Seit ich diese Seiten unterhalte, drängt sich mir eine beunruhigende Entdeckung mehr und mehr auf. Und das sind die vielen jungen und sehr jungen Leserinnen und Leser von Tolkiens Büchern. Der Herr der Ringe ist eigentlich ein tolles Buch. Doch haben wir es nicht auch mit einer ganzen Reihe bedenkenschwerer Umstände in Tolkiens Büchern zu tun? Werden dort nicht etwa fragwürdige Verhaltensweisen vorgelebt? Wieviele Jugendliche mögen beispielsweise durch Bilbos und Gandalfs Beispiel ermutigt worden sein, mit dem Rauchen zu beginnen? Oder die Gewalt. Sollte man nicht gerade Kindern und Jugendlichen vor Augen führen, dass Konflikte sich auch anders lösen lassen? Muss man ihnen nicht näherbringen, dass nur Recht und Ordnung Sicherheit bringen? Das fängt doch schon im "Hobbit" an, wenn Bilbo nicht nur als Meisterdieb gefeiert wird, sondern sich auch noch herrenlosen Schmuck einfach so aneignet, ohne auch nur zu versuchen, ihn dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Nein, ich denke nicht, dass solche Lektüre einfach so in die Hände von Kindern und Jugendlichen oder auch leicht beeinflussbaren Erwachsenen gegeben werden sollte. Doch dem kann und soll an dieser Stelle entgegengewirkt werden:
Von tiefer Sorge darüber erfüllt, was der Herr der Ringe in seiner Originalfassung in den Herzen darauf unvorbereiteter Kinder und Jugendlicher anrichten mag, habe ich mich entschlossen, die an sich großartige, aber leider politisch nicht korrekte Erzählung neu zu fassen. Neu zu fassen in einer Weise, die es vermeidet, dass unschuldige Seelen Schaden nehmen. In Erinnerung an die herzerfrischend sorglosen, doch mit ihrer eigenen Form von Spannung erfüllten Geschichten von Enid Blyton, möchte ich Euch also hiermit die Erzählung vorstellen:
Neun Freunde und der
Ring der Macht.
© Frank Weinreich

I
Es war Nachmittag in Hobbingen,
der Nachmittag von Bilbos hundertelfzigstem Geburtstag und
an diesem Abend sollte die größte Geburtstagsparty steigen,
die das Auenland je erlebt hatte. Aber noch war es nicht
soweit als der Hobbit Bilbo und sein weiser väterlicher
Freund Gandalf in der wärmenden Septembersonne vor Bilbos
Wohnhöhle saßen. Bilbo begann, sich eine Pfeife zu stopfen
als er zu Gandalf sagte:
"Ach, heute ist doch ein wunderbarer Tag, um Geburtstag zu
feiern. Doch warte, lass mich Dir eben ein auch Pfeifchen
holen."
"Nein danke.", lehnte der schmale, graugewandete Zauberer
ab, "Ich bin davon ja völlig ab. Weißt Du nicht, das
Rauchen gesundheitsschädlich ist. Heute rauchen doch nur
noch die Schergen des Bösen. Wart´ mal, ich hab da was für
Dich." Gandalf kramte in einer seiner tiefen Taschen rum
und holte ein kleines, in grünes Laub eingeschlagenes
Päckchen hervor, das er sogleich auszuwickeln begann. Zum
Vorschein kamen einige blasse Streifen aus einem Bilbo
unbekannten Material. "Hier, Bilbo, versuch mal: Toby ohne
Zucker."
"Was ist das?"
"Die Brandybocks haben es erfunden, sie nennen es
Kaugummi."
Vorsichtig hatte Bilbo einen der Streifen in seinen Mund
geschoben und begann zu kauen. Ein breites Lächeln erhellte
sein Gesicht. "Mmmm, lecker. Das ist ja wirklich viel
besser als dieses stinkige Kraut zu verbrennen!"
"Und das mein lieber Bilbo", sagte Gandalf, "Das ist noch
nicht alles. Man kann damit noch viel mehr Spaß haben." Er
verstummte und plötzlich mahlten seine Kiefer so schnell,
dass man fürchten musste, sie brächen gleich. Dann griff
sich der Zauberer in den Mund, holte eine kleine Figur
heraus und legte sie Bilbo behutsam in die ausgestreckte
Hand. Dieser glaubte seinen Augen nicht trauen zu können.
In seiner Hand lag die nur Zentimeter große Figur eines
Zwergs ... eines bekannt aussehenden Zwergs ... das war
doch ... ja, wirklich, Thorin Eichenschild in all seiner
grimmen Pracht und deutlich zu erkennen bis zum letzten
Barthaar. "Ja", ertönte des Zauberers Stimme stolz,
"Rauchringe vergehen, aber das hier bleibt und ich bin
darin mittlerweile ebenso geschickt wie in allen anderen
Dingen, deren ich mich befleißige."
