worte gefunden. Ich bin ebenso erfreut wie &uuml;berrascht.<br /><br />Denn das Fotografische Duett - gebildet von den Herren Borgmann und Scherer (grunds&auml;tzlich: keine Vornamen!) - in Anlehnung an das Literarische Quartett entwickelt, ist eine Sendung, in der zwei professionelle Fotografen Fotos unter &auml;sthetischen wie technischen Aspekten recht schonungslos rezensieren. <br /><br />Ich schickte dem Duett einen Link zu meinen Mondschriften und war erstens &uuml;berrascht, dass die Herren tats&auml;chlich ein Bild besprachen, viel mehr noch aber, dass sie das Bild und die ganze Serie vorbehaltlos als spannend und innovativ lobten. Schauen Sie sich doch bitte einmal das Video der entsprechenden Folge Nr. 16 an:  <a href="http://www.fotomov.de/fotomov/Podcast/Eintr%C3%A4ge/2008/7/3_DFD_Folge_16.html" rel="external" title="DFD, Folge 16">DFD, Folge 16</a>.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry36_1.jpg" width="245" height="143" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Nat&uuml;rlich weisen die Herren zu Recht darauf hin, dass es sich bei den Bildern um Zufallsprodukte handelt, die viel mit Gl&uuml;ck und nichts mit fotografischem K&ouml;nnen zu tun haben. Das Ergebnis aber bewerten sie als eine Neuheit von &uuml;berraschendem Charakter, die von einem &auml;sthetischen Standpunkt aus bemerkenswert sei. Das nehme ich aus dem Munde von zwei anerkannten Profis als gro&szlig;es Lob (und zum Anlass weiterzumachen).<br /><br />Vielen Dank, liebes Duett ...<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>sf-magazin - Rezensionen pur ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-07-05T21:57:18+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2fed2db4711a4248c7c9014385428bd6-35.html#unique-entry-id-35</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/2fed2db4711a4248c7c9014385428bd6-35.html#unique-entry-id-35</guid><content:encoded><![CDATA[Seit gerade zwei Monaten ist <a href="http://www.sf-magazin.de/" rel="external" title="sf magazin">Franz Birkenhauers sf magazin</a> online - ein ambitioniertes Rezensionsprojekt, dem ich viel Erfolg w&uuml;nsche. Denn das sf magazin stellt sich als fast reines Rezensionsmagazin wohltuend konzentriert dar.<br /><br />Keine Community, keine Ajax-Spielchen, nichts bewegt sich, nirgendwo macht &sbquo;irgendjemand&rsquo; mit oder fordert einen dazu auf. Das kann heutzutage schon sehr entspannend wirken. Und man kann sich besser auf das Wesentliche konzentrieren. Und das Wesentliche ist klar (dem ist auch allzu oft nicht so im Web) - es geht um Rezensionen von Science Fiction-Literatur. Teilweise kommen in Interviews auch Autoren zu Wort, aber es ist die Rezi die v&ouml;llig im Vordergrund steht.<br /><br />Und die sind offensichtlich von Profis f&uuml;r Interessierte geschrieben. Die Schreibe ist gut, informativ, so gut wie fehlerfrei und vor allem meinungsfreudig.  Die Rezensionen informieren &uuml;ber den Inhalt, ohne irgendetwas vorweg zu nehmen, stellen den Genrebezug her und bewerten die B&uuml;cher in nachvollziehbarer Weise. Gerade Letzteres stellte sich als Gef&uuml;hl auch bei den B&uuml;chern ein, die ich nicht selber gelesen habe. <br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry35_1.jpg" width="382" height="123" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Dass ein gro&szlig;er Teil der Rezis bei FAZ, TAZ usw. eingekauft ist, ist f&uuml;r den Besucher der Site eher gut, denn es garantiert ein gewisses Niveau und versammelt dabei gleichzeitig Texte, die man sonst zusammensuchen m&uuml;sste. Und es sorgt daf&uuml;r, dass nicht nur SF-Nerds angesprochen werden, sondern ein breiteres Publikum, was bei phantastischer Literatur ja sowieso schonmal lobenswert ist.<br /><br />Einen Verriss habe ich beim St&ouml;bern &uuml;brigens nicht gefunden, sondern nur wohlwollende Kritiken. Interessant wird es also sein, zu sehen, wie das sf magazin mit - immer wieder n&ouml;tiger - harscher Kritik umgeht, tummelt sich im Genre doch auch viel M&uuml;ll. Aber das Magazin steht ja erst am Anfang und scheint zun&auml;chst auch alle Kr&auml;fte auf Klassiker und die arrivierten Autoren zu konzentrieren, so dass man das wohl abwarten muss.<br /><br />Eine tolle Besonderheit besteht darin, dass alle Beitr&auml;ge geschmackvoll und passend illustriert sind. Quasi nebenbei - nat&uuml;rlich nicht wirklich nebenbei, denn Birkenhauer stellt den Illustratoren einen eigenen, von nur sechs!, zentralen Links in der Navigationsleiste zur Verf&uuml;gung - werden hier die oft vernachl&auml;ssigten Illustratoren mit ihren Werken vorgestellt, die soviel zum Ambiente des Genres beitragen. Und hier nat&uuml;rlich zum &auml;u&szlig;erst geschmackvollen Ambiente der Site.<br /><br />Bleibt mir nur, dem Magazin viel Gl&uuml;ck zu w&uuml;nschen, den RSS-Feed habe ich ja schon abonniert ...</p>]]></content:encoded></item><item><title>Denglisch? Ich mag es nicht&#x2c; aber es gibt Schlimmeres ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-07-05T18:59:20+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e8d902d914b3d2a58649d6a1567a0b41-34.html#unique-entry-id-34</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/e8d902d914b3d2a58649d6a1567a0b41-34.html#unique-entry-id-34</guid><content:encoded><![CDATA[... und anders als eifrige Streiter wider des Denglischen, wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Kr%C3%A4mer_(Wirtschaftswissenschaftler)" rel="external" title="Walter Krämer">Walter Kr&auml;mer</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Schneider" rel="external" title="Wolf Schneider">Wolf Schneider</a> zu meinen scheinen, ist es durchaus so, dass Sprachen sich durch den Einfluss von Fremdw&ouml;rtern weiterentwickeln und nebenbei auch zu einem besseren Verst&auml;ndnis verschiedener Kulturen untereinander beitragen: <br /><span style="color:#B26D1A;">&bdquo;Wenn Kulturen &uuml;ber den sprachlichen Austausch leben und sich weiterentwickeln, sind Anleihen und Abgaben, der in die W&ouml;rter gefassten und &uuml;ber die W&ouml;rter zug&auml;nglichen Kulturmerkmale zwangsl&auml;ufig Mittel des Transfers, die als solche nicht zu beanstanden sind.&ldquo; (Hans-Werner Eroms, 2007, 45)</span><br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry34_1.jpg" width="184" height="245" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Trotzdem nerven nat&uuml;rlich Spr&uuml;che wie &bdquo;come in and find out&ldquo; jeden, dem etwas an der deutschen Schriftsprache liegt. Aber ist es mehr als &sbquo;zu nerven&lsquo;? Wenn man den Herren Kr&auml;mer und Schneider so zuh&ouml;rt, k&ouml;nnte man meinen, dass unsere gesamte Ausdrucksf&auml;higkeit in Gefahr ist, ganz abgesehen nat&uuml;rlich von unserer nationalen Identit&auml;t im Besonderen, dem christlichen Abendland und der humboldtschen Kultur im Allgemeinen  undsoweiterundsofort ...<br /><br />Problematisch wird das dann, wenn Schneider in seinem neuesten Buch <em>Speak German! Warum Deutsch manchmal besser ist</em> fast in Hasstiraden f&auml;llt, wenn er dem Denglischen den Kampf ansagt. Kampf? Ja,  einen &bdquo;Kampf&ldquo; gilt es zu f&uuml;hren ... die Fremdw&ouml;rter hei&szlig;t es &bdquo;anzugreifen&ldquo; ... eine &bdquo;Invasion&ldquo; des Amerikanismus muss &bdquo;abgewehrt&ldquo; werden ... und, heia Safari, das wird Spa&szlig; bereiten: Anglizismen sind &bdquo;abzuschie&szlig;en&ldquo;, jede Woche mindestens einer.  Allein an diesem Wesen wird die deutsche Sprache genesen.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry34_2.jpg" width="96" height="82" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Warum das ein Problem ist? Weil es eine emotional derma&szlig;en aufgeladene Kriegsrhetorik ist, dass sie dem Thema - Wie erreichen wir eine stilistisch gute &ouml;ffentliche Kommunikation? - v&ouml;llig unangemessen ist. Ich habe einmal viel von Schneider gehalten - genial etwa: <em>Unsere t&auml;gliche Desinformation</em> aus den Achtzigern - aber hier f&uuml;hle ich mich von ihm angesprungen. Das ist eine Rhetorik aus den unsch&ouml;neren Zeiten der ersten H&auml;lfte des vorigen Jahrhunderts, eine Rhetorik, die der Sache in jedem Fall schadet. <br /><br />Denn auch ein offen denkender und argumentierender Autor wie der zitierte Eroms kritisiert die besonders in PR- und Werbereichen inflation&auml;r eingesetzten Anglzismen als schlechten Stil. Das geht durchaus und stellt eine Kritik dar, die die Werber und &Ouml;ffentlichkeitsarbeiterinnnen hinter den Kosemtikspiegel klemmen sollten. Eroms f&uuml;hrt n&auml;mlich sch&ouml;n und sehr differenziert aus, wie dieser Gebrauch das Gebot des Ma&szlig;haltens durchbricht und so auch dem ungeschulteren Leser als schlechter Stil auff&auml;llt und somit ein kommunikatives Eigentor darstellt.<br /><br />Aber mehr noch als zu warnen, ist zu beachten, dass die Sprachbeeinflussung durch Fremdw&ouml;rter erst einmal positiv ist, da sie einen Zugang zu anderen Kulturen er&ouml;ffnet (Eroms 2007, 50). &Uuml;berfl&uuml;ssige Anglizismen zu gei&szlig;eln, ist zudem eine &bdquo;wissenschaftlich wenig haltbare Position&ldquo; (Kr&auml;mer und Schneider sind schlie&szlig;lich Professoren), &bdquo;denn wenn W&ouml;rter aus einer anderen Sprache genommen werden, hat offenbar ein Bezeichnungsbedarf bestanden, der genau diese Option ausgel&ouml;st hat&ldquo; (48).<br /><br />Nun hat dieser Bedarf bei come in and find out sicherlich nicht bestanden, sondern ist konstruiert worden und angeblich sechzig Prozent der Deutschen verstehen darunter ja auch eher etwas wie &bdquo;Komm rein und versuche, wieder herauszufinden&ldquo;. Aber diese dummen Spr&uuml;che sind ja gerade Beispiele daf&uuml;r, dass der &uuml;bertriebene Einsatz, beim Versuch den Zeitgeist noch etwas schneller zuzureiten, in die Hose gegangen ist. Sch&ouml;n ist ja, dass diese Kommunikationsversuche genau die sp&ouml;ttische Reaktion hervorrufen, die einzig angemessen ist. <br /><br />Pr&auml;gnante  und sinnvolle Anglizismen reihen sich demgegen&uuml;ber nahtlos in die Sprache ein und werden von ihr aufgenommen: Job, Boss, E-Mail. Und das war schon immer so: Skonto, Bank und Porto stammen aus dem Italienischen; Hausse, Chef, Rendezvous h&ouml;rt man das Franz&ouml;sische immer noch an; und wussten Sie das Tornister, Roboter und Gurke aus dem Slawischen kommen?<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry34_3.jpg" width="79" height="69" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Nein, von einem gewissen Werber-Unsinn geht keinerlei Gefahr aus, aber von undifferenzierter Kritik am Fremdwortgebrauch und seiner Schwester der &Uuml;berfremdungsangst. Die Gefahr n&auml;mlich die Sprache einzukapseln, und in die Richtung gehen ja die j&uuml;ngsten Schneiderschen Forderungen, der n&ouml;tigenfalls Sprachreinheit auch per Gesetz herstellen lassen will, und damit das Denken selbst einzukapseln, es auf einem lokalpatriotischen, deutscht&uuml;melnden Niveau festzusetzen, das jeglicher Entwicklung zu widerstehen sucht.