" Das ist ja wunderbar, Gandalf. Darf ich es behalten?"
"Ja sicher, mein Lieber. Warte zwei, drei Minuten, dann
wird die Figur hart und man kann sogar damit spielen. Fakt
ist", selbstzufrieden strich der Graue sich über den langen
Bart, "Fakt ist sogar, dass ich mit Gerstenmann Butterblume
in Bree ein Geschäft laufen habe. Er backt meine Figuren in
Schokoladeneier ein, verkauft sie an die Kinder und wir
teilen uns den Gewinn. In jedem siebten Ei ist jetzt schon
was von mir dabei."
Sorglos saßen die beiden Freunde auf der Wiese vor Bilbos
Smial und lachten. Ja, liebe Kinder, so kann man leben,
wenn man ehrlichen Geschäften nachgeht. Nur war das nicht
immer so gewesen. In Bilbos Vergangenheit gab es einen
dunklen Punkt, der Gandalf seit Jahrzehnten störte und von
dem er wusste, dass sie nun an Bilbos hundertelfzigstem
Geburtstag darüber reden mussten.
Bilbo sagte gerade: "Ich freue mich schon sehr auf den
heutigen Abend. Zumal wenn man bedenkt, dass dies mein
letzter Geburtstag im Auenland sein wird. Weißt Du, ich
möchte den Jungen nicht auf der Tasche liegen. Ich ziehe
ins Seniorenheim nach Bruchtal, wo all die Elfen leben, die
ja schon seit Jahrhunderten die Altersgrenze überschritten
haben, und werde meinen Besitz dem jungen Frodo
überlassen."
"Das ist eine sehr löbliche Einstellung, mein lieber Bilbo.
Halt´ Dich ruhig an diesen Plan - aber halt Dich an den
ganzen Plan, ja?"
"Jaja, Sam bekommt eine Apanage für die Gartenpflege, Rosie
eine für Sams Pflege und Frodo hat endlich sturmfreie
Bude."
"Und der Ring? Du hast versprochen, ihn hierzulassen, damit
ich ihn wegbringen lassen kann."
"Was ist denn bloß mit diesem Ring? Gut er ist magisch, das
habe ich auch gemerkt, wie Du weißt. Und das heißt, dass er
mir manchmal ... mmm ... recht nützlich war. Aber, mein
Gott, was willst Du gerade mit meinem ... Schatzzz."
"So ist der Ring schon früher genannt worden. Doch nicht
von Dir. Ich frage mich wirklich, ob dies nicht der ..., na
egal, ich werde weitere Informationen einholen müssen.
Vertraue mir. Geh fort und lass ihn zurück. Gib ihn Frodo
und um Frodo werde ich mich kümmern. Dann wird er endlich
weggebracht."
"Wegbringen, wegbringen, wegbringen. Seit Jahren , ja seit
ich ihn gefunden habe, redest Du auf mich ein, dass ich ihn
abgeben soll. Er ist jetzt mein Ring, mein Schatz und nach
all den Jahren wird sich der Besitzer sowieso nicht mehr
melden. Und diesem schleimigen kleinen Frosch hat er auch
ganz sicher nicht gehört, der kann ihn höchstens gestohlen
haben. Ich will den Ring behalten und Du willst ihn doch
auch bloß, weil er neben Deinem Roten da hübsch aussehen
würde."
'Uuups', dachte Gandalf sich und versuchte seine Hand mit
dem schönen großen Rubinring zu verstecken, denn der war
ein geheimes Clubzeichen und sollte eigentlich unsichtbar
bleiben. Der kleine Fauxpas heizte seinen beginnenden Zorn
nur an und seine Augen funkelten. "Es ist unrecht und das
weißt Du auch. Weigere Dich weiter und Du wirst Gandalf den
Grauen unverhüllt sehen." Bei diesen Worten machte er einen
Schritt auf den renitenten Hobbit zu und schien groß und
bedrohlich zu werden, sein Schatten verdeckte die warme
Nachmittagssonne. "Der Ring gehört nicht Dir. Und auch
nicht mir. Ich will dich nicht berauben. Ich will Dir nur
helfen." Seine Tonfall wurde wieder sanfter und der
Schatten verschwand. "Vertrau mir doch wie früher. Und
glaube mir, Bilbo, der Ring muss endlich ins Fundbüro."
Kleinlaut sagte Bilbo, "Naja, ich könnte ihn hinbringen."
"Nichts da, das einzige noch existierende Fundbüro ist in
Gondor und Gondor liegt viele Wegwochen südlich von
Bruchtal. Das ist nichts mehr in Deinem Alter. Ich denke,
ich werde Frodo bitten, diesen Weg zu übernehmen. Der hat
junge Beine und kann Dir das sehr wohl abnehmen."