<br /><br />Dem braucht man wenigstens keine gesteigerte Beachtung zu schenken, wenn man sich schon nicht die M&uuml;he machen will, Gegenrede zu leisten. Nichtbeachtung reicht schon: Leute lest Eroms, nicht Schneider! Schade nur, dass ein wertvoller Theoriebeitrag wie der Eroms in einem nur von der engsten Fachwelt beachteten Tagungsband vor sich hinschlummert, w&auml;hrend die Betrachtungen Schneiders starrsinniger &Uuml;berzeugungen derzeit alle Feuilletons verunzieren ...<br /><br /><u>Literatur:<br /></u><br />Das Buch vom Schneider halt ...<br /><br />Eroms, Hans-Werner: &bdquo;Fremdw&ouml;rter&ldquo; - MIttel der Teilhabe an anderen Kulturen. In: F&ouml;ldes, Csaba/ Antos, Gerd (Hrsg.): Interkulturalit&auml;t: Methodenprobleme der Forschung. Beitr&auml;ge der internationalen Tagung im Germanistischen Institut der Pannonischen Universit&auml;t Veszpr&eacute;m, 7.-9. Oktober 2004. M&uuml;nchen: Iudicium Verlag. 2007. 45 - 57.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>RingCon &#xf6;ffnet sich f&#xfc;r Fantasy allgemein</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-07-03T11:40:45+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9a99df7e9d7ba3cddca1e3c9ca98d2c1-33.html#unique-entry-id-33</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9a99df7e9d7ba3cddca1e3c9ca98d2c1-33.html#unique-entry-id-33</guid><content:encoded><![CDATA[So langsam nimmt die n&auml;chste RingCon, die vom 3. bis 5. Oktober in Bonn, zur&uuml;ckgekehrt ins Hotel Maritim, stattfinden wird, Gestalt an. Und die Gestalt gef&auml;llt mir!<br /><br />Urspr&uuml;nglich war die RingCon als reine Herr der Ringe-Veranstaltung gestartet. Aber nachdem letztes Jahr schon erste kleine Schritte auf Harry Potter und Pirates of the Caribbean gemacht wurden, haben beide Serien jetzt hochoffizielle Weihen erhalten und sind durch Schauspieler aus den entsprechenden Filmen und mit Vortr&auml;gen zum Thema vertreten.<br /><br />Das ist eine sinnvolle &Ouml;ffnung, denn die RingCon als etablierte Convention, die in der Vergangenheit bis zu 5 000 Besucher angezogen hat, k&ouml;nnte sich damit zur gr&ouml;&szlig;ten Fantasy-Convention im deutschen Sprachraum entwickeln. Die <a href="http://www.ringcon.de/pages_de/aktuell/news.php" rel="external" title="RingCon: News">Meldungen der letzten Tage</a> lassen ein breitgestreutes Programm erwarten, das auch den NIchtfilmfan ansprechen wird. <br /><br />Vielleicht erweitert sie sich sogar dauerhaft in den Buchbereich hinein: Erstmals ist dieses Jahr mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Kern" rel="external" title="Claudia Kern">Claudia Kern</a> eine reine Autorin dabei und es wird eine Lesung eines jungen Autoreteams vom <a href="http://www.sarturia.com/" rel="external" title="Sarturia Verlag">Sarturia-Verlag</a> geben. Und das unter Einbeziehung des Publikums, das dazu Geschichten und Fan-Fiction einreichen kann. <br /><br />Klasse und weiter so!<br /><br />&Uuml;brigens: Ich werde dieses Jahr wieder das Streitgespr&auml;ch moderieren und zwei Vortr&auml;ge halten: 1. Von Babylon nach Hogwarts. Ein Streifzug durch die Geschichte der Fantasy. 2. Elfenwelten - die sch&ouml;nere Realit&auml;t? Fantasy als angewandte Metaphysik. <br /><br /><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://www.ringcon.de" rel="external" title="RingCon"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry33_1.jpg" width="468" height="60" /></a><br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Sterbehilfe? F&#xfc;r mich schon.</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-07-02T08:33:15+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6652bbc6949dbaf93beeda91abef7927-32.html#unique-entry-id-32</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6652bbc6949dbaf93beeda91abef7927-32.html#unique-entry-id-32</guid><content:encoded><![CDATA[Nachdem Herr Kusch durch seine undurchsichtigen Sterbehilfeaktivit&auml;ten vom letzten Wochenende die Presse in Aufruf versetzte, hat das, und ein winziges Erlebnis, mich in meiner Position zur Sterbehile best&auml;rkt: Ich nehme mir das Recht heraus, im Bedarfsfall eine solche zu suchen.<br /><br />Das winzige Erlebnis, das ich hatte, bestand darin, dass ich bei einem Spaziergang mit meinem Sohn an einem Altenpflegeheim vorbeikam, bei dem in einem der ebenerdigen Zimmer das Fenster offen stand und man gut reinsehen konnte. Was ich sah, war ein freundlicher, heller Raum von ca. 4 x 4 Metern Grundfl&auml;che. Bett, Tisch, 2 St&uuml;hle, Beistelltisch mit Fernseher; alles in hellem Holz, ich nehme an Kiefer. Eine Blumenvase stand auf dem Tisch, alles wirkte sehr sauber. Kurz: Ein netter Eindruck.<br /><br />Trotzdem verstehe ich die 79j&auml;hrige Dame sehr gut, die Herrn Kuschs Hilfe in Anspruch nahm. So h&uuml;bsch das auch aussah: Dort will ich nicht hin! Das ist kein echtes Zuhause, das ist Klinik. H&uuml;bsche Klinik, ja, aber ich war 13 Jahre als Krankenpfleger t&auml;tig und erkenne ein Patientenzimmer, wenn ich eines sehe. Nee, nicht f&uuml;r mich.<br /><br />Was sein wird, wenn ich 79 bin, wei&szlig; ich nicht. Aber ich glaube nicht, dass ich mich in den n&auml;chsten 34 Jahren so ver&auml;ndern werde, dass ich Klinik und den Verlust eines echten Heimes dann in Kauf zu nehmen gewillt bin. Wof&uuml;r auch? F&uuml;r weitere drei, vier Jahre? Lohnt nicht. Weitere 20 Jahre, so ich sie denn erlebte? Die Vorstellung ist ja noch schlimmer!<br /><br />Ich habe noch einiges vor, denke aber, dass ich mich dann irgendwann vor der letzten Reise nur noch ein bisschen ausruhen m&ouml;chte und dann ist es gut. Aber ich ruhe mich doch nicht <em>da</em> aus. Wohlgemerkt, das ist keine Kritik an Pflegeheimen und Personal, wenn die so h&uuml;bsch und aufmerksam sind, wie sich das in diesem einen Fall darstellte. Das Thema, das ich mit dieser Bemerkung anspreche, ist das der Autonomie meiner Entscheidungen.<br /><br />Ich rede auch nicht davon, dass die Hospizbewegung gest&auml;rkt werden muss, dass die Palliativmeidzin besser werden muss, dass verdammt nochmal niemand Schmerzen zu leiden haben darf. Das ist alles richtig, wichtig und hilft bald hoffentlich vielen Menschen, dass auch die letzten Jahre sch&ouml;n werden.<br /><br />Nein, ich rede davon, dass ich die alte Dame gut verstehe, die nicht ins Pflegeheim wollte. Und sei es noch so sch&ouml;n. Wenn ich zu dem Entschluss komme, dass es gut ist, dass ich nicht mehr m&ouml;chte, dann will ich <em>mein</em> Leben auch auf eine Weise abschlie&szlig;en k&ouml;nnen, die mir den letzten Schritt leicht macht. Ja: <em>leicht macht</em>! Ich werde es mir schon nicht <em>zu</em> leicht machen, zu dieser Entscheidung zu gelangen. Dann aber will ich keine H&uuml;rde mehr vor mir sehen.<br /><br />Es ist mein Leben. Es ist das einzige, was wirklich mir geh&ouml;rt. Vielleicht ist es auch nur das einzige, was wirklich mir geh&ouml;ren <em>sollte</em>. Dazu geh&ouml;rt, dass ich es aufgebe, wann ich will.<br /><br />Und ein Gott, der mich nicht aufnimmt, weil Suizid S&uuml;nde ist, in dessen Reich will ich gar nicht. Aber ich denke nicht, dass Gott das so streng sieht.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry32_1.jpg" width="346" height="260" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Was ist Horror ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-07-01T10:15:41+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/659afc0a08d39292d9bd0b73724aabdb-31.html#unique-entry-id-31</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/659afc0a08d39292d9bd0b73724aabdb-31.html#unique-entry-id-31</guid><content:encoded><![CDATA[... und warum tun wir uns das an? Diese beiden Fragen beantwortet der gerade online gestellte <a href="../Phantastik/horror.html" rel="self" title="Horror">Grundsatzartikel zum Thema Horror</a>.<br /><br />Nach der jahrelangen Besch&auml;ftigung mit dem Fantasygenre, die ich nicht aufgebe!, erweitern sich miene Betrachtungen jetzt auf die gesamte Phantastik. Ein erstes Ergebnis davon ist der Artikel &uuml;ber den Horror, dem im Laufe der Zeit langsam weitere Aufs&auml;tze &uuml;ber die Phantastik folgen werden. Bleiben Sie mir also gewogen.<br /><br />Die Arbeit &uuml;ber den Horror stellt einen Vortragstext eines Auftrittes dar, den ich auf dem 3. Elbenwaldspektakel im Juni 2008 hatte. Falls Sie dort waren und sich nun fragen, wo denn die Horrorgeschichte bleibt, die ich dort ebenfalls las, so muss ich Sie vertr&ouml;sten. Ich beabsichtige, diese Geschichte in einer Genrezeitschrift unterzubringen und die nehmen Geschichten in der Regel nicht, wenn die auch irgendwo online zu finden sind. Aber ich w&auml;re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die Daumen f&uuml;r die Publikation dr&uuml;ckten.<br /><br /><p style="text-align:center;"> <img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry31_1.jpg" width="198" height="254" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Elbenwaldspektakel - Nachlese</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-06-29T14:59:26+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/64b8e7b84616bf8bc46589348d0321aa-30.html#unique-entry-id-30</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/64b8e7b84616bf8bc46589348d0321aa-30.html#unique-entry-id-30</guid><content:encoded><![CDATA[Nun ist es also vorbei, das 3. Spektaktel auf <a href="http://www.lvb.westfalen.jugendherberge.de/burg.bilstein/" rel="external" title="Burg Bilstein">Burg Bilstein</a>. Schade ... Wie gut, dass das 4., vom 11.-14. Juni  schon eingestielt ist. Denn es war wieder ein echtes <a href="http://www.elbenwald.de/news.php?news=n49_Spektakel-2008--UPDATE-.html" rel="external" title="Elbenwaldspektakel">Elbenwaldspektakel</a>!<br /><p style="text-align:center;"><br /><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry30_1.jpg" width="264" height="338" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Was das Spektakel auszeichnet sind: die breite Spanne der Fantasy, die bis in die SF und den Horror hinein abgedeckt wird; rundum gelungene Programme mit einer gesunden Mischung aus aktiven (Workshops) und passiven Programmteilen (Vorstellungen, Vortr&auml;ge, Lesungen); eine professionelle Organisation; sowie vor allem die heterogene, aber einander bei aller Verschiedenheit liebevoll zugetane Community. Eine Community &uuml;brigens, die im Fluss ist, also nicht im eigenen Cliquensaft schmort. Im Gegenteil sind neben vielen, lieben alten Gesichtern auch immer viele neue Gesichter zu sehen, die f&uuml;r neue Impulse, neue Gespr&auml;che und andere Stimmungen sorgen.<br /><br />So ist jedes Spektakel ein anderes Erlebnis. Dieses Jahr war es meinem Eindruck nach eher ruhiger und unspektakul&auml;rer, daf&uuml;r konnte man mehr Gespr&auml;che und Diskussionen beobachten und belauschen. <br /><br />Ein echtes Wagnis war, dass die Elbenwald-Crew dieses Jahr nur an einem Abend Livemusik bot. Und das ist, wie ich finde, auch in die Hose gegangen, zwei Abende ohne Musik (au&szlig;er dem, was sp&auml;ter nat&uuml;rlich vom Band kam) und ein Abend mit einer zeimlich schlechten Truppe (die allerdings ganz gut angenommen wurde) - nee, da fehlte definitiv was. Und das wa rnicht einfach nur Schelmish, die da fehlten, denn mittlerweile kann ich auch ganz gut mal ohne die.  Aber egal, die Abende waren deshalb ja noch nicht schlecht, und selbst die skurrilsten Typen fanden ihren Spa&szlig;:<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry30_2.jpg" width="333" height="250" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Die Vortr&auml;ge waren weniger gut besucht als sonst - selbst <a href="http://www.mahet.de/site/" rel="external" title="Markus Heitz">Markus Heitz</a> hatte bei der Lesung aus <em>Kinder des Judas</em> nur 25 Zuh&ouml;rer/innen (sp&auml;ter bei den Zwergen allerdings deutlich mehr) - daf&uuml;r waren die Diskussionen aber intensiver und diesesr Austausch ist es, von dem wir Vortragenden ja am meisten profitieren. Mein pers&ouml;nlicher H&ouml;hepunkt war wieder die Lagertfeuerlesung von <a href="http://www.nebelriss.de/" rel="external" title="Markolf Hoffmann">Markolf Hoffmann</a>, <a href="http://www.friedhelm-schneidewind.de/" rel="external" title="Friedhelm Schneidewind">Friedhelm Schneidewind</a>, Markus Heitz und mir, die auch dieses Jahr fast das gesamte Publikum mit den Vorlesenden vereinte und stimmiges Fantasygef&uuml;hl aufkommen lie&szlig;.<br /><br />Die Workshops waren wieder voll und schreckten trotz intensiver, zu leistender Arbeit niemanden ab. Was in den Zimmern und Zelten so vor sich ging, konnte ich zwar nicht direkt sehen, aber die Crew von <a href="http://www.bushikan.de/" rel="external" title="Bushikan">Bushikan</a> brachte ihre begeisterten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wieder in heftiges Schwitzen ... und wer wei&szlig;, wen sie damit alles nachhaltig vom Bushido zu &uuml;berzeugen vermochten ... <br /><br />Besonders gut (und beliebt, vor allem bei den Kindern, mit denen sie toll umgehen!) waren auch <a href="http://www.juxart.de/" rel="external" title="Juxart">Juxart</a>, die die ganzen drei Tage Jung und Alt mit ihren Performances und vielen kleinen, liebevollen Gesten zum Lachen und zum Schmunzeln brachten. Sie sorgtenmit ihrer Feuershow auch f&uuml;r einen kr&ouml;nenden Abschluss, von dem Sie hier <a href="../bilder/page41/page41.html" rel="external" title="Feuerjonglage / fire juggler">einige Impressionen aus meiner Serie von Fotos mit Langzeitbelichtungen</a> sehen k&ouml;nnen.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry30_3.jpg" width="384" height="288" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Kurz: es war wieder ein tolles Erlebnis, auf das ich mich im n&auml;chsten Jahr schon jetzt ganz besonders freue. Vielleicht treffe ich ja auch Sie dann dort ;-)<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Die Naturgesetze sind eben &#xfc;berall g&#xfc;ltig ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-06-25T12:40:06+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/18c53a76c3fa077281c8970287f6b0b4-29.html#unique-entry-id-29</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/18c53a76c3fa077281c8970287f6b0b4-29.html#unique-entry-id-29</guid><content:encoded><![CDATA[... so ist nach neuesten Erkenntnissen eines Forscherteams der Universit&auml;ten Victoria, Sydney, Taipeh und Bonn mit gro&szlig;er Sicherheit anzunehmen. <br /><br />Die Teilchenphysik geht davon aus, dass es fundamentale Konstanten gibt, die universal g&uuml;ltig sind. Und letztlich h&auml;ngt die Sicherheit eines sehr gro&szlig;en Teiles der naturwissenschaftlichen Erkenntnis davon ab, dass dem auch wirklich so ist. Unm&ouml;glich ist es aber theoretisch auch nicht, dass die Naturgesetze weniger stabil sind als in den herrschenden Modellen eigentlich angenommen wird. Die Sicherheit der Grundannahmen aber hat Auswirkungen bis hin in das t&auml;gliche Leben, etwa da, wo Ingenieurskunst auf physiko-chemischem Basiswissen aufbaut.<br /><br />Wie das Magazin <em><a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/320/5883/1611" rel="external">Science</a></em><a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/320/5883/1611" rel="external"> berichtet</a>, ist es Michael T. Murphy, Victor V. Flambaum, S&eacute;bastien Muller und Christian Henkel gelungen, nachzuweisen, dass eine der wichtigsten Konstanten - das Masseverh&auml;ltnis von Proton und Elektron - auch in gut 7 Milliarden Lichtjahren Entfernung und damit eben auch vor 7 Milliarden Jahren - als es noch keine Erde und auch unser Sonnensystem nicht gab - exakt so ist, wie wir es hier und heute bei uns beobachten. Das bedeutet einen wichtigen empirischen Beweis f&uuml;r die Stichhaltigkeit physikalischer Grundannahmen.<br /><br />Und es zeigt mal wieder, wie wichtig die &sbquo;brotlose Kunst&lsquo; der Grundlagenforschung ist. Wichtiger jedenfalls, als das ungez&uuml;gelte Anschwellen der Heere von Wirtschaftlern und Juristen weiter zu forcieren ...<br /><br /><p style="text-align:center;"> <img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry29_1.jpg" width="479" height="78" /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Elbenwald im neuen Gewand</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-06-20T08:35:30+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9652291f2f9b05d46086480ba566e765-28.html#unique-entry-id-28</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9652291f2f9b05d46086480ba566e765-28.html#unique-entry-id-28</guid><content:encoded><![CDATA[Der <a href="http://www.elbenwald.com" rel="external" title="Elbenwald">Elbenwald</a>, einer der gr&ouml;&szlig;ten und bestsortiertesten H&auml;ndler f&uuml;r Fantasybedarf, hat seinen Internetauftritt in ein neues Gewand gekleidet. Die alte, mit den Jahren etwas &uuml;berladen wirkende Seite wurde in ein aufger&auml;umtes State of the Art-Design gekleidet, das trotzdem einen klaren Wiedererkennungswert besitzt und den knapp 20.000 eingeschriebenen Nutzern das Heimatgef&uuml;hl sicherlich erhalten wird. <br /><br />Damit stehen auch die Chancen sehr gut, die Nominierung f&uuml;r den <a href="http://www.deutscher-phantastik-preis.de" rel="external" title="DPP">Deutschen Phantastik Preis 2008</a> in den Gewinn des Preises m&uuml;nden zu lassen. Ich jedenfalls mag die Seite!]]></content:encoded></item><item><title>&#x22;Fantasy. Einf&#xfc;hrung.&#x22; f&#xfc;r den Deutschen Phantastik Preis nominiert</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-06-16T21:56:26+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/87cf67abc2a5e3d249b56a78e088db24-27.html#unique-entry-id-27</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/87cf67abc2a5e3d249b56a78e088db24-27.html#unique-entry-id-27</guid><content:encoded><![CDATA[Vor etwa drei Stunden wurden die Nominierungen f&uuml;r den Deutschen Phantastik Preis 2008 bekanntgegeben. Mein vorletztes Buch, <em>Fantasy. Einf&uuml;hrung</em>. wurde als Bestes Sekund&auml;rwerk nominiert. Ich m&ouml;chte allen Menschen ganz herzlich danken, die mich bei dieser - allein von Genrefans ausgesprochenen - Nominierung unterst&uuml;tzt haben. Das ist ein sch&ouml;ner Erfolg.<br /><br />Nach der Ermutigung f&uuml;r meine Arbeit  m&ouml;chte ich jetzt auch gerne gewinnen! Die Hauptrunde l&auml;uft bis zum 31.8., Ihre Stimme k&ouml;nnen Sie unter <a href="http://www.deutscher-phantastik-preis.de" rel="external">www.deutscher-phantastik-preis.de</a> abgeben (einfach Mailadresse angeben, dann erhalten Sie per Mail einen Code, den Sie bei der Wahl eingeben m&uuml;ssen - geht ganz schnell). <br /><br />Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie mir dabei helfen, denn ich finde - ganz unbescheiden -, dass das Buch es verdient hat. Danke!]]></content:encoded></item><item><title>Die Patientin Universit&#xe4;t r&#xf6;chelt jetzt ziemlich ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-06-16T11:05:22+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9f7b4f417d18b7fa72d2442942b04877-26.html#unique-entry-id-26</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/9f7b4f417d18b7fa72d2442942b04877-26.html#unique-entry-id-26</guid><content:encoded><![CDATA[... es muss ihr wohl jemand die Luft abdrehen - arme Uni ...<br /><br />Der Uni geht es auch immer schlechter. Ich rede dabei gar nicht von Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen - die haben zwar den Humboldtschen Bildungsgedanken gekillt, aber f&uuml;r den sind wir Menschen anscheinend eh nicht ausreichend ger&uuml;stet. Nee, es scheint viel mehr so zu sein, dass die Verschulung des Studiums einem ganz gro&szlig;en Teil der Studierenden entgegen kommt. Da wird man wenigstens noch bis Mitte Zwanzig ans H&auml;ndchen genommen und durch das Leben gef&uuml;hrt und den sp&auml;teren Arbeitgebern ist es auch lieber, wenn die neuen Akademiker nicht allzu eigenst&auml;ndig denken und fragen gelernt haben.<br /><br />Nein, die Patientin r&ouml;chelt immer st&auml;rker wegen der Sparma&szlig;nahmen, die ihr die Luft abdrehen. Wie heute in unserem K&auml;sebl&auml;ttchen pl&ouml;tzlich und voller Sorge zu lesen ist, geht es den Geisteswissenschaften an den Kragen. Sch&ouml;n, dass das mal jemand merkt. Gef&ouml;rdert wird nur noch, was effizient ist, und Orchideenf&auml;cher wie Byzantinistik, &Auml;gyptologie, Geschichtswissenschaften, Philosophie, die Lehrerausbildung und &auml;hnlich abseitige Wissensgebiete werden zusammengestrichen. Bringen ja keine Drittmittel ... oder outsourcbare Start ups ... oder Ruhm und Ehre.<br /><br />Schade - und das nicht nur aus melancholischen Gr&uuml;nden, wie dem, das uns Menschen die Philosophie einst das Denken und Verstehen lehrte. (Zumindest soweit man gewillt war, sich aufs Verstehen einzulassen.) Schade also? Ja! Denn, es ist doch nicht so, dass wir nun verstanden h&auml;tten und sie nicht mehr br&auml;uchten. Oder glauben Sie, dass es derzeit ein ausreichendes Ma&szlig; an Vern&uuml;nftigkeit und Empathie in der Welt g&auml;be? Und wie sollen die Kommenden lernen, zu verstehen? Oder zu hinterfragen? Oder zu urteilen? Und wer kann entscheiden, ohne sinnvoll und kritisch geurteilt zu haben? Schade, dass die Wolkenkuckucksheime der Geisteswissenschaften aussterben ...