Mit einem resignierenden "Ja, Gandalf" schickte sich Bilbo
in den Verlust des geliebten Ringes und doch wurde ihm
dadurch sein Herz gleich leichter, denn, liebe Kinder, es
ist niemals gut, wenn man den Besitz über die Freundschaft
oder den Weltfrieden stellt, das hatte der kluge alte
Hobbit an diesem Nachmittag gelernt.
Die Geburtstagsfeier an diesem Abend war schön, wenn auch
etwas unspektakulär. Die Hobbitkinder waren enttäuscht, da
es kein Feuerwerk gab. Sie sahen dann aber doch schnell
ein, dass Gandalf richtig gehandelt hatte, das Geld, was
das Feuerwerk gekostet hätte, hungernden Haradrim in der
Aktion "Brot statt Böller" zu spenden. Desweiteren
behaupteten einige der Erwachsenen am nächsten Morgen,
Bilbo hätte sich mitten in seiner Ansprache plötzlich in
Luft aufgelöst, aber weil nahezu jeder zu diesem Zeitpunkt
völlig betrunken war, ließ sich das auch nicht mehr
verifizieren. Jaja, das kommt davon.
II
Jahre zogen ins Land. Gandalf
zog durch das Land, um Informationen über den Ring
einzuholen. Frodo entwickelte sich zu einem
verantwortungsvollen Mitglied der Gesellschaft und nur sein
Gärtner und Freund Sam hatte ab und zu Verdruss mit seiner
Lebensabschnittsgefährtin Rosie. Den hatte er sich aber
selbst zuzuschreiben, da er sich verstockt gegenüber den
gerechtfertigten Forderungen nach Abschaffung
patriarchalischer Strukturen in ihrer Beziehung zeigte.
Natürlich hatte er keine Chance.
An einem lauen Septemberabend kam Gandalf nach Hobbingen
zurück. Am nächsten Morgen saßen der Zauberer und Frodo
nach einem späten Frühstück am offenen Fenster des
Arbeitszimmers und ließen Kaugummiblasen platzen. Gandalf
hieß Frodo, den Ring zu bringen und zwischen ihnen auf den
Schreibtisch zu legen."Nun, Frodo, hast Du auch gut auf ihn
aufgepasst?"
"Ja, sicher", antwortete der junge Hobbit, "aber was ist
denn nun damit los? Bilbo hat mir einerseits verboten, ihn
überhaupt aufzusetzen und andererseits hat er mich in einem
langen Brief verrückt gemacht, dass ich ihn nie aus den
Auegen lassen soll. Was ist daran so Besonderes." Jaja,
obwohl Frodo wusste, dass der Ring ein magisches Artefakt
war, hatte er, braver, reinherziger Junge der er war, in
all den Jahren kein einziges Mal gegen seines Onkels Gebote
verstoßen und hatte den Ring nie benutzt. Wer von uns
könnte solche Folgsamkeit von sich behaupten?
Dass dachte auch Gandalf voller Freude und doch inwendig
kopfschüttelnd. Er antwortete, "Ich fürchte, dass dies
unter den magischen Ringen sogar ein ganz besonderer ist.
Doch ein letzter Test ist nötig." Mit diesen Worten warf
der Zauberer den Ring ins prasselnde Kaminfeuer.
Nach kurzer Zeit holte er ihn mit einem Schürhaken wieder
hinaus und ließ ihn in Frodos Hand plumpsen. Der arme
Hobbit schrie kurz auf, verstummte aber sofort wieder,
hatte er doch zu Recht erwartet, dass der Ring nun glühend
heiß sein müsse. Doch in Wahrheit war der merkwürdige Ring
kühl, glatt und leicht wie immer - doch was war das? Eine
glühende Schrift unbekannter Art zog sich nun auf der
Außenseite des Ringes entlang. Frodo und Gandalf beugten
sich über das sinister schimmernde Schriftband. "Schau
Frodo, das ist der Beweis den wir noch brauchten. Er ist es
wahrhaft, das ist Saurons alter Ehering."
"Aber was steht da geschrieben? Gandalf, es sieht so
unheimlich aus, ich fürchte mich", sagte Frodo mit leicht
zittriger Stimme.
"Da, mein lieber Frodo steht: Ash nazg durbatulûk, ash nazg
gimbatul / ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul."
Des Zauberers Stimme wurde plötzlich drohend, machtvoll,
hart wie Stein. Ein Schatten schien vor der vor dem
Smialfenster stehenden Sonne vorüber zu ziehen und im Raum
wurde es einen Augenblick dunkel.
"Oh Gott, wie furchtbar das klingt. Was heißt das nur?"