<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry26_1.jpg" width="384" height="288" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Sehe ich da hinten in der letzten Reihe einen Ingenieur grinsen? Ja, noch haben Sie gut lachen und sind hei&szlig;begehrt. Aber warten Sie erst einmal ab, bis sich die Controller nach getaner Meuchelei in den Geisteswissenschaften an die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung machen. Ferne Galaxien beobachten? Die Gravitationswellen oder Higgs-Teilchen nachweisen? Das ist genauso brotlose Kunst wie die Philosophie. Nur werden euch Ingenieuren dann ganz schnell die Grundlagen f&uuml;r eure Erfindungen und den Fortschritt ausgehen. <br /><br />Bleiben die Wirtschaftler und Juristen. Ich hoffe ihr werdet reich damit, euch gegenseitig Businesspl&auml;ne aufzustellen ... schon da mit ihr uns Philosophinnen und Lehrer, Historikerinnen und Linguisten als Hauspersonal, G&auml;rtner und Chauffeure besch&auml;ftigen k&ouml;nnt ... wir geben euren Kindern dann beim Babysitten auch schon mal den einen oder anderen Tipp f&uuml;r ein gelingendes Leben ... versprochen! </p>]]></content:encoded></item><item><title>Abschnitt &#x22;Phantastik&#x22; eingef&#xfc;hrt</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-06-10T20:42:21+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c1a6a23d8415b6d9a18bcde511e14f75-25.html#unique-entry-id-25</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c1a6a23d8415b6d9a18bcde511e14f75-25.html#unique-entry-id-25</guid><content:encoded><![CDATA[Heute habe ich f&uuml;r die bisher publizierten Aufs&auml;tze zur Phantastik im Allgemeineren einen eigenen Bereich eingerichtet. Bisher waren sie unter Tolkien zu finden. Da ich jedoch zunehmend &uuml;ber andere Bereiche der Phantastik arbeite als nur &uuml;ber Tolkien und Fantasy - &uuml;ber die ich aber weiter schreiben werde! -, ist es sinnvoll, der Phantastik einen eigenen Bereich zuzuweisen.<br /><br />Die augenblicklich dort zu findenden Arbeiten &uuml;ber Fantasy und Mythologie sind keine neuen Aufs&auml;tze, sondern dem Tolkienabschnitt von polyoinos entnommen. Ende Juni wird aber ein erster neuer Aufsatz - &uuml;ber den Horror - hier erscheinen.<br /><br />Bis sp&auml;testens dahin also ...]]></content:encoded></item><item><title>George R.R. Martins &#x22;Fiebertraum&#x22; wieder auf deutsch erschienen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-06-07T12:41:21+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/daa466059f1cee3b7d041fa6904b29a9-24.html#unique-entry-id-24</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/daa466059f1cee3b7d041fa6904b29a9-24.html#unique-entry-id-24</guid><content:encoded><![CDATA["Fiebertraum" (Fevre Dream) einer der besten Vampirromane &uuml;berhaupt ist auf deutsch wiedererschienen. Das Buch geh&ouml;rt zu den besten B&uuml;chern der Phantastik und zu den drei, vier besten Vampirromanen &uuml;berhaupt. Wenn Sie auch nur das geringste Interesse am Genre haben, sollten Sie es lesen! Oder wenigstens zun&auml;chst diese <a href="http://www.phantastik-couch.de/george-r-r-martin-fiebertraum.html" rel="external" title="Fiebertraum">Rezension</a>.<br /><br />George R.R. Martin ist heute haupts&auml;chlich f&uuml;r seine noch nicht beendete Fantasy-Monumentalreihe "<a href="http://www.eis-und-feuer.de/" rel="external" title="Eis und Feuer">Ein LIed von Eis und Feuer</a>" bekannt, aber alles was diesen gro&szlig;artigen Schriftsteller ausmacht ist auch schon in Fiebertraum enthalten.]]></content:encoded></item><item><title>26. - 29.6. - Elbenwaldspektakel</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-06-04T11:50:40+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ddbb741b6252b8c3f4163a4721e830c7-23.html#unique-entry-id-23</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/ddbb741b6252b8c3f4163a4721e830c7-23.html#unique-entry-id-23</guid><content:encoded><![CDATA[An einem langen Wochenende von Donnerstag, den 26. bis Samstag, den 29. Juni findet zum dritten Mal das Elbenwaldspektakel auf der sch&ouml;nen sauerl&auml;nder Burg Bilstein, in Lennestadt statt. Das ist eine Veranstaltung, die ich nur w&auml;rmstens empfehlen kann - die ersten beiden Male haben unheimlich viel Spa&szlig; gemacht. <br /><br /><br />Es werden Lesungen und Vortr&auml;ge von Markolf Hoffmann (Schriftsteller, Autor von "<a href="http://www.nebelriss.de/" rel="external" title="Nebelriss">Zeitalter der Wandlungen</a>"), Markus Heitz (<a href="http://www.mahet.de/site/" rel="external" title="Markus Heitz">Schriftsteller</a>, Autor einer ganzen Reihe sehr erfolgreicher Fantasyromane), Friedhelm Schneidewind (<a href="http://www.friedhelm-schneidewind.de/" rel="external" title="Friedhelm Schneidewind">Schriftsteller</a>, Vampirologe, Tolkien-, Mythen- und Fantasyexperte), Stefan Servos (<a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v2/de/news/news-index.php" rel="external">Herr-der-Ringe-Film.de</a>) geboten, es gibt Handwerkerworkshops, Einf&uuml;hrungen ins LARP, Improvisationstheater, Gaukler, Spiele, Musik. <br /><br />Ich selbst werde zwei Vortr&auml;ge halten: "Fantasy - was ist das?" und ein Vortrag zum Thema Horror und Mythen, schlie&szlig;lich steht das Spektakel dieses Mal unter dem Motto "Kreaturen der Nacht". Au&szlig;erdem werde ich im Rahmen einer Lesung am Lagerfeuer, die ich zusammen mit Markus Heitz, Markolf Hoffmann und Friedhelm Schneidewind bestreite, eine neue Kurzgeschichte vorstellen: "Ein Zwischenfall auf der Eulenburg". Die werde ich auch auf polyoinos ver&ouml;ffentlichen, aber erst nach dem Spektakelwochenende.<br /><br />Das Ganze findet statt auf einer f&uuml;r diese Zwecke bestens geeigneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bilstein_%28Lennestadt%29" rel="external">Burg</a> und wird organisiert von einem Team das noch selbst unheimlichen Spa&szlig; an der eigenen Veranstaltung hat.<br /><br />Infos, Anmeldem&ouml;glichkeit und vorl&auml;ufiges Programm finden Sie <a href="http://www.elbenwald.de/index.php?page_name=NeuigkeitenDetails&product_id=3217" rel="external" title="Elbenwaldspektakel">hier</a>.<br /><br />Die Burg ist von der A 45 aus mit dem Auto aus Ruhr- und Rhein-Main-Gebiet gut zu erreichen, mit &Ouml;PNV ist&acute;s umst&auml;ndlicher.<br /><br /><br />Ich w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn wir uns dort kennenlernen k&ouml;nnten!<br /><br />Herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus Bochum<br />Frank Weinreich]]></content:encoded></item><item><title>Wichtige &#xc4;nderung im Fantasy-Artikel</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-06-02T00:17:34+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1b327cffa10694b51959e8a8b7d6a14f-22.html#unique-entry-id-22</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1b327cffa10694b51959e8a8b7d6a14f-22.html#unique-entry-id-22</guid><content:encoded><![CDATA[Heute habe ich eine wichtige Erg&auml;nzung im <a href="../tolk_stuff/was_ist_fantasy.html" rel="external" title="Fantasy">Fantasy-Artikel</a> vorgenommen. In ihm gebe ich eine Kurzform meiner Fantasy-Definition aus meinem Buch <a href="../tolk_stuff/tolk_start.htm" rel="external" title="Fantasy. Einführung.">Fantasy. Einf&uuml;hrung.</a> In Gespr&auml;chen mit <a href="http://www.uni-jena.de/Prof__Dr__Dirk_Vanderbeke-highlight-vanderbeke.html" rel="external" title="Dirk Vanderbeke">Dirk Vanderbeke</a> und <a href="http://www.cerli.org/annuaire/cvchen.html" rel="external" title="Fanfan Chen">Fanfan Chen</a>, die mir vorwarfen mit meiner Definition zu unspezifisch zu sein und Werke in die Fantasy zu ziehen, die dort nicht hingeh&ouml;ren, erkannte ich, dass eine Pr&auml;zisierung dahingehend notwendig ist. Schade nur, dass ich die erst einmal nicht mehr in das Buch einbauen kann.<br /><br />Aber Dirk und Fanfan haben v&ouml;llig Recht - so sieht die Definition zu breit aus. Was erg&auml;nzt werden musste ist, dass die Definition zwar so stehenbleiben kann, dass aber ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt werden muss, dass es weitere Kriterien geben kann, die Werke aus der Fantasy ausschlie&szlig;en, auch wenn sie &uuml;ber die beiden entscheidenden Wesensmerkmale von Fantasy - Fiktion zu sein und &Uuml;bernat&uuml;rliches zu thematisieren - verf&uuml;gen. Das sind dann Abgrenzungen, die aus den anderen Genres kommen und ihnen trotz der &Uuml;berlappung mit Fantasy v&ouml;llige Eigenst&auml;ndigkeit garantieren.<br /><br />Wer den <a href="../tolk_stuff/was_ist_fantasy.html" rel="self" title="Fantasy">Fantasyartikel</a> oder mein Buch schon kennt, braucht nur am Ende des Abschnittes "Definition II" weiterzulesen. ]]></content:encoded></item><item><title>Artenschutzkonferenz hat fertich ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-06-01T14:06:18+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/56f7c58af5ca209c4978f8115550c514-21.html#unique-entry-id-21</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/56f7c58af5ca209c4978f8115550c514-21.html#unique-entry-id-21</guid><content:encoded><![CDATA[... und hat nix gebracht. Naja, einiges schon - an Wissenszuwachs. Die einschl&auml;gigen Experten haben die Bedrohungen der Artenvielfalt, der Umwelt und beider Auswirkungen auf den Menschen weiter pr&auml;zisieren k&ouml;nnen. Nur: So neu ist das alles nicht und es ist eigentlich an der Zeit, das substanziell etwas gegen Artenschwund und Umweltbelastung getan wird. Dahingehend aber l&auml;sst sich zusammenfassen: Es ist nix passiert. Was wohl hei&szlig;t, dass auch praktisch wiederum ein paar Jahre lang nix passieren wird, au&szlig;er einer weiteren dramatischen Entwicklung zum Schlechteren.<br /><br />Woher kommt das? Ich denke, es liegt an der mangelnden Betroffenheit. Nicht einer Betroffenheit im emotional-moralischen Sinn, sondern einer Betroffenheit im urspr&uuml;nglichen Sinn des Wortes: Es betrifft uns nicht direkt, denn die am Amazonas gef&auml;llten B&auml;ume treffen niemanden hier auf den Kopf. Es ist alles zu weit weg. Selbst die die Menschen in Australien, die wegen mangelnden H&ouml;hen-Ozons direkt von der Sonne verbrannt werden, lernen nichts daraus, da Hautkrebs anscheinend zu weit von seiner Ursache entfernt entsteht, um Betroffensein erzeugen zu k&ouml;nnen. Der Mensch, so vermute ich, ist anscheinend emotional nicht in der Lage, angemessen auf mittelbare und langfristige Einwirkungen zu reagieren.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry21_1.jpg" width="361" height="337" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">Wieso emotional? Weil er rein vern&uuml;nftig betrachtet in vielen Dingen sehr wohl wei&szlig;, was ihm passiert. Kognitiv ist unbestritten, dass wir gef&auml;hrlichsten Raubbau an unserem Planeten und damit an uns, vor allem aber an der Zukunft unserer Kinder betreiben. Trotzdem passiert nichts Substanzielles. Warum? Ees kann im Gro&szlig;en nur eine nichtrationale Ursache dahinter stecken. Denn sicher gibt es zwar einige Egoisten, die rational durchkalkulieren, das weiteres Fehlverhalten ihnen kurz- bis mittelfristige Vorteile bringt und dann gilt, nach mir die Sintflut. Aber den weitaus meisten Menschen liegt das Leben im Allgemeinen, wie auch das der Menschen im Besonderen und das der eigenen Kinder im ganz Besonderen so am Herzen (und im Kopf - Vernunftdenken!), dass das Ergreifen geeigneter Ma&szlig;nahmen und die Wahl entsprechender politischer Vertreter und Programme ihnen &auml;u&szlig;erst nahe liegen sollten. Aber das tun wir nicht. Oder zumindest nur so wenige, dass sie keinen Unterschied machen.