"Wahrlich Frodo fürchte Dich, denn die Zeit da die Worte
wahr werden, werden auch für Dich vielleicht bald kommen,
so wie sie für Sam schon gekommen sind.", antwortete
Gandalf und wies Frodo mit der Hand noch näher an den Ring
zu kommen, "Schau einmal hier ... und hier ... und hier
auch. Siehst du die Kratzer? Da hat Sauron im Nachhinein
zwei Personalpronomen und ein Verb geändert. Die
grässlichen Worte seines Eherings lauteten:
Ein Ring, ihn zu knechten, ihn immer zu finden,
im Dunkel zu halten und ewig zu binden.
Es war natürlich ihre Idee eines Trauspruchs. Jetzt steht
da übrigens nur noch: Ein Ring, sie zu knechten, sie alle
zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Was
aber immer noch schlimm genug ist, denn dies gilt allen
Bewohnern Mittelerdes."
"Und wer bitte", fragte mit immer noch zitternder Stimme
Frodo, "ist dieser Sauron, und wer war es, der sich diesen
grässlichen Spruch ausdachte?"
"Nun also. Sauron war ein alter Kollege von mir als wir
noch alle im Götterhimmel wohnten. Aber dann geriet er in
schlechte Gesellschaft. Er ließ sich mit dem Teufel ein,
mit brennenden Dämonen, Drachen, Riesenspinnen und mit
seiner späteren Ehefrau. Du kannst Dir ja vorstellen wie
das ist. Der Teufel und die meisten seiner Untergebenen
wurden zwar irgendwann aus dem Himmel verbannt und auch
Sauron und Frau verzogen sich nach Mittelerde. Dort lernten
sie bei einigen naiven Elben das Handwerk der
Kunstschmiederei und Saurons Frau 'bat' ihn, einen Ehering
zu schmieden, der ihr seine Liebe beweisen würde: sie
verlangte, dass er seine Seele in den Ring schmiede. Hatte
er eine Wahl? Natürlich nicht. Und so geschah es. Saurons
Frau kam dann irgendwann während eines kleinen
Zauberunfalls um (die Polizei von Númenor hat glaube ich
bis zum Schluss nicht aufgehört, gegen Sauron zu
ermitteln), aber Sauron hatte nun am eigenen Leib erfahren,
was absolute Macht und totalitäre Herrschaft bedeuten."
Gandalf nahm einen tiefen Schluck Tee, blickte sorgenvoll
auf den Ring, der weiter böse funkelnd vor ihm auf dem
Tisch lag und fuhr fort. "Und dieses Machtgefühl sollte ihn
nicht mehr los lassen. Er unterdrückte in der Folge eine
ganze Reihe von Reichen, verübte den einen oder anderen
Völkermord und benahm sich auch sonst ziemlich schlecht.
Irgendwann schafften es die wenigen Aufrechten, die sich
ihm noch entgegenstellen mochten, eine Armee ins Feld zu
rufen, der es gelang, ihn zu besiegen, indem sie ihm die
Hand abschlugen, auf die er den Ring gesteckt hatte. Denn
Frodo, Du erinnerst Dich, dass ich sagte, dass seine Frau
ihn zwang, seine Seele in den Ring zu binden? Nun, sie ist
immer noch da drin." Bei diesen Worten nahm Gandalf den
Teekessel und ließ diesen zwei, drei Mal heftig auf den
Ring niedersausen. "Na, wie gefällt Dir das, Du Mistkerl?"
"Aber ich vergesse mich, Entschuldigung.", sagte der Graue
und glättete das in Unordnung geratene Gewand. "Naja,
jedenfalls ist also seine Seele in dem Ring und deshalb
kann er auch nicht getötet werden, solange der Ring
existiert. Er kann aber auch nicht richtig leben und schon
gar nicht richtig herrschen ohne den Ring. Denn Sauron ist
wie ich ein Zauberer und unsere Macht liegt in unserer
Seele. Deshalb muss er den Ring um jeden Preis
zurückerhalten und unsere Aufgabe ist es, zu verhindern,
dass dies jemals eintritt. Und deshalb", schloss Gandalf,
"muss der Ring unbedingt ins Fundbüro nach Gondor gebracht
werden. Ich würde es ja selbst tun, habe aber keine Zeit.
Denn der Weg wird lang und gefahrvoll werden und ich muss
für den Ringträger Hilfe organisieren. Bis Bruchtal musst
Du allein reisen, aber das ist schon okay, denn auf dem Weg
wird nichts passieren, er führt noch durch sicheres
Gebiet."
'Das ist doch Schwachsinn', wollte Frodo schon sagen -
aber, liebe Kinder, soetwas sagt man nicht zu Älteren, und
deshalb tat es auch der wohlerzogene Frodo nicht. Er
verkniff sich also die respektlose Bemerkung und fragte
stattdessen: "Sollten wir dann den Ring nicht besser
vernichten?"