<br /><br />Dass wir nicht kl&uuml;ger handeln, obwohl alle Erkenntnis der n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen seit den fr&uuml;hen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt sind, kann nur mit mangelnder irrationaler Eindr&uuml;cklichkeit der Gefahren und mit mangelndem Missempfinden der tats&auml;chlichen Situation erkl&auml;rt werden. Auf einer emotionalen Basis f&uuml;hlen wir uns anscheinend zu sicher vor der drohenden Gefahr, um in die angemessene Sorge zu verfallen. Eine Sorge, die eben gro&szlig; genug sein m&uuml;sste, um Verhaltens&auml;nderungen zu bewirken. Da aber einerseits die Entwicklungen in Natur und Umwelt mit einer Beh&auml;bigkeit geschehen, die f&uuml;r den ausreichenden Anstieg der Gefahr Jahrzehnte braucht, werden wir die angemessene Menge an Sorge wohl erst entwickeln, wenn uns die Entwicklung D&uuml;rre auf den eigenen Feldern und die ganz pers&ouml;nliche Hungersnot bescheren. Und da andererseits die Korrektur von Umweltsch&auml;digungen aufgrund der gleichen Beh&auml;bigkeit Jahrhunderte und Jahrtausende in Anspruch nehmen wird, ist die Situation wohl ausweglos. <br /><br />Bleibt also nur, Swimmingpool und 500 PS-Wagen zu genie&szlig;en, um das Beste aus den letzten Jahrzehnten herauszuholen. Wahrscheinlich wird es ja sogar unseren Kindern bis zu deren vierzigsten oder f&uuml;nfzigsten Lebensjahren noch einigerma&szlig;en gut gehen (obwohl sie mir sehr Leid tun wegen der totalit&auml;ren &Ouml;ko-Diktaturen, die sie in den letzten Lebensjahrzehnten werden durchmachen m&uuml;ssen ... von den Enkeln ganz zu schweigen ...). <br /><br />Und die Natur? Die leidet noch ein paar Jahrhunderte, freut sich aber schon auf die nachfolgenden Homo sapiens-freien Jahrmillionen, wenn dann endlich alles wieder in ein nat&uuml;rliches Gleichgewicht zur&uuml;ckschwingt. Ich w&uuml;sste nur zu gern, ob sich nachfolgend entwickelnde Intelligenzwesen kl&uuml;ger verhalten werden, oder ob Intelligenz und Selbstbewusstheit immer so enden.<br /><br /></p><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry21_2.jpg" width="420" height="351" /><br /><br /></p><p style="text-align:left;">&Uuml;berzeugen Sie mich, dass ich Unrecht habe. Bitte!<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neue Rezensionen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-06-01T13:34:59+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4c775cf55cd6c53ba3696eb891e92825-20.html#unique-entry-id-20</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/4c775cf55cd6c53ba3696eb891e92825-20.html#unique-entry-id-20</guid><content:encoded><![CDATA[In K&uuml;rze erscheint der f&uuml;nfte Band der <a href="http://www.wvupress.com/journals/details.php?id=3" rel="external" title="Tolkien Studies">Tolkien Studies</a>, das anerkannterma&szlig;en wichtigste Periodikum der Tolkienforschung. Im - wie immer sehr ausf&uuml;hrlichen - Besprechungsteil werden mehrere B&uuml;cher rezensiert, an denen ich als Autor und Herausgeber beteiligt war: 1. die ersten drei B&auml;nde von <em><a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/deutsche-tolkien-gesellschaft/hither-shore/" rel="external" title="Hither Shore">Hither Shore</a></em>, der wissenschaftlichen Jahresschrift der Deutschen Tolkiengesellschaft, deren Mitherausgeber ich bin und in deren ersten drei B&auml;nden ich zwei Aufs&auml;tze ver&ouml;ffentlicht habe; 2. eine Besprechung der beiden B&auml;nde <em>Tolkien & Modernity</em>, die ich mit Thomas Honegger herausgegeben habe. Alle Rezensionen sind &auml;u&szlig;erst wohlwollend und zeigen, dass ich mit meiner Arbeit &uuml;ber Fantasy auf einem guten Weg bin.<br /><br />Shaun F.D. Hughes schreibt zusammenfassend, das wir mit <em>Tolkien & Modernity</em> einen ganz wichtigen Punkt in der Tolkienforschung erhellen und so neue T&uuml;ren zu seinem Verst&auml;ndnis &ouml;ffnen: "In investigating Tolkien and the concerns of Modernism, these essays affirm that Tolkien is very much a canonical Modernist, one working right at the center of the movement and engaging issues as weighty as those tackled by Eliot and Joyce. At the same time, they confirm the &ldquo;openness&rdquo; of Tolkien&rsquo;s work: The Lord of the Rings, for example, is not only very much a work of the time in which it was written, it also looks both back to nineteenth-century Medievalism while at the same time engaging with twenty-first-century Postmodern agendas. The research that makes us aware of this, like the volumes under review, serves to broaden and deepen our understanding of Tolkien&rsquo;s contribution to our culture, ensuring that the attribution &ldquo;Author of the Century&rdquo; is not some sort of publicity stunt, but an accolade richly deserved" (Hughes in TSS 5, S. 255).<br /><br />Mark T. Hooker empfiehlt Hither Shore uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r die "ernsthafte Tolkienforschung": "Hither Shore is recommended for serious students of Tolkien with a better-than-average reading knowledge of German. It is also recommended for research libraries with serious Tolkien collections. Students of Tolkien with no reading knowledge of German should encourage their libraries to get a subscription for access to the English articles" (Hooker in TSS 5, S. 229)<br /><br />Schlie&szlig;lich war auch Markolf Hoffmann, der bekannte Autor der wirklich ungew&ouml;hnlichen und empfehlenswerten Fantasy-Tetralogie <a href="http://www.nebelriss.de/" rel="external" title="Nebelriss">Das Zeitalter der Wandlung</a>, so freundlich mein Buch <a href="../tolk_stuff/tolk_start.htm" rel="external" title="Fantasy. Einführung.">Fantasy. Einf&uuml;hrung.</a> zu lesen und auf lorp.de als "Husarenst&uuml;ck" zu bewerten. Eine <a href="http://www.lorp.de/rezensionen/show.asp?id=1532#commend" rel="external" title="Fantasy auf Lorp.de">Bewertung</a>, die mich mit Stolz und Freude erf&uuml;llt!<br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry20_1.jpg" width="384" height="288" /><br /><span style="font-size:11px; ">Danke f&uuml;r die Rosen ...</span><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Neues Fotoalbum online</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-05-24T22:14:55+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c7cf11b90cd92161a6d735fb80d725f8-19.html#unique-entry-id-19</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c7cf11b90cd92161a6d735fb80d725f8-19.html#unique-entry-id-19</guid><content:encoded><![CDATA[Es ist ein neues, das dritte, Fotoalbum online. Nach den Mondschriften ist das mein zweites Experiment mit bewegter, n&auml;chtlicher Langzeitbelichtung, die zu teils sehr sch&ouml;nen Effekten und Bildern f&uuml;hrt. Man muss halt wieder viele Fotos machen, um ein paar sch&ouml;ne Motive zu bekommen. Aber dann bekommt man <a href="../bilder/bilder/fireworx.html" rel="self" title="Fotos: Fireworx">Feuerwerke und Weltraumhasen ...</a>]]></content:encoded></item><item><title>Neue Kurzgeschichte</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-05-21T12:45:58+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b1009c443aed9c20ad4784df867f314a-18.html#unique-entry-id-18</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b1009c443aed9c20ad4784df867f314a-18.html#unique-entry-id-18</guid><content:encoded><![CDATA[In diesem Jahr wird in Form des <a href="http://gridcafe.web.cern.ch/gridcafe/" rel="external">Grids</a> am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cern" rel="external">CERN</a> eine neue Art von Computernetzwerk in Betrieb genommen werden, die alle bisherigen Supercomputer blass aussehen lassen soll und eine v&ouml;llig neue Dimension der Computerei erlauben soll. Schneller, st&auml;rker als je zuvor und Grundlage f&uuml;r eine <a href="http://www.memphisrap.com/cgi-bin/content/pub9990263694155.cgi?itemid=9990285095284" rel="external">neue Art des Internets</a>.<br /><br />Das inspirierte mich zu einer kleinen Geschichte dar&uuml;ber, was passieren k&ouml;nnte, wenn das Netzwerk in Betrieb genommen wird: <a href="../stories/the_grid.html" rel="self" title="Das Grid">Das Grid</a>. ]]></content:encoded></item><item><title>Der Dalai Lama in WAT</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-05-17T18:09:39+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6b8eea90566b94d812f913d8bcf1435a-17.html#unique-entry-id-17</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/6b8eea90566b94d812f913d8bcf1435a-17.html#unique-entry-id-17</guid><content:encoded><![CDATA[Nun <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2008/5/16/news-46838479/detail.html" rel="external">war der Dalai Lama also sogar in unserem kleinen St&auml;dtchen Wattenscheid</a>. Obwohl mir Fandom und Verehrungsgesten fern liegen, habe ich es mir nicht entgehen lassen, mich zu den Schaulustigen zu gesellen, die den Besuch seiner Heiligkeit im Kindergarten St. Nikolaus begleiteten (schade, dass er nicht in dem meines Sohnes war). Aus ca. 30 m Entfernung habe ich ihn dann auch pers&ouml;nlich zu Gesicht bekommen. <br /><br />Der Eindruck? Nicht viel anders als beim Betrachten eines Fotos, da fehlen mir wohl besondere Sensibilit&auml;ten. Interessant aber war, mit welcher Andacht die etwa 500 Menschen drau&szlig;en auf ihn warteten und wie begeistert, ohne damit zu &uuml;bertreiben, sie reagierten. Das zeigte mir - wenn auch &auml;u&szlig;erst indirekt - wie dieser Mann bewegen kann. Wie Charisma, &Uuml;berzeugung und Spiritualit&auml;t bewegen k&ouml;nnen - und sei es durch nicht mehr als durch die kleinste Geste. Der Mensch - animal spirituale ?!<br /><br />Spannend, einsichtsreich, signifikant ... auch wenn es nur eine so kleine Sache war ....  ]]></content:encoded></item><item><title>Neues Buch begonnen</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-05-16T11:56:16+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/65b02c6050642b1df08abcf1e094e2f6-16.html#unique-entry-id-16</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/65b02c6050642b1df08abcf1e094e2f6-16.html#unique-entry-id-16</guid><content:encoded><![CDATA[Warum auf einmal, nach l&auml;ngerer Zeit der fast ausschlie&szlig;lichen Besch&auml;ftigung mit literarischen Themen, auf einmal der Umweltschutz und die Bioethik wieder als Thema auf polyoinos auftauchen, fragen Sie?<br /><br />Besch&auml;ftigt habe ich mich damit immer. Aber jetzt habe ich konkret die Arbeit an einem neuen Buch aufgenommen, dass ich mit meinem Freund und Kollegen <a href="http://www.friedhelm-schneidewind.de/" rel="external">Friedhelm Schneidewind</a> zusammen f&uuml;r den <a href="http://www.oldib.de/" rel="external">Oldib-Verlag</a> schreibe. Es wird eine Arbeit &uuml;ber Evolution und gegen die Lehren des Kreationismus und des intelligent design werden. Es basiert damit auf &Uuml;berlegungen, die ich auf polyoinos <a href="../philstuff/evolution.html" rel="self" title="Evolution">hier</a> und <a href="../philstuff/intelligent_design.html" rel="self" title="Intelligent Design?">hier</a> schon vor einiger Zeit ver&ouml;ffentlicht habe. Wenn alles gut l&auml;uft, ist das Buch im Sommer 2009 fertig.]]></content:encoded></item><item><title>Der Wert des Lebens</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-05-15T14:26:27+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7eea0d1b6c81b89ca9e99098982ba375-15.html#unique-entry-id-15</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7eea0d1b6c81b89ca9e99098982ba375-15.html#unique-entry-id-15</guid><content:encoded><![CDATA[Leben ist wertvoll, mindestens das eigene, sicherlich auch das von Familie und Freunden und f&uuml;r die allermeisten Menschen auch das der Menschen &uuml;berhaupt und auch das Leben von Tieren und Pflanzen, wenigstens, das des eigenen Hundes, Ponys oder Rosengartens. Das meine ich aber nicht, sondern den Wert  des Lebens als konkrete &ouml;konomische Gr&ouml;&szlig;e. Denn dieser wirtschaftliche Wert ist es, der in der Diskussion um Biodiversit&auml;t, also der Diskussion &uuml;ber die Vielfalt des Lebens unserer Erde und den Artenschutz, immer st&auml;rker ins Spiel gebracht wird; gerade auch jetzt, wo die <a href="http://www.stuz.de/index.php?article_id=986" rel="external">Artenschutzkonferenz</a> in Bonn ab dem 19. Mai bevorsteht.<br /><br />Welchen Wert hat das wertvolle Leben aber? Wenn man auf Umweltzerst&ouml;rung, Waldrodung, 'moderne' Gro&szlig;landwirtschaft und Urbanisierung schaut, hat es anscheinend keinen ganz so gewaltigen Wert. Aber es ist das uns umgebende Leben, dass unser eigenes, zumindest in der derzeitigen Form erst erm&ouml;glicht. Sie m&ouml;gen Obst? Ohne Bienen keine Best&auml;ubung und kein Obstanbau. Sie legen Wert auf sauberes Wasser? Ohne Schilfauen, Uferb&ouml;schungen, Auw&auml;lder gibt es kein sauberes Wasser, denn Kl&auml;ranlagen alleine reichen bei weitem nicht. Und wahrscheinlich wollen Sie ja auch essen und atmen ... Der Wert der Natur l&auml;sst sich also schon beziffern, etwa durch das Geld, das Sie f&uuml;r die Nahrung aufwenden - ein paar Cent f&uuml;nfzig f&uuml;r industriell hergestelltes Billigschweinemett, ein paar Euro f&uuml;r hochwertig und artgerecht erzeugtes Fleisch, das aber auch ges&uuml;nder f&uuml;r Sie ist. Was die Natur an Leistungen zur Verf&uuml;gung stellt wird mit einem <a href="http://www.merkur.de/2008_20_Was_ist_uns_die_W.28087.0.html?&no_cache=1" rel="external">Wert von 33 Billionen Dollar j&auml;hrlich beziffert</a> (das Bruttoinlandsprodukt der Welt liegt bei 18 Billionen).<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry15_1.jpg" width="288" height="384" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Das ist zwar eine unromantische Betrachtung der Natur, aber so l&auml;sst sich andererseits ein Bewusstsein daf&uuml;r wecken, dass die Umwelt und ihr Schutz gerade im monet&auml;ren Sinne wertvoll ist. Und es zeigt sich, dass Umweltschutz zwar kostet, aber auch einen Mehrwert bringt. So h&auml;ngt die Qualit&auml;t unserer Atemluft entscheidend davon ab, dass in den gro&szlig;en - aber immer kleiner werdenden - Lungen unserer Welt, den Regenw&auml;ldern, Sauerstoff produziert und CO<sub>2</sub> gebunden wird. Da ist es dann auch konsequent, dass <a href="http://www.sosyasuni.org/de/content/view/69/" rel="external">Ecuadors Umweltminister fordert</a>, dass der industrialisierte Norden der Welt daf&uuml;r zahlt, dass das Land darauf verzichtet, im Regenwald &Ouml;l zu f&ouml;rdern und ihn damit zu zerst&ouml;ren.<br /><br />Das klingt nach Erpressung? Ja, vielleicht; ist es aber nicht. Der ecuadorianische Staat hat gegen&uuml;ber seinen B&uuml;rgern kostenintensive Aufgaben (Bildung, Soziales) zu erf&uuml;llen und braucht daf&uuml;r Geld. Das nimmt er ein, indem er uns saubere Luft verkauft. Ansonsten verkauft Ecuador uns eben &Ouml;l und wir machen eben noch zus&auml;tzliche 12 oder 18 Monate mit ecuadorianischem &Ouml;l weiter wie bisher anstatt uns um die Umwelt und die Zeit nach dem &Ouml;l zu k&uuml;mmern. Es ist unsere Wahl! Und keine Angst, das Geld kommt schon zur&uuml;ck, wenn Ecuador uns wiederum Laptops und Netzwerktechnik abkauft, um seine B&uuml;rger mit IT, Bildung und Kommunikationsmitteln zu versorgen (Autos zu exportieren, sollten wir vielleicht nicht anstreben, solange es noch die AudiBMWMercedesPorsche mit ihrem exorbitanten Verbrauch sind). Insgesamt gesehen ist der Tropenwaldschutz zwar teuer, aber immer noch eine der g&uuml;nstigsten Formen des Umweltschutzes. <br /><br />Nat&uuml;rlich ist bei derartigen Gesch&auml;ften einiges zu beachten. Etwa das die finanzielle Unterst&uuml;tzung der Regenwaldbesitzerl&auml;nder keine Diktaturen unterst&uuml;tzen hilft; dass sie nicht dazu f&uuml;hrt, dass zuhause weiter die Umwelt &uuml;berm&auml;&szlig;ig belastet wird (denn man hat ja jetzt ein gutes Gewissen); dass die Empf&auml;ngerl&auml;nder ihren Teil des Handels auch wirklich einhalten usw. Aber Natur und die Biodiversit&auml;t haben erstens einen bestimmten, auch in Geld messbaren Wert und es ist zweitens m&ouml;glich, Geld im Erhalt von Leben und Lebensr&auml;umen anzulegen, was sich drittens als sinnvolle Investition sp&auml;testens f&uuml;r unsere Kinder herausstellen wird und viertens sogar zu einer gerechteren weltweiten Verteilung von Reichtum f&uuml;hrt, was f&uuml;nftens erwiesenerma&szlig;en die Welt sicherer macht.<br /><br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Korallen gesucht</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-05-15T13:14:25+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7d021e34c6b56162577bda53b2a6a46c-14.html#unique-entry-id-14</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/7d021e34c6b56162577bda53b2a6a46c-14.html#unique-entry-id-14</guid><content:encoded><![CDATA[Gerade lese ich, dass das Radisson-Hotel in Berlin, Herberge immerhin des <a href="http://www.radissonsas.com/cs/Satellite/Page/RadissonSAS/Page/rsasHotelArticle/1058339121937/de/hotelCode--berza/" rel="external">gr&ouml;&szlig;ten Seewasseraquariums</a> der Welt, f&uuml;r sein Aquarium jetzt aber mal schnellstm&ouml;glich Korallen besorgen m&ouml;chte. Sehen ja auch h&uuml;bsch aus und geh&ouml;ren f&uuml;r so ein Aquarium einfach dazu. Nur ist man besorgt, dass aufgrund des Artensterbens und besonders der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korallenbleiche" rel="external">Korallenbleiche</a> es bald keine Korallen mehr geben k&ouml;nnte, um sie in das Aquarium zu setzen ...<br /> ]]></content:encoded></item><item><title>Die Enzyklop&#xe4;die des Lebens</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-05-13T11:44:17+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3788845c41e935edfd4852b4e32a67eb-13.html#unique-entry-id-13</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/3788845c41e935edfd4852b4e32a67eb-13.html#unique-entry-id-13</guid><content:encoded><![CDATA[Am Montag, den 19. Mai beginnt in Bonn die <a href="http://www.stuz.de/index.php?article_id=986" rel="external">Artenschutzkonferenz</a> der Vereinten Nationen. Es geht um die Bestandsaufnahme der Entwicklung des Lebens auf der Erde in den letzten 20 jahren und in der Zukunft. Denn um die ist es schlecht bestellt, das dauernd Tier- und Pflanzenarten aussterben wei&szlig; jedes Kind. Na und?<br />  <br />Was ist eigentlich der Wert der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversit%C3%A4t" rel="external"> Biodiversit&auml;t</a>, also des Umstandes, dass das Leben in unterschiedlichen Formen und Arten auftritt? In allererster Linie liegt der Wert m&ouml;glichst verschiedenartiger Lebensformen darin, dass das Leben dadurch insgesamt auf stabilerer Basis steht, denn Krankheiten sind meist spezialisiert auf bestimmte Lebensformen oder Gruppen von Lebensformen und die unterschiedlichen Arten bestehen gegen&uuml;ber sch&auml;dlichen Umwelteinfl&uuml;ssen mal besser, mal schlechter, aber je unterschiedlicher das Leben auftritt desto gr&ouml;&szlig;er ist sein Chance, Krankheiten und Umweltverschmutzung zu widerstehen. Monokulturen, das haben viele Epidemien gezeigt, gehen sehr leicht unter. Dazu kommt, dass Biodiversit&auml;t f&uuml;r den Menschen auch in mindestens dreierlei Hinsicht wichtig ist: wir leben von Lebensformen, also ist es besser f&uuml;r uns, wenn es deren mehrere und ges&uuml;ndere gibt; wir lernen von Lebensformen in den Ingenieurs-, Bio-, und Medizinwissenschaften und je mehr da ist, von dem wir lernen k&ouml;nnen, desto besser ist es f&uuml;r unser &Uuml;berleben; aber auch der &auml;sthetische Wert intakter Natur f&uuml;r unsere seelische Gesundheit darf nicht untersch&auml;tzt werden. Als vierter Punkt wird in j&uuml;ngerer Zeit auch der &ouml;konomische Wert einer effektiveren Ausnutzung der Biodiversit&auml;t betont, der dann gegeben ist, wenn aus gr&ouml;&szlig;erer Vielfalt gew&auml;hlt werden kann, um vermarktbare Produkte zu entwickeln.<br /><br />Leider geht der Mensch &auml;u&szlig;erst effizient gegen die noch bestehende Biodiversifikation vor, indem er die Meere und L&auml;nder verschmutzt, urw&uuml;chsige Pflanzenwelt im Austausch f&uuml;r Felder und Weiden abholzt und zugunsten des Gewinns nichtorganischer Bodensch&auml;tze das Leben verdr&auml;ngt. Wie reich das Leben (noch) ist, k&ouml;nnen Sie jetzt nach und nach mitverfolgen, wenn Sie die Website der Encyclopedia of Life <a href="http://www.eol.org" rel="external">(www.eol.org</a>) im Auge behalten. Das hochambitionierte Projekt, das der Insektenforscher, Begr&uuml;nder der Soziobiologie und Umweltexperte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Osborne_Wilson" rel="external">Edmund O. Wilson</a> ins Leben gerufen hat, verfolgt das Ziel, alle auf der Erde vorkommenden Lebensformen in einer riesigen Datenbank (Sch&auml;tzungen gehen von bis zu 100 Millionen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten aus) mit je eigener Seite vorzustellen und zu beschreiben. Derzeit sind 25.000 Tier- und Pflanzenarten beschrieben und f&uuml;r 1 Million weitere liegen Grundinformationen vor; t&auml;glich werden es mehr. Ein wertvoller Wissensquell f&uuml;r alle Menschen, die am Leben und seinen Erscheinungsformen interessiert sind!]]