Doch Gandalf hörte nicht mehr zu, sondern lauschte
angespannt nach draußen. Lautlos glitt die schmale Gestalt
zum Fenster, hob ihren Zauberstab und rief "Vingardium
leviosa" und schon schwebte der arme Sam hilflos vor dem
Fenster in der Luft.
"Du kommst mir gerade recht", sagte der Zauberer
triumphierend, "wir brauchen nämlich noch jemanden, der
Frodo auf seiner Reise unterstützt. Geh nach Hause und pack
Deine Sachen, sonst verwandele ich Dich in ein Ungeheuer."
Ahnungsvoll schaudernd, aber doch froh darüber, dass der
Magier ihm nichts getan hatte, schlich Sam nach Hause und
schon eine Viertelstunde später stand gestiefelt und
gespornt ... Rosie vor Frodos Höhle. "Das habt Ihr Euch so
gedacht, meinen armen Sam in ferne Länder und gefährliche
Abenteuer zu schicken und damit zudem die Hälfte der
gesamten Hobbitschaft aus den entscheidenden Ereignissen
der nahen Zukunft auszuschließen. Ich gehe mit oder es geht
keiner!"
'Ein Ring ihn zu knechten', dachte Frodo noch, aber es war
klar, dass sie da nicht mehr rauskämen ...
III
Und so begann das Abenteuer.
Frodo fragte sich zwar immer noch, was der Ring in einem
Fundbüro solle und wie dies Sauron stoppen könne, aber
Rosie und er zogen (fast) sicher und behütet nach Bruchtal.
Okay, wie es auf einer derartigen Reise so ist, kam es doch
zu ein paar Vorfällen, die sind aber kaum der Erwähnung
wert. Eigentlich war der Weg sicher, da hatte Gandalf
völlig Recht gehabt. Aber leider musste irgendwie Kunde in
die Welt gelangt sein, dass der Ring wieder aufgetaucht
war. Sauron hatte nämlich einen Schlägertrupp von neun
Hooligans damit beuftragt, ihm den Ring wieder zu
beschaffen. Schon im Auenland, wäre die kleine Gruppe
mehrfach beinahe mit diesen kriminellen Elementen zusammen
gestoßen und auf dem weiteren Weg hatten sie ihre liebe
Not, die Neun auf Abstand zu halten.
Sagte ich gerade kleine Gruppe? Was war geschehen?
Ebenfalls noch im Auenland trafen Frodo und Rosie dessen
alte Kumpel Merry und Pippin, die sich ihnen anschließen
wollten. Auch hier setzte sich allerdings Rosie damit
durch, dass sie - (Zitat) "Keinesfalls und ohne Hilfe mit
drei Rowdies quer durch Mittelerde ziehen" - werde. Also
zogen Merry und Pippin notgedrungen Strohhalme, wer nun
mitgehen dürfe. Pippin verlor und die Gruppe setzte ihren
Weg im Weiteren also mit Pippin und seiner Freundin Diamond
fort.
In Bree trafen sie auf einen alten Landstreicher, der
mitgenommen werden wollte. Aber zum Glück waren unsere
Hobbits klug und wohlerzogen und ließen den Mann einfach
stehen. Denn wie Ihr alle wisst, liebe Kinder, geht man nie
mit unbekannten Männern mit. [Ja gut, in diesem Fall war
das falsch, denn der Landstreicher war gar keiner, sondern
ein verwunschener Prinz, den sie in Bruchtal wieder treffen
würden und der sich auf dem weiteren Weg noch als ganz
nützlich erweisen sollte. Trotzdem hat die Forderung
Vorrang: Niemals mit fremden Männern mitgehen! Merkt Euch
das!].
Als sie schon fast in Bruchtal angelangt waren, kam es noch
zu einem unangenehmen Vorfall, der das ganze Unternehmen
schon beinahe an dieser Stelle hätte scheitern lassen. Seit
Tagen waren sie den neun Schlägern Saurons nur durch
listiges Verstecken entkommen, aber kurz vor Bruchtal gab
es nur noch einen Weg, den sie gehen konnten: die Furt über
den Bruinen. Heimlich kletterten die Vier durchs Unterholz
bis kurz vor den Fluss, mussten doch auch die Neun wissen,
dass dies die beste Gelegenheit wäre, die Hobbits noch
aufzuhalten. Doch am Ufer waren nur zwei Elben und ein
Pferd zu sehen - die Luft war rein und Hilfe zum Greifen
nahe. Erleichtert und freudig rufend liefen die vier ans
Ufer auf die freundlich lächelnden Elben zu.
Es waren eine wunderschöne Frau und ein auf seine Weise
genauso imponierender Mann , die ihnen die Hände zum
Willkommen reichten. Wie perlendes Wasser in einem
lachenden Gebirgsbach war die Stimme der Frau als sie sie
begrüßte: "Willkommen, kleines Volk, ich habe Euch
erwartet. Mein Name ist Arwen, Elronds, des Herrn von
Bruchtal Tochter bin ich."