></content:encoded></item><item><title>Sektion mit Fotoalben er&#xf6;ffnet</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-05-12T21:21:57+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/974b3057c03eec62efd479084aae5123-12.html#unique-entry-id-12</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/974b3057c03eec62efd479084aae5123-12.html#unique-entry-id-12</guid><content:encoded><![CDATA[Heute habe ich eine Sektion mit Fotoalben, sp&auml;ter vielleicht auch Zeichnungen, er&ouml;ffnet, die vielleicht Ihr Interesse findet.<br /><br />Dabei handelt es sich nicht um Fotoalben, die mich im Kreis meiner Lieben (Haus, Auto, Yacht, Familie) oder an protzigen Urlaubslocations zeigen, sondern um einfache Fotos oder Zeichnungen, manches Mal experimentellen Charakters, die ich f&uuml;r so interessant halte, dass ich mir erlaube, damit Ihre Zeit zu beanspruchen. Die jeweilige &Uuml;bersicht zeigt Ihnen aber auch sofort, ob etwas von Interesse dabei sein k&ouml;nnte.<br /><br />Den Auftakt machen ein paar Bilder zum Thema Mond und Mondschriften sowie gut zwanzig Fotos, die ich letzten Sommer bei dem in Bochum stattfindenden Sandcarving-Wettbewerb machen konnte und deren Inhalt Meer und Mythologie ist, passend zu polyoinos halt.<br /><br />Viel Spa&szlig;! (<a href="../bilder/bilder.html" rel="self" title="Bilder">Zu den Alben</a>)]]></content:encoded></item><item><title>Ein weiteres Winzigstel des materiellen Seienden nachweisbar erfasst ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Wissen + Spekulation</category><dc:date>2008-05-09T00:07:56+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a86e8ba6ec376ce97d8f56e42b28007b-11.html#unique-entry-id-11</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/a86e8ba6ec376ce97d8f56e42b28007b-11.html#unique-entry-id-11</guid><content:encoded><![CDATA[... wird heute auf <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/291267" rel="external">wissenschaft.de</a> vermeldet.<br /><br />OK, sie vermelden es nicht in diesem Wortlaut, aber das steht dahinter, wenn gesagt wird, dass man f&uuml;r einen kleinen Anteil des sowieso nur 5%-igen Teiles des Universums, den man empirisch nachvollziehbar erkl&auml;ren kann, eine weitere nachpr&uuml;fbare Erkl&auml;rung &uuml;ber seine Zusammensetzung darstellen kann: Ehedem nicht nachweisbare Gasbr&uuml;cken verbinden einen Teil der Galaxien miteinander.<br /><br /><div class="image-left"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry11_1.jpg" width="74" height="625" /></div>Ich empfinde ehrlich und v&ouml;llig ohne Ironie Respekt f&uuml;r die Leistungen der Forscher, h&ouml;chstes Interesse f&uuml;r deren Ergebnisse und Dankbarkeit daf&uuml;r, an diesem und anderem Erkenntnisgewinn als Leser teilhaben zu d&uuml;rfen. Und ich finde es f&uuml;rchterlich spannend, was es alles &uuml;ber das Sein zu lernen gibt.<br /><br />Aber ich frage mich auch, was wartet da drau&szlig;en wirklich noch auf uns? Und sind wir mit unseren derzeitigen Forschungsmethoden in der Lage, es zu erfassen? Immerhin 95% dessen, was es dort nach den Ergebnissen empirischer Beobachtungen und vor allem Berechnungen geben muss, ist f&uuml;r uns noch von rein hypothetischer Natur. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Materie" rel="external">Dunkle Materie</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Energie" rel="external">dunkle Energie</a> - die nicht so gl&uuml;cklich gew&auml;hlten Begriffe, ungl&uuml;cklich gew&auml;hlt, weil  sie unheimlich und mystisch wirken (Unheimliches und Mystisches gibt es nicht! - es gibt nur unzureichendes Wissen und F&uuml;hlen!, d.h.  es gibt nur Dinge, die wir noch [!] nicht verstehen) - machen 95 % des Universums aus! Und Sie sind weder beobachtbar, noch kann man sie in ein Labor sperren oder unter einem Mikroskop sichtbar machen.<br /><br />Was mag das sein? Ach, wenn wir doch nur die geb&uuml;hrende Energie (und Geld und andere Ressourcen) darein stecken k&ouml;nnten, solche Frage zu erforschen! Seit wann gibt Mensch sich denn mit einem Winzigstel zufrieden? <br /><br />Wir Menschen sind so viele und selbst, wenn wir weniger w&auml;ren, so w&uuml;rden wir doch weiter Probleme und Fragen anh&auml;ufen. Das einzige, was da weiter hilft, ist Wissen. <br /><br />Und sei der Euro noch so abseitig in das Verhalten eines lichtjahrmillionen entfernten Schwarzen Loches oder das Fortpflanzungsverhalten des madegassischen Fossas investiert, so hilft beides Wissen doch viel weiter, unsere Welt zu verstehen, als wenn man das Hundertfache der Gelder solcher Forschung nutzt, um eine neue Zahnpasta in den Markt zu dr&uuml;cken.  <br /><br />]]></content:encoded></item><item><title>Freiheitsredner - eine wichtige Sache</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-05-08T22:40:41+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1b30064dcd07ab1d3571889b887cd896-10.html#unique-entry-id-10</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/1b30064dcd07ab1d3571889b887cd896-10.html#unique-entry-id-10</guid><content:encoded><![CDATA[Erinnern Sie sich noch an das Bohei um die Volksz&auml;hlung in den Achtzigern? Mann, was war das f&uuml;r ein Zirkus um die paar harmlosen Fragen, die man damals den B&uuml;rgern stellen wollte. So sollte man zumindest in der R&uuml;ckschau meinen, wenn man heute mal genauer hinliest, was erstens der Staat wie selbstverst&auml;ndlich an Daten &uuml;ber seine B&uuml;rger erhebt und was diese B&uuml;rger zweitens freiwillig &uuml;ber Web 2.0-Dienste, Payback-Rabatt-ist-geil-Punkt-Systeme oder die allf&auml;lligen Social Networks so von sich freigeben. Gut, dass wir alle nix zu verbergen haben!<br /><br />Oder?<br /><br />Nun, zu verbergen habe ich nat&uuml;rlich nichts ... aber dass ich neulich Dingens gekauft habe ... und den halben Vormittag auf dieser einen Site unterwegs war ... und dieser bl&ouml;de Witz, in der Mail an diese Person; nee, da m&ouml;chte ich doch nicht, dass jemand das wei&szlig;. Das waren nur Albernheiten und eine kleine peinliche Sache ... aber so gesehen, habe ich doch was 'zu verbergen'. Was ist jetzt erst mit der Verkn&uuml;pfung wichtiger Daten? All die werden in der sch&ouml;nen neuen Informationswelt erhoben und gespeichert. Und gelesen! - jede beknackte SMS, jeder E-Cash-Vorgang und auch, dass Sie nur ein einziges Mal und aus blo&szlig;er Neugier auf diesen Link geklickt haben, der Bartverl&auml;ngerungen anbietet ... Informieren Sie sich einmal beim <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" rel="external">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a>.<br /><br />Unter<a href="http://www.freiheitsredner.de" rel="external"> www.freiheitsredner.de</a> finden Sie einen Sammelpunkt von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die das alles nicht einfach so mit sich machen lassen wollen, die das Recht auf echte Hoheit &uuml;ber die eigenen Daten einklagen und die versuchen, andere Menschen daf&uuml;r zu sensibilisieren. <br /><br />Schauen Sie einmal vorbei. Besonders wenn Sie in der Position sind, Informationen &uuml;ber Datensicherheit und Datenschutz gegen&uuml;ber anderen Menschen zu thematiisieren: als Lehrerin, als Tutor, in Gewerkschaften und Verb&auml;nden, als Weiterbildnerin, in (Selbst-)Verwaltungsgremien, in Vereinen und auch am Stammtisch.  Bei den Freiheitsrednern k&ouml;nnen Sie Rednerinnen und Redner buchen, die ehrenamtlich zu Ihnen kommen und kompetent &uuml;ber das Thema Datenschutz, insbesondere die bevorstehende Vorratsdatenspeicherung, sprechen.<br /><br />Oder Sie werden selbst zu einer Freiheitsrednerin. Erich Follath beschreibt diese Woche im <em>Spiegel,</em> dass es bald eine "Demokratie ohne Volk" geben k&ouml;nne. Demokratie lebt in der Tat von der Teilnahme - bspw. als Freiheitsrednerin, schon damit die M&auml;chtigen, die ja immer mitmachen werden, nicht tun und lassen, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Eine Kontaktmail gen&uuml;gt und Sie sind dabei. Keine Angst vor dem Mitmachen, die Freiheitsredner und der <a href="http://www.foebud.org" rel="external">Foebud e. V.</a> (Verein zur F&ouml;rderung des &ouml;ffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V., 2008 ausgezeichnet mit der Theodor-Heuss-Medaille) unterst&uuml;tzen Sie mit Rat und Tat und vor allem Argumentationsmaterial bis hin zu ausgefertigten Reden.]]></content:encoded></item><item><title>&#x22;We put the thought of all that we love into all that we make&#x22;&#x2c; ...</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-04-28T09:05:59+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bb11a27bf438e094c6e615c1c4b58cc8-8.html#unique-entry-id-8</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/bb11a27bf438e094c6e615c1c4b58cc8-8.html#unique-entry-id-8</guid><content:encoded><![CDATA[... so informiert ein Elbe den Hobbit Pippin, als dieser fragt, ob die eben erhaltenen Umh&auml;nge Zauberm&auml;ntel seien, und erweckt so einen ganz anderen Zauber der Liebe zum Sein, als man ihn sonst mit dem Begriff Magie verbindet. Dies ist eine kleine Nachlese zum Tolkien-Seminar  vom 25. - 27.4.2008 in Jena, dessen Teilnehmer ihre Beitr&auml;ge, ob Vortrag oder Diskussionsbeitrag, mit der gleichen Haltung verbreiteten, wie sie die Elben beim Anfertigen ihrer Werke zutage treten lassen.<br /><br />Es war wieder einmal ein wundersch&ouml;nes Wochenende  bei dem Wetter, Teilnehmer und Inhalte Hand in Hand gingen, um das Thema - Untersuchungen zu Tolkiens <em>The Hobbit</em> - auf profunde und angenehme Weise auszuleuchten. Die Qualit&auml;t der Vortr&auml;ge war ohne jegliche Einschr&auml;nkung &auml;u&szlig;erst hoch, nicht nur bei den 'gro&szlig;en' Namen erfahrener Forscher wie Guglielmo Spirito, Fanfan Chen, Allan Turner oder Dirk Vanderbeke, sondern gleicherma&szlig;en bei den Nachwuchswissenschaftler/innen. 15 Vortr&auml;ge wurden zu Geh&ouml;r gebracht und &uuml;ber einen Teil von ihnen und die Atmsoph&auml;re des Seminars werde ich im Weiteren berichten.]]></content:encoded></item><item><title>Ehrenmitgliedschaft des Dalai Lama</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-04-23T09:00:46+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/69b3071a2c9aef4129d48a4bf17c2bf6-7.html#unique-entry-id-7</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/69b3071a2c9aef4129d48a4bf17c2bf6-7.html#unique-entry-id-7</guid><content:encoded><![CDATA[Die polyoinos-Gruppe (polyoinos.de, polyoinos.com, polyoinos.net) verleiht dem Dalai Lama aufgrund seiner Verdienste um Frieden, Humanit&auml;t und das spirituelle Wesen des Menschen die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit.<br /><br />Diplomatische Vertreter der Volksrepublik China werden aufgefordert, etwaige Einspr&uuml;che &uuml;ber das <a href="../page77/page77.php" rel="external" title="Kontakt">Kontaktformular</a> anzumelden, wo diese die geb&uuml;hrende W&uuml;rdigung in der Rundablage finden werden.]]