Und die Stimme des Mannes war Meeresdünung, beruhigend und
Sehnsucht erweckend - doch auch mit einem klitzekleinen Ton
von verhaltenem Ärger im Hintergrund. "Auch ich heiße Euch
willkommen, edle Halblinge, denn ich habe Euch erwartet.
Mein Name ist Glorfindel, Elronds, des Herrn von Bruchtal,
vertrauter Vasall und ich wurde geschickt, Euch zu
empfangen und zu beschützen."
Gereiztheit war nun auch in Arwens Stimme, die sagte:
"Entscheidend ist jedoch, dass ICH geschickt wurde, den
Ringträger auf diesem Pferd dort schnell und sicher nach
Bruchtal zu tragen. Komm Frodo, steig auf und ich will dich
zu meinem Vater bringen."
"Mein Asfaloth ist es, der Dich, Frodo, sicher zu meinem
Herrn bringen soll, der MIR den Auftrag gab, dich zu holen.
Also hör nicht hin und komm mit mir."
Unsicherheit machte sich auf den Gesichtern unserer Hobbits
ob dieses Streites breit.
Alle Perlen waren aus der Elbin Stimme verschwunden als sie
antwortete: "Das wollen wir doch mal sehen! Ich bin eines
Elbenfürstes Tochter und ICH werde meinen Auftrag erfüllen,
komme was da wolle."
Die Dünung hatte sich in Brandung verwandelt, die über die
Ufer des Bruinen donnerte, als Glorfindel wütend auf seinem
Recht beharrte: "MEIN ist der Auftrag, Frodo zu retten.
Lord Elrond persönlich gab mir die Anweisung, die ich
getreulich erfüllen werde!"
"Nein MEIN ist dieser Auftrag. Lord Peter Jackson befahl es
mir!"
Bevor es zu weiteren unziemlichen Verhaltensweisen seitens
der sonst so vorbildhaften Elben kommen konnte, brachen
plötzlich Saurons Schläger auf grauenerregenden schwarzen
Rossen durchs Gebüsch und stürzten sich auf die vier
Hobbits und die zwei Elben. Es gab eine fürchterliche
Prügelei, über die wir hier den Mantel des Schweigens
decken wollen, denn, liebe Kinder, es waren keine schönen
Szenen, die sich dort an der Furt des Flusses Lautwasser
abspielten. Allen Sechsen gelang es jedoch mehr oder
weniger heile zu entkommen. Frodo allerdings zog sich eine
schwere Verletzung zu und wäre beinahe gestorben. Doch
nicht Glorfindel oder Arwen auf Asfaloth waren es, die
Frodo in Sicherheit brachten, sondern dem kleinen Pony Lutz
gelang es, im letzten Augenblick mit ihm zu entkommen. Ja,
manchmal sind es die kleinsten und unscheinbarsten, denen
es gelingt, den Lauf des Schicksals zu ändern, wo die
Großen und Berühmten versagen.
IV
Frodo brauchte eine ganze Zeit,
um sich zu erholen. Doch letztlich gelang es Elronds
überragenden heilerischen Fähigkeiten, ihn gesund zu
pflegen. Bilbo, der es vor Jahren ohne Zwischenfälle zu
Elronds Residenz geschafft hatte, wich in all dieser Zeit
nicht von Frodos Seite und auch Gandalf tauchte irgendwann
in Begleitung des schon erwähnten Landstreichers in
Bruchtal auf.
Frodo wurde zwar körperlich gesund, das Gemüt jedoch wollte
ihm nicht leicht werden. Er hatte nun erfahren, dass es
außerhalb des behüteten Auenlandes eine Welt gab, die rauh
und böse sein konnte und nicht geneigt zu sein schien,
Fehler zu verzeihen. Umso mehr hoffte er, die Bürde des
Ringes hier in Bruchtal auf andere, kräftigere Schultern
übertragen zu dürfen, doch, ach, dunkle Zweifel befielen
ihn darob. Würde er nicht doch gezwungen sein, den ganzen
Weg ins Fundbüro nach Gondor gehen zu müssen? Und wofür das
alles? Er war doch hier unter edlen elbischen Recken.
Konnten diese denn nicht die fürchterliche Drohung, die vom
dunklen Geiste Saurons ausging einfach hinwegfegen? Bald
schon sollte unser kleiner, junger Hobbit lernen, was es
wirklich mit dem Ring, seiner Macht und der Bedrohung durch
Sauron auf sich hatte. Denn es kam der Tag, an dem Elrond,
Herr von Bruchtal, Vertreter aller freien Völker im Rate
zusammenrief, um über den Ring und seinen weiteren Weg
Beschluss zu fassen. Frodo war bang, aber gefasst als das
Glockenzeichen zu Elronds Rat erklang.
Dort saßen sie nun: Elben von edlem Antlitz und schlankem
Wuchs, muskelbepackte Zwerge, die Gesichter von langen
Bärten fast gänzlich bedeckt, Aragorn als Vertreter der
Menschen, Gandalf versunken in hintergründigem Schweigen
und selbst die Hobbits boten ein passendes ernstes Bild,
der diesem lustigen Volke doch sonst so unangemessen
erscheint. Trotz dieses erhebenden Anblicks beugte sich
Elrond besorgt zu Gandalf hinüber und flüsterte: "Wo bleibt
Gondor? Was kann seine Vertreter aufgehalten haben? Das
kann nichts Gutes bedeuten."
Dann begann der Rat.
"Hier, meine Freunde, ist der Hobbit Frodo, Drogos Sohn",
sprach Elrond zur Eröffnung, "Wenige sind je unter größeren
Gefahren oder mit einem dringenderen Auftrag hierher
gekommen. Denn sehet, dieser tapfere Hobbit trägt den Ring
des Feindes!" Alle Anwesenden, die dies noch nicht wussten,
fuhren auf und ein aufgeregtes Gerede hub an.
"Mäßigt Euch, Freunde", sprach der Elbenfürst mit erhobenen
Händen, "mäßigt Euch und hört mich an. Ich habe euch nicht
nur zusammengerufen, um Euch davon in Kenntnis zu setzen,
dass der Ring, der so lange verloren war, wieder
aufgetaucht ist, sondern auch, um zu entscheiden, was mit
ihm geschehen soll. Hört mich an, denn grausame Kunde
dringt aus dem Osten. Gandalf, bitte berichte."
Der graue Zauberer erhob sich. "In den letzten Monaten war
überall große Unruhe zu verspüren. Die Völker drängen sich
zusammen wie vor einem Sturm und im Osten sammeln sich
Armeen, bereit gegen den Westen zu marschieren. Und auch
die Neun wurden wieder gesehen." Erneut begann ein
aufgeregtes Gerede und Glorfindel zeigte allen das blaue
Auge, dass der Hexenkönig ihm verpasst hatte. Gandalf
beschwichtigte die Anwesenden und fuhr fort. "Auf Grund
dieser Entwicklung bin ich mit dem Obersten meines Ordens
zusammengetroffen, um Rat zu halten. Saruman berichtete,
dass er mit Sauron in Kontakt stehe und dass Sauron
Forderungen erhebt.
Sauron beschuldigt uns. Uns Elben, Zwerge und die freien
Völker der Menschen beschuldigt er,
Massenvernichtungswaffen zu besitzen und einen
Angriffskrieg auf Mordor zu planen. Er beschuldigt uns,
einen terroristischen Anschlag auf Dol Guldur unternommen
zu haben und verlangt die Auslieferung der Schuldigen. Mit
den Stimmen der Haradrim, der Corsaren von Umbar und
einiger Abgesandter der Wagenfahrer ist es ihm gelungen,
eine Resolution durchzusetzen, die uns zur völligen
Abrüstung aller Soldaten zwingen soll. Das Schlimmste aber
ist, dass Saruman die Seiten gewechselt hat. Sauron hat ihm
den Posten des Chefinspekteurs der Außenlande angeboten und
Saruman hat angenommen. Jetzt sieht man schon überall die
Kutschen der Inspekteure mit dem Emblem der Weißen Hand auf
den Planen durch die Lande fahren."
Ein Tumult erhob sich unter den Anwesenden. "Wie kann er es
wagen?", "Was sollen wir tun?", "Zu den Waffen!", "Gibt´s
noch Plätzchen?" Elrond rollte die Augen - das war
natürlich einer der Hobbits gewesen. Ja, liebe Kinder, man
spricht eben nicht dazwischen, wenn Erwachsene sich
unterhalten.
Der Anführer der Zwergendelegation ergriff das Wort. "Wir
besitzen doch keinerlei Massenvernichtungswaffen, wie
konnte er damit durchkommen?" Glorfindel warf ein: "Naja,
eigentlich doch, oder?" und wies auf die dünne goldene
Kette um Frodos Hals, an der ein goldener Ring baumelte.
Plötzlich trat völlige Stille ein. Elrond hatte nur darauf
gewartet, die Diskussion in Richtung auf den Ring lenken zu
können. "Ja, das ist genau der Punkt. Die Frage ist, was
wir mit dem Ring tun sollen."
"Das ist überhaupt keine Frage", warf Gandalf in festem Ton
ein, "der Ring muss natürlich ins Fundbüro nach Gondor."
Die Anwesenden schauten sich verblüfft an.
"Na, kommt, es ist das einzig Richtige. Bilbo hat den Ring
gefunden und Fundsachen gehören ins Fundbüro. Wir können
den Ring nicht einfach zurückgeben, das wäre unser Ende.