></content:encoded></item><item><title>Gewinnspiel bei Christoph Hardebusch</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-04-22T11:03:40+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b3ab2b02127af26e6b6d885042183c26-5.html#unique-entry-id-5</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/b3ab2b02127af26e6b6d885042183c26-5.html#unique-entry-id-5</guid><content:encoded><![CDATA[Der bekannte Fantasyautor <a href="http://www.hardebusch.net/" rel="external">Christoph Hardebusch</a> hat gestern ein wirklich sch&ouml;nes Gewinnspiel in Form eines kleinen Textabenteuers auf seiner Site installiert. Das Ganze ist wundersch&ouml;n und spa&szlig;ig umgesetzt und dauert h&ouml;chstens 15 Minuten zum Durchspielen. G&ouml;nnen Sie sich den Spa&szlig; in der n&auml;chsten Pause.<br /><br /><a href="http://www.hardebusch.net/Gewinn/1.shtml" rel="external">Hier geht&acute;s los</a>.]]></content:encoded></item><item><title>Tolkien-Seminar in Jena 25. bis 27.4.</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-04-21T09:17:42+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8f36e89258e5b46df918c489a23bb1b4-4.html#unique-entry-id-4</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/8f36e89258e5b46df918c489a23bb1b4-4.html#unique-entry-id-4</guid><content:encoded><![CDATA[An diesem Wochenende findet das f&uuml;nfte Seminar der <a href="http://www.tolkiengesellschaft.de" rel="external">Deutschen Tolkiengesellschaft</a> (DTG) statt, zum zweiten Mal als Joint Conference mit <a href="http://www.walking-tree.org" rel="external">Walking Tree Publishers</a> (WTP). Thema des Seminars, das an der Uni Jena stattfindet, ist <em>Der Hobbit</em>.<br /><br />Die Seminare von DTG und WTP haben sich in der Vergangenheit als interessant, anspruchsvoll und hochinnovativ auf dem Gebiet der Tolkienforschung erwiesen. Nichts anderes ist von diesem Wochenende zu erwarten, das den Hobbit, jenes Werk, das der Welt die Tore zu Mittelerde &ouml;ffnete, von allen Seiten beleuchten wird. Nachdem in j&uuml;ngerer Zeit <a href="http://www.tolkienlibrary.com/press/history_of_the_hobbit.php" rel="external">tiefgehende Arbeiten zum Hobbit</a> erschienen, auf die wahrscheinlich in den meisten Vortr&auml;gen zur&uuml;ckgegriffen werden wird, ist zu erwarten, dass das Seminar den Hobbit in einer Weise erschlie&szlig;t, wie dies zuvor unm&ouml;glich war, haben doch namhafte Forscherinnen und Experten aus ganz Europa Themen eingereicht (<a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/deutsche-tolkien-gesellschaft/tolkien-seminar-2/tolkien-seminar-2008/" rel="external">zum Programm des Seminars</a>).<br /><br />Aber keine Angst, die Tolkienseminare der DTG sind weit weniger trocken und auslaugend als der hohe wissenschaftliche Anspruch vermuten l&auml;sst: bisher hat es noch nie an Spa&szlig; gemangelt und das nachvortr&auml;gliche soziale Miteinander in der sch&ouml;nen Jenaer Altstadt zeigte immer, dass auch Literaturwissenschaftler zu feiern verstehen - ganz wie es auch der Professor sch&auml;tzte. Wer also die M&ouml;glichkeit hat, am Wochenende nach Jena zu kommen, sollte das f&uuml;r alle Besucher offene Seminar unbedingt aufsuchen. <br /><br />Schlie&szlig;lich hat sogar die <a href="http://www.uni-jena.de/" rel="external">Friedrich-Schiller-Universit&auml;t</a> anl&auml;sslich der Veranstaltung neue T&uuml;ren und Fenster im Hobbitstil bekommen, wie das folgende Foto dokumentiert:<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry4_1.jpg" width="487" height="358" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /><br />Jetzt auf nach Jena, denn die Seminarergebnisse in Form der deutsch- und englischsprachigen Tagungsb&auml;nde wird es erst Anfang 2009 zu erwerben geben. </p>]]></content:encoded></item><item><title>&#x22;Noch nie wurde soviel geschrieben wie heute&#x22;&#x2c;</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Meinung</category><dc:date>2008-04-18T21:39:47+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71400f9c78610a82c75a22f0fc3c543d-3.html#unique-entry-id-3</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71400f9c78610a82c75a22f0fc3c543d-3.html#unique-entry-id-3</guid><content:encoded><![CDATA[sagt <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/4/17/news-38871612/detail.html" rel="external" title="*sprach wandel*">laut WAZ</a> die Germanistikprofessorin Karin Pittner von der RUB. Sie meint damit die Ver&auml;nderung der Kommunikation durch die Computervernetzung (computer mediated communication, CMC), also die schriftliche Kommunikation &uuml;ber Mail, Chat, SMS, die auch die, "die fr&uuml;her nicht schrieben" dazu br&auml;chte, sich heutzutage mehr und mehr schriftlich auszudr&uuml;cken. Das ist sicherlich so und ich finde es gut, dass es so ist!]]></content:encoded></item><item><title>Determinism-Artikel jetzt auch online</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-04-18T21:39:42+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/11486fb488bda1459615cd8975d34ccb-2.html#unique-entry-id-2</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/11486fb488bda1459615cd8975d34ccb-2.html#unique-entry-id-2</guid><content:encoded><![CDATA[Heute ist auch der englischsprachige Artikel &uuml;ber <em><a href="../Phantastik/determinism.html" rel="external" title="Determinism">Determinismus in Realit&auml;t und Fiktion</a></em> online gegangen, den ich 2006 in dem von Thomas Honegger und mir herausgegebenen B&uuml;chern <em>Tolkien & Modernity</em> erstver&ouml;ffentlicht habe. <br /><br />Darin behandele ich die Frage, ob alles Geschehen durch Ursache-Wirkungsketten festgelegt, also determiniert ist, oder ob es Freiheiten in den Abl&auml;ufen gibt. Wichtig ist das nat&uuml;rlich besonders im Zusammenhang mit der Annahme von Willensfreiheit, ohne die alle Ethik und das ganze Rechtssystem ins Wanken geriete. Gefragt (und beantwortet) wird, ob es diese Freiheit in der Realit&auml;t und/oder der Fiktion erfundener Geschichten geben kann.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry2_1.jpg" width="486" height="102" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br />Von diesem Artikel gibt es keine deutsche Version, aber es bestehen starke &Uuml;berschneidungen zu der Arbeit &uuml;ber <a href="../tolk_stuff/willensfreiheit.htm" rel="external" title="MIttelerde, Willensfreiheit">Willensfreiheit</a> in MIttelerde.<br /><br />Viel Spa&szlig; beim Lesen<br />    Frank</p>]]></content:encoded></item><item><title>Deutscher Phantastik Preis</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>Phantastik</category><dc:date>2008-04-14T14:21:37+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71de7ec4baf5e152d6e32f123d09047d-1.html#unique-entry-id-1</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/71de7ec4baf5e152d6e32f123d09047d-1.html#unique-entry-id-1</guid><content:encoded><![CDATA[Ich habe eine Bitte an alle Leser meines Buches <em>Fantasy. Einf&uuml;hrung</em>: Die Nominierungsrunde f&uuml;r den Deutschen Phantastik Preis hat begonnen. Es w&auml;re &auml;u&szlig;erst nett, wenn Sie <em>Fantasy. Einf&uuml;hrung</em> in der Rubrik Sekund&auml;rliteratur nominierten, so es Ihnen gefallen hat und nat&uuml;rlich nur, wenn Ihnen aus dem Jahr 2007 kein anderes Werk in dieser Rubrik besser gefallen haben sollte.<br /><br /><p style="text-align:center;"><img class="imageStyle" alt="" src="http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/page76_blog_entry1_1.jpg" width="200" height="307" /><br /></p><p style="text-align:left;"><br /><br />Das Formular finden Sie unter:&nbsp;<span style="color:#164BAE;"><u><a href="http://www.deutscher-phantastik-preis.de" rel="external">http://www.deutscher-phantastik-preis.de</a></u></span>. Dort bitte auf "Vorrunde" klicken und Folgendes unter &nbsp;"Sekund&auml;rliteratur" eintragen: Frank Weinreich, Fantasy. Einf&uuml;hrung, Essen: Oldib-Verlag 2007. Falls Ihnen zu den anderen Rubriken gerade nichts einf&auml;llt - es ist nicht n&ouml;tig, alle auszuf&uuml;llen. <br /><br />Aber falls Ihnen zu "Bestes Werk international" nichts in den Sinn kommt, so m&ouml;chte ich Ihnen die Nominierung von J.R.R. Tolkiens <em>Die Kinder Hurins</em> nahelegen, dass 2007, herausgegeben von Tolkiens Sohn Christopher, 34 Jahre nach seinem Tod als vielleicht letztes Buch des gro&szlig;e Fantasyautors erschienen ist. Glauben Sie mir, diese Nominierung ist gerechtfertigt.<br /><br />Herzlichsten Dank f&uuml;r Ihre Unterst&uuml;tzung!<br />    Frank<br /></p>]]></content:encoded></item><item><title>Polyoinos 2.0 online</title><dc:creator>fw@polyoinos.de</dc:creator><category>inside polyoinos</category><dc:date>2008-04-14T10:58:30+02:00</dc:date><link>http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c294da1ace4bddc104ef6c9e136a722c-0.html#unique-entry-id-0</link><guid isPermaLink="true">http://www.polyoinos.de/blog/start1_files/c294da1ace4bddc104ef6c9e136a722c-0.html#unique-entry-id-0</guid><content:encoded><![CDATA[Endlich ist es soweit, polyoinos ist unter seinen drei Adressen, .com, .net und .de, einheitlich online. Das bedeutet allerdings auch, dass polyoinos.com jetzt keine Gesch&auml;ftsadresse mehr ist. Ab heutet werde ich &uuml;ber gesch&auml;ftliche Angebote und Entwicklungen nur noch auf <a href="http://www.textarbeiten.com" rel="external">textarbeiten.com</a> berichten.<br /><br />Nachdem das alte Frames-Design nun wirklich v&ouml;llig unansehnlich geworden war (ja, aber 98-99 machte man das so!) ist ein entschlacktes neues Design fertig. <br /><br />Einige von euch hatte ich im Vorfeld ja schon eingeladen, das neue Aussehen unter www.frank-weinreich.de zu beurteilen - ich hoffe euch gef&auml;llt das Endprodukt. Allen anderen w&uuml;nsche ich viel Spa&szlig; hier - und nat&uuml;rlich, dass es Ihnen auch gef&auml;llt.<br /><br />Das neue Design erm&ouml;glicht mir auch dieses Blog und einen RSS-Feed. Wenn ich einen neuen Artikel einstelle, werde ich dies ab jetzt auch im Blog ank&uuml;ndigen. Wenn Sie nun diesen RSS-Feed (Klick auf "RSS polyoinos") abonnieren, werden Sie automatisch &uuml;ber neue Beitr&auml;ge unterrichtet. <br /><br />Das Ganze ist &uuml;brigens mit einem Programm erstellt, das es mit wenigen Mausklicks erlaubt, das Aussehen der Site v&ouml;llig zu &auml;ndern. Ich versuche aber, keine (naja, nicht allzu viele) Spielereien mit den neuen M&ouml;glichkeiten zu unternehmen. Nur wundern Sie sich nicht, wenn sp&auml;testens nachdem der VfL Bochum Deutscher Fu&szlig;ballmeister wurde, alles auf blau und wei&szlig; umgestellt ist.<br /><br />Also - herzlich willkommen bei polyoinos 2.0 ...<br /><br />Frank]]></content:encoded></item></channel>
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