Aber wenn wir ihn nicht ordnungsgemäß hinterlegen, dann
sind wir auch nicht besser als der böse Sauron."
Ein Stöhnen entrang sich Elronds Brust an dieser Stelle,
doch er hatte nicht mit der List gerechnet, die Gandalf nun
vorschlug.
"Außerdem", so fuhr der Graue fort und ein listiges Blinken
funkelte jetzt in seinen Augen, "außerdem locken wir ihn
damit in eine Falle. Wenn er den Ring haben will, muss er
selbst nach Gondor kommen und ihn abholen. Aber Gondor ist
Rechtsnachfolger von Númenor und seine alten Verbrechen
sind nicht vergessen. Sauron wird immer noch gesucht wegen
Aufwiegelei gegen die Valar, Völkermord und dauerndem
Falschparken vor der Ratshalle von Ar-Pharazôn. Wenn er
also kommt, um den Ring zu holen, wird er einfach
festgenommen."
Mit dieser List hatte Elrond wirklich nicht gerechnet und
er sah jetzt aus, als ob er plötzlich Zahnschmerzen oder
Migräne oder beides gleichzeitig bekommen habe. "Eh ..., ja
..., gut ..., gibt es weitere Vorschläge?"
Aragorn stand auf: "Wir müssen den Ring vernichten. Er muss
in die Feuer geworfen werden, in denen er einst geschmiedet
wurde. Er muss nach Mordor gebracht werden. Ich bin bereit,
eine Gruppe zu führen, die diese Aufgabe übernimmt. Wer
kommt mit mir?"
Einer der Elben sprang auf. "Aragorn, mein Bogen gehört
Dir."
Einer der Zwerge trat hervor, die Axt zum Schwur erhoben
und hinter ihm rief die Delegation "Sie geht mit, sie geht
mit ... äh ... er geht mit, er geht mit."
Alle Köpfe fuhren herum. Elrond sah jetzt aus, als ob er
auch noch heftige Magenschmerzen bekommen habe. Doch in
diesem Moment erhob sich Rosie und sagte: "Schwestern,
lasst doch das demütigende Versteckspiel sein. Es wird
Zeit, dass wir uns unsere Hälfte der Welt erobern. Dies
gilt gerade in Zeiten solch finsterer Gefahr wie heute.
Ihr", dabei stach sie mit dem Zeigefinger in Richtung auf
Elrond, Gandalf und Aragorn, "könnt über unser Schicksal
nicht allein entscheiden. Wir verlangen, am Kreuzzug zur
Vernichtung des Ringes beteiligt zu werden!"
Langsam aber bestimmt sammelten sich die Zwerge um Rosie
und nahmen die falschen Bärte ab. Die Zwergin, die schon
zuvor vorgetreten war, seufzte erleichtert auf. "Danke,
Schwester. Seht Ihr Elben, wenn ein Zwerg an dieser
Unternehmung teil hat, dann wird es eine Zwergin sein. Ich
bin Hertha, Marthas Tochter und ich werde mitgehen!"
Die Fraktion der Elben stierte konsterniert auf die
Zwerginnen. Plötzlich erschall jedoch Applaus auch aus
ihren Reihen. Elrond drehte sich um und als er Arwen gewahr
wurde musste man sich dem Gesichtsausdruck nach wirklich
ernsthafte Sorgen um seine Gesundheit machen.
"Gut, Ihr wollt es so haben!" Nun da die Entscheidung
gefallen war, ging des Fürsten Hautfarbe von flammendrot
auf bloßes zornesrot zurück. "Gut, nehmt also den Ring und
seinen Träger und diese ... diese Hobbitfrau hier und die
beiden anderen Hobbits da auch gleich und zieht los.
Gandalf, du übernimmst die Führung, Aragorn weist den Weg
und ... Nein, Arwen Du nicht, egal was Du auch sagen
willst, Du nicht! ... Legolas geht. Er kann ja zusehen, ob
er mit Martha diese formidable Gruppe in Mordor beschützen
kann."
Gandalf räusperte sich: "Nicht Mordor, Gondor, du weißt
schon wegen ..."
"Das ist mir doch egal, macht das auf dem Weg aus! Ihr seid
der Bund der Acht und Ihr werdet irgendwie diesen Ring los.
Also macht Euch auf den Weg."
Da waren plötzlich energische Schritte und das Klirren von
Waffen und Rüstung von außerhalb der Halle zu hören. Die
Tür zum Ratssaal wurde aufgerissen und ein kräftiger
blonder Mann in voller Wehr stürmte in die Halle und
sprach:
Heil Euch Edlen, entschuldigt meine späte Ankunft. Ich bin
Boromir, des Denethors Sohn. Ich bin der Leiter des
Fundbüros von Gondor!"
ENDE DES ERSTEN TEILS
(Bochum 07/03)